Beiträge von jennja

    Hallo Julia,

    ich trainiere mit (meist schleppender) Schleppleine und Röntgenblick. Ich versuche, die Hunde vor meinem Hund zu sehen, ihn zu mir zu rufen und dann erst freizugeben, wenn ich der meinung bin, es ist ok. Wobei ich ihn bei ganz fremden Hunden eher bei mir halte und gar nicht hinlasse (esseidenn es geht nicht anders, weil der andere direkt auf uns zukommt, dann lass ich meistens die Leine fallen und sage: ist gut). Es bleibt immer ein Restrisiko, dass ich zu spät dran bin. Aber so ist das Leben ;)

    Bei seinen Hundefreunden mache ich es aber nicht so knallhart. Ich will dann schon, dass er sich das OK abholt, aber er muss dann nicht warten, bis wir aif 1 m am Kumpel dran sind. Es ist eben auch situationsabhängig. Aber das Dableiben bzw. vorsichtig nähern habe ich bisher nur mit Schleppleine und Blickkontakt einigermaßen hinbekommen. Außerdem sage ich auch mal deftig NEIN, wenn er losstarten will. Wichtig dabei: leine festhalten :ops:

    Erst gestern ists mir wieder passiert, dass ich mich zu sicher im Training gefühlt habe. Da ging ein Westimädel an der Leine etwas weiter entfernt von uns im Park. Ich war mir eigentlich sicher, dass Bela bei mir bleiben würde. Ich hatte die Leine leider nciht in der Hand. Das "Dableiben" hat er zwar noch gehört, ist aber trotzdem losgerannt (ich bekam die Leine nicht mehr zu fassen) und hat die Hündin stürmisch begrüßt. Ärgerlich!!! Aber allein mein Fehler. Dafür hab ich ihn dann nicht mehr zusammengestaucht, ich hab ihn aber eingesammelt und mich bei der HHin entschuldigt. Zum Glück hatte sie Verständnis. Sie hat ja mitbekommen, dass mein Bela noch "in Ausbildung" ist.

    Wir haben wirklich noch viel zu tun. :sad2:

    An Tagen, wo ich nciht in Trainingsstimmung bin, kommt mein Hund an eine 3m-Leine und fertig. Man muss schon auch in der Laune sein, um wirklich konsequent zu trainieren. und das bedeutet für mich, dass ich es manchmal einfach lasse. Ich würde mich sonst zu sehr grämen...

    Ich glaube, an dem was Chris geschrieben hat, ist was dran! Bei meinem Schlawiner hab ich dieses Verhalten auch beobachtet. Ich trainere wie eine Bekloppte mit ihm, dass sich das mal bessert. Wobei er bei intakten Rüden z.B. dieses verhalten nicht mehr zeigt *lach*

    Die Schuld gebe ich eindeutig mir, weil ich es ihm durch den Besuch der Welpenspielgruppe - wo wirklich nur wild durcheinander gespielt wurde - so beigebracht habe. Andere Hunde = toll, spielen!!!!! Das hat er gleich von Welpe an verknüpft. Nun bin ich seit mehr als nem jahr damit beschäftigt, das wieder rauszubekommen. Hätte ich auch leichter haben können. Und man darf auch nicht von anderen Hunden erwarten, dass sie dem eigenen Hund Manieren beibringen. Das muss man als HH schon selber machen. Blöd, wenn man da die Weichen zu Beginn falsch gestellt hat. Aber das kommt davon, wenn man überall zu hören kriegt: Welpen MÜSSEN ganz viel mit anderen Welpen spielen, sonst entwickeln sie sich nicht richtig :schockiert: DEN Fehler mach ich nicht noch mal.

    Übrigens: mit zunehmendem Alter findet es mein Hund selber unhöflich, wenn ein fremder Hund (vor allem Rüde, egal wie nett und freundlich der ist) auf ihn zugerannt kommt. Daran kann man sehen, dass es unter Hunden auch eine Höflichkeitsetikette gibt, die sie sich aber nicht wie selbstverständlich selbst aneignen. Man muss da schon mithelfen ;)

    bei mir sinds definitiv mehr als 20 Hundebücher. Und ich hab KEINE Hunderomane :lol:

    angefangen von Büchern über Welpenprägung über "Das verflixte erste Jahr", "Pubertät und wilde Zeiten" bis hin zu allen möglichen Hundesport-Büchern, Nasenarbeit, sonstige Erziehungsratgeber und noch die Bücher über die Rasse Australian Shepherd. Da kommt einiges zusammen.

    Der erste Hund + Bücherverrücktes Frauchen = volles Regal :gott:

    ich überlege ja auch schon die ganze Zeit, wohin ich aus der Stadt "flüchten" könnte, um mal wieder die Spaziergänge genießen zu können. Aber scheinbar macht es keinen Unterschied, wo man wohnt. Da drängt sich mir schon fast der Verdacht auf, dass es "draußen" fast noch schlimmer ist als hier in der City :???:

    ich hab nen Mäkler hier und der frisst vom WB nur das Wild Pacific wirklich gerne! Alle anderen Sorten nimmt er ein paar Tage - und dann nciht mehr. Ich persönlich finde das Wild Pacific aber auch irgendwie am besten, weiß nicht, warum.

    Zitat


    Ja und ich glaube ich darf sagen wenn Dein Hund 2 jahre alt ist wird er sich erst recht gerne mal messen.

    Jub! Wir steuer gerade auf die 2 Jahre-Marke zu (im Februar) und ich erlebe eine ständige Steigerung seiner Aggressionen gegen fremde Rüden, wenn ich das mal so formulieren darf. Da ist noch lange nicht Schluss.

    Ich hab auch mal gedacht, als er so ein Jahr alt war, na das ist ne kurze Phase, in ein paar Wochen ist das gegessen. Denkste! Richtig erwachsen werden sie erst mit ca. 2-3 Jahren und da ist eben der Drang, sich zu messen, besonders groß. Das heißt aber nicht, dass ich ihn einfach gewähren lasse. Ich beschütze ihn lieber vor sich selbst ;)

    Dennoch hoffe ich, dass irgendwann mal ein weeeeeeeenig Ruhe einkehrt. Und der Kerl es einfach nicht mehr nötig hat....

    Bei den Männern ist das ja so ab 35 der Fall, oder wie war das? :lol:

    Huhu Borderlover,

    das klingt nach meinem Hund. Und der hat irgendwann gemerkt, dass er kleinere Rüden ziemlich gut einschüchtern kann, indem er sie über den Boden rollt und Bisse in die Nackengegend andeutet. Er hat nie zugebissen, aber er weiß ganz genau, dass er bei diesen Hunden der Stärkere ist. Angefangen hat es aber wie bei dir! Er hat zunächst nur geknurrt, als das nicht ausreichte, um sich den anderen vom Leib zu halten, startete er seine Attacken.

    Bei größeren Hunden lag er auch schon mal unten - quietschend. Bei gleichgroßen und kleineren würde er sich nicht unterwerfen!

    Das ist natürlich nicht so schön, deshalb bin ich immer auf der Hut. Ich habe weniger Angst davor, größere Hunde zu treffen, denn da weiß ich, dass er eher kuscht und sich in meine Richtung verkrümelt, aber bei kleinen Hunden hab ich fast Panik. Und zwar davor, dass er wieder die Erfahrung macht - ich kann den einfach wegkugeln!

    Tja, was tut man? Ruhig bleiben, nicht hektisch werden und solange noch "nur" geknurrt wird, weitergehen und nicht eingreifen. Aber vor allem: Solche Situationen vermeiden. Ich lasse meinen Hund nicht mehr zu fremden Rüden, esseidenn es steht einer plötzlich vor uns (das kommt oft vor, ich wohne in der Stadt, da kann man nicht um jede Ecke gucken), in dem Fall lasse ich die Leine fallen und gehe weiter, sage dabei freundlich "geh weiter!".

    Ich habe akzeptiert, dass mein Hund nicht everybodys Darling ist. Er wird sich nicht mehr mit jedem Hund vertragen. Er braucht keine Rüden, um glücklich zu sein! So ist es eben. Das einzige, was ich machen kann, ist, ihn dafür zu loben, wenn er sich ordentlich benimmt und keinen Streit vom Zaun bricht!

    Verabschiede dich von dem Gedanken, dass dein Hund mit allen anderen gut Freund ist!