ich hab mal ne etwas komische Frage. Die meisten hier haben ja mehr als einen Hund oder planen in der Zukunft Mehrhundehaltung.
Gibts hier auch jemanden, der sagt: mein Einzelhund langt mir vollkommen und der Trend zur Mehrhundehaltung wird überbewertet?
Ich hab manchmal das Gefühl, dass es völlig normal ist, mehr als einen Hund zu haben oder haben zu wollen. Und ich lass mich dann und wann ja auch davon anstecken. Dann, bei klarem Verstand, kommt mir die Erkenntnis: warum eigentlich dieser Stress? Warum genügt ein Hund nicht? Warum müssen es unbedingt mehrere sein? Oder ist Einzelhundehaltung Tierquälerei?
Wenn ich so darüber nachdenke, dann muss ich zugeben, dass ich mich mit Bela allein sehr wohl fühle. Er ist momentan auf einem guten Level, was seine Baustellen angeht. Ich liebe es, mit ihm über die Felder und Wälder zu flanieren und NICHT ständig aufpassen zu müssen, auch mal träumen zu können. Und abends mit ihm auf der Couch zu kuscheln - ohne noch einen konkurrierenden Hund, der das vielleicht auch will und es dann evtl. Zickereien gibt (ich sag nicht, dass das zwangsläufig so ist). Bela ist gerne Einzelhund. Manchmal ist er wie eine Katze, sucht seine Ruhe, ist ein bisschen eigensinnig. Ich mag das an ihm. Und dann frag ich mich: wie wäre das Leben mit noch einem zusätzlichen Hund? Natürlich - bereichernd, aber auch unentspannter?
Mit Molly klappt das immer ganz hervorragend. Das ist aber auch immer nur vorübergehend.
Eigentlich will ich gar keinen zweiten Hund haben. Sage ich mir jedenfalls immer. Im Hinterkopf rattert es aber. Wobei ich eben glaube, dass es das nur tut, weil ich mir unbewusst einrede, ich müsse beim Zweithundthema mithalten - oder so ähnlich. Ich kanns nicht erklären. Und manchmal geht mir das sogar richtig auf die Nerven.
Kann das hier irgendjemand verstehen? 