Beiträge von jennja

    vielleicht hilft es, die Hunde eine zeitlang gar nicht mehr in den Garten zu lassen, sondern gezielt Gassi zu gehen. Mal eben die Tür auf machen, Hund raus lassen, Tür wieder zu, scheint nicht zu funktionieren. geh doch mal ne halbe Stunde Gassi, dann machen sie auf alle Fälle was. Denn die Garten-Nummer interpretieren die Hunde vielleicht als eine Option: Möchtest du in den Garten? Wenn du spazieren gehst, können sie ja nicht anders, als dort alles zu machen.

    Den Hund außerdem genau beobachten und gar nicht erst zulassen, dass er ins Haus macht. Sobald er morgens die Augen aufmacht: Hochnehmen und nach draußen tragen! Wir wohnen im 4. Stock, haben keinen Garten. Mein Welpe hat bei mir im Zimmer geschlafen (vor der Couch im Wohnzimmer z.B.) und da ich nen leichten Schlaf habe, bin ich sofort aufgewacht, wenn er sich auch nur bewegt hat. und dann gings ganz schnell: ich bin aufgesprungen, hab mir den KLeinen gepackt und bin nach unten auf die Straße gegangen. Zu jeder Nachtzeit. Und dort solange gewartet, bis er was gemacht hat! Manchmal hab ich mir auch nen Wecker gestellt, damit er nachts noch mal raus kann. Geschlafen hab ich in voller Montur - immer startklar. Mit 3 Monaten war der Hund stubenrein. Das klappt auch bei einem 5jährigen Hund, man muss es nur machen!

    Hallo,

    es ist schon nicht so einfach, sich Respekt zu verschaffen und bei manchen Hunden (meinem eingeschlossen) hilft Anschnauzen am allerwenigsten. Der Hund findet es noch witzig und nimmt dich absolut nicht ernst. Sein Verhalten ändert er so nicht, weil das Schnauzen keinen Lerneffekt hat. Sonen Clown hab ich auch. Hier hilft nur Konsequenz im Sinne von Beharrlichkeit. Wenn er immer wieder aus dem Körbchen rauskommt, dann schickt ihn immer wieder im selben ruhigen Tonfall zurück. Immer und immer wieder. Erst wenn er es eine zeitlang dort aushält (5 Minuten z.B.) belohnen.

    Wenn er sich absolut nicht benehmen will, wird mein Hund mal für nen kurzem Moment aus dem Zimmer gesperrt. Das ist wesentlich wirkungsvoller als das Anschnauzen (das ihn ja nur anheizt).

    Hab auch grad mit nem Kleinen Monster zu kämpfen, aber zu Hause klappt es mittlerweile sehr gut (gut, wir haben nur sehr wenige Regeln) - ohne Geschrei.

    Hallo Salamanca,

    also da ja bei mir jetzt auch wieder Schleppleine angesagt ist - wie du ja vielleicht gelesen hast - werde ich es so machen, dass ich die Schleppleine dranlasse, wenn andere Hunde kommen. Es ist meistens so, dass wenn die Hunde überwiegend laufen, und nicht am Boden "wresteln", sich die Schleppleine immer wieder von selber entwirrt.

    Kommt ein anderer Hund und ich kann mit meinem nicht zur Seite ausweichen, lasse ich die Leine fallen und gehe weiter.

    Volker, du hast wahrscheinlich Recht. Schön, dass sich mein Hund mal wieder das passende Schleppleinenwetter ausgesucht hat: Schnee und Matsch. Danke, Hund!

    Vorhin bin ich schon mal mit der guten alten Schleppleine draußen gewesen, ein Unterschied wie Tag und Nacht. Aussie wie er ja ist, wartet Bela jetzt wohl drauf, dass ich die Schleppe bald wieder abmache und benimmt sich solange. Haha.

    Nein, im Ernst. Es ist schon schwer, das durchzuhalten und ich war froh genug, als es Ende letzten Jahres den Anschein hatte, als brauchten wir die Schleppe nicht mehr. Schade. Mal sehen, wie lange es diesmal dauert.

    Ach und es ist übrigens auch deshalb schade, dass wir die Scleppleine wieder brauchen, weil dadaurch das Straßentraining ohne Leine ausfällt, denn - oha - merkwürdig: an der Straße geht er abgeleint besser als im Park.

    chrispossible: das mache ich schon von Anfang an so. Ich denke so ca. 80 % seiner Tagesration muss er sich normalerweise draußen erarbeiten. Wir clickern auch draußen. Also daran kanns nicht liegen.

    Leela: genau DAS macht meiner leider oft nicht. Wenns drauf ankommt, hört er nicht, vielleicht auch weil es dann wirklich ernst ist und er Gehorsam zeigen muss. Das verweigert er dann.

    Draußen füttern fürs Rückruftraining ist ja schön und gut, funktioniert bei uns aber tendenziell nur, wenn die Sache, die ihn ablenkt, nicht zu interessant ist. Er weiß, dass auf mein Rufen zu mir zu kommen belohnt wird, und wägt daher ab, was für ihn besser ist. Es ist ja nicht so, dass ein Hund automatisch gehorsam wird, nur weil er für ausgeführte Kommandos belohnt wird. Für mich ist das eine schmerzhafte Erkenntnis. Bela hört in 90 % der Fälle, aber die restlichen 10% kann ich mir meine Belohnung in die Haare schmieren.

    Corinna: das kann sein. Er nimmt mir nicht ab, dass ich von "böse" auch "freundlich" umschalten kann. Ich habe wohl auch zu schnell erwartet, dass er auf Verbote schon etwas "erwachsener" reagiert und mich eben nicht ignoriert. Das muss ich wohl verstärkter üben. Ja, ich verbiete ihm auch mal was weniger wichtiges, z.B. nicht im Papierkorb rumzuschnüffeln. Das ist aber dann meistens indoor - und da kann er nicht abhauen. Ich denke ich habe verstanden, dass ich das Nein mit anschließendem zu-mir-kommen draußen üben muss. Danke, dass du mich auf diesen Gedanken gebracht hast!

    Zitat

    Dumm? Was erwartest Du? Das er zu Dir kommt und seine Abfuhr empfängt? DAS wäre dumm.

    Um was auch immer es geht bei Deiner Strafe - Du schreibst, er steht dann da und schaut Dich an. Ich gehe davon aus, dass Du dann ein Verhalten verboten hast. Insofern macht er es doch richtig: Er bricht es ab und wartet, was Du willst.

    Wenn ich meinen Hunden was verbiete gehen die auch auf Abstand. Was anderes fänd ich auch ziemlich frech...

    Viele Grüße
    Corinna

    Entschuldige, ich habe mich nicht richtig ausgedrückt. Was ich meine ist folgendes: Ich habe ihm ein Verbot erteilt, er unterbricht sein Handeln und rennt vom Ort des Geschehens weg. Soweit alles richtig. Nur kommt dann der Moment, wo ich ihm sage: Ist gut, gehen wir weiter. Ich würde ihn nicht bestrafen, wenn er zu mir käme. Und wir waren ja auch schon so weit, dass er auf ein freundliches "Komm, wir gehen weiter" zu mir kam und wir weitergehen konnten. Jetzt leider nicht mehr. Es kann ja nicht sein, dass ich - nur weil ich ihm gerade etwas verboten habe - er daraufhin überhaupt nicht mehr auf mich reagiert. Hier bin ich überfragt.

    Staffy: danke. es wird so sein. Er wird merken, dass ich in dem Moment denke: Och nee, nicht schon wieder DIE nummer! Meine latente Gereiztheit veranlasst ihn dann dazu, auf Abstand zu gehen. Aber ich denke auch, dass er sich so einer evtl. Bestrafung entzieht. Denn er weiß ja, dass ich nicht an ihn rankomme. Zu dumm!

    Leela: in den meisten Fällen gehe ich auch einfach. Aber manchmal ist das leider nicht möglich, wegen angrenzenden Straßen o.ä. Ich möchte auch einfach mal normal aus dem Park rausgehen können, ohne dass er jedes Mal dieses blöde Theater macht. Und es ist jetzt wieder mehr geworden, obwohl ich das mit dem Weggehen und ihn Ignorieren verstärkt habe. Ein letzter Aufschrei, um zu sehen, ob ich wirklich den längeren Arm habe?

    malika: sieht wohl so aus. ich hasse es.

    alles in allem: Schade, dass man seinem Hund Respekt nicht so schön mit dem Clicker beibringen kann wie Sitz oder Platz. Ich stehe manchmal wirklich auf dem Schlauch und finde den Fehler nicht.

    Bin ich einfach zu blöde oder stimmt in unserer Kommunikation was nicht? Ich kapiers nicht.

    Eigentlich mache ich alles, was man nur machen kann, um unsere Bindung zu fördern. Vom ersten tag an. Und das ist nun schon ein dreiviertel Jahr. Handfütterung, Kontaktliegen, ich zeige ihm die Welt, wir machen lustige Spielchen auf dem Spaziergang, das ganze Programm. Es scheint auch so zu sein, dass er mich als sein Frauchen akzeptiert und eine gewisse Abhängigkeit von mir durchaus begriffen hat.

    Bestimmt hab ich am Anfang jede Menge Fehler gemacht, als Ersthundehalter. Die erste pubertäre Schwierigkeitsphase haben wir eigentlich schon hinter uns gehabt. Jetzt gehts wieder los. Vor drei Tagen ist mein geliebter Hund wieder ein Arschl*** geworden und veräppelt mich nacvh Strich und Faden. Ich weiß, dass das nicht vorsätzlich passiert. Es ist mal wieder so ein Abnabelungsschub. Alles schön und gut. Aber bei manchen Dingen denke ich, das hat NICHTS aber auch gar nichts mit Pubertät oder sonstigen Phasen zu tun. Sondern der Hund ist einfach so und ich begreife es aber nicht.

    Er macht das immer wieder: er bleibt einfach stehen und glotzt mich an wie ein Auto. Wenn wir im Park sind, ich will langsam wieder nach Hause, er merkt das und macht was? Er bleibt stehen. Einfach stehen. Und glotzt mich an wie ein Auto! Kein Bitten und Betteln, nichts hilft. Der bleibt einfach nur stehen und glotzt. Oder wenn er mal wieder Sch*** gefressen hat: bis vor kurzem waren wir schon so weit, dass ich ihn dann wenigstens zu mir rufen konnte. Jetzt: Nein, vergiss es Alte! Wieder: er kommt bis auf 10 m zu mir und bleibt einfach stehen und glotzt. Und wenn ich ihn vorher wegen des Fressens verbotener Sachen angeschnauzt habe, zeigt er keinerlei Beschwichtigungsverhalten. Er rennt nur weg, bleibt dann stehen und glotzt. In ganz normaler Körperhaltung. Heute habe ich den Fuchskackealarmschrei angewandt. Das findet er lustig! Er meint, ich fordere ihn zum Spielen auf! Natürlich ließ er sich nicht anleinen, sodass ich MAL WIEDER eine andere HH bitten musste, MEINEN Hund anzulocken und festzuhalten, damit ich ihn anleinen kann. Saukerl!

    Ich weiß was jetzt kommt: wieso hat der keine Schleppleine dran? Das kann ich beantworten: ich hatte sie abgemacht, weil er sich sehr gut verhalten hatte und bis vor drei Tagen war es wirklich kein Thema mit ihm. Wenn ich sie jetzt wieder dran mache, hab ich wieder den Ärger, wenn wir andere Hunde treffen (was immer passiert) und die sich dann darin verheddern usw.

    Entschuldigung, es ist momental mal wieder zum Ko**en.

    War meine ganze Mühe umsonst? Ich meine dieses Stehenbleiben und mich Anglotzen: ist das die totale Respektlosigkeit? Ist es ihm so egal, wenn ich einfach gehe? Nimmt mein Hund mich eigentlich überhaupt nicht ernst? Was hab ich denn falsch gemacht?

    genervt und halb verzweifelt, Jenny

    ich antworte mal. Wenn du das TroFu unterwegs und zum Üben gibst, sollte es ohne Getreide oder mit sehr wenig Getreide sein, ganz einfach, weil das für die Verdauung des Hundes besser ist. Nach einer Mahlzeit mit viel Getreide müsste der Hund eigentlich erstmal 1-2 Stunden ruhen, weil das Getreide im Magen aufquillt und es sonst bei viel Bewegung zu einer Magendrehung oder anderen Beschwerden kommen kann. Ich habe deshalb ein Futter gewählt, dass schon aufgrund des Herstellungsverfahrens sehr gut verträglich ist (hat relativ viel Feuchtigkeit) und außerdem wenig Getreide hat (Platinum Natural) und das man deshalb auch unterwegs füttern kann. Bei dem Josera Knusperente würde ich vorsichtig sein. So weit ich weiß hat das auch sehr viel Getreide. Ist für mich nicht optimal zum Arbeiten. Jedenfalls nicht in größeren Mengen, vielleicht als Superleckerli...

    Und wie gesagt: den Napf kennt mein Hund nur am Abend, wenns mal ein bisschen NaFu gibt. Bis auf ein paar Pubertätsbedingte Aussetzer würde ich sagen, dass unsere Bindung schon ganz gut ist.

    Gruß
    Jenny

    wenn er schon ein "fettkloß" ist, wie du sagst, würde ich wirklich das Futter mal richtig regulieren. Hochwertiger und weniger sind die Stichworte! Und wenn er gerne Gemüse und Obst frisst - na herrlich! Dann gibst du ihm ne ganze Karotte zum Kauen. Oder nen großen Apfel. Damit ist er beschäftigt (kann nichts kaputt machen), futtert was Gesundes und wird nicht dick dabei. Mein Hund ist auch sehr verfressen und bettelt gerne mal, aber ich gehe nicht darauf ein und deshalb ist er rank und schlank.

    Nicht-Schlingen kann man auch sehr gut mittels Handfütterung üben. Oder er muss sich sein Futter erarbeiten. So lernt er, ruhig zu fressen und dabei auf dich zu achten...

    Gruß