Beiträge von jennja

    geh halt wenigistens noch ne kurze Runde mit ihr, das wird doch drin sein, oder?

    Ich bin manchmal schon sehr froh, dass wir keinen Garten haben und ich immer mit dem Wuff raus muss, egal bei welchem Wetter. Wenn es so ungemütlich ist und der Schnuffer auch keine Lust hat, dann geh ich nur kurz um den Block. Aber er hat immer die gleiche Chance, sich geschäftlich zu betätigen! Find ich auch sehr wichtig. Das heißt, ich denke, es sollte schon selbstverständlich sein - vor allem wenn du weißt, dass sie nachmittags oft noch mal muss...

    ich finde das witzig, weil wir die Beobachtung auch gemacht haben, aber nur nach besonders schmackhaftem Fressi :D

    also nicht bei stinknormalem TroFu, aber wenns ne leckere Dose gab z.B.

    Scheinbar ist mein Hundchen so erfreut und aufgeregt darüber, dass er gerade etwas leckeres gegessen hat, dass er sich vor Freude buchstäblich fast überschlägt. Er räumt sein Körbchen um und wälzt sich auf dem Bett usw. Einfach süß! Mittlerweile ist das etwas weniger geworden, er ist ja auch "schon" anderthalb :lol:

    ich würde sagen JAIN :lol:

    Es hat schon irgendwie damit zu tun, dass er dich nicht für voll nimmt und entscheidet: och, die will jetzt nicht, dass ich zu dem anderen Hund hinrenne, aber was soll schon passieren? Dann ist sie halt sauer, na und? Ich renne mal....... *dumdidum*

    Hat mein Bela auch gemacht. Ewig. Ich hab dann auch mit Schleppleine trainiert. Bin das Ganze aber bissl anders angegangen. Und zwar habe ich aufgepasst und meistens schon vor ihm gesehen, wenn ein anderer Hund kam. Den Ansatz, loszusprinten, hab ich mit nem deutlichen Nein (und wenn nötig nem Ruck an der Schleppe) unterbunden und gelobt/belohnt, wenn ich angeschaut wurde. So sind wir dann immer ein paar Meter in Richtung des anderen Hundes gegangen und wenn Bela schön brav neben mir gegangen war und mich mal angeschaut hat, gabs ein Go! Zwar hab ich das zu anderen hunden hinrennen bisher auch noch nicht ganz 100%ig rausgekriegt, aber mittlerweile kann ich ihn ganz gut bei mir halten, wenn ein anderer Hund kommt und ich nicht möchte, dass er da hinrennt. Notfalls wird er angeleint. Neulich (ich war ganz stolz) hab ich ne Hündin bei uns im Park zu spät gesehen und habe Bela in vollem Galopp zu ihr gestoppt. Das war ein Jahr Arbeit bis dahin!

    Du musst ihm halt auch hier klarmachen, dass du der Boss bist und entscheidest, mit welchem Hund er Kontakt aufnehmen darf. Unfair solltest du dabei nicht sein. Wenn dir ein Hund zusagt, kannst du deinen ja trotzdem hinschicken: aber nur nach deiner Aufforderung! UNd auch nicht jedes Mal.

    Vielleicht machst du mal ein Brainstorming über eure Baustellen und dann stellst du eine Prioritätenliste darüber auf, was du für am wichtigsten zu trainieren hältst. das arbeitest du dann ab. Stück für Stück. Es geht nicht alles auf einmal, aaaaaaber es hängt alles zusammen. Dein Hund muss eben in allen Lebenslagen akzeptieren, dass du der Entscheider bist. Nicht nur zu hause oder im Büro, sondern eben auch draußen. Da den Bogen zu kriegen ist nicht ganz so einfach, weil draußen eben alles anders ist als drinnen. Deshalb musst du beim Abruf auch ganz konzentriert vorgehen. Und das Abruf-training auch separat betrachten. Da gibts gute und schlechte tage und der Erfolg des Trainings hängt hier nicht unbedingt davon ab, wie gut er sich im Büro benimmt...

    Grüßle Jenny

    Huhu Alexandra,

    ich möchte mich Mueckes Post anschließen. Im Prinzip weißt du ja schon längst, wo der Hund begraben liegt ;-) Also musst du JETZT anfangen, auch wirklich etwas zu ändern.

    Du musst deinen Hund beobachten und scheinschätzen können: WANN trifft er seine eigenen Entscheidungen? Genau da musst du ansetzen. Er sollte mal eine Weile lang GAR keine Entscheidungen selbst treffen dürfen/können. Es geht nicht darum, deinen Hund jetzt total nieder zu machen, aber darum, ihn mal etwas kleiner zu halten. Denn momentan richtest du dich nach ihm.

    WIE du das anpackst, kann dir hier niemand sagen, weil keiner von uns dich und deinen Hund kennt. Es gibt die verschiedensten Methoden (ich hab z.B. momentan die Box, draußen geht mein Hund auch mal an der Leine, wo er noch 2 tage vorher ohne Leine unterwegs war, ICH enstcheide das). Du musst eben auch schauen, worauf dein Hund so reagiert, wie du es möchtest.

    Genügt Ignorieren? Wann?
    Gibt es Situationen, wo du auch mal körperlich werden musst? (nicht grob, aber z.B. mal mit dem Knie wegschieben, wenn er zu aufdringlich ist)
    Nimmt er dich überhaupt ernst, wenn du ne Ansage machst?
    Wie schlimm empfindet er Rudelausschluss?

    All diese Dinge kannst du einsetzen, dort, wo du sie für angebracht und vor allem wirkungsvoll hältst. Ein Patentrezepte gibts nicht. Es ist die Summe der Maßnahmen und vor allem dein Auftreten...

    Viele Grüße
    Jenny, die heute morgen auch schon von ihrem Rüpel geärgert wurde ;-)

    Hey Alexandra,

    das ging ja schnell mit der Umsetzung :gut:

    Wenn ich so drüber nachdenke, dann ist die Box wirklich die einzige Lösung für das Problem bei uns, weil:

    Man kann noch so konsequent sein, jedenfalls denkt man das von sich selbst, ist es aber in der Arbeit tatsächlich nie. Mir geht es jedenfalls so: ich stehe in der Arbeit unter Druck, da hat der Hund zu funktionieren. Wenn er das einigermaßen tut, denkt man sich: ist ja alles gut und schön. Die paar kleinen Macken, die mein Hund hat, kann ich schon in Kauf nehmen usw. Aber tatsächlich ist es eben so, dass gerade diese Situation, dass man selbst unter Druck steht, denn man will ja nicht, dass der Hund die Kollegen/Chefs/Kunden stört, dazu führt, dass man anders reagiert als z.B. zu Hause. Somit schleichen sich Fehler und Inkonsequenz automatisch ein. Man muss dann wirklich knallhart nen Riegel vorschieben, ansonsten wird man immer wieder in die Inkonsequenz zurückfallen. Wir sind auch nur Menschen. Und im Büro vor allem eins: Menschen, die arbeiten müssen. Der Hund hat sich danach zu richten und während dieser zeit dich als Frauchen nicht zu beanspruchen.

    hat bei mir sehr lange gedauert, bis ich das gecheckt habe. Aber nun sehe ich es ziemlich klar.

    Und wie gesagt: wenn mein Hund irgendwann mal begriffen hat, dass er nicht der Kontrolletti vom Dienst ist, darf er sich auch wieder freier bewegen. :p

    Viel Erfolg weiterhin:

    PS: mit dem In die Luft schnappen, da fällt mir nix zu ein, außer dass er hier wieder versucht, die Regeln aufzustellen und zu maßregeln o.ä. Wenn er das macht, würde ich sofort die Aufmerksamkeit entziehen!

    hallo Alexandra,

    mein Aussie ist fast genauso wie dein Hund drauf. Er kontrolliert mich, er kontrolliert die Tür, er kann richtig nerven, wenn man ihn lässt. Ich habe eigentlich immer gedacht: eigentlich ist er ja ganz brav, er lag immer unter meinem Schreibtisch und hat auch viele Kollegen usw. in mein Büro kommen lassen, ohne zu bellen.

    Aaaaaaaaber ganz schleichend hat er diese Kontrollnummer ausgebaut. Er macht z.B. ein Riesentheater, wenn mein Chef reinkommt. Er lässt ihn auch nicht reden - ständig plärrt er dazwischen. Das geht nicht. Ich kann Bela zwar allein lassen, aber wenn ich mich in meinem eigenen Büro bewege, steht er sofort auf und rennt mit zum 2m entfernten Aktenschrank. Manchmal bellt er, wenn ich den großen Tacker benutze. Klingt witzig, isses manchmal auch, aber eigentlich ist es ziemlich doof.

    Ich habe mir den Kopf waschen lassen von ein paar lieben Freunden, die mir unmissverstädlich gesagt haben, dass das Verhalten meines Hundes in keinster Art und Weise akzeptabel ist. Ja, er ist die meiste Zeit lang brav, aber nur, solange es bei mir ruhig ist und die Kollegen die Ruhe nicht stören... Habe ich mal Stress im Job und die Türe geht in einer Tour, oder aber es sind Kunden im Haus, dann ist er völlig gestresst.

    Die Lösung ist diese: Der Hund bekommt einen festen Platz, und zwar NICHT in meiner unmittelbaren Nähe. Ich habe eine Transportbox gekauft, dort liegt mein Hund nun drin. Vormittags und nachmittags. Es ist vom Platz her daselbe, als würde er unter meinem Schreibtisch liegen, aber er ist nicht mehr so nah bei mir. Das ist der Unterschied. Und er kann nciht mehr Besucher stellen.

    Er merkt, dass er um die Kontrolle meiner Person entlastet ist und sich entspannen kann. Das tut er auch. Wenn er meint, in der Box bellen zu müssen, weil Besuch in meinem Büro steht, geht ein "Vorhang" runter, sodass ihm die Sicht versperrt wird. Im Übrigen ist die Box zu. Natürlich hat er da drinnen Wasser und ein Spieli und natürlich gehe ich in der Mittagspause mit ihm raus.

    Das ist keine Dauerlösung. Aber es soll IHM helfen! Ich habe gestern damit begonnen und sehe bereits Erfolge. Das Ganze werde ich noch ein paar Wochen machen und dann wieder lockern. Und dann gilt: wer Theater macht, wird "weggesperrt". Wer sich gut benimmt, darf frei herumlaufen. Rudelentzug ist bei ihm die einzig funktionierende Strafe für kontrollierendes Verhalten. Und ich kann mir nicht erlauben, meinen Job seinetwegen zu verlieren, deshalb bin ich jetzt schon froh, mich zu diesem Schritt entschlossen zu haben.

    Viele Grüße
    Jenny

    bei Fragen: immer gerne!