Beiträge von Gammur

    Ja, genau, das lernen meine Hunde praktisch Jahre bevor auch nur der Gedanke an die Kralle war.
    Einem Druck weichen, ist hier praktisch das Welpen einmal eins. Ich brauche das beim hüten, bei der uo, bei der leinenführigkeit, beim täglichen leben. Beim agi, beim rally Obi usw.

    Und das baue ich super nett und positiv auf. Und auf jeden Fall ohne Schmerz. Mein Hund ist schmerzen gegenüber nämlich sehr unempfindlich und dann kommt man mit ihm in eine hässliche Spirale.
    Und das will ich ja nun gar nicht.

    Lg

    Meine Hunde lernen alle einem Druck (mental, körperlich)zu weichen, ob Kralle oder nicht. Gehört hier zur absoluten basisübung.
    Somit hat mein Hund einen etwas veränderten Druck/Impuls gespürt und ist wie er es gelernt hat, gewichen und zwar wie geübt nach hinten (teilweise auch manchmalzur Seite) und das war es auch schon.

    Und nein, ohne schmerzreiz. So eingesetzt tut das nicht weh, wie gesagt, selber schon an meinem Hals getestet.

    Und nein, an einen jungen, nicht gut ausgebildeten Hund gehört das nicht. Der würde auf einen so leichten Impuls bzw. Druck ja gar nicht richtig reagieren können.

    Grundbaustein ist hier ganz klar, weiche dem Druck, dem Impulse überlegt aus. Das wird ordentlich trainiert ohne Schmerzen, Angst und Panik.

    Lg

    Hier wurde geschrieben, dass mit 2-3 Fingern kurz in den Stachler gegriffen wird. 2-3 Finger sind 5-7 cm, um die das Halsband verkürzt wird. Das war meine Rechnung.

    Die Motivation eines Hundehalters oder Hundesportlers, ein Stachelhalsband zu nutzen, habe zumindest ich hier nicht öffentlich gewertet und daraus folglich auch keine sachliche oder persönliche Abwertung abgeleitet. Die kam, sorry, aber nun mehrfach durch Dich, indem Du einigen unterstellst, unwissend zu sein und keine Ahnung zu haben. Ist Dein gutes Recht, juckt mich an dieser Stelle aber auch nicht, denn mir geht es eben nicht um die von Dir angesprochene Motivation, sondern um die Auswirkung.
    Um es bewusst zu überspitzen: Wenn ich Dir eine knalle, tut Dir die Wange weh. Ob meine Motivation war, eine Mücke zu vertreiben, die gerade auf Deiner Wange saß, oder meiner Wut freien Lauf zu lassen, hat keinen Einfluss auf Dein Schmerzempfinden. Über die Motivation zu diskutieren ändert also mMn nichts an der Auswirkung und deshalb mag ich diesen Teil auch gar nicht werten.

    Darüber, ob dieses Beispiel nun passend ist und ob ein Hund wirklich Schmerz empfindet, wenn er ein Stachelhalsband trägt, lässt sich trefflich streiten, weil hier kein einziger Hund seine Erfahrungen beisteuern kann. Zu einem Ergebnis werden wir in diesem Punkt also kaum kommen. Allerdings reicht mir persönlich auch schon die Vorstellung, dass etwas unangenehm oder schmerzhaft sein könnte, um eine bestimmte Handlung nicht an einem Lebewesen auszuführen. Mitgefühl eben. Und zu dem Schluss ist ja ganz offensichtlich auch der Gesetzgeber in der Schweiz und Österreich gekommen.

    ich muss hierzu kurz was sagen, nein natürlich habe ich nicht mit der Hand in die Kralle gefasst, sondern bei der Hand, in der die Leine war, zwei Finger kurz geschlossen. Ich hätte doch meine Körperhaltung geändert, wenn ich in die Kralle gegriffen hätte.
    Und die Leine hängt bei uo natürlich durch, somit hat mein Hund das kurze (3-5 Sekunden) zumachen der Finger sofort punktgenau gespürt. Aber er hatte keine Schmerzen, eher war es wohl ein "Ups, was ist denn das?"

    5-7 cm unfassbar, ich habe meinen Hund doch nicht aufgespießt. Mir war schon klar, dass die jenigen, die selber nicht mit Impulsen an Feinheiten mit ihren Hunden arbeiten, dass evtl falsch verstehen. Und wie gesagt, mir wurde schon als Kind am eigenen Körper gezeigt, wie eine Kralle als impulsmittel genutzt werden kann.

    Das ca.95% wenn nicht mehr einen stachler falsch und unsachgemäß verwenden, da bin ich ganz dabei.

    Lg

    Ich überlege gerade wie ich erklären soll, warum mein Hund (3-5 mal für wenige kurze Sequenzen) eine Kralle umhatte.
    Es ist eine Kombi aus verschiedenen Faktoren gewesen.
    Es ging bei ihm um eine Verschiebung nach hinten beim fusslaufen um Ca. 2-3cm und das auch nicht beim Beginn der Fußarbeit, sondern eher nach ca.15 Metern. Er arbeitete sich somit immer etwas weiter nach vorne. Ich bin ewig nicht mehr als 10 Meter Fuß gegangen, um ihn noch in der richtigen Position loben zu können, allerdings war das mit dem loben auch ein Problem. Der Hund war so engagiert dabei, dass er bei Lob völlig durchgeknallt ist und man somit sehr dosiert üben, loben und arbeiten musste.
    Nach ca. 2 Jahren war er in absolut kleinschrittiger Arbeit wirklich schön unterwegs, nur das Problem des sich vor Arbeitens blieb. Er war so engagiert und selber so motiviert und ich stand immer auf der Bremse, das frustrierte den Hund ungemein.

    Die Einwirkung die er mit der Kralle bekam, war ein eindrehen von zwei Fingern an genau der Stelle wo das vorarbeiten, also der Fehler lag. Mehr brauchte es nicht und ich musste meine Körperhaltung nicht ändern. Und ja, so wie ich die Kralle benutzte, würde ich sie an mir selber auch wirken lassen. Bzw. habe ich es selber vorher an mir ausprobiert. Nach den paar malen mit Kralle, reichte übrigens ein eindrehen von zwei Fingern an der Kette und das vorarbeiten blieb weg. Und die Kralle kam wieder in den Schrank und da liegt sie immer noch.

    Ich denke es kommt wie bei Kandare, Sporen und Gerte beim reiten, eben genauso bei der Kralle, retrieverleinen und z.b. auch dem halti darauf an wie ich es verwende.

    Ich denke das Bild dass hier viele im Kopf haben ist Herr t von gegenüber, der seinen Hund zum gassi einen stachler umlegt, daran die flexi und dann sagt "ich kann den sonst nicht halten!"

    Ich sehe allerdings auch deutlich mehr stachler auf gassirunden, in unsachgemäßer Handhabung, als bei gut arbeitenden hundesportlern.

    Ich glaube viele die den hundesport ablehnen, vergessen wie viel Willen und nennen wir es Motivation der Hund dafür mitbringt. Mein rüde z.b. liebt und lebt für UO. Er lässt seinen vollen Napf stehen, freiwillig nur um "Fuß" machen zu dürfen. War ein Test meinerseits.
    Er ist jetzt fast 10 Jahre alt und seine Begeisterung, die ich natürlich gefördert habe, ist ungebrochen.

    Meine beiden Hündinnen finden uo ok, aber mehr auch nicht. Mein rüde war von Anfang an, mit viel mehr Motivation dabei. Bei meinen Hündinnen würde ich die Kralle auch niemals nutzen, dafür sind sie nicht weit genug ausgebildet in der uo Richtung. (Augenmerk lag bei beiden mehr auf dem hüten).

    Hoffe ich konnte es ein bisschen erklären, ohne gleich als tierquäler zu gelten.

    Ohne den Willen, die Motivation und die bereitschaft sich voll reinzuhängen vom Hund aus, käme man egal wie Ehrgeizig man ist nie vorwärts.
    Die, die ganz oben laufen sind Ehrgeizig, können super ausbilden und haben Hunde die ihnen in Willen, können und Motivation in nichts nachstehen. (Und sie haben die drei Ts (trieb, Talent und trainierbarkeit) ).

    Lg

    Mein aussietriebmonster ist zum Feintuning in der uo mit Kralle ausgebildet worden.
    Er verbindet das Teil absolut nicht mit schmerzen und läuft ohne und mit dir freudigste uo die man sich vorstellen kann.
    Wenn jemand den bei seiner Leidenschaft uo sieht, kommt keiner darauf, dass der eine zeitlang mit Kralle lief.

    Zum normalen gassi kommt sowas nicht an meinen Hund und an einer flexi erst recht nicht.
    Ich habe die Kralle benutzt wie ein guter Reiter die Kandare bei einem gut ausgebildeten Pferd benutzt, um minimaleinwirkungen geben zu können.

    Glaube das letzte mal hatte ich die Kralle vor 6-7 Jahren an meinem Rüden, seitdem nicht mehr.

    lg

    Hudson, rüde (fast 10 Jahre alt) intakt, soll so bleiben (außer medizinisch notwendig, dann kastra)
    June, Hündin (5 Jahre) intakt, soll so bleiben
    Ree, Hündin ( 3 1/2 Jahre) intakt, soll so bleiben
    Sheela, Hündin (4 1/2 Jahre) kastriert aus dem tierschutz, früh kastriert mit 5 Monaten, ist hier ganz hinten im Gefüge
    Nevis, Rüde (17 Wochen ) intakt, soll so bleiben

    Lg

    Meine Freunde arbeiten auch alle. Und natürlich kann ich mir vorstellen, dass andere anders leben. Trotzdem darf es mir doch schwerfallen mich mit dem Gedanken zu beschäftigen eine kastration auch (nicht nur) mit fremdbetreuung zu begründen.

    ich muss mich nur nicht in jede Lebenssituation die es so geben kann hineinversetzen können. So wie z.b. niemand verstehen muss, dass ich meinen Welpen bereits 5 Stunden alleine lasse, oder das meine Hunde auch mal 7-8 Stunden alleine sind. Das können sich andere dann nicht vorstellen für ihre Hunde und sich. Oder das mein Welpe nachts in der geschlossenen Box gepennt hat usw.
    Man muss sich nicht immer in jeden anderen reinfersetzen können. Für mich ist dieser Argumentationspunkt für eine kastra eben neu und ziemlich unbegreiflich, also äußere ich das auch.

    Lg

    Ich bin ehrlich ziemlich geschockt, dass es Hundebesitzer gibt, die ihr Tier so hinoperieren lassen, damit es für andere Menschen passt. Ich finde das befremdlich und frage mich wie das eine Indikation zur kastration beim Tierarzt sein kann.

    Aber jedem das seine. Und eine Pension für anderer leuts unerzogene und verwöhnte köter werde ich im Leben nicht aufmachen. Das ist ein Stress den ich mir nicht antue. Hier ist das ein Freundschaftsdienst und da weiß ich auch, dass die gasthunde ordentlich erzogen und mit meinen Hunden verträglich sind. Und dazu die Besitzer Freunde von mir und ihre Einstellung den Hunden gegenüber sehr ähnlich sind.

    Tut mir ja wirklich leid für einige Hunde, dass sie aufgrund der Lebensplanung der Besitzer, so hinoperiert werden, dass andere Menschen zufrieden sind.
    Für mich ein grusliger Gedanke.
    Aber huta oder Pension käme für meine Hunde eh nicht in frage, die sind fremden Menschen und Hunden gegenüber zu schwierig und zu arschig und das lässt sich nicht einfach wegoperieren.

    Lg

    Vielleicht ist es dir ja trotzdem möglich, dich in HH einzufühlen, die nicht jede Menge befreundete HH haben, die willens sind, die Hunde aufzunehmen? Die bei Petsittern und Pensionen suchen müssen? Da wird die Auswahl ganz massiv eingeschränkt mit intakten Hunden. Petsitter gehen fast nie, Pensionen auch erstaunlich selten.

    Klar kann ich das. Soweit ich weiß nimmt die huta hier unkastrierte Hunde und die Pension die ich kenne auch. (Meine Hunde würde ich dort aus verschiedenen Gründen trotzdem niemals hingeben).

    Finde ich wirklich kein gelungenes Argument, kastration wegen fremdbetreuung.
    Wäre ähnlich, wenn eine betreuende Pension sagt, aufgrund der Lautstärke beim bellen, nehmen wir nur Hunde deren Stimmbänder durchtrennt sind. Würden wirklich Menschen die Stimmbänder ihrer Hunde durchtrennen lassen, nur damit man einen Hund halten kann, weil man auf Betreuung angewiesen ist?
    Etwas überspitzt formuliert, aber finde ich krass.

    Lg