Erstmal mein Beileid, ich kenne diese Situation
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ich kann kaum schlafen, kaum essen, heule mir regelmäßig die seele aus dem leib und bin so unendlich traurig, mache mir vorwürfe, ob ich irgendwas hätte tun können und so weiter. mein kopf explodiert, ich kann nicht abschalten, ich hab diesen hund so unendlich lieb, aber die gewissheit, dass sie bald schon nicht mehr bei uns ist, bringt mich um den verstand
So ging es mir letztes Jahr auch, nur das unser Zeitraum sehr viel kürzer war, weil die Diagnose völlig überraschend gestellt wurde und keine OP oder weitere Behandlung mehr zuließ.
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dank der schmerzmittel gehts ihr momentan sehr gut, aber die angst vor dem zeitpunkt, an dem sie schmerzen hat, macht mich wahnsinnig. jede reaktion von ihr lässt mich aufhorchen, zusammenzucken, aufatmen
Du mußt dich erstmal nicht dafür schämen, daß du jetzt schon darüber nachdenkst, deinen Hund frühzeitig einschläfern zu lassen. Der Gedanke ist völlig menschlich. Man will das Leid nicht sehen, nicht ertragen und es am Besten so schnell wie möglich hinter sich bringen.
Aber du wirst dir später vielleicht Schuldgefühle machen, weil ihr hättet noch einen Tag zusammen erleben können. Und glaube mir, später wird dir jeder einzelne Tag fehlen 
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ich würde gerne von euch wissen, ob ihr schon in einer ähnlichen situation gewesen seid? soll ich erst warten bis die kleine schmerzen hat? oder sollen wir sie einschläfern, jetzt wo sie noch eine gute zeit hat? "aufhören, wenn's am schönsten ist", um ein altes sprichwort zu
Ich an deiner Stelle würde meinem Hund das Leben noch so schön und angenehm wie möglich gestalten. Ich würde abwarten bis ihre Lebensqualität wirklich nicht mehr gegeben ist, b is sie also Probleme mit laufen, atmen usw. hat. Manche Hunde zeigen ihrem Menschen, wenn sie nicht mehr können, oder wollen. Sobald der Hund unter Schmerzen leidet, ist (nach meiner Auffassung) der Zeitpunkt gekommen den Hund zu erlösen.
Bei meinem Rüden war genau dieser Tag, der richtige Zeitpunkt - je nachdem wie man es sehen will.
Er konnte die letzten 3 Tage nur noch schwer atmen und am letzten Tag kaum noch liegen, weil die Schwellungen sich derart verlagerten, daß entweder sein Hals ganz geschwollen war, oder der Brustbereich.
Die Diagnose beim TA war heftig und haut mich auch heute noch aus den Socken, weil wir keine Anzeichen für einen derart großen Tumor erkannt haben. Auch mein TA nicht.
Ich hätte meinem Lucky jede OP und jedes Medikament ermöglicht, wenn es ihm genützt hätte. Am Ende war der Tag der Diagnosestellung auch sein Todestag
Ich kann gut verstehen, daß du es hinter dich bringen willst und im Endeffekt kann dich niemand davon abhalten. Wenn es ihr aber jetzt noch gut geht, sie nicht leidet, dann genieße einfach die restlichen Tage mit ihr und achte gut auf sie, damit du Anzeichen früh genug erkennst um sie rechtzeitig erlösen zu können.
Ich drücke dir die Daumen und viel Kraft für die nächste Zeit.