Hehe, das ist mein thema! 
Numa ist Hibbelhund pur! Trieb ohne Ende und einfach durchgeknallt.
Für sie eine Sportart zu finden war wirklich schwer. Selbst so ruhige DInge wie Nasenarbeit lassen sie völlig aufdrehen.
Bei einem hibbelhund muss man den Zugsport anders aufbauen wie bei einem "normalen" Hund.
Laufen an sich ist ja für den Hund extrem entspannend. Aber es kommt halt drauf an, wie man gerade die Phase des Anspannens gestaltet.
Du kennst sicher die Bilder der wildbellenden Huskys, die nur mit Müh und Not am Halsband auf den Hinterbeinen hüpfend angespannt werden...
Das kannst du mit einem Hibbelhund vergessen. Wenn das passiert, dann nützt dir der Zughundesport in keinster Weise deinen Hund runterzubekommen, egal wie lange du danach mit ihm läufst.
Natürlich ist es schwierig, den Hund, ohne seinen Trieb zu nutzen, dazuzubringen, loszulaufen. Aber es ist möglich.
Schau dir mal mein letztes Video an. Da sieht man sehr gut, dass Numa am Anfang ganz entspannt und aufmerksam ist. Natürlich legt sie sich ins Zeug, wenn es losgeht, aber vorher ist Ruhe.
Das finde ich persönlich extrem wichtig. Würde ich auch nur ansatzweise den Trieb nutzen, um sie zu pushen, dann hätte ich verloren. Ich weiß nicht, wie dein hund reagiert, wenn er im Trieb steht. Bei meinem Hund ist die grenze zwischen Im-trieb-stehen und Überdreht-sein so dermaßen gering, dass sie innerhalb von sekundenbruchteilen umschlagen kann und dann kann ich mit ihr nicht mehr arbeiten.
Bei Numa gibt es auch kein längeres Im-Trieb-stehen. Bei ihr baut es sich kontinuierlich auf und das hört nicht mehr auf, sondern schlägt dann um.
Das kann ich nicht gebrauchen und darein möchte ich meinen Hund auch nicht bringen, denn es tut ihr nicht gut.
Hör am besten auf dein Bauchgefühl. Numa konnte ich das Ziehen auch nicht mit den klassischen Methoden beibringen, sondern musste mir neues einfallen lassen.
Aber es geht, wen man sich genug Zeit lässt und individuell mit dem Hund arbeitet und sich nicht nach Schema F richtet.