Ich habe zwar auch einige Hundebücher im Schrank stehen, aber sie waren für mich kein Nonplusultra, sondern eher eine Hilfestellung.
Manchmal versucht man etwas und kommt nicht weiter, dann liest man ein Buch, unterhält sich mit HH oder liest hier im Forum und denkt sich dann: Ahh, bin ich auf der Leitung gestanden 
Bei einigen HH vermisse ich jedoch komplettes Wissen über Hund und sein Verhalten. Mir geht es dabei noch nicht einmal darum, ob der Hund an jeder Straße sitzt macht, sondern um ganz allgemeine und sehr wichtig Dinge im Verhaltensreportoir unserer Vierbeiner. Wie oft hört man heute noch den Aberglauben vom Welpenschutz, ein Hund der knurrt ist aggressiv, der Welpe ist bösartig weil er springt und beißt usw.
Würden sich diese HH mal einige Bücher zu Gemüte führen, hätten sie einen besseren Einblick und würden nicht ständig dumme Ausreden erfinden.
Ich habe meine Hunde größtenteils nach Bauchgefühl und vorhandenen Wissen erzogen. Meine Oma hatte früher Doggen und hat mir viel Wissen vermittelt, überwiegend den harmonischen, dennoch mit Grenzen und Regeln gestalteten Umgang mit Hunden.
Mein Onkel der selber viele Hunde hat und ein wahres Lexikon ist, aber auch viele andere HH die ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit anderen teilen.
Auch hier im Forum habe ich so einiges erfahren und in anderen Bereichen eine völlig neue Sicht gewonnen.
Wenn ich heute den Umgang mit meinen Hunden überdenke, dann sind wir heute noch harmonischer und mehr Team, als z.B. vor 4-5 Jahren.
Ich höre viel auf meinen Bauch und der hat eigentlich immer richtig entschieden. Klar, manchmal mach ich Fehler und verpenne Momente, aber "richtige" Probleme hatte ich mich meinen Hunden noch nie.
Ja, sie hetzen auch mal einen Kaninchen hinterher, drehen aber auf Pfiff umgehend ab.
Zitat
....zuviel Info kann auch dazu fuehren das man versucht jeden Pups des Hundes ueberzubewerten, versucht zu analysieren und sich in Dinge verrennt.....und schon hat man sich selbst ein Problem gemacht wo vorher keines war.
Diese Erfahrung mußte ich auch machen. Als ich angefangen habe wieder ich selbst zu sein und nicht jedes kleinste Verhalten meiner Hunde mißtrauisch zu beäugen und mir ständig Gedanken zu machen, wie man jetzt am Besten vorgeht, sondern einfach nach Bauch und eigenem Kopf entschieden habe, verschwanden die plötzlich auftretenden Probleme und Unstimmigkeiten wirklich wie im Fluge
Bücher, speziell über Verhalten und Lernen, halte ich für sehr wichtig und würde es jedem HH empfehlen.
Bücher über Erziehung, oder zig Hundeschulen usw. - jeder wie er glaubt, solange er sich auch eine eigene Meinung bildet und zusammen mit seinem Hund einen eigenen Stil findet
Und da es weiter vor mir angesprochen wurde bzgl. Anraten eines Trainers, wenn User hier Hilfe suchen:
Einige melden sich hier an und posten gleich ein Problem. Wenn man den Beitrag liest, dann hat man manchmal sofort das Gefühl der Schreiber hat nicht viel Ahnung von Hunden.
Warum also lange herum doktern und Seiten mit zig Vorschlägen füllen, die am Ende vielleicht nichts bringen? Hinter meinem PC kann ich nicht sehen, ob die Person gewillt ist mit dem Hund wirklich zu arbeiten und den Grund dieses und jenes Verhalten zu verstehen.
Also empfiehlt man im Interesse aller einen Trainer. Denn nur der kann vor Ort sehen, wo das Problem liegt und gezielt daran arbeiten.