Das ist in der Tat ein Problem!
Du bist ja mehr oder weniger auf die Trainer dort angewiesen, da du ja den Platz nutzen möchtest. Ich habe in meiner Obedience-Gruppe auch so einen Trainer-Typen dabei, der "seine" eigenen Methoden hat, die ich aber zum Teil ablehne. Wir haben uns darauf geeinigt, dass ich nicht von ihm trainiert werde, sondern von einer anderen Ausbilderin, die eher nach meiner Vorstellung arbeitet. So kommen wir gut klar. Außerdem bereite ich die meisten Übungen zu Hause vor, den Platz nutze ich, um meinen Stand zu überprüfen und meinem Hund die Ablenkung, wie sie auf einem Turnier sein würde, zu bieten, um einfach Platzroutine zu bekommen und seine (und meine) Unsicherheit abzubauen. Ich lerne viel auf externen Seminaren, suche mir meine passenden Methoden aus, trainiere danach und es wird akzeptiert, weil man sehen kann, dass ich auf diese Art und Weise vorankomme.
Was du da tun kannst. Hmmmm. Vielleicht einfach mal mit denen auf sachlicher Basis reden, und zwar so, dass sie nicht das Gefühl haben, du willst ihre Methoden schlecht machen, sondern dass du eben für deinen Hund den richtigen Weg gefunden hast und NUR so arbeiten möchtest, weil es sich bewährt hat. Und dann würde ich sie fragen, ob sie das akzeptieren können. Wenn ja, dann ist ja alles geklärt und wenn nein, dann ist es schade, dann würde ich wirklich mal darüber nachdenken, ob das der richtige Verein ist.
Die Sache ist ja die: um deinem Hund die nötige Motivation auf dem Platz abzuringen, musst du selbst ein gutes Gefühl auf dem Platz haben. Ich merke das an mir. Mein Hund ist dermaßen sensibel, dass er sich total verweigern würde, wenn er das Gefühl hätte, dass ICH kein gutes Gefühl auf dem Platz habe. Es ist ein Teufelskreis ;-)
Ich wünsch dir, dass du da irgendwie zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommst! Es gibt nichts schlimmeres, als sich (wenn auch nur indirekt!!) seinen Hund versauen zu lassen.
Bezüglich der anderen Vereinsmitglieder habe ich jetzt keine Idee. Ich finde nämlich, dass da jeder selbst draufkommen sollte. Aber wie wäre es denn, wenn du mal den Vorschlag machst, einen wirklich guten Fachreferenten einzuladen? Wobei ich auch wieder die Erfahrung gemacht habe, dass das sehr schwer ist. Der Cheftrainer hat sein Lieblingsvorbild und außer diesem gibt es niemand anderen. Sehr schade. Ich gehe deshalb gerne auf externe Seminare und Workshops...