Ich hab neulich den ja medial sehr gelobten Deutschlandfunk-Podcast "Die Peter Thiel Story" gehört. Kann ich auch weiterempfehlen, ist durchaus interessant und zugleich beunruhigend. Für mich hätte es durchaus noch mehr Tiefgang sein können und intellektuell noch ne Spur anapruchsvoller (es wurden Konzepte von Ayn Rand etc halt echt sehr "einfach" erklärt), aber dennoch auf jeden Fall sehr gut recherchiert und präsentiert!
da würde ich dich an der Stelle gerne an den Podcast "die sogenannte Gegenwart" von der Zeit verweisen, da geht es in der aktuellen Folge genau darum. Hier wird Thiels "Philosophie"* analysiert, weil die beiden Hosts nämlich genau das bemängelt haben, was du ansprichst. In besagter 6-teiliger Reportage kam dieser Part doch etwas zu kurz.
Muss aber sagen, ich hab diese Folge zwar gehört, aber muss sie noch ein zweites Mal hören, weil ich beim ersten Mal an der einen oder anderen Stelle nicht gut folgen konnte (hab nebenher gearbeitet, man muss hier aber gut aufpassen, weil ist schon sehr anspruchsvoll und mir sagen einige der genannten Referenzen nichts).
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Und wenn ich es richtig rausghört habe, stellen die beiden selbst fest, dass es doch zu viele Widersprüche gibt, die sich nicht auflösen lassen, was nun eigentlich der Kern von Thiels "Philosophie" ist.
(*"Philosophie" in Anführungszeichen, weil ich mich schwer tue, eine wirkliche Philosophie hinter rechtsradikalem Gedankengut zu erkennen, mir scheint das häufig alles nur ein pseudointellektueller Versuch zu sein, gelebten Rassismus, Machtstreben und Geldgier irgendwie zu rechtfertigen und schön zu färben, wo es doch einfach nur das banalste überhaupt ist, was irgendwie mythisch/intellektuell aufgeladen werden soll: Raffgier, die nur dann wirklich frei ausgelebt werden kann, wenn man Menschen unterdrückt, die einem was "wegnehmen" könnten.)
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