Beiträge von jennja

    Hallo Franzi,

    da du ja nach Meinungen gefragt hast: mit mir gäbe es sowas nicht. Das kann die gaaaanz große Liebe sein, aber meine Hunde würde ich für keinen Mann der Welt aussperren. Taburäume im Haus, ok, meinetwegen, das kann wirklich Vorteile haben und da hab ich auch absolut kein Problem mit. Meine dürfen zB nicht ins Bad und ins Gäste-WC (wozu auch?). Für die Liesl war von Anfang an der Keller TABU, und (witzigerweise) hält sie sich jetzt mit 10 Monaten immer noch dran... Ich bekomme aber auch keinen Nervenzusammenbruch, wenn die mich mal besuchen kommen, wenn ich grad in der Badewanne liege.

    Ich bin, was meine Hunde und ihre Hygiene usw. betrifft, völlig entspannt und mein Freund ist es auch. Ich kann mir gar nicht vorstellen, die Hunde nur wegen des Schmutzes oder der Haare auszusperren. Nein, beim besten Willen nicht. Die Tiere brauchen meine Nähe!! Bela zB ist Kontaktlieger, ich will mir nicht ausmalen, was es in ihm auslösen würde, wenn er mich nur noch durch die Terassentür sehen dürfte :/ . Zumal wenn es ein Hund jahrelang so kennt, immer überall dabei sein zu dürfen, ihn dann einfach rauszuschmeißen, finde ich wirklich hart. Wie gesagt: einzelne Räume oder sogar Stockwerke verbieten, warum nicht, das kann ein Hund ganz einfach lernen. Aber hier geht es ja um einen völlig anderen Umgang mit dem Tier.

    Vielleicht bin ich aber auch einfach schon zu stark emotional mit meinen Hunden verwachsen, mag sein. Für mich sind sie feste Familienmitglieder und niemand könnte mir vorschreiben, wo meine Hunde zu leben haben, vor allem dann nicht, wenn es jemand ist, der NACH meinen Hunden in mein Leben getreten ist.

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    Ich bezog mich auf diese Aussage "Der Hund möchte nur ein gemütliches Leben haben, Bewegung, Nahrung zerlegen, durch sein Revier wandern, körperliche Nähe, hier und da mal eine Interaktion mit einem bekannten Artgenossen. Das reicht ihm."...wo dem Hund die Suche nach einer Aufgabe abgesprochen wird..

    ja, das sehe ich auch als problematischen Punkt in dem Interview an.
    Dass ein Hund kein Agility braucht, sollte eigentlich klar sein und mir tun viele Border leid, die NUR das haben, als einzige Aufgabe (und da wird das schnell zum Lebensinhalt).
    Ich bin ja in der bequemen Lage, das sagen zu können, denn ich mach ja kein Agility :D
    aber ich beschäftige meine Hunde anderweitig. Meine Liesl darf das tun, das ihr in die Wiege gelegt worden ist. Ob sie jemals wirklich im Hundesport geführt werden wird, da bin ich mir momentan unsicher. Ich habe da überhaupt keine Ambitionen und sie braucht es einfach nicht! Wir machen das, was Spaß macht. Und da sind wir bei Bela: selbst Mr. Couchi braucht eine Beschäftigung, was genau das ist, muss ich herausfinden. Aber GAR nichts zu machen wäre keine Option. Ich glaube, dass er DAVON depressiv werden würde! Was ich aber mit ihm nicht mache, sind Dinge, von denen ich mir unsicher bin, ob sie ihm Spaß machen und die ich aber unbedingt will.

    Ein paar Wahrheiten sind in dem Interview allerdings schon drin. Wir machen gerne zu viel von allem. Wir übertreiben es gerne. Und wir machen uns selber Druck, wir googlen zu viel, und wir konsultieren zu viele vermeintliche Experten. Nachdenklich hat mich das Interview schon gemacht, ja.

    Hallo Nicole,
    ich find es echt klasse, dass du mit deinen beiden so viel geschafft hast und sie überall mit hinnehmen kannst, sie mit fremden Hunden klarkommen usw...
    bei uns hat es sich nicht so entwickelt, obwohl Bela mitten in München aufgewachsen ist, ständig mit fremden Hunden, Menschen, Kindern usw. in Kontakt kam und ich der Meinung war, soooo falsch hätte ich ihn da nicht herangeführt. Er hat sehr viele Erfahrungen machen dürfen. Und glaub mir: ich habe es mir wirklich anders vorgestellt als es sich dann entwickelt hat :/ Ich wollte einen unkomplizierten Begleiter haben, mit dem ich an der Isar entlang schlendern kann, der sich mit allem und jedem verträgt, Streit aus dem Weg geht, Spaß mit mir hat usw. Tja. Er ist ein eher schwieriger Typ, ist extrem schnell überfordert mit Situationen und er geht dann halt nach vorne statt zurück :sad2: Mehrere Hundeschulen und Stunden bei Privattrainern haben daran nichts ändern können. Ich habe wirklich viel mit ihm trainiert. Wer unsere Geschichte kennt, weiß das. ich wollte es wirklich! Aber letztendlich gab es für meine Nerven und für Belas Wohl dann nur eine Entscheidung: raus aus der Stadt und ihm das nicht mehr antun! Natürlich kommt er trotzdem immer wieder mal mit mir mit, wir fahren S-Bahn und halten uns an belebten Orten auf. Aber dieser Hund braucht so viel Sicherheit, da ist es einfach völlig kontraproduktiv, ihn mit dutzenden heranstürmenden Hunden zu konfrontieren (das ist München! Hier gibts keinen Leinenzwang und jeder lässt einfach laufen, ohne Rücksicht auf Verluste, keine Übertreibung!). Durch sowas ist es ja erst so schlimm mit ihm geworden. Ich habe auch lange gebraucht, um das einzusehen: Der Hund will einfach seine Ruhe! Er WILL nicht jeden Tag ein Dutzend neuer Hunde kennen lernen. Das hat nichts mit mir zu tun, sondern ist einfach sein Naturell. Eigenbrötlerisch ist er eigentlich gar nicht, mit Hunden, die er kennt, kommt er bestens zurecht und er schätzt ihre Gegenwart sehr. Auch spricht er die Hundesprache, aber er reagiert eben manchmal etwas über und DAS kommt nicht gut an. Ich habe auch keine Lust mehr auf die Diskussionen und Vorwürfe, nur weil er sich eben nicht freut, wenn der ach so verspielte Labbirüde (mit aufgestellter Bürste) in ihn reinknallt und er dann derjenige ist, der die Ansagen verteilt. Nein, auf die Blicke und Kommentare hab ich schon lange keine Lust mehr. Ich habe hier keinen unverträglichen Hund, aber einen, der einfach nur ein wenig "anders" ist. Ich sehe da nicht, dass ich mit ihm irgend etwas üben muss, außer vielleicht, dass er etwas ignoranter wird und die anderen Hunde einfach links liegen lässt (das trainiere ich mit ihm auf jeder Runde, denn meistens trifft man ja doch wen...), aber näheren Kontakt, nur um des Trainieren Willens, gibts bei ihm nicht.

    und um noch mal auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen: ja, mit Bela komme ich prima an anderen Hunden vorbei, vorausgesetzt sie stehen im Kommando oder sind zumindest angeleint und wollen nichts von ihm. Kleine Bögen gehe ich allein schon wegen des besseren Handlings und weil man ja nie weiß, ob der andere Hund sich nicht doch mal in die Leine legt oder so. Auch wechsele ich, wenn möglich, gerne die Straßenseite, wenn uns jemand mit Hund entgegenkommt. Ist einfach praktischer. Ich kann mich dann besser auf meine Hunde konzentrieren.

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    Schön wäre es :hust: . Den Moment möchte ich erleben, dass Grisu bei einer Ansage eines Rüden (und wenn es eine explodierende Dogge ist...) nicht sofort zum Gegenangriff übergeht :roll: . Der hat einfach Null Probleme mit Auseinandersetzungen und keinerlei Bedenken, ob er wohl selbst etwas abbekommen könnte. Dabei ist er nicht "unverträglich", aber meine Sorge ist immer, der fremde Rüde wird ihm zu aufdringlich oder legt es wirklich auf Streit an. Grisu schaltet da extrem schnell von "ignorieren" zu "explodieren" um. Das ist mein Problem: es geht mir zu schnell und ich weiß schlicht nicht, ob ich über mehr Kontrolle/Gehorsam gehen soll (was mir persönlich so eigentlich nicht liegt) oder über mehr "Ruhe ausstrahlen" und vertrauen. Aber dann ist der andere Hund der Leidtragende, wenn es doch blöd läuft. Und das will ich sicher nicht.

    mir geht's da ähnlich wie dir.
    Bela würde NIEMALS klein beigeben, wenn er eine Ansage bekommt. Er hat außerdem ein Elefantengedächtnis und merkt sich ganz genau, mit wem er schon mal Ärger hatte. Und wehe, wir treffen den dann wieder...
    Wir schaffen es gut an anderen Hunden vorbei, aber da muss ich schon mitdenken. Ich mache da eine Kombination aus Ruhe ausstrahlen und Gehorsam einfordern (freundlich, aber bestimmt), und ich belohne sehr großzügig. Ich lasse ihn aber nicht mit fremden Hunden ohne oder mit Leine in Kontakt kommen, außer ich sehe schon aus größerer Entfernung, dass es eine Hündin oder ein kastrierter Rüde ist. Bei intakten Rüden knallt es fast immer, ist egal, wie souverän oder cool oder wie auch immer ich drauf bin. ER entscheidet, mit wem er sich rauft. Der kriegt dann auch gar nicht mehr mit, ob ich noch da bin oder nicht...
    Zum Glück macht Bela nichts kaputt und wenn es doch mal zu einer Auseinandersetzung kommt (was durch mein vorausschauendes und vorsichtiges Handeln sehr wenig geworden ist), dann gibt's nur Getöse und das wars. Aber das reicht mir schon, ich brauche das nicht regelmäßig. Daher lernt Bela auch kaum neue Hunde kennen und wir gehen auch nicht auf Hundewiesen o.ä. Für mich ist das ok, ich kann damit leben und ER auch. Ich habe schon lange nicht mehr den Anspruch, mit ihm durch den Englischen Garten schlendern zu können.

    meine Liesl ist seit 3 Tagen zum ersten Mal läufig und putzt sich schon ganz gut. Aber eben nicht immer. Wenn ich bei uns im EG bin, ist es egal, da ist Parkett und Fliesenboden. Wenn ich aber im OG bin (Arbeitszimmer) und sie ist bei mir, dann kriegt sie ein Höschen an (das hier: http://www.zooplus.de/shop/hunde/hundepflege/toilette/51016), einfach weil ich oben Teppichboden hab und wir wohnen da zur Miete. Ich möchte da keine Blutflecken auf dem Teppich haben. Ebenso wenn ich jetzt am WE bei meiner Oma zu Besuch bin. Da kriegt sie dann die Hose an.

    Sie hat trotz des Höschens oft das Bedürfnis, sich zu putzen, sie schiebt den Schlüpper dann halt zur Seite... ;-)

    Den Boden im EG hält sie aber nicht sauber. Ich wische dann mit nem Tempo drüber und fertig. Es sind (bisher) nur immer mal ein paar kleine Flecken...

    ich kann da auch nur raten: lass dich nicht bequatschen, Janina. Tu das, was dein Bauchgefühl dir sagt! Für diese doofe BH ist soooooooo viel Zeit, echt! Wenn der Bub mal 3 oder 4 ist, dann wird er dir so viel Freude machen und das BH-Training und die BH selber werden wie geschmiert laufen, wirst sehen ;-)

    ich hasse es, wenn man im Hundeverein unter Druck gesetzt wird, kenne das ja selber. Ich meine, es bringt einfach auch nichts. So eine Prüfung läuft dann total besch***en, dann bestehst du vielleicht so grad eben (so wie ich damals, mit 42 Punkten :D), aber ärgerst dich trotzdem. Und für den Alltagsgehorsam hat das Null gebracht. Für das Verhältnis zu deinem Hund ebenfalls nichts... Prüfungen sind nicht alles. Und man hat dafür alle zeit der Welt. Wo ist denn das Problem, wenn du die BH erst in einem Jahr läufst? Wen stößt du denn damit vor den Kopf?

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    Könnt ihr euch vorstellen, wie nervig es ist, wenn ausser den beiden eigenen, die ihre Belohnung für erbrachte Leistung bekommen sollen, noch vier andere hungrige Mäuler nach den Leckerlies in meiner Hand schnappen?
    Leila ist von der zweitältesten Hündin sogar schon mal abgeschnappt worden, weil die der Meinung war "Alles meins!"
    Da war ich das erste Mal kurz davor, lieber alleine zu laufen...

    es ist ja eh erstaunlich, dass deine beiden da so brav sind und noch keinen Futterneid o.ä. entwickelt haben. Aber ganz ehrlich: das würde mich ja tierisch nerven. Sorry, aber nichts ist lästiger als lauter fremde geiernde, distanzlose Hunde... nee, also da wäre mir wohl schon die Hutschnur geplatzt :D
    ich würd alleine gehen und KEIN schlechtes Gewissen haben!

    also mir wäre das echt zu blöd und ich würde diese Gruppe wohl meiden.
    sowas braucht kein Mensch.
    ich lass mir doch von fremden Leuten meine Hunde nicht versauen.
    und da ich auf solche Gruppengassigänge nicht angewiesen bin (ich hab genug Leute mit Hunden im Bekanntenkreis, die eben nicht so nen Sch*** verzapfen (ich meine die Menschen)), mache ich eh generell um so Gassigruppen bei mir im Dorf nen großen Bogen. :smile: EDIT: Und ja, in dieser Gruppe laufen auch unsere Nachbarn mit. Aber: wenn ich die einzeln treffe, ist das auch bestens, da gehen wir dann gerne ein Stück mit. Aber in diesen großen Gruppen ist mir das eh zu anstrengend, da werden dann ständig Bälle geworfen und solche Scherze, das muss ich nicht haben. Es ist aber auch keiner beleidigt, wenn ich mit denen nicht mitgehe.

    die Leute, mit denen ich mich gezielt zum Gassigehen verabrede, wissen, welche "Baustellen" ich mit meinen Hunden habe und respektieren das. Wenn ich da sage: bitte dem hüpfenden Schwarzteil keinen Käse zur Belohnung fürs Anspringen geben, dann fruchtet das auch und ich kann mir sicher sein, dass die garantiert nix bekommt. Ich finde, sowas gehört sich irgendwo auch.

    für Bela war die "Winterpause" mal wieder richtig gut. Ich habe mit ihm in den letzten Monaten eigentlich nur Handtarget gemacht. Jetzt ist die Fußarbeit richtig schön. Und das Laufen zu einem Target (Leine zB, was besseres hatte ich neulich nicht dabei :ops: ) funktioniert auch immer noch wunderbar, sogar viel besser als noch vor Monaten. Er ist richtig schön motiviert jetzt (wieder). ich überlege direkt, ob ich diesen Herbst mit ihm noch mal eine OB2 wagen soll :rollsmilie3:

    klar, viel zu tun gibt's, aber das wär auch doof wenns nicht so wäre, oder? ;-)
    ich müsste mal wieder den Metallapport und die GI machen. Haben wir sicher über ein halbes Jahr nicht gemacht. Aber komischerweise sind die langen "Kreativ"-Pausen für Bela immer richtig fördernd. Mal sehen, obs uns tatsächlich noch mal auf eine Prüfung verschlägt. Ich wollte ja eig. nicht mehr. Aber irgendwie kommt man ja doch nicht davon los... :roll: