Numa hat dieses Streßraktion das erste mal mit 11 Wochen gezeigt!!!
Damals wurde mir noch von allen Seiten gesagt, dass es normales Welpenverhalten sei. Eben dieses typische "ich zwick dir mal ins Hosenbein" 
Das war aber definitiv nicht so. Heute weiß ich das, aber damals war ich völlig überfordert. Zumal, mein Vertrauen in sie auch immer kleiner wurde, weil sie immer unberechenbarer wurde. Ich habe Numa niemals die Schuld gegeben, oder war sauer auf sie. Ich war und bin immer nur traurig. Traurig über mein eigenes Versagen und traurig darüber sie so sehen zu müssen.
Ich kann nur sagen, dass man verdammt viel mit der richtigen Erziehungsmethode hinbekommen kann.
Ich trainiere nun seit 3 Monaten mit Numa ganz anders.
Ich habe endlich einen Trainer gefunden, der sich mit triebstarken Hunden auskennt und Numa gleich beim ersten Mal besser einschätzen konnte als ich.
Ich kann mich noch sehr gut an die Situation erinnern, als Numa das erste Mal auf dem Hundeplatz im Training ausgerastet ist. Es war mir so peinlich und ich hatte große Angst, dass jemand denkt mein Hund sei böse.
Eine andere HH meinte dann zu mir, ich solle mich doch mal richtig bei dem Hund durchsetzen!
Ich meinte zu ihr, dass es keinen Sinn hat, ich kann nicht mehr machen, außer dem was ich eh schon tue.
Der Trainer fragte mich dann was ich genau tue in dem Moment. ich erklärte, dass ich mich runterhocke und Numa in meinem Arm beißen/schnappen lasse, weil sie so am schnellsten wieder aufhört.
Die andere HH meinte dann, dass sei total gefährlich, irgendwann würde mein Hund dann anfangen richtig zu beißen.
Der Trainer hat dann sofort gesagt, dass das totaler Quatsch sei, denn mein Hund sei in keinster Weise aggressiv!
Boah, da ist mir vielleicht ein Stein vom herzen gefallen, dass er das so erkannt hat und Partei für mich ergriffen hat!
Er hat mich dann auch in den Stunden immer wieder darauf aufmerksam gemacht, wann es zuviel für Numa wird. Dann habe ich mit den übungen ausgesetzt oder habe sie etwas weiter an einen Baum oder Zaun gebunden, damit sie nicht auskekst, sondern sich da erstmal beruhigt.
Generell ist für Numa alles verboten was ihren Trieb fördert, was sie also weiter stresst.
Momentan haben wir hier komplettes Spielverbot. Nicht mal als Belohnung bekommt sie ein Spiel.
Selbst kuscheln tun wir verdammt selten. Ich tue quasi alles für meinen Hund was er braucht, aber mehr nicht. Gerade in der Wohnung macht es sich sehr bemerkbar. Sie bekommt hier drinnen ihr Fressen (übrigens regelmäßige Mahlzeiten morgens und abends, kein Hungern lassen, damit sie draußen besser hört, denn das versetzt sie wieder in Streß) und hat hier drinnen ihre Schlafplätze. Wenn Besuch kommt wird sie schon vor dem Klingeln angeleint. Damit sie sich nicht gezwungen fühlt, den Besuch begrüßen zu müssen. Mehr passiert drinnen nicht. Niemals. Keine Ansprache, der Hund wird nicht beachtet.
Draußen gehen wir spazieren und üben kleine UO-Sachen. Zudem machen wir Zughundesport und gehen jeweils einmal die Woche zum Longieren und zur Hundeschule.
Das wars.
Ich hatte mir ursprünglich das Leben mit einem Hund auch anders vorgestellt. Ich wollte spielen mit meinem Hund und kuscheln, vielleicht auch mal einen Ball werfen...
All das geht mit Numa nicht, aber der Sport macht dafür mit ihr umso mehr Spaß 
EDIT: achso, falls Numa in der Wohnung doch unruhig wird, dann lasse ich es nicht zu. Das ist die einzige Situation wo ich eingreife und sie auf ihren Platz schicke und ihr sage, dass sie dort bleiben muss. Sie nimmt das auch dankbar an. Sie legt sich dann hin und kann entspannen.