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Wieso soll mich als Hundehalter so ein Test bzw. die Vermittlung der Sachkunde was kosten? Das Gesetz schreibt das vor, und der Hundehalter soll wieder blechen? Wenn die sowas wollen, sollen sie es auch organisieren und finanzieren. So ist nämlich auch gewährleistet, daß die Leute den wirklich machen und nicht ignorieren aufgrund der dabei entstehenden Kosten (nicht weils Geld nicht langen würde, sondern weil die meinen werden, sie werden nen Hund ja wohl ohne teure Schulung handhaben können). Was "umsonst" ist, wird doch eher mal "mitgenommen", ist doch immer so....
Aber generell finde ich die Idee mit der Sachkundeprüfung vorher schon toll - ich sag ja eh immer, zur Teilnahme am Straßenverkehr mit dem Auto brauchst nen teuren Führerschein, Kinder kriegen und sich Hunde holen kann jeder.... *gg Für jeden Kühlschrank liest man ne Bedienungsanleitung vor dem Anschließen, aber bei nem Lebewesen wollen alle "intuitiv" wissen, wie man damit umgeht
Aber ich denke, besser als ein stumpfer Test oder so wäre z.B. der Nachweis der Teilnahme an einem Grundkurs/Welpenkurs zur Erziehung mit einer vorgeschriebenen Mindestanzahl von Stunden bei qualifizierten und autorisierten Hundeschulen, in denen ein bestimmter und vordefinierter Umfang von Stoff zu vermitteln sein sollte. Ich zweifle nämlich ganz stark an der Sachkunde eines Ordnungsamts-Mitarbeiters, der irgendwelche standardisierten Tests selbst auswerten soll, ohne am Ende vom Hund mehr zu wissen, als wo vorne und hinten ist..... *gg Da ist die Anerkennung einer BH oder eines Teamtests schon mal ein guter Schritt in die richtige Richtung, ebenso wie die Anerkennung einer absolvierten Ausbildung zum Rettungs-/Blinden-/Therapie-Hund etc.
Vorteil: wenn das nicht ein vom Amt vorgeschriebener Sachkundetest ist, sondern man selbst nen Kurs mit dem Hund macht, kriegt man was für sein Geld, und keiner wird mehr fragen, warum er Geld dafür zahlen soll, wie bei nem Test, den das Amt durchführen würde oder einfach nur anordnet und dafür abkassiert.
Deine Idee finde ich ja gut, allerdings sehe ich nicht, warum Hundehalter (in spe) nichts für den organisatorischen Aufwand zahlen sollten, so die Summe denn angemessen ist. Hundehaltung an sich ist allein meine Sache, also muss ich dafür auch aufkommen. Abgesehen davon würde ich es nicht einsehen, dass das Hobby anderer Leute durch Geld der Allgemeinheit finanziert wird, deswegen wäre ich da auch bereit, einen angemessenen (!!!) Beitrag zu zahlen.Die Registrierung aller Hunde, wie auch die Tests/Sachkundeprüfungen/Neuhundehalterkurse, etc. kosten nun einmal Geld, fängt bei Verwaltung an und geht über die Durchführung hinaus. Alles muss wie gesagt im Rahmen bleiben. Wir z.B. mussten zweimal 170€ für die Ausstellung des Negativzeugnisses blechen, ein Vordruck, gesamte Arbeitszeit meiner Meinung nach 15min (das Gutachten muss ja noch gelesen werden)... das ist nicht verhältnismäßig.
Die Aufrechterhaltung der Rasseliste ist vermutlich tatsächlich einfacher für die Kommunen, man muss sich keine Gedanken, welcher Sachbearbeiter nun die Sachkunde aller Halter überprüft und die Haltung aller Hunde genehmigt, etc. ... mit einer kleineren Gruppe Hunde ist das das einfacher und zudem hat man gleich einen Sündenbock, der allseits anerkannt ist, so tragisch es ist.. Ich persönlich denke, dass die Umstellung tatsächlich zunächst ein erhöhter Aufwand wäre, wie JEDE Umstellung überall, egal ob im Amt, in der Schule, in einer Firma oder in der Uni, überall, und jeder kennt das und immer wird geschimpft und gemosert, aber im Endeffekt klappt es meistens doch.
Bzgl. der Kurse in Hundeschulen: Da sehe ich ein Problem, welche HuSchu darf das machen, welche nicht? Das würde, befürchte ich, ordentlich Ärger geben. Da müsste man entweder superstreng sein oder eben total locker, da ist fraglich, was dann weitergegeben wird. Und du hast Recht, der bei mir zuständige OA-Mitarbeiter hat null Ahnung von Hunden ;)...