Hmm, ich habe und lebe mit so einem Hund zusammen. Wir passen eigentlich nicht zusammen, ich liebe ihn allerdings trotzdem und fühle mich verpflichtet ihm gegenüber. Er nervt mich teilweise mehr, als jeder andere Bewohner dieses Hauses. Er ist anstrengend, immer selbst jetzt im Alter. Wenn er geht, werde ich trauern und ich werde erleichtert sein.
Die Überlegung ihn abzugeben stand im Raum, aber er war auch nie so ganz einfach und ich wollte nicht, dass irgendwas blödes passiert.
Nach vielen ich nenn es mal Zusammenstößen zwischen uns, haben wir beide eine Art Friedensvertrag ausgehandelt.
Eines ist klar, ein Typ wie er, kommt mir nicht mehr ins Haus. Trotzdem wird er unwiederbringlich seine fetten Pfotenabdrücke hier hinterlassen. Und bereut, dass er geblieben ist, habe ich immer nur situativ. Wie gesagt, er drückt bei mir Nerv und ausrastpunkte, die ich nie für möglich gehalten hätte. Aber auch wenn ich ihn streckenweise schwer zum aushalten finde und fand, liebe ich ihn sehr. Er ist mein Hund, er hat mir so wahnsinnig viel beigebracht und er hat mir gezeigt, was ich bitte nicht mehr bei einem Hund haben möchte.
Ich denke, dass Emotionen und Gefühle nicht etwas einschichtiges sind, sondern komplex und vielschichtig.
Ich liebe ihn sehr, aber wäre damals jemand passendes für ihn da gewesen, hätte ich ihn abgegeben.
Lg