Beiträge von Amanhe

    Mir geht es wie Dir, bloß das es in meinem Fall meine Langhaarchihuahua-Hündin war, die angeleint auf dem Weg neben mir saß und der andere Hund eine Listi-Mix-Hündin, die auf der Hundewiese frei lief. Sie war schön mit Bällchenjagen hochgepusht und wohl so dermassen im Jagdmodus, daß meine Amy anscheinend für sie nur noch wie Beute aussah. Jedenfalls flog das Bällchen in unsere Richtung, die große Hündin hinterher, in drei Sätzen zu uns, riss Amy hoch und schüttelte sie wie ein Kaninchen. Amys "Glück" war, daß die andere Hündin sie nicht richtig erwischt hatte, sie hatte sie komplett um den Brustkorb gepackt. So kam Amy "nur" mit schweren Zerrungen, Prellungen, einem Loch im Nacken und einer Gehirnerschütterung davon.
    (Die andere Hündin hat übrigens losgelassen, weil ich ihr in meiner Panik wirklich brutal auf den Kopf geschlagen und sie angebrüllt habe).
    Amy war zu diesem Zeitpunkt 9 Monate alt.

    Tja, was soll ich sagen, ich war dann schlußendlich auf der Hundewiese bei den Großhundbesitzern die Böse, weil ich gegen den aaaaaaarmen Listenhund gewettert habe und Herrchen auch noch Amys Behandlungskosten übernehmen musste.

    An den Folgen dieses Vorfalls knabbern wir heute, 6 Jahre später immer noch. Trotz intensivem Training in der Hundeschule, vielen kontrollierten Begegnungen mit größeren Hunden hat Amy immer noch immensen Stress, wenn ein Hund übermässig schnell auf sie zurast. Wird sie dann lautstark, heisst es immer: "Jaja, diese kleinen Kläffer, immer eine große Klappe!"

    Ich kann also wirklich gut nachvollziehen, wie Du Dich fühlst!
    LG von julie

    Ich habe das "Glück" aufgrund meiner Autimmunerkrankung nicht in Vollzeit tätig zu sein, kann also nur von den Erfahrungen anderer reden. Meine Freundin hat eine feste Gassigängerin, die mit ihren Hunden mittags eine lange Runde rausgeht, diese gehört definitv zu den vertrauten Menschen "dem Rudel" (ich hatte das extra in Anführungszeichen gesetzt) der Hunde. Die Hunde sind auch öfter über Nacht dort.
    Wenn der TE Zeit für eine vernünftige Mittagsrunde hat, ist es doch ideal.
    Ich bin nur dagegen, Hunde an 5 Tagen in der Woche 8-10 Stunden allein zu lassen.

    Das ein Leben im Tierheim absolut nicht mit den Gegebenheiten einer idealen Hundehaltung zusammenpasst, ist wohl keiner Disskussion wert. Das ist keinesfalls ideal und auch ein äusserst missglückter Vergleich.
    Auch sollen Vollzeit-Berufstätige ihre Hunde nicht dorthin geben, das habe ich nirgendwo geschrieben. Aber ein fester Gassigänger ist dann meiner Meinung nach unabdingbar.

    Ich habe mir den langjährigen Wunsch nach einem Hund übrigens tatsächlich erst erfüllt, als es die Möglichkeit dazu gab. Alles andere hätte ich unfair dem Tier gegenüber gefunden.
    LG von Julie