Beiträge von Faesa

    Ich weiss nicht so recht, was ich anklicken soll. Bei mir fällt Hundeschule leider alles flach, weil ich nirgends anständig hinkomme. Entweder ist die Trainingszeit 17 oder 18 Uhr im Sommer, was ich schlicht nicht schaffe, wenn ich bis eben diese Uhrzeit arbeite (8h Job mit Mittagspause für Hund heisst nunmal 8-17 Uhr minimum), die tollen Samstagsangebote wie Samstags 11:30 zerhageln einem den ganzen Tag (Fahrzeit ist bei mir immer mindestens 1/2 Stunde), wenn man vorher Gassi gehen muss und noch einkaufen will/muss, ist der Tag völlig im Eimer und Sonntags Nachmittags um 3 hab ich auch wenig Lust, da kann man sich ja auch gar nix vornehmen.

    Richtig gut fänd ich das Angebot an 2 Tagen in der Woche jeweils so gegen 20 Uhr, dass man den einen oder anderen Tag flexibel gehen kann, wie die Termine halt grad besser passen. Leider gibt es sowas hier in meiner Umgebung gar nicht :-(

    Das was du verpasst hast bisher, ist das Leckerli auszuschleichen.

    Also am Anfang jedes Sitz (mal als Beispiel) belohnen.
    Dann bei jedem 5. Sitz mal weglassen.
    Dann bei jedem 3. Sitz weglassen.
    Dann bei jedem 2. Sitz weglassen.
    Dann nur noch jedes 3. Sitz belohnen.
    Dann nur noch jedes 5 Sitz belohnen usw, usw.

    Wenn du von 100% Leckerli auf 0% gehst (weil du keine dabei hast) baust du beim Hund natürlich einen gewissen Frust auf, weil er nicht rafft, warum jetzt nicht. Fang an, wieder immer dabei zu haben, aber eben nicht mehr alles zu belohnen. Und dann immer weiter ausschleichen, wenn du es langsam genug machst, wird das schon werden.

    *daumendrück*

    Wenn sie einen so vorführen ist das natürlich richtig ärgerlich aber da hilft nichts als üben, üben, üben gegen, das ist jugendliches Austesten.

    Aber gegen alles andere fluche ich in schönsten nicht jugendfreien Versionen vor mich hin, schimpfe, mecker. Je nach Situation wenn sie mitkriegen kann, dass ich sauer bin im entsprechenden Tonfall (der bei ihr Wunder wirkt, denn eigentlich ist ihr Will-to-please sehr hoch) oder aber in ganz normalem Laber-Tonfall, dann dient es nur zu meinem eigenen Abreagieren.

    Als sie ihre schlimmste Pubertätsphase hatte und alle paar Tage wieder 2 Tage komplett-Schlepp verordnet bekommen hatte, weil die Ohren offensichtlich nur noch Zierde waren hat mir immer geholfen, mit der zweiten Gassirunde auf Männe zu warten und die Leine abzugeben. Und einfach nur neben her zu latschen, zu schwätzen und den Hund mal Hund sein lassen und es Männe zu überlassen, dass sie zieht und nervt. Das schont die Nerven und ich weiss, dass ich eh nicht mehr fair geblieben wäre, und das hilft letztlich bei der Erziehung dann auch nicht, wenn man zu schnell ausrastet.

    Was ich in den letzten Tagen festgestellt hat was auch super ist: Hinstellen, mit dem Rücken oder der Seite zum Hund (so dass du ihn nur noch aus dem Augenwinkel siehst oder eben nur noch hörst - mir reicht letzteres) und nichts machen. Zumindest meine kommt nach spätestens 15 Sekunden auf die Seite gerannt, dass sie wieder in meinem Blickfeld ist. Ohne Kommentar wieder andersrum gedreht usw. Ich konnte es kaum glauben, aber ohne dass ich auch nur ein Wort gesagt habe, sass sie nach 4 mal wegdrehen neben mir und sah mich an. Wenn er dich also zu sehr ärgert, und du erst gar nicht provozieren willst, dass er dich weiter ärgert und deine Befehle ignoriert, versuch mal so eine non-verbale Kommunikation. Zumindest mich hat es überrascht, wie aufmerksam sie plötzlich wurde - und gemacht hab ich letztlich nichts. Und was mir dabei an Schimpftiraden grad durch den Kopf geht, merkt der Hund ja nicht. Deine Laune wird sich aber bessern, wenn du merkst, hey, der guckt ja doch irgendwie nach mir.

    Zitat

    @ ueber40

    Antworten: siehe seite 1

    LG
    Zuckermaus

    Ich habe die Seite 1 jetzt ehrlich 3 mal gelesen, aber dazu, ob die zwei alleine bleiben können, was genau "ab und an mal hören" bedeutet (ab und an bellen die Hunde meiner Nachbarin, aber wenn ich ehrlich bin, das sind dann auch 20 Minuten am Stück - da es mich nicht stört ignoriere ich halt die Dauer des Gebells) und ob sie früher auch schon gebellt haben.

    Wenn das jetzt einmalig ist, oder mit dem Umzug verbunden, könnte man evt noch mit dem Vermieter reden indem man sagt, man holt einen Trainer ins Haus und stellt das Gebelle ab. Schwer ists natürlich grundsätzlich, weil ihr einen Hund verschwiegen habt, aber gut, damit muss man jetzt leben.

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    Klar, dass das ganz "toll" ist, zumindest für eine Zeit lang und auch nur wenn man den sicheren Halt (dich) im Hintergrund hat!

    Ich denke, das trifft es ganz gut. Du bist immer da, du bist der Fels, die Sicherheit. Wie ich für Lena. Sie weiss, ich gehe nicht weg, sie bleibt bei mir.

    Und wenn ich drüber nachdenke: Auf mich hört sich schon nen Ticken besser. Ich verlange mehr, schwierigere Dinge, bin konsequenter. Klar, wenn Herrchen Sitz sagt dann setzt sie sich schon auch, aber wenn er heimkommt und sie bellt und rumspringt (was sie nicht darf) sagt er 3 mal "auf deinen Platz" und nix passiert, ich sag das genau 1 mal und sie liegt, zwar wimmernd und zappelnd, aber sie liegt.

    Letztlich lieben uns die Hunde, nur warum sollten sie es uns dauernd zeigen. Sie zeigen es durch kleine Gesten, die wir kaum noch wahr nehmen - und bei seltenem Besuch (oder eben Herrchen, der ja nur Abends da ist) sind diese überschwänglicher, weshalb wir uns zurückgesetzt fühlen. Dabei ist das vermutlich völlig albern - aber nur allzu menschlich.

    Ohje, wie kann ich dir nachfühlen. Manchmal ertappe ich mich bei ähnlichen Gedanken, die zwar nie lange anhalten, aber dennoch irgendwie da sind.

    Ich arbeite mit Lena. Wirklich hart, an ihrer Erziehung, an ihrer Angst, an ihrem Jagttrieb. Ich gehe die 2 Hauptrunden und bin tagsüber den ganzen Tag für sie da.

    Ab 17 Uhr liegt sie an der Türe, ab 18 Uhr beginnt das Gefiepe. Und das geht bis Männe nach Hause kommt. Dann liegt sie ihm zu Füßen (im wahrsten Sinne des Wortes). Himmelt ihn an, liegt nur bei ihm und ich werde nicht mit dem A**** angeguckt.

    Wollen wir irgendwo hin und sie noch grad die Möglichekeit haben Pipi zu machen, geht Männe zur Garage und ich mit Hund um den Garagenhof drum herum an den Feldrand. Sie ist nur am gucken, ob er noch da ist. Gleiches Spiel andersrum und ich gehe zur Garage, sie läuft begeistert neben ihm her und würdigt mich keines Blickes.

    Letztens war ihr Herrchen mal für eine Nacht weg - sie hat nicht mal bei mir im Bett geschlafen, sondern auf dem Teppich im Schlafzimmer, so dass sie die Haustüre im Blick hatte, er könnte ja heimkommen.

    Ich bin abends einfach abgeschrieben. Angeblich vermisst sie mich, wenn ich weggehe, aber solange ich da bin gilt ihre Liebe jemand anderem... :/

    Darum sind die Momente immer schön, wenn sie mich vom Flughafen abholen nach Dienstreisen. Da freut sich mein Hund so sehr (mit Geräuschen die man nicht einem Hund zuordnen würde), dass alles, was vorm Terminal raucht mitbekommt, dass Frauchen heim gekommen ist :D

    Als ich mich für Lena entschieden hatte, war Voraussetzung, dass sie noch eine Woche im Tierheim bleiben kann. Denn die Woche musste ich noch voll im alten Büro (40 Stunden plus, plus Fahrtweg etc also bis zu 12h ausser Haus) arbeiten. Für das Tierheim war alles bis 14 Tage ok allerdings musste ich sie anzahlen *lach* musste von den 250 Euro Schutzgebühr schon mal 100 auf den Tisch blättern, damit sie sicher sind, dass es mir ernst ist - und eben nicht in ner Woche komme "och nö, jetzt will ich doch nicht".

    Ganz sicher würdest du hier eine Strafe kassieren, es geht dabei nicht um die Brut und Setzzeit, sondern darum, dass sie nicht einfach direkt abkassieren, sondern immer mehrere Wochen Vorlaufzeit haben wo sie Informieren etc. Letztlich vermutlich jedes Jahr das gleiche Spiel, aber die Hoffnung, dass sich was ändert, stirbt bekanntlich zuletzt.

    Das mit der Kaninchenplage kenne ich auch - darum gibt es für mich schlicht Wege, die ich einfach nicht gehe. Punkt. Treffe ich unterwegs einen Hundehalter und man läuft gemeinsam weiter und der geht einen Karnickelverseuchten weg, trennen sich unsere Wege.

    Warum darf meiner Meinung nach ein Hund nicht jagen? Da es kaum einen Hund gibt, der kontrolliert jagt. Kontrolliertes Jagen im Sinne von Vögel scheuchen mit Frauchen/Herrchen etc, ist ja wieder etwas anderes, aber welcher Hundehalter kriegt das hin? Sind wir ehrlich, bei 98% der Normal-Hundehalter bedeutet Jagen, dass der Hund schlicht weg ist, Ohren dicht und er rennt. Und ja, ich bin der Meinung mein Hund (oder Hunde überhaupt) haben eben nicht sinnlos Tiere in der Natur hochzuscheuchen, zu ihrer eigenen (oder auch Herrchens) Belustigung ("Wenn die hier ne halbe Stunde jagt spare ich mir das ganze Gassigehen" - alles schon gehört). Womöglich gefärdet der Hund dabei auch noch andere Tiere oder Menschen und das geht mal gar nicht. Dabei muss es noch nicht mal die Straße sein und der schwere Autounfall - stell dir vor der Hund zischt im Wald ab und durchquert das Waldstück und erschrickt auf dem nächsten Weg den er kreuzt eine Familie mit zwei kleinen Kindern am Rad. Ich bin als Kind mal schwer gestürzt weil ein Radler mich von hinten überholte ganz knapp, ich weiss wie schnell kleine Kinder erschrecken - und wenn ein Hund aus dem Unterholz gerast kommt möchte ich nicht wissen, wie schnell da ein 4 oder 5 jähriger vom Rad fliegt.

    Ein Hund muss kontrollierbar sein - ein nicht kontrollierbarer gehört gesichert, mindestens mal mit einer Leine - und ein jagender Hund ist nunmal nicht kontrollierbar - also gehört er an die Leine.

    Dass jeder Hund anders ist, mit jedem anderes gearbeitet werden muss, für jeden es ein anderes Rezept gibt, wie man diese Situationen meistern kann, ist klar und habe ich auch nie bestritten. Aber das Endergebnis ist doch immer das gleiche: Der Hund soll nicht mehr jagen am Ende. Wie man das erreicht, ist ja wieder ein anderer Teil. Vielleicht nur durch mehr Bewegung an sich, durch gezieltes Dummitraining, durch absoluten Gehorsam oder was weiss ich.

    Viele Grüße von Faesa,
    deren Hund heute Mittag vorne auf der Wiese frei laufen durfte und dann eine halbe Stunde Leinengang hatte, weil die Ohren heute mal wieder arg zu waren und ich ihr eben keinen Hetzerfolg gönne.

    Ich eben auch. Und ich finde es einfach daher komisch (nicht negativ komisch einfach nur weil ich es anders empfinde) warum es jemand bequemer findet, im Fressnapf um die Ecke einzukaufen anstatt es bis vor die Türschwelle gebracht zu bekommen.

    Ok, jetzt beim Schreiben kommt mir ein Punkt, wo ich es auch immer überlege: Wenn ich nicht zuhause bin, das Paket daher bei der Post zwischen gelagert wird und ich es dort, zu deren beknackten Öffnungszeiten abholen muss. Passiert mir zum Glück selten, ich nutze immer Mama oder Paketstation für die Fälle, wo ich mal nicht zuhause bin (als Homoffic'ler ja nicht soo unselten).

    Zitat


    Mal ganz davon abgesehen, dass ich mit meinem jagenden Winzling auch das halbe Repertoire durchexerziere, habe ich den Eindruck gewonnen, dass das Thema heutzutage ziemlich hochgespielt wird.

    "Hunde haben nicht zu jagen."

    Solche Aussagen kann ich nur bedingt nachvollziehen. Welche Überraschung - Hunde sind Jäger. Jagdverhalten ist eine Seite des Hundes, mit der wir uns auseinandersetzen und arrangieren müssen.

    Klar ist es unschön, wenn man einen unkontrollierten Jäger seinen Begleiter nennt, wenn man den Hund im Wald nicht ableinen kann, weil er Bambi zum Fressen gern hat, wenn man sich Stunde um Stunde gedulden muss, bis der 'treue' Freund zurückkommt und und und.

    Und noch unschöner ist es, wenn er das Tier entweder a) erwischt b) dadurch womöglich auch noch dessen Junge mittötet (ohne Mutter schutzlos) c) andere gefärdet z.B. Autofahrer. Ja, Hunde sind Jäger, von Natur aus, deshalb sollte man nicht überrascht sein, wenn der Trieb durchkommt. Aber zeige mir einen Wolf, der aus purem Spass jagt und das Vieh dann liegen lässt. Folglich sollte man den Hund, der wegen mir auch wegen Unterforderung oder sonst was jagt, NICHT jagen lassen.

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    Gottlob ist in den meisten Fällen der Jagdtrieb nicht unermesslich groß. Welcher unserer Haus-Fifis zeigt denn noch eine komplette Jagdsequenz? Und wievielen 'Jägern' fehlt es eigentlich nur an Beschäftigung?

    Lies dich mal durch den Anti Jagt Thread. Da wirst du eine ganze Menge Hunde finden, jeder Rasse und Alters, die komplette Sequenzen zeigen. Wenn ich meine ließe, würde sie Hetzen bis zum Erschöpfungstod des Tieres oder bis sie es hat. Soweit habe ich es nie kommen lassen, und von den suizidgefährdeten Karnickeln kann ich sie mittlerweile mehr oder weniger gut abrufen - und für alles andere habe ich ihr keine Chance mehr auf Erfolg gegeben.

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    Ich persönlich störe mich nicht mehr daran, wenn mein Knirps den Kaninchen (und damit meine ich Kaninchen und keine Hasen) auf der Wiese nachsetzt. Kann ja Einbildung sein oder andere Gründe haben, aber seit ich ihr das 'gestatte' (was sollte ich auch tun, wenn die Ohren auf Durchzug stehen), lässt sie sich immerhin fast zuverlässig vom Hetzen abrufen.

    Wie das der Hund unterscheiden soll, weiss ich zwar nicht, aber wenn du mit deinem Hund damit klar kommst, von mir aus. Bei mir im Ort hättest du eine saftige Geldstrafe am Hals, da ist es nämlich verboten und jedes Frühjahr gibt es großangelegte Verwarnaktionen über Zeitung und Ordnungsamt und ab Mai/Juni gibt es keine Verwarnung mehr, sondern direkt Bußgeld auch für KANINCHEN jagende Hunde.

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    Selbst wenn ihr Jadgtrieb nie in den Griff zu bekommen wäre, käme ich nicht auf die Idee, sie zu einem Leben an der langen Leine zu verdonnern. Auch ein Jäger benötigt Freilauf und hat ihn verdient. Man muss ihn ja nicht gleich in der nächsten Schonung von der Leine lassen.

    Mein Jäger bekommt Freilauf auf Hundewiesen (da wo 20 Hunde rumrennen ist auch kein Suizidgefährdetes Kaninchen mehr), im Garten, und in Bereichen, die ich einsehen kann und die Gefahr einschätzen kann. Z.B. verdrückt sich das Wild bei uns im Wald tagsüber wegen der vielen Spaziergänger weit in seine Verstecke, mit einem reinen Sichtjäger kann ich tagsüber also problemlos in den Wald - Morgenstunde und früher Abend - die typischen Ääszeiten - meide ich den Wald. Mein Hund hat sicher genug Freilauf und auch genügend artgerechte Auslastung und würde trotzdem im Moment noch jedem Wild hinterhergehen, was über den Weg hüpft (Vögel und Eichhörnchen mal ausgenommen, die werden ignoriert).

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    Meine Empfehlung zum Antijagdtraining: Gelassenheit - dann wird's weniger schmerzhaft ;)

    Richtig, und zwar Gelassenheit im Bezug darauf, dass man immer der Meinung ist, der Hund müsse dauerhaft und bei jeder Gelegenheit frei laufen können. Das ist reine Bequemlichkeit des Besitzers, dem Hund tut es überhaupt keinen Abbruch, wenn er regelmässig an der langen Leine liegt, solange die Auslastung stimmt. Wenn ich eine Runde Rad fahren gehe mit Lena ist sie 95% am Rad befestigt, vermutlich würdest du das nicht als unzumutbar bezeichnen, während das gleiche für 95% einer Gassirunde zu Fuß gelten würde. Warum? Für den Hund nichts anderes. Sie bekommt die Möglichkeit sich zu lösen und dann wird gelaufen. Und sie hat da mehr Spass dran, wenn ich aufmerksam bei ihr bin als wenn ich dumm rumlatsch und sie sich selber beschäftigen muss.