Beiträge von Faesa

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    Und auch das Maß der Strafe ist immer eine schwierige Sache. Meiner Meinung nach Strafen die meisten gerade beim ersten Mal zu "lau". Wenn ich mir überlege, dass ich etwas als "Tabu" belege, dann rappelt es stimmungsmäßig beim erstenmal derart, dass der Hund deutliches Wegweichen und Abducken zeigt! Das darf auch gerne noch eine Weile anhalten...

    Stimmt. Wenn die Strafe punktgenau sitzt, und in der "Heftigkeit" angemessen ist, ist es sehr sehr wirkungsvoll. Ein Beispiel was mir dazu eben eingefallen ist, wäre, dass ich Lena an Tag 2 oder 3 mit den Vorderpfoten auf der Küchenplatte erwischt habe. Es gab ein gesalzenes verbales Donnerwetter und seit dem war sie nie wieder oben, habs sogar mit Leckerlies getestet, bleibt alles liegen.

    Strafen sind vermutlich immer dann zu lau, wenn man sich nicht sicher ist, ob die Strafe punktgenau und angemessen ist. Dann ist sie möglicherweise sogar weniger wirksam als gar nicht gestraft.

    Zum positiven bestärken und dem Beispiel mit dem Jogger: Ich müsste die VErhaltenskette ja weiter positiv bestärken. Also nicht nur "falsch" wenn der Hund den Jogger anguckt, sondern dann beim nächsten mal wenn er erst guckt und dann aufsteht. Doppelte Fehler sind aber vermutlich seltener.

    Ich würde auch (meine eigene Einschätzung) eine Strafaktion mit 10 Klicks gleichsetzen von der Wirkung. Ich müsste also 10 mal die Verhaltensette weiter falsch positiv belohnen, um den gleichen "Mist" hinzukriegen, als mit einer Strafe (bei meinem Hund möglicherweise sogar noch mehr, beim Hund meiner Eltern evt ein bisschen weniger). Positive Belohnung findet in kleineren Schritten statt als Strafe.

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    Warum gibt es so lernresistente Leute, die das konsequent ignorieren?

    Da zitiere ich doch gerne einen Herrn den ich regelmässig treffe: "Die Angst ist doch das Problem der Frau und nicht meines, solange meinHund lieb ist, werde ich ihn nicht abrufen".

    Er hat ihr übrigens als sie mal zeterte, dass der Hund schon wieder mit den Pfoten auf ihrer Bluse stand vorgeschlagen, mal gegen ihre Angst vor Hunden zu arbeiten - entschuldigt für die dreckige Bluse hat er sich nicht, und als Alternative gemeint, sie solle halt woanders lang gehen, wenn sie keine Hunde mag oder Angst hat.

    Edit: Menno, ich fand den Hund mit Fusshupe schön :D Ihr seit da nur neidisch, dass es sowas bei euch nicht gibt.

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    Ich hab schon, ha, auch kein Witz, drei Tennisbälle verschenkt, weil der HH den Hund nicht dazu bekommen hat, dass Hundi den Ball rausrückt.

    Gott und mir war das immer unendlich peinlich, wenn Lena einen geworfenen Ball schneller hatte als der eigene Hund und dann damit um die Wiese geflitzt ist. Sie hat lange gebraucht um das apportieren zu raffen und hat den Ball dann immer einfach irgendwo liegen gelassen. Ich hab sie dann nie aus den Augen gelassen um genau zu wissen, wo sie ihn hat liegen lassen.

    Ich würde nie eine Wiese verlassen ohne dem Besitzer den Ball zurückzugeben, den mein Hund sich geklaut hat. Wobei ich mich da manchmal über mich selber ärger, weil warum müssen manche Deppen auf der Freilaufwiese zwischen 15 Hunden einen Ball aus der Tasche ziehen.

    Zum Thema unerzogene Hunde sag ich nix mehr. Da springen Hunde Jogger an und der Hundehalter regt sich darüber auf, dass der Jogger sauer war - Hunde mit Fusshupen an der Flexi brüllen von weitem (ohne Hund bei Fuss zu holen) dass ihr Hund beisst und ich aufpassen soll... (ahja...) und einige lassen nicht mal ab, wenn mein Hund auf dem Rücken liegt - nein, ich reg mich grad nur schon wieder auf.

    Ich habe sicher keinen Engel, aber mir sind Lenas aussetzer peinlich und ich arbeite dran, bei anderen sehe ich da keine Einsicht... "die tut ja nix" ist mein Lieblingssatz bei unerzogenen Hunden.

    Lena gehört übrigens auch zur Fraktion ich verteidige meine Dummies.

    Mir ist letztens mal was postivies passiert. Normal gehe ich zu Z*o&Co bei uns, der hat ein besseres Sortiment als die Fre**näpfe in unserer Reichweite und ausserdem ist das, muss man neidlos sagen, ein super schöner Laden. Mit tollen Aquarien, tollen Reptilienkästen und Papageien. Da ist einfach auch was fürs Auge bei.

    Vor etwa einem halben Jahr hat dann noch ein Tierladen schräg gegenüber aufgemacht, leider bei der 4-Spurigen Strasse durch U-Bahn Trasse getrennt, weshalb ich da nie rein bin, noch so einen Mist-Laden brauchte ich ja nicht.

    Letztens war ich durch Zufall eh auf dieser Seite der Trasse unterwegs (normal nicht meine Richtung) und bin halt dort rein. Und was soll ich sagen? Zwar vollgestopft - aber: Ich steh beim Hundefutter und sag zu meinem Freund: Was wollen wir jetzt mitnehmen, das Josera ist mir zu teuer (weil nur große Säcke; für Leckerlies war mir das nix und ich weiss nicht ob sie es mag). Dreht sich der Verkäufer nur zu mir um und meint unmissverständlich: Dann kommt es drauf an, was sie halt für ne Qualität haben wollen - denn die kostet halt auch mal. Ich grinse nur und erklärte, dass ich nur was für Leckerlies suche und daher keinen 15 Kilo Sack und dass ich natürlich Josera eher kaufen würde, als alles andere was er da stehen hat und er meint nur lapidar: dann nehmen sie doch einen kleinen Sack Markus Mühle. Ich hab den angeguckt wie ein Auto, weil ich diese Säcke komplett übersehen hatte.

    Aber fand ich gut. Drehte mir keinen Mist an. Seit dem geh ich nur noch dahin, und wenn ich dafür einen Umweg fahren muss.

    Ich schreite ein, wenn sie anfängt mir zu laut zu gucken. Denn dann spurtet sie schneller los, als es mir lieb ist. In meinen gewohnten Runden kenne ich auch die Ecken, wo sie "laut" guckt, das hält sich im Rahmen zum verbieten.

    Sonstwo wenn sie nur aufgeregt schnuffelt aber nicht fixiert oder diese Lauerstellung einnimmt, "sammel" ich sie mit einem "auf weiter" ein, sprich, ein positives Unterbinden :-)

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    Meine Idee wäre, Lena andere Hunde schön zu füttern.

    Lasse sie absitzen, wenn Euch andere Hunde begegnen und gib ihr bei ruhigem Verhalten Leckerchen und Lob. Nicht erst loben, wenn der andere Hund an Euch vorbeigegangen ist, sondern direkt bei Sichtkontakt.

    Es betrifft im Moment ja nur 3 Hunde, von denen keiner ein Engel ist, wobei 2 sogar richtig giftig sind, und einer eigentlich (meiner Meinung nach) einen Maulkorb tragen müsste. Irgendwie wiederstrebt es mir auch, diese schön zu füttern. Aber werde ich wohl müssen, wenn ich nicht will, dass sie Angriff als ihre Verteidigung sieht.

    Ausser dieser Schäferhündin im Freilaufgebiet (was aber definitiv nicht von Lena ausging) habe ich bei fremden Hunden noch keine solche Auseinandersetzung gehabt. Allerdings lasse ich sie an der Leine aus Grundsatz nicht hin und nehme sie auch bei freilaufenden Hunden immer erst mal ins Fuss/Leine um die Lage zu checken. Das passiert halt nur hier in dem kleinen Quadrat (bzw. dem "Nadelöhr") wo sich jeder durchbewegt aber man sich kennt und daher die Hunde frei laufen.

    *seufz* Ich war nur so geschockt und weil die junge Dame sofort nach Bissverletzungen suchte :???: hab ich mich nicht getraut ihr zu sagen, wie unmöglich ich es finde, dass sie meinen Hund mit ihrer Lederleine schlägt. Lena ist eh so ein Sensibelche.... hätten die mal ihren Mund gehalten alle beide hätt ich sie vielleicht sogar raus abrufen können. Aber nein, da muss ja gebrüllt und geschlagen werden...

    Es ist 17 Uhr, Zeit für Gassirunde. Aber ich glaub ich geh heute irgendwo ins Nirgendwo. (Gar nicht so einfach im Großraum Frankfurt Wege ohne idiotische Hundehalter oder Wild zu finden... Nachmittags/Dämmerung meide ich eigentlich alles ausser den Hundewiesen wo sich deshalb kein Vieh aufhält).

    Lena ist jetzt etwa 1,5 Jahre alt und ich habe sie seit etwa 10 Monaten.

    Ja, genau, sie hat sich unterworfen und es hat nicht geholfen, darum hat sie für sich entschieden, dass Angriff wohl besser ist. An der Leine habe ich ihr mit den 2 Hunden das mittlerweile etwas besser im Griff, sie muss hinter mich und ich wehre ab - im Prinzip habe ich damit zwar die Symptome aber offensichtlich nicht das Problem an sich beseitigt.

    Fremde Hunde: Sie stürmt vor - mittlerweile wird sie aber ruhiger und bleibt mittlerweile tendenziell eher so 10 Meter vor dem anderen Hund stehen, dann wird gemustert. Es gibt Hunde, da unterwirft sie sich schon direkt ein paar Meter davor (sind bisher alles gesetztere ältere Hundeherren gewesen) oder es wird losgespielt. Bei der hälfte der fremden Hunde wird kurz geschnuppert und dann ist es ihr egal.

    Schlüsselbund: Sie war am Rennen mit einer gleichaltrigen Schäferhündin und die zweite Hündin dieser Besitzerin fing an mitzurennen, war aber offensichtlich vom Spiel der beiden ausgeschlossen und fing von einer Sekunde zur anderen das keifern an. Ich habe Lena dann abgerufen und sie kam auch direkt auf mich zu, wobei die vorher ausgeschlossene Hündin mockernd hinter ihr her ist und sie in die Flanke gezwickt hat. Daraufhin hat sich meine Madam umgedreht und drohend in die Luft geschnappt und in der Sekunde flog der Schlüsselbund. :sad2:

    Bitte nehmts mir nicht übel. Aber langsam macht es keinen Spass mehr, in diesen Thread hier zu gucken.

    Da steht nur "haste meine Mail bekommen" "nein noch nicht" "ach noch mal geschickt" "hast ne pn" "setzen sie sonstige überflüssige kommentar hier ein".

    Am Anfang konnte man tolle Stücke bewundern, im Moment mag ich schon gar nicht mehr draufklicken.

    Ich fänds schön, wenn der Thread wieder zurück zu mehr Bildern und mehr Hilfen geht als um seitenlange Diskussionen ob und wer wieviel Neopren nimmt oder nicht und ob man dann noch genug über hat oder sonstiges off-topic zeug.

    So, jetzt könnt ihr mich schlagen.

    Jetzt ist es also passiert. Mein persönlicher Albtraum. Nein, der andere Hund hat nicht mal Kratzer davon getragen, aber dennoch bin ich jetzt langsam ratlos.

    Um das ganze zu erklähren, muss ich leider etwas weiter ausholen.

    Als ich Lena neu hatte, hat sich sich jedem, wirklich jedem unterworfen. Die lag mehr auf dem Rücken als dass sie selber mal geschnuppert hat. Auch ganz schlimm am Beruhigungs-Pinkeln.

    In den ersten Tagen kam mir unten in der geschotterten Verlängerung der Sackgasse wo wir wohnen (also relativ breit) einer mit Hund an der Leine entgegen. Ich hab Lena kurz nehmen wollen, und bin auf die Seite, aber sie hat sich schon auf Entfernung geduckt und etwa 5 Meter vor ihm auf den Rücken gedreht. Konnte sie also nicht komplett auf die Seite zerren.

    Der Hundebesitzer des anderen Hundes hatte seine Mühe sein knurrendes Terrorvieh an der Leine zu bändigen und hätte er sich nicht komplett gegen die Zugrichtung seinens Hundes in die Leine gehängt wäre der auf Lena daraufgegangen. Es war super knapp und sie hat total gezittert. Seit dieser Begegnung unterwirft sie sich ihm nicht mehr, sondern geht direkt auf Konfrontation. Direkt Kamm hoch, knurren Leine ziehen. Wann immer ich diesen Herrn sehe, muss sie an die Leine, der hat seinen Hund auch null unter Kontrolle und will an dem Problem agressiver Hund auch nicht arbeiten (ist hier bekannt dafür).

    Hund 2 dem sie sich unterworfen hat im Freilauf war ein Jack Russel, der an der Flexi hängt, aber mitspielen darf. Der hängt an der Flexi, weil er sonst streight jagen geht. Herrchen hat keinen Bock auf Schleppleine und auf training geht doch auch so. Allerdings ist der Terrorkrümel wenn er schlechte Laune hat auch nicht ohne und so hat er Lena mehrfach gezwickt, angeknurrt etc. obwohl sie auf dem Rücken vor ihm lag und hat sie weiter verfolgt (bis ins Leinenende weil Herrchen gepennt hat) bis sie sich hinter meinen Beinen verkrochen hat. Auch hier geht sie seit dem nicht mehr auf Unterwerfen, sondern wenn er ihr zu nahe kommt (auf 10 Meter oder so) knurrt und beisst (Luftschnappen) sie ihn weg.

    Am Wochenende hat jemand zwischen Lena die aus einer Auseinandersetzung flüchten wollte und der andere Hund nachsetzte einen Schlüsselbund geschmissen. Weiter war nichts passiert und ich hatte gehofft, dass ich keine Probleme kriege, solange ich diesen Hund nicht wieder treffe. Bei den beiden oberen ist es ja auch ganz klar nur Hund bezogen.

    Tja.. und jetzt heute.

    Dass Trixi eine kleine Zicke ist, eine recht dominante, alte Hündin, die niemanden an sich ranlässt, wissen wir. Sie hat Lena mehrfach zusammengefaltet und in ihre Schranken gewiesen (im Freilauf) und seit dem gehen sie sich einfach aus dem Weg. Sie hat auch immer Akzeptiert, dass Lena sich unterwirft. Daher kein Angriff von ihrer Seite.

    Vorhin kommt mir Trixi auf einem schmalen Durchgang zwischen den Häusern entgegen. Ich hab sie dummerweise zu spät gesehen, sonst wäre ich möglicherweise vorne stehen geblieben, wo es breiter war, aber ein etwas beleibter anderer Hundehalter der schräg vor mir ging, nahm mir ein wenig die Sicht. Lena bleibt stehen, ich denk noch, na, sieht sie wieder Kaninchen, in dem Moment geht sie 5 SChritte nach vorne und hat Trixi im Geschirr. Beide Hunde am knurren und Luftschnappen und noch schlimmer: Frauchen von Trixi und der andere Hundehalter am rumbrüllen. Ich musste erst mal zur Seite um überhaupt zu sehen, was da los ist und konnte meinen Hund überhaupt nicth rufen, weil der Herr nur "Lena, Lena, Lena" am Stück brüllte. Nicht mal "Lena aus" oder so, nein, nur ihren Namen und die andere brüllte auch nur. Und dann meint der Herr doch tatsächlich zu der Dame " geh zwischen" und die holt mit der Lederleine in der Hand aus und brät meinem Hund eine über. Ich war sprachlos, war in dem Moment endlich um den Herrn und seinen Hund drum rum gekommen und durfte meinen komplett verschreckten Hund aus dem Getümmel mit 4 Hunden und 3 Menschen fischen, die sich nicht mal mehr an einem der anderne beiden Hundehalter vorbeitraute.

    Ja, es war ein Fehler von mir, sie VOR den anderen Hundehalter laufen zu lassen, allerdings hab ich damit halt nicht gerechnet. Und sie war auch insgesammt keine 10 Meter vor mir, also auch keine Riesendistanz.

    Ich fürchte jetzt einfach, dass Lena durch die ersten beiden Hundegegegnungen und den Schlüsselbund gelernt hat, lieber selber nach vorne zu gehen, anstatt abzuwarten (oder wie im Falle des Schlüsselbundes, wo sie auf dem Weg zu mir war weil ich sie abgerufen hatte und a) verfolgt wurde und b) dann der Schlüsselbund flog).

    Wie kriege ich das jetzt wieder aus ihr raus? Wie kann ich das üben?

    Mittlerweile mache ich um immer mehr Hundebesitzer einen Bogen, weil ich es nicht will dass mein Hund von einer Fremden auf den Rücken gedreht und an die Kehle gepackt wird (so geschehen mit dem Boxer von gegenüber), Disks geschmissen werden (macht der aus der Nebenstrasse) oder ihr mit der Leine übergebraten wird bzw. von Leuten irgendwas gebrüllt wird, was nix bringt, mir aber den Weg zu meinem Hund versperren.

    Heute find ich den Tag aus Hundesicht einfach nur mies.

    Traurige Grüße
    Faesa

    Irgendwie werde ich nicht ganz schlau, was du nun umtauschen möchtest.

    Aus deinem ersten Post schließe ich, dass du Eukanuba gefüttert hast bisher und jetzt auf Josera umstellen möchtest.

    Um die Vermutung aus Post 2 zu bestätigen: Ja, Josera ist hochwertiger als Eukanuba.

    Willst du Josera nun zurückgeben oder wie verstehe ich das Problem mit dem Umtausch?

    Ich würd es einfach mal mit der eh von dir geplanten Futterumstellung probieren. Wenn sie sich weiterkratzt es aber keine medizinische Ursache (Milben, Flöhe) gibt, hast du gute Chancen auf eine Besserung.

    Futterberatung - würde ich mir je nach Kosten eventuell mal angucken, vor allem wenn dein Tierarzt direkt sagt, dass Eukanuba Mist ist, ist das sicher nicht komplett verkehrt. Aber wie gesagt, wenn das 40 Euro (aus der Luft gegriffen) kostet, würde ich das nicht machen.