Beiträge von Faesa

    Also zum Haus beschützen sollten sie sich eine Alarmanlage kaufen. Denn entweder, man erzieht den Hund so, dass er alle Menschen liebt und man hat keine Probleme, mit ihm unterwegs zu sein, dann knutscht er aber auch den Einbrecher ab, oder man macht ihn "scharf", dann hat man aber evt. auch mit Besuch so seine Probleme.

    Das sind jetzt die Extrema, die meisten Hunde melden Fremde auf ihrem Grundstück, der Sennhund meiner ehemaligen Nachbarn hat sich allerdings von den Einbrechern sogar das Halsband klauen lassen - und die Nachbarn haben im ersten Stock geschlafen, während unten leer geräumt worden ist.

    Subjektiv gibt ein Hund ab einer gewissen Größe ein gewisses Sicherheitsgefühl. Wenn das ausreicht, tuts jeder Hund der höher als Kniehoch ist. Und vielleicht nicht unbedingt der klassische Labbie, den jeder schon auf 100m Entfernung erkennt und als total harmlos einschätzt - was nicht unbedingt so sein muss, aber wieder das subjektive...

    Das ein Hund öfter alleine ist, finde ich nicht grundsätzlich schlimm. Wenn ich richtig gesehen habe, dann ist er einmal 8h alleine, und das nicht mal am Stück. Wenn es sich sonst nur um halbe Tage handelt, finde ich das nicht tragisch, natürlich unter der Voraussetzung, dass der Hund artgerecht ausgelastet wird in der anderen Zeit.

    Also ich find, das klingt nicht so schlecht.

    Ach ja, Hunde die dauerbeschäftigt sind, werden gerne hyperaktiv, meine hat auch stundenweise mal Ruhe zu halten, und mir absolut nicht auf den Keks zu gehen. Also sind 4h in der Woche unbeschäftigt meine geringste Sorge in deiner Schilderung .-)

    Ich schätze mal entweder angeleint oder im Freilauf gehofft, dass keiner kommt und den Hund übersieht.

    Was hat man gemacht, als es noch keine Warnwesten gab im Auto? Was hat man an Ampeln gemacht, als Fahrräder nur Dynamo hatten, sprich an Kreuzugen keine Beleuchtung hatten? Das Spielchen lässt sich ja beliebig fortsetzen.

    Ich für meinen Teil brauch kein Leuchtteil, was man kaum sieht, denn ich habe es ja, DAMIT man es sieht. Ansonsten kann ich auch ohne losziehen.

    Ich möchte, dass unbeleuchtete Mountainbiker die die Trampelpfade der Hundebesitzer für ihren Heimweg nutzen meinen Hund sehen, ich möchte dass entgegenkommende Hundebesitzer von weitem schon sehen, dass ich mit Hund komme, ich finds schon praktisch zu sehen, wo auf dem Feld sich mein Hund befindet, und wenn das Leuchtie mir beleuchtet, dass mein Hund grad irgendwas frisst (was sehr, sehr selten vorkommt) oder sich in etwas wälzt (was doch eher mal vorkommt), wundere ich mich wenigstens nicht am nächsten Tag, warum mein Hund aus heiterem Himmel kotzt oder beim zurückkommen zu mir stinkt wie die Hölle.

    Ich habe natürlich auch erst mal geschmunzelt, aber war dann verwirrt, als ich merkte, das ist dein Ernst. Das die Teile hell sind und von weitem gesehen werden, ist doch der Sinn der Sache.

    Wenn mein Hund mit 4 anderen hier aus der Nachbarschaft hinten am Feld tobt, dann war meiner der einzige, den man noch gesehen hat. Alle anderen Leuchtteile waren auf 20-30 meter nicht mehr Sichtbar, dann ist das doch total sinnfrei für Autofahrer oder Radler, die meinen Hund ja schon einiges vorher sehen sollen und auch seine Bewegung einschätzen können sollen. Und wenn alle anderen Hundehalter nach meinem Ausschau halten, um ungefähr zu wissen, wo ihre sind, war doch jeder Euro, den sie in günstigerere Halsbänder gesteckt haben, einer zuviel.

    *meine Meinung*

    Schutzgebühr ist praktisch der Preis für den Hund. Heisst Schutzgebühr, weil es davor schützen soll, dass jemand den Hund einfach so mitnimmt, weil ist ja umsonst, sich aber keine Gedanken gemacht hat und ihn morgen auch wieder los werden will. Ok, Gedankenlose Hundekäufe gibt es leider immer noch genug, aber wenigstens tuts dann weh, wenn man 300 Euro bezahlt hat und ihn ohne Rückerstattung der Kosten wieder abgibt. Wenigstens Lehrgeld hat derjenige dann bezahlt (wiegt zwar sicher nicht die angeknackste Hundeseele auf, aber naja).

    Tagsüber nach jedem Schlafen, Fressen und Spielen rausgehen, spätestens alle 2 Stunden. Damit sollten sich die Malheure tagsüber in Grenzen halten, wenn was daneben geht, einfach wegwischen und kurz mit Essig hinterher, damit es nicht mehr riecht.

    Nachts Hund in eine Pappbox direkt nebens Bett. Sobald der Welpe anfängt zu fiepsen, sich zu bewegen (also mehr als nur die Schlafposition wechseln) raus aus den Federn und an die frische Luft.

    Nach ein paar Wochen habt ihr es überstanden.

    Die Lösung ihn wegzusperen finde ich nicht gut, das ist ein erzwungener Rudelausschluss, was für einen Hund ganz schlimm sein kann. Es gibt Hunderassen, die auf Eigenständigkeit gezüchtet sind, die da nicht so stark leiden, aber der Retriver gehört nicht dazu. Der will bei seinem Rudel sein.

    Wollt ihr ihn später nicht im Schlafzimmer haben ist das kein Problem, einfach seinen Schlafplatz dann immer weiter Richtung Türe verlegen (wenn er dann stubenrein ist) und nach 14 Tagen seit ihr den Räuber wieder los im Schlafzimmer.

    Zitat

    .. ich glaube, dass die Aussagen einer TK etc. nur so gut und reif sind wie die TK selbst.

    Stimmt, an diese Aussage erinnere mich. Ich hatte sie allerdings mehr als Reife und nicht als Wissen interpretiert. Also, je Reifer der TK ist, umso eher kann er objektiv sein, umso besser kann er/sie gewisse Dinge ausblenden. Urgs, das klingt jetzt glaub seltsam, vielleicht verstehst aber was ich meine.

    Aber egal, schön, dass wir das gleiche meinten ;)

    Was mir heute bei der Mittagsrunde noch durch den Kopf gegangen ist. Wir hatten ja die Aussage, dass eine TK praktisch Übersetzter ist. Übersetzer von Bildern, Gefühlen etc, die sie empfindet. Damit kann doch eigentlich ihre Übersetzung nur so gut sein, wie ihr Wissen über Hunde - oder? Also wenn jetzt ein Hund gefragt wird, warum er an der Leine so einen Terror macht, dann müsste die TK doch alle Möglichkeiten die es dafür gibt, kennen. Also dass es körperliche Ursachen haben kann (Schmerzen), und sämtliche psychischen Konstellationen, von falscher Konditionierung über schlechte Erfahrungen, Angst, Agression, Schutztrieb.

    Also müsste eine TK doch eigentlich parallel auch mehr oder weniger ein Hundestudium hinter sich haben, damit sie die Bilder richtig einordnen kann.

    Oder denke ich jetzt total quer?

    Das würde auch erklären, warum ein TK nicht mit jedem Tier reden mag. Denn wie könnte ich jetzt zum Beispiel mit einem Pferd reden. Ich kenne ja nicht mal den Unterschied zwischen den verschiedenen Striegeln, woher soll ich wissen, aus welchen Gründen ein Pferd so-und-so reagiert. Bei Hunden wäre ich sicherlich aussagekräftiger, aber auch nicht perfekt, denn mit Hundepsychologie habe ich mich einfach nicht beschäftigt. Bzw. nur so viel, wie man als Otto-Normal-Hundehalter braucht.

    Und das wiederum erklärt, warum jemand, der von Hunden echt Ahnung hat, vermutlich wesentlich besser einen Hund deutet und mit ihm reden kann, als viele (ich nutze jetzt mal bewusst viele statt alle über einen Kamm zu scheren) TKs, die vermutlich nicht diese Wissenstiefe über Hunde haben.

    Ich finde Hundeanfänger und Tierheimhund schließt sich nicht aus. Meine Eltern hatten zwar vor mir einen Hund, aber da war ich schon einige Jahre ausgezogen. Also habe ich nie mit Hunden gelebt, im Freundeskreis ist mein Hund der einzige. War also auch ein Anfänger. Und trotzdem habe ich einen Tierheimhund, und bereue es überhaupt nicht. Zudem gibt es im Tierheim oder auf Zergportal auch immer wieder Welpen.

    Allerdings hast du dann Mischlinge, kleine Ü-Eier, bei einem Welpen vom Züchter weisst du was du bekommst. Und anscheinend habt ihr ja schon viel rum geschaut und schon einen Favoriten.

    Ein Züchter, der gut ist, wird euch nicht ablehnen, weil ihr Anfänger seit, sondern euch kennelernen wollen, wissen wollen, wie ihr euch das vorstellt, euch mit Rat und Tat zur Seite stehen und kann eure beste Stütze werden, gerade WEIL ihr Anfänger seit. Wer weiss denn mehr über den Hund den ihr dann bekommt und die Rasse als euer Züchter?