Hallo Aussie1987,
ich hab ja auch nen Aussie-Rüden und wenn du dir mal den Spaß machst, meine alten Beiträge hier im Forum ab Mitte 2008 zu lesen, dann wirst du sehen: kennisch allet! ![]()
bis auf das Ressourcenverteidigen, das hat er ausgelassen...
Ich gehe jetzt mal nicht auf deine ganzen Schwierigkeiten ein, denn deine Überschrift zu diesem Thread zieht sich durch alle deine Posts wie ein roter Faden: es stimmt, dein Hund nimmt dich nicht ernst.
Was meinen Hund betrifft, so wars bei ihm exakt genau so!
ich zähl mal auf, was bei mir und meinem Hund alles schief gelaufen ist:
- vom ersten Moment an völlig übermotiviert gewesen (also ich)
- zu wenig Grenzen gesetzt in der Welpenzeit
- es war eine einzige Achterbahnfahrt - himmelhochjauchzend und zutodebetrübt. In einem Moment stolz auf meinen Hund, im nächsten Moment eine WUT auf meinen Hund, dass ich ihn am liebsten, na ja das sag ich mal lieber nicht. Dieses Wechselbad der Gefühle in schlimmsten Zeiten TÄGLICH
- zu viele Bücher gelesen
- zu viele Konzepte VERSUCHT, umzusetzen
- ich wollte zwar immer konsequent sein, schaffte es aber nicht
- hab mich belatschern und beeinflussen lassen
- hab nicht auf mein Bauchgefühl gehört (ich hatte sowas gar nicht!), sondern immer nach dem Leitfaden gesucht,
- allgemein zu viel nachgedacht, ausgetüftelt, interpretiert, ausprobiert usw.
kurzum: ich hab mir und meinem hund das Leben unnötig schwer gemacht. Das ging wirklich ewig so und ne Menge Leute mussten unter meinem Gejammer sehr leiden ![]()
Jetzt ist mein Hund 2,5 Jahre alt und ich bin der Meinung, dass ich ihn ganz gut hingekriegt habe. Im letzten halben Jahr haben sowohl ER wie auch ICH einen gewaltigen Sprung gemacht - wir sind beide irgendwie gelassener, ruhiger, souveräner geworden. ich habe endlich richtig Spaß an meinem Hund (ohne Witz, ich dachte ne Zeitlang, dieser Hund sei eine Strafe für irgendwas, das ich in einem vergangenen Leben verbrochen haben muss) - wir sind zusammengewachsen. Klar gibts noch Baustellen, aber meine Einstellung ist ne ganz ganz andere, deshalb klappt so einiges jetzt besser.
Es ist wirklich keine Floskel: hör auf dein Bauchgefühl! Was deine Verwandten betrifft: setz dich durch! Dein Hund, deine Regeln! Sei stark und demonstriere deinem Umfeld wie auch deinem Hund, dass du die Sache im Griff hast! Dein Hund macht all diese Sachen aus einem Grund: weil er es kann! Wenn du es zulässt, wird er es immer ausnutzen. Es ist ein Aussie, noch dazu ein Schnöööösel. Lass ihn auch mal links liegen! Denk dir: pöh, hab ich doch nicht nötig, mich von DEM fertig machen zu lassen! Geh nicht auf seine Spinnereien ein, schränke ihn allgemein mehr ein, denn sonst schränkt er dich immer mehr ein!
Was dieses Knurren angeht, wenn er nen Knochen hat: ich finde den Tipp mit dem Festhalten gut! Mich anknurren, nur weil etwas gefressen wird, also das geht gar nicht, hätte mein Bela sowas gemacht, dann hätte ich ihm aber den Marsch geblasen. Vor mir hat er nichts zu verteidigen, vor anderen Hunden ist es was anderes. So einen Knochen kann man auch gut benützen, um Kommandos wie NEIN und AUS zu trainieren. Wenn er auf Kommando nen Knochen ausgibt, na dann kann er ihn auch wiederbekommen (oder was besseres bekommen). Das sollte er lernen...
Nur die Ruhe, das wird alles! ![]()