Beiträge von Faesa

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    Die Frage hier wäre jetzt für mich, hält der Hund das auch ein wenn ihr nicht da seid?

    Ich vermute mal, zumindest habe ich sie dort nie liegen sehen, wenn sie im Wohnzimmer lag und ich rübergeschlichen bin um zu gucken, was sie treibt. Der Ort war ja eigentlich auch immer nur dann interessant, wenn wir dort sassen, und nur dann stört es mich, wenn sie dort liegt.

    Meine Feststellung bei ihr ist aber auch, dass sie, wenn sie alleine ist, immer auf ihren Kissen liegt (hat in jedem der drei Räume eines), und nur abseits dieser liegt, um näher bei uns zu liegen. Sprich, wenn wir nicht mit im Raum sind, ist alles andere als ihr Kissen völlig egal. Vielleicht hat dieses Verhalten einiges hier vereinfacht. Es war auch nie problematisch gewesen, sie von Sofa oder Bett zu scheuchen bzw. das darf sie nur auf Befehl wenn es mir gerade passt.

    Aber es wäre ein Tabu, was nicht über Meideverhalten aufgebaut ist.

    Im Übrigen hat der Versuch, meine Problemchen draußen mit ihr über Meideverhalten ("nein" oder klare Ansagen) zu lösen, nicht gefruchtet, seitdem ich relativ wortlos und mit Leckerlies arbeite, funktioniert es bestens.

    Hmm. Das Tabu "nicht unterm Tisch liegen" habe ich durch konsequentes Wegschicken erreicht. Also immer durch einen weiteren Befehl. Fällt das unter meiden? Irgendwann hat sie gemerkt, dass sie immer wieder weg muss, wenn sie dort hin will, aber ihre Ruhe hat, wenn sie neben dran liegen bleibt.

    Sofa wurde sie 2 mal runtergeschmissen und gut war, als ich sie an Tag 4 oder so bei uns mit den Vorderpfoten auf der Küchenplatte erwischt habe, gab es ein verbales Donnerwetter, und sie hat es nie wieder probiert. Ja, hier würde ich auch auf Meide setzen.

    Die meisten Tabus sind wohl durch Meiden zu erreichen, aber fällt mein Beispiel oben unter Meiden oder unter Nerven?

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    Und wenn Bungee dann so reagiert hat, einen ihr nicht gehörenden Hund auf den Rücken zu drehen. Aber hallo, da äwre ich auch ausgerastet.

    Ich glaube nicht, dass das passiert ist.

    Und ich kenne auch nur solche Wiesen, wo Leckerlies und Spielies erlaubt sind. Ich finde die Bälle zwar immer total dämlich, aber wers braucht. Und wo sie nicht verboten sind, sind die Halter schon in der Pflicht, dass ihr Hund nicht belagert/belästigt.

    Mir hat im Bezug aufs Jagen mal jemand einen schönen Satz geschrieben: Hunde, die man dauernd beschäftigt, werden auch aufgedreht.

    Ich habe mir das sehr zu Herzen genommen und viel, viel Ruhe geübt.

    Was passiert denn, wenn du mal eine halbe Stunde an der Leine stramm Gassi gehst, damit meine ich wirklich flottes gehen, kein schnuffeln hier und da, sondern lösen und weiter gehts, aber kein Wort mit ihm redest.

    Bei meiner wirkt das Wunder, die ist sobald der erste Befehl dann fällt Feuer und Flamme, weil endlich was passiert, das vorher war ja total tröge und langweilig.

    Man kann auch Dinge wie das Ignoranzkarree mal probieren.

    Ich würde es auf jeden Fall versuchen, ganz gezielt mal wenig Reden, den Hund nicht vollsabbeln und nicht überbeschäftigen.

    Die Idee mit strukturiertem Tagesplan ist auch nicht so schlecht. Auch da sind ja Ruhephasen für den Hund eingeplant.

    Auslastung ist wichtig, sowohl körperlich als auch geistig, aber man muss mit einem Hund auch einfach mal laufen können, ohne dass er überdreht.

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    Es wird (wenn ich mich recht erinnere) mit Respekt und Vertrauen, eben Einhalten von Individualdistanzen, erklärt. Im Weiteren Sinne ging es darum, auch mal mit Hundespielzeug zu spielen, dass der Hund auch mal nicht haben darf und akzeptiert, dass der (ranghöhere) Halter ihn mal nicht damit spielen lässt.

    Den Respekt als Rudelführer erreiche ich aber doch nicht dadurch, dass ich die Küche oder sonstwas als Tabuzone einrichte. Sowas finde ich überholten Quatsch.

    Mein Hund lässt mich sein Fressen wegnehmen, Spielzeug hat sie in der Wohnung eh keines, und auf Bring bringt sie mir sogar ihre Knabberartikel (und legt mir die durchgekaute Kopfhaut im Zweifel auch in die Hand *würg*), ich kann mich in ihr Körbchen setzten etc. Und das ganze, ohne große Tabuzone. Tabus sind ja eben nicht nur räumliche Gegebenheiten, sondern wie oben schon angemerkt, auch (teilweise simple) Regeln des Zusammenlebens.

    Wenn es ein Buch so pauschalisiert, würde ich es ignorieren.

    Hach, mir ist doch was eingefallen, was bei uns Tabu ist. Nämlich unterm Esstisch liegen. Ich hasse es bei Verwandten, wo dann 2 große Hunde unterm Esstisch liegen und man nicht weiss, wo man seine Füße hinstellen soll. Furchtbar.

    Wie ich das gemacht habe? Sie ist so oft dort weggejagt worden (muahaaa, böses Frauchen) bis sie es aufgegeben hat. Seit dem liegt sie neben der Eckbank, das ist ok, da stört sie niemanden.

    Im Prinzip genauso wie mit dem Betteln. Blieb sie ruhig, durfte sie bleiben, bettelte sie, flog sie aus dem Zimmer raus (und Lena hat gebettelt wie eine bescheuerte, die hat einen halben Herzkasper bekommen, wenn wir gegessen haben, hat geheult, gebellt, gezittert, alles auf einmal. Ich musste sie am Anfang 2 oder 3 mal wegsperren, weil Essen fast unmöglich war. Heute ist es kein Problem - solange wir am normalen Essplatz essen. Ruhig (aber "laut" guckend) bettelt sie noch wenn wir am Sofa oder so noch was knuspeln).

    ähnlich wie Naijra haben wir es auch am Anfang auch gehalte (nur dass mein Tierheimhund schon 10 Monate war). Geübt wurde am Halsband, in reizstarke Gebiete habe ich sie ans Geschirr gepackt. Die erste Woche bin ich nur Halsband gegangen, weil ich das halt vom Tierheim hatte und mit Lena noch nicht zum Einkaufen gekommen war, und Geschirr muss ja passen, das Zerren der ersten Woche wurde schlagartig besser, als sie am Geschirr hing.

    Nach 3 Wochen und erster Eingewöhnung bin ich dann aber eben auf Halsband zum Üben und Geschirr für Rest umgestiegen. Heute gibts Geschirr noch am Rad oder wenn ich weiss, der Ort/Umgebung wo wir hingehen übersteigt ihre Leinenführigkeit. Praktisch ist es auch, wenn man wo ist, wo man sie evt. mal fix festhalten muss. Das geht mit Geschirr wesentlich einfacher als mit Halsband. Ganz besonders bei langhaarigen Hunden.