Beiträge von Gammur

    Ich berichte mal von den neuen gasthunden in unserem Leben. Und ja, ich habe es wieder geschafft eher etwas kompliziertere gasthunde zu beherbergen.

    Letzte Woche waren für 8 Tage die beiden beaucerons hier. Wurden heute morgen abgeholt. Mittwoch Abend kamen dann noch zwei gasthunde an, bei der die Hündin schon andere Hunde übel geschreddert hat. Ich habe die beaucerons von den beiden anderen gasthunden dann getrennt, für einen Tag und zwei Nächte ging das problemlos dachte ich. Meine Hunde sind zwischen den beiden Gruppen gependelt, denn sie kommen mit beiden gut aus. So jedenfalls mein Plan.

    Beim gassi gestern habe ich sie dann zusammen gesteckt und das lief sehr gut. Habe die schwierige gasthündin mit Maulkorb gesichert und es ging dann ohne Trennung ziemlich gut. Auch im Haus.

    Jetzt sind es nur noch die beiden gasthunde, die beaucerons sind leider wieder weg.

    Meine Hunde sind ja mittlerweile wirklich fremdhunde erprobt. Trotzdem wundert es mich, wie super relaxt, sie auch schwierigere Hunde hier integrieren.

    Der Maulkorb ist mittlerweile schon wieder in der Tasche verschwunden, geht mit meinen Hunden ohne. Im Moment schlafen alle Hunde, denn mit Trennung im Haus, ist immer ein kleiner Stressfaktor. Klar ist mir wieder, dauerhaft trennen, würde ich nicht wollen. Mal für ein paar Tage/Wochen kein Thema, aber für immer, nö danke.

    Lg

    Der Radfahrer war auf einem Radweg unterwegs! Der ausgewiesene Radweg geht an einer Wiese vorbei, die keine ausgewiesene Hundefreilauffläche ist. Der Hund reißt sich von seinem Frauchen los und läuft dem Radfahrer in das Fahrrad. Der Radfahrer stürzt schwer, verletzt sich schwerst am Kopf, stirbt später im Krankenhaus an seinen Verletzungen.

    Ganz klar, hat sich die Tierhaltegefahr hier bewahrheitet. Der Hund lief leinenlos da rum, und als er angeleint werden sollte, riss er sich los.

    Für dies alles kann doch der Fahrradfahrer nichts. Der Fahrradfahrer war wo er zu sein hatte, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Helmpflicht gibt es für Fahrradfahrer nicht, er wäre nicht gestürzt, wenn ihn der Hund nicht vom Fahrrad geholt hätte.

    Welche Mitschuld sollte er bitte haben? Einfach nur, weil er da war?

    Lg

    nein, nicht vor dem wild, von den zahllosen unkontrollierten stadthunden.

    Ich bin gerne, ohne Hunde, in München. Mit ist mir das viel zu stressig, habe ich früher gemacht, verkneife ich mir seit Jahren.

    Mich wundert dieser Vorfall jedenfalls nicht. Mir tut es unfassbar leid für den verstorbenen Radfahrer und seine Familie.

    Und natürlich kenne ich zwei jährige Kinder. Deren lauftempo ist nicht mit einem großen Jagdhund zu vergleichen. Vor allem laufen die über unebene Wiesen noch unsicherer, als jeder Vierbeiner.

    Lg

    Ich kenne nicht wenige die mit ihren Hunden aus München weggezogen sind aufs Land raus und das nicht ohne Grund.

    und ich mag München :)

    ich auch, zum shoppen, zum Theaterbesuch, zum Essen gehen, ins Kino gehen, usw.

    Zum hundegassi nur, wenn es nicht anders geht, unter der Woche, vormittags, bei regen und Kälte.

    München ist eine tolle Großstadt. Würde ich in München leben, hätte ich wenn überhaupt einen kleinhund, oder eher keinen Hund.

    Lg

    Du willst mir erklären, dass ein 2 jährigen Kleinkind genauso schnell laufen kann, wie ein 8 monatiger großer Jagdhund? Nicht dein Ernst!

    Der Hund sollte wohl 15-20 Meter vor dem Radweg angeleint werden und ja, Kleinkinder dürfen selbstverständlich "frei" rumlaufen. Die sind nicht so schnell wie ein Hund, die jagen nicht, deren Schutz sollte unser aller Priorität sein. Spielplätze sind übrigens oft eingezäunt, zur Sicherheit aller. Übrigens haben zweijährige auch nicht die laufausdauer eines Hundes.

    Ich bitte dich. Und wie schon gesagt, Städte sind für Menschen konzipiert, nicht für Hunde.

    Lg

    Ja, aber andere Rassen sind nicht so hibbelig, so schnell, so triebig, so lauffreudig, so jagdtriebig usw.

    Ein 8 Monate alter westi z.b. wäre gar nicht so schnell auf dem Fahrradweg gestanden. Und da mein sehr oft gasthund ein Viszla ist, kenne ich diese Exemplare sehr gut. Und sowohl im englischen Garten, als auch in den isarauen gibt es wild. (Enten, Schwäne, Kaninchen, und weiter weg von München die Isar runter auch Rehe).

    Ich kenne nicht wenige die mit ihren Hunden aus München weggezogen sind aufs Land raus und das nicht ohne Grund.

    Und ich sag auch, wenn hier an einem meiner gassigebiete (im Münchner speckgürtel, aber sehr ländlich) ein Auto mit Münchner Kennzeichen steht und du siehst, dass da ein Hundehalter mit Hund unterwegs ist, mache ich sofort die Biege. Denn das Zusammentreffen erspare ich mir lieber. Ja, ist ein Klischee, das hat sich nur leider zu oft bestätigt. Und fast alle Hundehalter hier, halten es ebenso. "Ach nein, da ist wieder einer aus der Stadt hier unterwegs. Komm lass uns woanders gehen, dass ist immer ein Ärgernis," o Ton einer guten Freundin und Trainerin von mir.

    Lg

    Diese Frau hier, hat sich einen reinrassigen Jäger ins Haus geholt. Und ja, auch ein Tierheim sollte schon darauf achten in welches Umfeld sie welche Hunde vermittelt. HSHs und deren Mixe, große aktive Jagdhunderassen und deren Mixe, Schutz und. Gebrauchshunderassen und deren Mixe, sind evtl. für dass leben in der Großstadt oftmals nicht gut geeignet, oder einfach nicht die richtige Wahl.

    Der Hundehalter muss deshalb Rücksicht nehmen, da er ein unter Umständen nicht zu 100% kontrollierbares, sehr schnelles, starkes Raubtier mitführt. Ein Fahrrad kann nicht selber einfach losfahren, ein Hund kann sich selbstständig in Bewegung setzen und als Lebewesen eigenständig agieren. Das erfordert vom haltenden Hundehalter viel Verantwortungsbewusstsein, viel vorausschauendes handeln und noch mehr Übersicht und Kontrolle. Genau das gleiche gilt übrigens auch für Reiter, die sich mit ihren Pferden draußen bewegen.

    Lg

    Die Stelle dort, ist aber eben keine ausgewiesene Hundefreilauffläche. Bis jetzt gibt es dort an der Isar keine Leinenpflicht. Und Hundehalter, Fahrradfahrer, Fußgänger, Jogger teilen sich dieses Gebiet.

    Tja, wenn es in der Umgebung, in der ich lebe, keine Möglichkeit gibt, einen Jungen Jagdhund sicher und adequat laufen zu lassen und zu trainieren, muss ich mir halt überlegen, ob ich mitten in der Großstadt einen großen, high Energy Jagdhund halten muss.

    München ist wirklich (noch) ein Paradies für Hundehalter (mit verträglichen) und Hunde. Aber umso mehr solcher Vorkommnisse mit Hunden passieren, umso strenger werden die Regeln für Hundehalter und Hunde.

    Meine Eltern sind viel mit e Bikes auch in München unterwegs, auch in den Isarauen und beide schimpfen nach jeder 2-3 Tour, dass ihnen wieder Hunde vors Rad gelaufen sind (auf dem Fahrradweg) oder sie von Hunden kläffend verfolgt wurden. Meist mit dem ruf der Besitzer "der ist noch jung, der tut nix".

    Natürlich zeigen sie soetwas nicht an. Werden einfach schneller und radeln weiter. Störend fällt es ihnen trotzdem auf.

    Es ist schlicht und einfach so, Grosstädte sind für Menschen konzipiert und gedacht, nicht für Hunde. Ja, es ist auch möglich Hunde in Großstädten zu halten, aber dann muss man schlicht und einfach mit erheblichen Einschränkungen für sich und das Tier rechnen und sich überlegen, welche Rasse, welchen Hund man in der Großstadt gut halten kann.

    Und wir sollten froh über immer mehr Fahrradfahrer in der Großstadt sein. Luft bleibt sauberer, Autos werden weniger.

    Lg