Zitat
ich hab bei meinen beiden die Erfahrung gemacht, dass sie sonst weiter gehen, wenn ich an ihnen dran hinter ihnen bin, weil Frauchen ja quasi wieder angekommen ist
Ja, diese Problematik kenne ich auch, da übe ich auch noch arg dran. Wenn ich auf 3m ran bin, meint sie ist ja gut und es kann weitergehen 
Ich habe viel mit dem Clicker aufgebaut. Auch "raus da" oder das Pondon "auf den Weg" habe ich rein damit aufgebaut. Geholfen hat am Anfang das Zeigen mit dem Finger/Hand/Arm in die Richtung, wo sie hinsoll. Irgendwie ging das dann so nebenbei, weiss gar nicht mehr, was ich da genau gemacht habe.
Das Lena nicht so weit vorläuft habe ich über verstecken und plötzliche Richtungswechsel geübt. Ich achte aber sowieso immer darauf, dass sie immer ein Auge und ein Ohr bei mir hat. Sei das an der Leine, wo ich urplötzlich um die Stange im Kreis rum gehe, oder wenn sie links daran vorbeiläuft gehe ich aus Prinzip rechts vorbei und sie muss zurückkommen. Ist sie zu weit vorne finde ich was tolles, drehe um oder sonst etwas. Hauptsache sie "ärgert" sich wieder, dass sie so weit vorgelaufen ist. Allerdings habe ich es aufgegeben, meinem Hund einen 10m Radius beizubringen, da bin ich auf absolutes Granit gebissen. In übersichtlichem Gelände gestehe ich ihr mehr zu, ansonsten hat sie eh "bei mir" zu gehen, was einem lockeren "Fuss" gleichkommt.
Mach doch mal in Wildfreiem Gelände den Test. Gehe in eine Richtung, läuft der Hund weit genug voraus, drehst du kommentarlos um. Langsam in die andere Richtung gehen, nach wenigen Sekunden wird der Hund angesprintet kommen. Lena rennt dann immer an mir vorbei, wieder voraus. Ist sie an mir vorbei, drehe ich wieder um. Das ganze mach mal ein paar mal, ruhig auch 10-15 mal. Zumindest bei Lena ist das so, dass sie irgendwann bei mir fast im Fuss geht und mich anguckt.
Gleiches Spielchen habe ich im Stehen probiert. Wiese, sie darf schnuffeln. Irgendwann habe ich einfach Kommentarlos ihr den Rücken zugedreht. Nicht weggegangen, nein, einfach nur den Rücken zugedreht. Das dauert nicht lange, dann läuft sie um mich rum, und schnuffelt auf dem Teil der Wiese, den ich angucke. Mache ich das ein paar mal, sitzt sie im Sitz neben mir und wartet auf irgendwas aufregendes.
Auch interessant um Hundereaktionen zu testen ist es, einfach mal wortlos Gassi gehen. Ich habe das nach dem es hier im Forum mal aufkam getestet. Boa hat Madam sich gefreut, als ich nach 20 Minuten Gassigehen endlich ihr einen Befehl gegeben habe. Sie ist suuuper aufmerksam neben mir hergelaufen nach einer Weile, immer in Erwartung, was gleich passiert.
Und zu den anderen: Ich habe schon verdammt viel Kopfschütteln geerntet, weil ich mit meinem Hund übe (im Gegensatz zu 90% der Hundebesitzer hier). Und weil ich sehr konsequent bin, sehr streng wurde mir schon gesagt, bei mir würde aber ein harter Wind wehen. Und ja, tut es. Ich möchte mit meinem Hund etwas machen können und nicht Jammergeschichten erzählen (wie mir hier von jemandem vorgetragen), dass man mit dem Hund nicht in den Garten gehen kann, weil er alles umgräbt (der Hund darf aber munter weiter buddeln und es wird nicht verboten), oder man den Hund nicht zu Freunden nehmen kann, weil er alles auseinander nimmt und über Tische und Bänke geht. Jagen tun ganz viele Hunde hier in meiner Nachbarschaft, und dass ein Hund deshalb schon auf der Autobahn und einer auf der Hauptstraße am Ortsausgang stand, wird mit einem "kommt vor - that's life" abgetan.
Und ich habe eines gelernt (durch eigne Erfahrung und Äußerungen hier im Thread von anderen), dass Jagen und UO ganz eng miteinander verknüpft sind. Du kannst nicht im Haus der Laschie sein und draußen von deinem Hund gehorsam verlagen. Wenn du draußen der Diktator bist, weil DU bestimmen willst, welchem Vieh dein Hund nachläuft bzw. eben nicht, dann muss das auch in jeder anderen Lebenslage so sein. Sonst nimmt dich der Hund nicht für voll.
"Man kann nicht immer konsequent sein" ist die Ausrede der Faulen. Weiss nicht mehr, wer das gebracht hat, aber es ist sehr, sehr wahr.