das Thema finde ich interessant und hab da auch schon so meine Erfahrungen gemacht...
zum einen: mein Freund arbeitet selbständig als IT-Berater und da weiß ich, wie es mit Stundensätzen und was am Ende über bleibt aussieht... Daher finde ich Preise von 50-60 € pro Einzelstunde nicht zu hoch!
Aber, und das ist der springende Punkt: ich weiß als Kunde vorher nie, ob sich diese "Investition" lohnt, denn Hundetraining ist so eine schwammige Angelegenheit und ob mir als Klient wirklich geholfen wird, hängt NICHT NUR allein vom Trainer ab! Komme ich mit seiner Methode zurecht? Hat er ein Händchen für meinen Hund (im übertragenen, nicht im wahrten Sinne ;-))? Komme ich menschlich mit dem Trainer zurecht? Halte ICH seine Ansätze für plausibel und kann die Ratschläge praktisch in die Tat umsetzen?
Es ist doch so: geht mein PC nicht und ich rufe den IT-Menschen an, dann kommt der im besten Fall vorbei und richtet mir das Ding, Sache erledigt, Erfolg: vorhanden. Das geht beim Hundetraining nicht. Und das ist es, was einen als Klienten evtl. davor scheut, so viel Geld hinzulegen. Und wenn ein Trainer nichts taugt (mal blöd ausgedrückt und mal außer Acht gelassen, dass Hundetraining auch dem Hundebesitzer Einsatz abverlangt), dann nützt mir auch eine plausible Kalkulation nichts.
Mit meinem ersten Aussie hatte ich eine ganze Palette an Problemchen, habe daran etwas ändern wollen und zig Trainer und Hundeschulen ausprobiert. Viele haben mir schlichtweg nichts gebracht, da wars verbranntes Geld. Wenn man mir erzählt, dein Hund hat keine Bindung zu dir, mache ne Schleppleine dran, dann hilft mir das nichts, denn das weiß ich schon.....
Das, was mir am meisten gebracht hat, war eine Anamnese bei einer Trainerin, die sich bei mir zu Hause 1,5 h aufs Sofa gesetzt hat, um sich mit MIR über mein Verhältnis zu meinem Hund zu unterhalten. Kostenpunkt: 100,- €. Dann hatte ich noch ein paar wenige Einzelstunden (ich glaube, 2 oder 3) und habe da insgesamt sowas um die 250,- € gezahlt, und zwar gerne, denn mir wurde hier geholfen! Was daran lag, dass die Trainerin sich auf mich eingelassen hat, sie hat da, das kann man sagen, ein bisschen psychologische Hilfe geleistet, was ungeheuer wertvoll war und daher hab ich den Preis dafür überhaupt nicht hinterfragt. Gute Arbeit kostet eben entsprechend.