Beiträge von jennja

    ich kann im Nachhinein absolut nicht sagen, ob die Welpengruppe für Bela gut war oder nicht. Ich tendiere zu nein. Aber sicher bin ich mir da auch nicht.

    Er hatte immer Spaß daran, mit anderen Hunden zu spielen und ich meine auch, dass er die hündische Kommunikation gelernt hat, dass er gut sozialisiert ist (aber sozialisiert haben ihn eher die älteren Hunde im Park als die Welpen in der Spielstunde).

    Fakt ist, er hatte ne ganze Zeit lang nur einen Fokus: andere Hunde!!! Andere Hunde waren immer wichtiger als Frauli, er ist auch abgehauen usw..... Darum hab ich die Welpengruppe verflucht.

    Andererseits ist aus ihm ja nun doch ein Raufer geworden! Alles, was nach intakter Rüde riecht und ihm nicht passt, wird vermöbelt. Aber auch erst, seit er 1,5 Jahre alt ist. Zusammenhang zur Welpengruppe? Wohl eher nicht...

    Ich würds wohl auch vom Hund abhängig machen: ist er eher ängstlich/unsicher, würd ich eine gut geführte, kleine Welpengruppe gehen, ansonsten wohl nicht...

    Annika, ich lebe entspannter, seit ich aus der Stadt rausgezogen bin und nun hauptsächlich auf Feldern und im Wald meine Runden drehe ;-) Wir sind zwar auch noch viel in der Stadt unterwegs, aber da muss ich dann schon sehr vorausschauend gehen, vor allem im Park, wo wir mittags gehen, aber da gehe ich entweder antizyklisch und/oder mit 3m-Leine ;-)
    Ja, es hat was von Spießrutenlauf, aber wie gesagt: ich meide Hundewiesen wie der Teufel das Weihwasser und gehe eben auch Bögen usw.
    Mein Hund hat trotzdem ausreichend Hundekontakte, halt hauptsächlich mit bekannten Hunden oder mit Hunden, bei denen ich von weitem sehe, ob weiblich resp. kastriert oder eben "lieber nicht"... Es gibt sie auch noch, die mitdenkenden HHs (selten zwar), die sich mit einem absprechen und dann kann man ggf. auch Kontakt zulassen, oder auch nicht.

    Zu guter Letzt gibt es auch viele saublöde ignorante Leute, denen es egal ist, aber wenn mein Hund an der Leine ist, dann bleibt er das auch, sollte ihm so ein tutnix dann zu nahe kommen, wird es auch mal laut aber DAS ist nicht mein Problem und ich kümmere mich da auch nicht mehr drum!

    Meine Einstellung hat sich da sehr geändert. Vieles, was früher ein riesen Problem war, ist jetzt eben Alltag; außerdem weiß ich, was ich meinem Hund zutrauen/zumuten kann und was nicht. So kommen wir eigentlich ganz gut durch den Alltag ;)

    PS: mein letzter Satz bezieht sich auf intakte Rüden, die kleiner oder genau so groß wie mein Hund sind. Bei größeren Rüden würde er sicher den Kürzeren ziehen, aber er macht trotzdem immer einen auf dicke Hose. Wenn er dann mal die Leviten gelesen bekommt, schnauzt er so lange rum, bis es noch mal knallt. Er kennt da kein Ende... Gut, vielleicht habe ich einen besonders problematischen Hund. Aber er ist definitiv bestens sozialisiert worden, daran kann es also nicht liegen; er hat einfach eine Abneigung gegen intakte Rüden, obwohl er nie eine wirklich schlechte Erfahrung gemacht hat. In seinem Fall liegt es einfach an seinem Wesen und da geht einfach nichts anderes als: ausbremsen, wegnehmen, Bögen laufen.......

    Zitat

    Hi Du,
    ich hab eine Frage dazu (ich bin deiner Meinung, habe ich ja auch so oben geschrieben): Lernt der Hund denn dadurch, dass er das pöbeln lassen soll? Oder ist es so, dass er weiterhin sobald er hinlaufen darf jeden Rüden anpöbelt?

    das ist schwierig zu beantworten. Ich bin der Meinung: es kommt auf den Hund und seinen Charakter an. Und letztendlich auch darauf, was der Grund für sein Pöbeln ist. Bei meinem Hund hab ich keine Illusionen mehr, dass er Rüden noch mal irgendwann mögen wird. Sobald die Gelegenheit da ist, wird er sie nutzen...
    allerdings: mit wachsender Bindung und Gehorsam hält er sich mehr und mehr zurück und geht gar nicht erst hin. Aber wehe es will einer was von ihm! Da liegt er schneller auf dem anderen, als der andere HH "piep" sagen kann...