Beiträge von Lakasha

    Ich sehe darin nur keinen Unterschied, weil jeder Hund einem Menschen Schaden zufügen kann. Mir geht es dabei nicht um die "Größe" des Schadens, oder welcher Hund diesen verursacht.
    Es geht nicht immer nur um Beissunfälle, oder welches Tier ich noch abwehren kann.

    Zitat

    Erziehung ist unabhängig vin der größe wichtig - aber ein kleiner unerzogener Hund stellt eben eine wesentlich geringere Gefahr da als ein großer.


    Mit deinem Beispiel hast du schon Recht. Natürlich ist es ein Unterschied, von welchem Hund ich gebissen werde.
    Aber denk doch z.B. mal an einen Radfahrer der ausweicht, weil ein kleiner Hund direkt vor ihm über den Weg rennt. Der weicht aus und prallt ins nächste Auto, an den Baum wohin auch immer.
    Der daraus entstehende Schaden hängt nicht von der Größe des Hundes ab.

    Zitat

    Wenn die selbe Situation mit einem Rottweiler passiert, würde es mir ganz anders werden


    Klar, ist das ein Unterschied nur es gibt auch Menschen die bereits vor einem Yorkie gehörig Respekt haben.

    Zitat

    Aber ich als Halter habe bei jedem Hund die gleiche Verantwortung. Ob hier nun ein JRT, ein Border oder ein Irischer Wolfshund lebt, ist doch egal. Er hat keinen zu belästigen etc., egal wie groß/klein er ist. Alle können beissen, alle können Menschen zum stürtzen bringen und da hilft mir (im Ernstfall) die Größe des Hundes einfach nicht


    Und viele drücken sich einfach vor dieser Verantwortung und schieben die Größe, Harmlosigkeit, Niedlichkeit oder Unerziehbarkeit ihrer Hunde vor, um nur ja keine Verantwortung tragen zu müssen und Hundeerziehung ist in meinen Augen ein Teil von Verantwortung

    Byron
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil !

    Da steht nämlich

    Zitat

    auf den Boden der Tatsachen gebracht in dem sie ihr Ausweichmanöver nicht zu Ende bringen konnte und diesem HH frontal reingelaufen ist


    sie = die Hundehalterin die sich in den Weg stellte

    Meine Hunde sind gut genug erzogen um nicht absichtlich Menschen über den Haufen zu rennen. Aber wie ich ja schon erwähnte, ein gewisses Restrisiko bleibt immer !!!!

    Zitat

    dass es einen Unterschied macht ob ein kleiner Hund oder ein großer nicht erzogen ist


    Ich sehe da keinen Unterschied, sorry

    Zitat

    Aber selbst bei einem super erzogenen Hund besteht doch immer noch ein Restrisiko, dass er mal zieht oder zur Seite springt. Bißchen Standfestigkeit sollte da schon vorhanden sein finde ich.


    Dieses Risiko hat man aber auch bei einem 20kg Hund, wenn dieser unerwartet zur Seite springt, oder anzieht.
    Ich sehe das Problem nicht. Wenn ich auf die Schnauze falle, dann ist es egal ob von 20kg oder von 60kg dazu gezwungen.

    Wer sich einen Hund hält, egal wie gut erzogen, der muß immer mit einem Restrisiko leben.

    Byron
    Diese Personen würden auch einen Westi oder Jacky nicht erziehen und trotzdem frei laufen lassen
    Das hat nichts mit körperlich gerecht werden zu tun, sondern eher mit grundsätzlicher Dummheit

    Im Notfall könnte ich meine Schwester auch nicht tragen, sollte unterwegs ein Unfall passieren! Ich könnte selbst meine Hündin mit ihren 23kg nicht auf schnellstem Wege quer durch die Pampe zurück zum Auto tragen.

    Ich finde es ziemlich vermessen Menschen Hunderassen aufs Auge zu drücken, denen sie körperlich gerecht werden. Es gibt genug Leute die selbst von einem Labrador oder Beagle quer durch die Gegend geschleift werden.
    Wenn sich meine zwei mal unvorbereitet in die Leine hängen, dann sind das knapp 40kg, da komm ich auch ins Straucheln. Muß ich jetzt mit jedem Hund einzeln gehen??
    Größe und Gewicht des Hundes ersetzen generell keine Erziehung und wenn ich mir heute einen Riesen anschaffe, dann wird der genauso gut erzogen und lernt ordentlich an der Leine zu laufen.

    Zitat

    Ich kann 4 Hunde an einer Seite neben mir an durchhängender Leine an einem pöblenden Fremdhund vorbeiführen (das ginge auch ohne Leine, übrigens) - das hat doch nicht das Geringst mit Körperkraft zu tun, wenn schon Kraft, dann doch mehr die "mentale Kraft", mit der ich meine Hunde führe.


    Genau so und nicht anders soll es im Idealfall laufen.

    Zitat

    Und was die Erziehungsfrage angeht, übernehmen sich manche eben doch ganz schön oder sind nicht in der Lage richtig mit ihrem Hund zu kommunizieren und seine Körpersprache zu lesen und wenn erstmal alles verbockt ist, wird es halt nicht gerade vorteilhafter, wenn man ihn nicht mal mehr so halten kann


    Aber das ist wieder ein generelles Problem. Daran ändert die Größe des Hundes nichts. Die Leute hätten vielleicht lieber ihre Vernunft vor das Ego gestellt, oder sich mal ordentlich ins Zeug gelegt und ihren Hund vernünftig erzogen.

    Zitat

    ich denke nur dass einige Menschen die Erziehung doch nicht so ernst nehmen


    Die leinen ihre Hunde aber auch nicht immer an. Aus meiner Gegend kenne ich so ein paar, deren Hunde sind wirklich groß und schwer und hören für keinen Cent. Die laufen meist frei.

    Egal wie man es dreht und wendet, ein unkontrollierter Hund ist u.U. mit oder ohne Leine eine Gefahr. An unübersichtlichen Ecken kanns knallen, ob die Hunde nun angeleint sind oder nicht. Da hilft nur vorausschauend und mitdenkend laufen

    Im Zweifel kann man auch einem kleineren und schmächtigeren Hund nicht gewachsen sein. Ich denke da an viele kleine und flinke Terrier

    Außerdem ist es ein Irrglaube einem 60kg Hund der es wirklich wissen will, körperlich gewachsen zu sein.

    Zitat

    Ihr eine schmächtige Person mit einem sehr kräftigen Hund an der Leine seht


    Ich denke da an meine Oma, knapp 1.55 groß und ein Strich in der Landschaft. Um sie herum z.T. 6 Deutsche Doggen, friedlich und harmonisch in Feld und Wald unterwegs

    Ich denke mit da gar nichts. Ich beobachte das Gespann und entscheide wie ich vorgehe. Ob mir dabei nun ein kleiner Mensch mit seinem Bernhardiner entgegenkommt, oder ein Riese mit Zwerpudel ist mir dabei völlig egal.

    Zitat

    Hunde, die negativ auffielen, die z.B. gebissen haben, mit denen wurde nicht gearbeitet...nein...die sind in einer Nacht- und Nebel-Aktion verschwunden!
    Ich kenne aus meiner Kindheit mehrere solcher Geschichten...auf den Dörfern gabs so viele Leute mit Jagdschein und Waffen...da hat sich in der Dorfkneipe immer jemand gefunden, der das übernommen hat


    Das gibt es auch heute nocht :sad2:

    Zitat

    rüher hatten die Hundehalter ihre Hunde besser im Griff als heute! Obwohl sie nicht die Informationsquellen hatten wie heute.


    Das glaube ich nicht ganz. Aus meiner Kindheit kann ich mich noch gut daran erinnern, wie Hunde mit Stachelhalsband, Schlägen und Tritten gefügig gemacht wurden. Da war man Stolz, wenn der Hund auf dem Platz funktioniert und recht giftig war. Zu Hause lief er meist so nebenbei, aber wehe er hat sich erdreistet aus dem Rahmen zu fallen.

    Zitat

    Früher wies man nicht mit dem Finger auf den bösen Hund, wenn was geschah sondern fragte sich selbst, ob man nicht dezent gepennt hat.


    Ich glaube nicht, daß die Leute sich ernsthaft gefragt haben, ob es nun eigenes Fehlverhalten war oder nicht. Man hat früher nur einfach nicht so einen Wind darum gemacht. Ich kann mich noch gut an einen Schäferhund erinnern, wenn der im Dorf herum stromerte ging man lieber in den Laden. Ignoranz gab es auch früher

    Zitat

    Was hat sich geändert seit den Generationen unserer Großeltern und Eltern


    Ganz einfach: Die Gesellschaft und ihre Ansprüche. Ich weiß nicht, ob es heute mehr Hunde gibt als vor 20 Jahren. Aber es sind auch immer mehr Menschen geworden, mehr Autos, mehr Ruheempfinden. Die Ansprüche der Gesellschaft haben sich sehr verändert und darunter auch der Hund.
    Um Kinder wird heute teilweise ein Hype gemacht, wo ich manchmal echt fasziniert bin. Wenn ich als Kind auf die Schnauze gefallen bin, dann wurde darum kein Aufhebens gemacht. Aufstehen und weiter geht´s im Leben
    Kinder und Jugendliche verbringen ihre Zeit nicht mehr spielen, draußen die Welt auf eigene Faust zu entdecken - nein, heute wird stundenlang fern gesehen, oder Computer gezockt. Viele Kinder haben völlig das Verständnis und das Gefühl für Natur verloren. Schon allein der Umgang unter Jugendlichen erinnert mich immer an Steinzeit.

    Und da sich in der heutigen Zeit jeder als wichtig sieht und sich seine eigene Welt schafft, schafft er diese auch gleich für seinen Vierbeiner. Ein "vernünftiger" Mensch wird nicht zulassen das sein Hund Unsinn anstellt und gegenüber Mitmenschen ein gewisses Maß an Respekt walten lassen. Respekt kennt heute kaum noch einer

    Es ist nicht schön, ich habe als Kind mehr Freiheiten genossen als viele Kinder heute. Ich habe auch gelernt Regeln einzuhalten und das ist ein weiteres was viele Kids heutzutage gar nicht mehr kennen.

    Jeder ist sich selbst der Nächste, ob mit oder ohne Hund und wenn du das nicht respektierst dann bekommste eine auf die Nase :schockiert:

    Ich habe zwar auch einige Hundebücher im Schrank stehen, aber sie waren für mich kein Nonplusultra, sondern eher eine Hilfestellung.
    Manchmal versucht man etwas und kommt nicht weiter, dann liest man ein Buch, unterhält sich mit HH oder liest hier im Forum und denkt sich dann: Ahh, bin ich auf der Leitung gestanden :ops:

    Bei einigen HH vermisse ich jedoch komplettes Wissen über Hund und sein Verhalten. Mir geht es dabei noch nicht einmal darum, ob der Hund an jeder Straße sitzt macht, sondern um ganz allgemeine und sehr wichtig Dinge im Verhaltensreportoir unserer Vierbeiner. Wie oft hört man heute noch den Aberglauben vom Welpenschutz, ein Hund der knurrt ist aggressiv, der Welpe ist bösartig weil er springt und beißt usw.
    Würden sich diese HH mal einige Bücher zu Gemüte führen, hätten sie einen besseren Einblick und würden nicht ständig dumme Ausreden erfinden.

    Ich habe meine Hunde größtenteils nach Bauchgefühl und vorhandenen Wissen erzogen. Meine Oma hatte früher Doggen und hat mir viel Wissen vermittelt, überwiegend den harmonischen, dennoch mit Grenzen und Regeln gestalteten Umgang mit Hunden.
    Mein Onkel der selber viele Hunde hat und ein wahres Lexikon ist, aber auch viele andere HH die ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit anderen teilen.

    Auch hier im Forum habe ich so einiges erfahren und in anderen Bereichen eine völlig neue Sicht gewonnen.
    Wenn ich heute den Umgang mit meinen Hunden überdenke, dann sind wir heute noch harmonischer und mehr Team, als z.B. vor 4-5 Jahren.

    Ich höre viel auf meinen Bauch und der hat eigentlich immer richtig entschieden. Klar, manchmal mach ich Fehler und verpenne Momente, aber "richtige" Probleme hatte ich mich meinen Hunden noch nie.
    Ja, sie hetzen auch mal einen Kaninchen hinterher, drehen aber auf Pfiff umgehend ab.

    Zitat

    ....zuviel Info kann auch dazu fuehren das man versucht jeden Pups des Hundes ueberzubewerten, versucht zu analysieren und sich in Dinge verrennt.....und schon hat man sich selbst ein Problem gemacht wo vorher keines war.


    :gut: Diese Erfahrung mußte ich auch machen. Als ich angefangen habe wieder ich selbst zu sein und nicht jedes kleinste Verhalten meiner Hunde mißtrauisch zu beäugen und mir ständig Gedanken zu machen, wie man jetzt am Besten vorgeht, sondern einfach nach Bauch und eigenem Kopf entschieden habe, verschwanden die plötzlich auftretenden Probleme und Unstimmigkeiten wirklich wie im Fluge

    Bücher, speziell über Verhalten und Lernen, halte ich für sehr wichtig und würde es jedem HH empfehlen.
    Bücher über Erziehung, oder zig Hundeschulen usw. - jeder wie er glaubt, solange er sich auch eine eigene Meinung bildet und zusammen mit seinem Hund einen eigenen Stil findet

    Und da es weiter vor mir angesprochen wurde bzgl. Anraten eines Trainers, wenn User hier Hilfe suchen:
    Einige melden sich hier an und posten gleich ein Problem. Wenn man den Beitrag liest, dann hat man manchmal sofort das Gefühl der Schreiber hat nicht viel Ahnung von Hunden.
    Warum also lange herum doktern und Seiten mit zig Vorschlägen füllen, die am Ende vielleicht nichts bringen? Hinter meinem PC kann ich nicht sehen, ob die Person gewillt ist mit dem Hund wirklich zu arbeiten und den Grund dieses und jenes Verhalten zu verstehen.
    Also empfiehlt man im Interesse aller einen Trainer. Denn nur der kann vor Ort sehen, wo das Problem liegt und gezielt daran arbeiten.