hm, was mich immer wieder ein wenig wundert (bitte jetzt nicht falsch verstehen!), ist dass so viele denken, dass ihr Hund an Obe keinen Spaß hat. Na ja, wenn ich nur doofe langweile UO machen würde, würde mein Hund mir wohl auch den Hintern zeigen und sagen: machs doch alleine! Aber unsere Trainingseinheiten bestehen zu einem großen (dem größeren!) teil aus Spaß und Spiel, man kann das vielleicht auch ein wenig mit Tricksen vergleichen - gepaart mit Gehorsamstraining, aber eben immer auf einem gewissen Motivations- und Trieblevel. Ob der Hund Freude an einem Sport hat, hängt fast ausschließlich davon ab, ob es mir selbst Spaß macht und ob ich meinem Hund die Freude an dieser Arbeit vermitteln kann. Ich denke, da ist die Sportart eher zweitrangig. Agi oder Fährte mache ich mit meinem Hund allein deshalb nicht, weil ich selber da keinen Spaß dran habe bzw. mich selber nicht so einschätze, dass ich darin total aufgehen könnte...
Katha findet Obe totsterbens langweilig, na dann ist doch klar, dass Hudson da wohl auf die Dauer auch eher wenig Freude dran haben würde. Ich selber hab mit Agi so meine Schwierigkeiten, aber ich bin mir sicher, dass mein hund dafür absolut zu begeistern wäre, wenn ich es selbst wäre. Genauso sämtliches an Nasenarbeit, da ist mein Hund gut drin, wenn ich seine Motivation entsprechend fördere...
Ist jetzt vielleicht etwas pauschal und oberflächig formuliert, aber ich denke, ihr versteht, was ich meine... So mancher Trainer kann einem auch nicht besonders gut vermitteln, wie man seinen Hund richtig aufbaut. Ich will damit sagen, dass ein Hund, der grundsätzlich gerne mit seinem Menschen arbeitet, so ziemlich jeden Job (außer natürlich die ganz speziellen Arbeiten wie zB hüten) machen kann, man muss es eben nur richtig aufbauen. Ich hatte nen Obe-Trainer, der meinem Hund (und mir!) den Sport beinahe vollends verleidet hätte. ich habe mich dann nicht mehr von ihm trainieren lassen, sondern von einer Person, die eine völlig andere Sicht auf den Sport hatte, das hat alles verändert!!
Vielleicht wäre ich auch beim ZOS geblieben, wenn ich hier eine organisierte Trainingsmöglichkeit hätte. Oder beim Canicross, wenn es eine kleine Gruppe gegeben hätte, wo man sich gegenseitig motiviert und hilft...