Ein Hund darf nicht jagen, ein Hund der jagt, gehört gesichert und du als Halter bist dafür verantwortlich, dass dein Hund nicht jagt und damit keine Wildtiere gefärdet (und sei es nur durch den Schocktod durchs Hetzen, gerade bei Hasen keine Seltenheit).
Es gibt einen riesigen Anti-Jagt-Thread, schau da mal rein. Du musst ihn auch nicht von vorne bis hinten lesen, vorne ein paar Seiten und dann hinten und du solltest gut mitmischen können. Fragen werden da auch gerne doppelt und dreifach beantwortet.
Warum kann ich mich so weit aus dem Fenster lehnen? Weil ich seit fast 1 Jahr Anti-Jagt-Training mache, weil ich es mittlerweile geschafft habe, dass mein Hund die Kaninchen auf der Wiese hinterm Haus ignoriert und sie in Feldern und unbekannten Gebieten auch nach 1 Jahr noch an der Schleppleine läuft. Wo ich Wild nicht ausschließen kann, ist sie gesichert.
Jedes Jagen, jedes Hetzen, jede Spur ist selbstbelohnend und weit mehr wert, als jedes Leckerli von dir, mit jedem dieser Erfolge wird das Verhalten damit gefestigt und schwerer wieder herauszubekommen. Gib deinem Hund daher keinen Erfolg mehr, weder für dich und deine Erziehung, noch für die Wildtiere.
Ein kleines PS noch als Denkanstoß: in der Theorie dürfen Jäger jagende Hunde, die nicht mehr abrufbar sind (und das schreibst du ja, dass deiner nicht mehr ist) erschießen. Kaum einer wird das tun, aber das Recht hätte er. Hunde haben nicht mehr Rechte als Wildtiere und letztere verdienen in Ruhe gelassen zu werden - gerade und erst recht in der Brut und Setzzeit.