warum so viel und kontrovers über den Aussie diskutiert wird... schätze, das liegt daran, dass es eine kontroverse Rasse IST
Sie bringen so viele verschiedene Eigenschaften mit und wenn jemand über den vermeintlich typischen Aussie schreibt, dann hat er ja sein eigenes Bild im Kopf, und das unterscheidet sich meistens von dem, was andere im Kopf haben, einfach weil JEDER Aussies kennt, aber halt jeder Aussie irgendwie anders drauf ist. Ich hab auch schon oft von Leuten, die keinen Aussie haben, aber diese Hunde (am HuPl zB) erleben, gehört, dass es bei keiner Rasse so große Unterschiede im Auftreten, im Wesen, in der Erscheinung und auch im Anspruch (sprich Führbarkeit) gibt. Es scheint also tatsächlich viel Diskussionsstoff da zu sein, es kann nicht nur daran liegen, dass Aussieleute gerne ihre Rasse auseinanderdiskutieren oder sich für was besseres halten oder so (wie einem ja gerne unterstellt wird). Ich kenne so viele Aussies mittlerweile, und ich sehe so viele Unterschiede. Wobei die Unterschiede gar nciht soooo groß sind, aber der Aussie ist so feinfühlig, dass es tatsächlich so zu sein scheint, dass er immer wieder anders erscheint, jenachdem wer ihn wo hält usw.
Um mal auf den Punkt zu bringen, was ich meine: Der Aussie ansich bringt meiner Ansicht nach eine Vielzahl an Eigenschaften mit (bedingt durch den Standard und durch den Zweck der Rasse (überlegt mal, wieviele Aufgaben ein solcher Hund in sich vereinen musste, da brauchts eigentlich 3 oder 4 Hunde für)), die ihn sehr schnell zum "Problemhund" machen KÖNNEN, aber niemals müssen. Es kommt immer auf mehrere Dinge an, ob der Hund zum schwierigen Fall wird oder nicht: 1. passen Hund und Halter zusammen, 2. wo lebt der Hund, 3. wird auf sein Wesen eingegangen, darf er der Hund sein, der er ist, oder wird er in ein Leben hineingepresst, gedeckelt und MUSS wider seine Natur funktionieren und 4. (das ist der wichtigste Punkt für mich) welche Erwartungen habe ich überhaupt an den Hund??
Ich bin überhaupt nicht der Meinung, dass der Standard nicht mehr in unsere Gesellschaft passt, aber mein Gefühl ist, dass viele Menschen das falsche vom Hund (Aussie) erwarten und es deshalb diese ganzen Probleme gibt (ich bin ja anfangs auch völlig falsch an die Sache rangegangen, weil ich das falsche vom Hund erwartet habe!).
@ Nathy, das mit dem Treffen sollten wir unbedingt ins Auge fassen!!
Dachau ist nicht so weit weg von mir (und Gammur, die muss dann natürlich auch mit!
), ich würde dich nämlich auch zu gerne mal kennen lernen. Seminare haben wir bisher noch keine geplant, schätze, das wird dieses Jahr schwierig, aber nächstes Jahr wollen wir das auf jeden Fall in Angriff nehmen!
Das mit Umzug war damals so, dass wir eh nicht in der Wohnung bleiben wollten (langfristig), aber dass wir da so schnell rausgezogen sind, lag daran, dass es mit Bela dort immer schwieriger wurde. Wir hätten uns auch eine Wohnung in der Stadt suchen können, aber das wäre für mich zu dem Zeitpunkt nicht mehr denkbar gewesen. Es gab nur die Option: raus aus diesem Krampf. Es war ein Glücksfall, dass wir dann gleich was etwas Außerhalb gefunden haben und als wir dann dort hingezogen waren, änderte sich Belas Stresspegel schlagartig, und damit meiner auch. Den längeren Arbeitsweg habe ich gerne in Kauf genommen, denn ich konnte endlich wieder durchatmen und entspannt meine Runden drehen. Letztendlich hat der Umzug ja auch mir und meinem Freund nur gut getan, und daher wäre es ein bisschen übertrieben zu sagen, wir wären allein nur wegen des Hundes umgezogen. Es hat uns allen genützt und das Leben ist wirklich viel besser geworden. Ich würde das immer wieder so machen, auch wenn ich mir das früher nie so hätte vorstellen können. Mir war aber einfach wichtiger, dass ich mit meinem Hund ein entspanntes Leben führen kann, als dass ich die Lieblingskneipe oder den Bäcker, die U-Bahn usw. um die Ecke habe (darauf habe ich immer bestanden, bin da etwas verwöhnt, so als Stadtkind…).