Beiträge von Gammur

    Ehrlich, vor jedem Kauf einer Waschmaschine beschäftigt man sich, vergleicht Hersteller, Modelle, Service, Preise, Erfahrungen usw.

    Beim hundekauf allerdings, einem Lebewesen, was einem emotional näher als die Waschmaschine sein sollte, ist einem jegliches informieren, tiefer in die Materie eintauchen, vergleichen und nachforschen zu viel?

    Ich begreife das nicht, warum? Ich würde z.b. aus dem tierschutz keinen Hund ohne ankaufsuntersuchung mehr übernehmen und ohne den Tierschutzverein durchleuchtet zu haben. Man muss einfach vergleichen, Abwegen, überlegen, etwas in die Tiefe gehen, bevor man sich ein Lebewesen kauft.

    Die Zuchtvereine unter dem VDH stellen Mindestanforderungen für die Zucht auf, die überprüft werden können und werden. Da jetzt noch den richtigen Züchter, mit dem passenden Wurf zu finden, ist dann die Aufgabe des Käufers. Und gerade mit Hilfe des Internets eine gut überschaubare Aufgabe. Wenn einem selbst dieses informieren zu viel ist, dann sollte man sich evtl. überlegen, ob man sich überhaupt ein Haustier anschaffen sollte. Denn wer so wenig Aufwand ins aussuchen des passenden Tieres legt, der wird sich auch mit den Bedürfnissen des Tieres nicht viel auseinander gesetzt haben.

    Warum ist die Anschaffung einer Waschmaschine soviel durchdachter, als die Anschaffung eines Lebewesens?

    Lg

    Ich habe hier ja auch so ein Dogsharing Model. Allerdings sind die Türen offen und die Hunde pendeln über den Hof und das Grundstück hin und her. Wie sie wollen. Eifersucht spielt hier absolut keine Rolle. Gefüttert, gestreichelt, geliebt werden die Hunde in beiden Haushalten. Gassi gehe nur ich mit ihnen. Arbeiten tue nur ich mit ihnen. Ich bin schlicht dankbar, dass meine Hunde, von jemandem anderen so geliebt, gemocht und verstanden werden.

    Ständig, also täglich die Hunde baden, kommt mir seltsam vor. Wir hatten auch einen westi, der wurde wenn es hoch kam 2 mal im Jahr gebadet. Ansonsten im Sommer in den Fluss zum schwimmen gelassen und evtl. mit dem Handtuch wurde kurz über Pfoten und Bauch gewischt. um den Popo rum, hatten wir das Fell sehr kurz gehalten, da konnte nichts hängen bleiben.

    Hygienisch rein usw. ist mit Hunden nicht möglich und auch nicht nötig. Wenn das dein Anspruch ist, hast du dir mit einem Haustier keinen Gefallen getan.

    Wenn dein Hund lieber beim Nachbarn und seinem Hund bleibt, als bei dir, dann stimmt definitiv da irgendwas nicht. Vielleicht wäre es für deinen Hund schöner, wenn er beim Nachbarn bleiben könnte und du holst hin und wieder beide Hunde zum gassi und spielen ab? Dann hättest du das hygienische Problem gelöst und dein Hund wäre ebenfalls glücklich. Wenn das für den Nachbarn ok wäre natürlich. Du müsstest die Hunde ja dann nicht mehr in deine Wohnung lassen, könntest draußen mit den Hunden Spaß haben und deinem Hund bliebe das tägliche mehrmals baden erspart.

    Lg

    Ich fasse grundsätzlich keine fremden Hunde an. Auch bekannte Hunde erst, wenn ich sie besser kenne. Und manche Hunde fasse ich nie an. Ich habe absolut kein Bedürfnis danach, mir fremde, wenig bekannte Hunde anzugrabschen.

    Auch im Hundeverein, selbst bei den Welpen und jungen Hunden, ich habe kein Bedürfnis die anzufassen und möchte den Hunden auch gar nicht erst beibringen, dass sie mit fremden Menschen in Kontakt treten müssen.

    Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass fremde Hunde, Kontakt mit fremden Menschen nicht unbedingt super finden und dies das ein oder andere Konfliktpotential auslöst. Und das möchte ich nicht. Ich finde es eher traurig wie fiddle about und flight oft falsch verstanden werden.

    Einfach die eigenen Hände bei sich behalten, müsste doch hinzubekommen sein. Und zudem bringt man Hunden unbewusst auch noch bei fremde Menschen nicht zu belästigen.

    Lg

    Hudson ist im Moment super. Ich führe ihn allerdings auch mega eng und er wird älter. Autist ist er definitiv nicht. Er ist öfter mal drüber und möchte sich dann auch aufregen. Ich gehe allerdings nicht mehr drauf ein. Sonst spulen wir uns nur hoch.

    Neulich hatte ich ihn mit in der Junghundestunde auf dem Bauernhof.

    Hudson hat rumgehibbelt, ich hab mich nicht auf sein Getue an der Leine eingelassen und als es mir dann zu blöd war, ihn kommentarlos ins Auto gestopft und einfach june mitgenommen. Gott, fand Hudson das doof. Nach der Hälfte der Stunde wieder getauscht, Hudson mitgenommen und was war, völlige Ruhe. Er lief mit, hatte seine Freude, von gehibbel keine Spur mehr.

    Ich versuche mich von seinem Getue halt nicht mehr triggern zu lassen, was mir nicht immer leicht fällt. Hudson schafft es mich mit Kleinigkeiten auf die Palme zu bringen.

    Und ich versuche ihn wieder mehr mitzunehmen. Meine Strategie die letzten 1 1/2 Jahre war halt, ich will mich nicht über ihn ärgern, habe keinen Bock auf sein gehibbel, darum nehme ich ihn erst gar nicht mit, oder lasse ihn im Auto. Führte dazu, dass ich die anderen drei oft mithatte und Hudson alleine zu Hause saß und ich praktisch nichts mehr mit ihm gemacht habe, außer gassi gehen.

    Meine agi Trainerin hat dann ein ernstes Wort mit mir gesprochen, wie unfair das ihm gegenüber ist, dass ich ihn halt komplett abschiebe und keine Zeit mehr mit ihm verbringe und seitdem ändere ich das wieder. Er darf genauso mit wie die anderen. Ich lasse ihn auch raus und dabei sein usw.

    Es ist halt sehr eingefahren nach 12 Jahren zwischen uns und man muss es nicht beschönigen, wir sind wie Feuer und Wasser. Passen nicht wirklich zusammen. Er ist hier ganz klar der Hund, der auch mit 12 Jahren, immer noch die meiste Kraft kostet.

    Und was sagte neulich ein Mitglied der Familie leider treffend, "ihr beiden zählt auch irgendwie die Jahre, oder?"

    Kein schöner Gedanke, aber ein ehrlicher. Ich liebe diesen Hund, aber der Typus Hund, kommt mir nie wieder ins Haus!! Ich bin geheilt!

    Lg

    Bei mir ist es nicht unbedingt die Rasse, sondern eher einige Rassen. Hütehunde liegen mir. Ich kann mit denen gut. Ich habe da nun selber 3 unterschiedliche Rassen gerade und kann das mit Sicherheit sagen. Zudem kenne ich noch einige andere Hütehundrassen näher und ja, auch mit denen wäre ich happy.

    Dann die Gebrauchshundeecke. Vor allem der DSH, Mali und Herder. Die kenne ich, mit denen kann ich gut.

    Ich denke in diesen beiden Ecken werde ich mich beim zukünftigen Hundekauf aufhalten. Außer irgendwann als Hofhund einen Leonberger.

    Jagdhunde, Retriever, Terrier, HSH sind nicht meines.

    Lg