Beiträge von blackbetty

    Hallo,

    das klingt tatsächlich nach territorialer Aggression und ich bin mir sicher, daß es nix mit Menschen zu tun hat. Es sei denn, es gab da auch mal "Vorfälle", die Dich nachdenken lassen.

    How ever, ohne Trainer wird es nicht hinhauen. Es braucht eine neutrale Person, die sich Euer Zusammenspiel und das Verhalten der Hündin ansieht.

    Ich persönlich rate von dieser Maulschlaufe dringend ab. Es ist auch kein "verlängerter Schnauzgriff" (sorry, aber so'n Quatsch hab ich noch nie gehört). Schnauzgriff unter Hunden ist was völlig anderes.

    Bedenke bitte, daß ein Hund mit dieser Maulschlaufe für andere nicht mehr klar kommunizieren kann. Ein leichtes Lefzenhochziehen z.B. wird nicht erkannt. Davon abgesehen müßte die Schlaufe zu eng angelegt werden, daß der Hund tatsächlich nicht mehr beißen oder zwicken könnte. Hecheln und Trinken geht mit den Dingern eingeschränkt bis gar nicht. Lege ich sie so locker an, daß der Hund noch uneingeschränkt hecheln kann, stellt die Schlaufe auch keinen Beißschutz mehr dar.

    Viel Erfolg bei der Suche nach dem richtigen Trainer, Ihr schafft das mit kompetenter Hilfe an Eurer Seite sicherlich, das in den Griff zu bekommen.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    Hallo,

    hätte noch einen ganz simplen Tip für das Knurren im Auto...:

    Laß den Hund in einer Box im Kofferraum bzw. wenn der zu ist (Stufenheck) auf der Rückbank oder im Fußraum mitfahren.

    Dann sieht er Dich nicht, wenn Du Dich zum Parken umdrehst.

    Außerdem ist es für Euch beide viel sicherer. Der Hund wird bei einer Vollbremsung zum Geschoß und gefährdet so nicht nur sich selbst sondern auch Dich. Hunde gelten nach StVO als Ladung und müssen ausreichend gesichert werden. Frei auf dem Rücksitz kosten also zudem auch noch nen Bußgeld.

    Ansonsten pflichte ich meinen Vorschreibern bei. Hast gute Tips bekommen und auch ich denke, daß Du auf einem guten Weg bist. Gib Euch noch ne ganze Menge Zeit und hab Geduld.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    Hallo,

    danke, brush, für Deine Einschätzung, hilft mir sehr.

    Wobei es ja nicht wirklich ein "Problem" ist. Sie tut mir halt manchmal ein wenig leid, wenn sie da wie ein Häufchen Elend sitzt und das Abschnüffeln "über sich ergehen" läßt.

    Es ist ja auch nicht bei allen Begegnungen so. Bei den meisten Kontakten ist sie entspannt, einige werden auch komplett ignoriert (beruht aber meist auf Gegenseitigkeit) und bei wieder anderen freut sie sich wie Bolle und der ganze Hund wackelt vor Erregung.

    Ein wirkliches Muster gibt es da nicht. Sie hat einen "Freund" hier in der Straße, der ist groß und schwarz, da dreht sie durch, wenn wir den treffen. Bei dem Labbi um die Ecke versteckt sie sich hinter mir... :???: obwohl der voll lieb zu ihr ist.

    Mache ich es denn richtig, wenn ich sie weder anspreche noch irgendwie betüüdel in solchen Situationen? Ich bleibe in ihrer Nähe, gehe also nicht stur weiter und lasse sie "ins offene Messer" laufen, wenn sie bereits stehen bleibt und die Ohren anlegt. Wird es ihr zu eng, hole ich sie zu mir und lasse sie sitzen, damit ich die anderen etwas abschirmen kann. Erlaubt es die Situation (wenn der andere Halter z.B. seinen Hund grade abruft und dieser auch hört) gehe ich weiter und rufe sie auffordernd, worauf sie auch zuverlässig mitkommt.

    Was könnte ich noch tun, um es ihr leichter zu machen? Ihr ist ja nie wirklich was geschehen. Lernt sie früher oder später, daß auch solche Begegnungen nicht schlimm sind?

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    Hallo,

    brush...: Meistens sehr, sehr langsam...! Wenn sie sich überhaupt bewegt...meistens steht sie stocksteif da. Wenn sie sich dann aber hinsetzt, tut sie das schnell, plumps, Popo runter.

    Ich denke schon, daß sie gestreßt ist. Das Schütteln hinterher wirkt auch tatsächlich wie ein "Abschütteln". Und schwupps...ist sie wieder normal und entspannt.

    Hab auch an eine Übersprungshandlung gedacht... :???: Aber dafür kommt das Markieren eigentlich zu spät vom Zusammenhang her, oder?

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    PS.: So dermaßen "übertrieben" markiert sie auch nur nach solchen Begegnungen. Nach freudigen Begegnungen mit Spiel, die für sie entspannt ablaufen, tut sie das nicht.

    Hallo,

    hhmm...schwierig, ehrlich.

    Ich versuche mal, es ganz emotionslos zu sehen, okay?

    Ich finde die Idee mit den Nachbarn an sich sehr gut. Wenn sich so krass rauskristallisiert, daß sie sich dort pudelwohl fühlt und bei Euch Ängste zeigt, die dort verflogen zu sein scheinen...warum sollte sie dann nicht dauerhaft dort wohnen...!?

    Ich verstehe, daß Ihr alle an dem Hund hängt. Ich finde es von Dir aber sehr "groß" zu sagen, sie fühlt sich hier nicht wohl und ich will nicht egoistisch sein und nur das Beste für den Hund. Das verdient Respekt.

    Ihr sollt ja nicht fortan hundelos bleiben. Es findet sich für Euch bestimmt früher oder später ein Hund, "der paßt". Manche Hund-Halter-Gespanne passen eben einfach nicht zusammen. Muß man auch mal so ganz nüchtern sehen.

    Finde es klasse, daß Du Dir solche Gedanken um sie machst und die Lösung ja eigentlich bereits parat hast. Sie fühlt sich anscheinend in einem "ruhigen" Zuhause wohler. Sie heißt Mulle...? Putziger Name übrigens.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    Hallo,

    hab's mal hier rein gesetzt, weil es nicht wirklich ein Problem ist, eher eine Frage an die Verhaltensexperten...

    Folgendes...:

    Hin und wieder zeigt Ronja Angst/Unsicherheit bei Hundebegegnungen. Besonders bei größeren Rüden, die sie interessant finden.

    Heute gleich 2x passiert. Großer Berner-Rüde und ein Mischling (auch beinahe doppelt so hoch wie sie). Bei der Annäherung zog sie bereits die Rute ein und legte sich beschwichtigend hin, Ohren zurück, Schnauze geleckt. Der Berner schnüffelt sie freudig wedelnd ab, alles (aus meiner Sicht) normal und friedlich. Dann kam der andere Rüde dazu. Okay, jetzt fühlte sie sich bedrängt, sehe ich ein. Ich nahm sie zu mir, ließ sie sitzen. Der Mischlingsrüde schob seine Nase unter sie und hob ihr (megafrech?) das Beinchen hoch, damit er besser schnüffeln konnte. Da kam aber bereits die Halterin dazu.

    Die Begegnung dauerte insgesamt nicht lang, wir entfernten uns in unterschiedliche Richtungen, Ronja schüttelte sich kurz, Körperhaltung wieder normal und markiert...aber richtig. Hocherhobener Kopf und Scharren mit allen vier Pfoten. Das hat sie dann noch so 2-3x gemacht. Selbstbewußtsein pur...!

    Wir trafen die Gruppe auf dem Rückweg erneut. (Waren mehrere Hunde, spielt aber keine wesentliche Rolle, Ronja verhält sich auch bei einzelnen Begegnungen teilweise so.)

    Gleiches Spiel...als der große Mischling kam, wedelte sie leicht mit der hängenden Rute, aber als der Berner dazu kam, kroch sie wieder unterwürfig auf dem Bauch rum, Rute eingeklemmt, Ohren angelegt. Wir gingen dann zügig weiter, war auch kein Problem, die Rüden liefen auch sofort mit ihren Leuten mit. Gleiches Spiel wieder...kurz schütteln und markiert wie verrückt.

    Kann mir das Verhalten jemand erklären? Ist das Streßabbau...? Oder läßt sie dann "die große Selbstbewußte" raushängen, weil die anderen weg sind? Ich kann es mir nicht recht erklären, also zu Hülf bitte.

    Sollte noch erwähnen, daß Ronja keine negativen Erfahrungen mit größeren Rüden gemacht hat. Die sind ausnahmslos alle freundlich interessiert, niemals böse oder sowas. Ronja ist übrigens kastriert. Trotzdem (oder gerade deswegen?) sind Rüden sehr interessiert an ihr und fiepsen manchmal sogar.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    Hallo,

    Zitat

    Darüber hinaus entstand noch die Erklärung, beim letzten Zusammentreffen hätte mich der Hund ja nicht "besiegt", insofern würde er mich von der Hierarchie her anerkennen und mich nicht als untergeordnet ansehen. Wichtig wäre es daher, das dem Hund auch so zu verstehen zu geben...Was ist an solchen Aussagen dran? Ist das für mich als Aussenstehender nicht egal? Ich gehöre ja nicht zu seinem "Rudel" oder?

    genau so ist es...diese Aussage ist Schmarr'n...!

    Eben, Du gehörst nicht zu seinem Rudel. Zusätzlich könnte (!) der Hund mit Dir als Person jetzt etwas Negatives verknüpfen (den negativen Reiz "Pfefferspray") und erst Recht sauer auf Dich sein. Genau das Gegenteil könnte also eintreten.

    Diese Hierarchie-Sache zieht in Deinem Fall überhaupt nicht. Du mußt dem Hund gar nix zu verstehen geben, das müssen die Halter. Und wenn er sich dort unterordnet, wird er auch keine (rudel-)fremden Menschen belästigen.

    Ich würde übrigens in einer solchen Situation das Stehenbleiben, Hände runter, Blick abwenden empfehlen. Weiter auf den Hund zu zu laufen, könnte dieser als Bedrohung/Angriff empfinden. Kommt natürlich immer drauf an, in welcher Motivation der Hund auf mich zu kommt. Läuft er locker und fluffig auf mich zu mit der Absicht, an mir vorbeizulaufen, ohne mich eines Blickes zu würdigen, würd ich auch einfach weitergehen. Bleibt der Hund aber stehen, fixiert mich und knurrt, empfehle ich erstere Variante. Deeskalierend kann es zudem auch wirken, wenn man übertrieben gähnt. Gähnen ist ein Beschwichtigungssignal unter Hunden. Hund will damit deutlich machen, daß von ihm keine Gefahr ausgeht. Ich tu Dir nix, wenn Du mir nix tust.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    Hallo,

    meiner Meinung nach spielt die Wohnungsgröße für einen Hund eine untergeordnete Rolle.

    Ein Hund braucht Auslauf und Beschäftigung, keine große Höhle.

    Solange es nicht in Animal-Hording ausartet, kann man auch in einer kleinen Wohnung einen Hund und auch Katzen halten. 70qm sind jetzt ja auch nicht soooo klein und Platz für ein Körbchen wird sich bestimmt finden.

    In der Wohnung ist (zumindest bei uns) eh Ruhe angesagt. Action gibt es draußen oder im Garten, drinnen wird geruht. Und wenn, dann gibt es Suchspiele, die funktionieren auch in einer kleinen Wohnung.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja