Ich habe schon einige Tiere gehen lassen, manche konnte ich bis ins hohe Alter begleiten und manche gingen früh.
Es schmerzt, ist von Trauer und Verzweiflung geprägt, aber es geht immer weiter. Die Welt dreht sich und man überlebt. Was bleibt sind die Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebnisse mit dem Tier. Und bei mir sind das Monate später vor allem die lustigen.
Ich denke mit Freude und Spaß an das tolle Leben meiner Tiere zurück, nicht an die schlimmen, traurigen Momente.
Ich denke an den Diebstahl des noch halbtiefgefrorrenen Mittagessens, ich denke an das kreise schwimmen im Teich und nicht herauskommen, bis ich da rein bin und den Hund aus dem Wasser geholt habe, ich denke an meine erste BH Prüfung als Kind, wo ich geradeaus ging und der Hund, wie vorgeschrieben einen rechten Winkel machte und ich mich lachend beeilen musste, wieder an seine Seite zu kommen, ich erinnere mich, wie das Kaninchen die nachbarskatze verprügelt hat und wie eines der Kaninchen ins Beet eingebrochen ist und sich genüsslich durch den Kohl gefuttert hat.
Das sind die Erinnerungen die mir bleiben, an die Tiere die mich ein Stück in diesem Leben begleiten. Und ich will keine Erinnerung missen. Jeder Abschied, jeder Anfang ist anders, jedes Tier bringt sein eigenes Wesen mit.
Der Abschied ist schwer, aber die Trauer und die Tränen weichen der dankbaren Erinnerung und den lustigen Erlebnissen.
Und ich weiß, dass alles seine Zeit hat, die Zeit sich zu freuen und die Zeit der Trauer.
Musik hilft mir auch immer. Traurige und lustige.
Und immer ziehen hier wieder neue Tiere ein. Jedes ist anders, jedes bringt wieder lachen und Tränen ins Haus und eben leben.
Und keines dieser Tiere ist vergessen, wie sang Trude Herr "niemals geht man so ganz" und das stimmt. Die Erinnerungen bleiben lebendig.
Lg