Beiträge von blackbetty

    Hallo,

    Marion, Deine Erklärung find ich toll, könntest Du Recht mit haben.

    Ich gebe auf Deine Meinung und Deine Erfahrung hier im Forum sehr viel.

    Unklar ist mir aber immer noch, warum er die Meerschweinchen dann nicht "irgendwo" hat liegen lassen, sondern sie in die Betten seiner Menschen gelegt/getragen hat... :???:

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    Hallo,

    hatte gestern Abend mal wieder einen Klön-Schnack mit meiner Nachbarin und wir haben uns über Ajax, den Schäfi-Mix von ihr unterhalten. Mittlerweile ist er ein Senior (geschätzte 9-11 Jahre alt).

    Kurz zur Vorgeschichte...: Bekannt ist nur seine Zeit bei einem Herrn, der ihn den ganzen Tag allein auf einem riesigen Grundstück gelassen hat. Ohne Zuwendung, ohne Spaziergänge, ohne Rudel- oder Familienanschluß, außerdem war er Selbstversorger, hat sich kleine Beutetiere gejagd und bekam ab und zu mal Essensreste. Manchmal ist er ausgebrochen und hat Mülleimer durchwühlt. Irgendwann wurde er auf einer solchen Tour aufgegriffen und kam ins TH, Besitzer wollte ihn wohl eh nicht mehr haben.

    Nun ist er seit 4 oder 5 Jahren bei meiner Nachbarin und er ist ein absoluter Seelenhund. Ich liebe ihn und meine Nachbarin natürlich auch.

    Sie hatte große Probleme mit ihm anfangs, weil er viel zerstört hat, natürlich immer auf Nahrungssuche war, Schränke ausgeräumt hat usw.. Außerdem ist er krank (zu großes Herz und kaputter Magen durch die Mangelernährung). Egal, er ist ein toller Hund.

    Nun hat sie mir gestern so ein wenig von seinen "Schandtaten" erzählt und rätselt noch heute über den Tod ihrer Meerschweinchen damals.

    Ajax war allein zu Hause und hat sich über den Käfig hergemacht. Als meine Nachbarin nach Hause kam hat sie mit ihrem Sohn zusammen die ganze Wohnung nach den Pfützenferkeln abgesucht, sie aber nicht gefunden. Sie kamen zu dem Schluß, daß Ajax sie gefressen haben mußte. Nöö, hat er nicht. Jeder (sie und ihr Sohn) fand abends jeweils ein Meerschwein in seinem Bett. Klar, sie waren tot, aber unversehrt, also kein Blut zu sehen oder so.

    Meine Nachbarin denkt heute noch drüber nach, warum er das gemacht hat. Aufgrund seiner Vorgeschichte denkt sie ganz klar, daß es Beute für ihn war. Aber warum hat er sie nicht gefressen? Er hat sonst alles gefressen, was er in der Wohnung fand (Bananen mit Schale, Senf, Zitronen, sogar Pfefferkörner...)...nur die Meerschweinchen nicht.

    Ich kann es mir auch nicht erklären, aber vielleicht weiß ja jemand von Euch, warum er seine Beute in die Betten seiner Menschen gelegt hat. Würde mich freuen, wenn ich meiner Nachbarin da was zu sagen könnte.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    Hallo,

    nicht schön für Dich und Deinen Hund, aber gut für mich, daß ich es hier lesen durfte.

    Wir haben auch Kirschlorbeer im Garten (erst frisch gepflanzt) und nun bin ich gewarnt. Deshalb hier ein DANKE von mir und natürlich gute Besserung an Deinen Wuffel.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    Hallo,

    da sieht man mal wieder, daß auch offensichtlich KLEINE Veränderungen großes bewirken... :gut:

    Ich freue mich für Euch, daß die ersten Schritte gut klappen.

    Du solltest aber mit einer sogenannten Erstverschlimmerung rechnen. Jetzt hat er augenscheinlich kapiert, was von ihm verlangt wird. Wenn Ihr jetzt konsequent bleibt (was ich hoffe), wird er vielleicht versuchen, es nochmal zu testen. Da wird sich dann zeigen, wer den längeren Atem hat.

    Also...: Konsequent an dieser Linie festhalten, dann wird das schon.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    Hallo,

    Eure Hündin ist ein Labbi-Mix, Labradore sind gezüchtet, um zu apportieren, um das erlegte Wild (meist Enten) zu bringen. Allerdings dürfen sie da nicht unkontrolliert ihren Trieb ausleben, sondern müssen ihre Impulse/ihren Trieb kontrollieren können und erst auf Kommando des Führers die Beute holen.

    Futterbeutel bekommt man für wenig Geld im Zubehör-Geschäft, für den Anfang tut es auch ein altes Federmäppchen (so'ne Schlamperrolle).

    Man füllt den Beutel mit Futter (ich nehme ca. die Hälfte der Tagesportion, die Ronja sich erarbeiten muß). Am Anfang hab ich ihr nur erstmal denBeutel gezeigt und sie direkt daraus fressen lassen, damit sie verknüpft, daß der Beutel Futter bedeutet.

    Dann hab ich erst zu Hause angefangen, den Beutel im Wohnzimmer mal 1-2 Meter zu werfen. Ronja wollte sofort an das Futter und hat ihn bearbeitet. Als sie ihn in der Schnauze hatte, hab ich sie zu mir gerufen. Gab sie den Beutel aus, hab ich ihn geöffnet und sie draus fressen lassen. So hat sie langsam gelernt, daß sie mich braucht, um an des Fressen zu kommen. Hat man einen weniger gelehrigen Hund, der mit dem Beutel durchstartet, kann man eine leichte Schleppleine zu Hilfe nehmen. Entweder am Hund befestigt, um ihn samt Beutel ranzuholen oder am Beutel befestigen, um diesen zu sich zu ziehen, wenn Hund ihn im Fang hat.

    Irgendwann haben wir das Spiel in den Garten verlagert und nachdem das Bringen zuverlässig klappte (habe es mit dem Kommando "Bring's" verknüpft, habe ich begonnen (wieder an der Schleppe), sie absitzen zu lassen, habe den Beutel geworfen und sie durfte ihn erst auf "Bring's" holen.

    So lernt der Hund die Impulskontrolle und gleichzeitig festigt sich die Bindung zwischen Hund und Halter.

    Mittlerweile kann ich den Beutel überall einsetzen, Ronja liebt ihn und freut sich wie Bolle, wenn ich ihn zum Spaziergang mitnehme. Ich verstecke ihn auch zwischendrin mal und sie sucht ihn dann. Ich kann Dreieckskombinationen mit ihr machen. Ronja sitzt, ich gehe ein paar Schritte von ihr weg und werfe den Beutel so, daß wir (Hund, Beutel und ich) ein Dreieck bilden und schicke sie dann zum Beutel. Wir brauchen keine Schleppleine mehr.

    Wenn der Hund so lernt, seinen Trieb zu kontrollieren und das Erfolgserlebnis hat, daß er dennoch zur Beute kommt, kann man den Hund auch im Alltag besser kontrollieren.

    Ich hoffe, das war jetzt nicht zu lang oder gar unverständlich formuliert. Wenn Du noch Fragen hast, bitte her damit.

    Eins noch...Schleppleine bitte immer nur mit einem Geschirr benutzen, nie am Halsband. Wenn der Hund doch mal reinrennt, kann das böse Verletzungen geben.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    PS.: Bis wir mit dem Beutel so weit waren wie heute hat es ca. 9 Monate gedauert.

    Hallo,

    paß bitte auf, daß sowas mit dem Kind nicht mehr vorkommt.
    Das ist Beutetrieb und kann böse ausgehen. Aggression ist es auf keinen Fall, kann aber unkontrollierbar eskalieren. Gottseidank hat sie bei diesem Mal nur gezwickt.

    Ich würde verstärkt mit ihr an der Impulskontrolle arbeiten. Das geht sehr gut mit dem Futterbeutel. Kennst Du das? Wenn Du magst, erkläre ich Dir gerne, wie ich es mache.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    Hallo,

    die anderen haben es ja bereits erkannt und Tips gegeben. Das war nämlich auch meine Vermuntung, weshalb ich die Fragen gestellt habe.

    Hundi versucht momentan rauszufinden, wie er Eure Aufmerksamkeit bekommt und hat einen Weg gefunden.

    Ihr müßt dieses Muster durchbrechen. Ihr dürft auf keinen Fall mehr wie bisher drauf eingehen. Wegschubbsen, Kauknochen geben, Kommandos geben usw. bestätigt ihn nur in seinem respektlosen Verhalten.

    Das Beißen und Zerren an der Leine würde ich dort üben, wo freies Feld ist, also keine Gefahr in der Nähe. Beschäftige Dich mit dem Hund an der Leine, über Fuß, Sitz, Platz...alles mögliche, belohne ihn mit Leckerchen, wenn er brav ist. Beißt er in die Leine und zieht dran, laß die Leine kommentarlos fallen und dreh Dich von ihm weg. Soll heißen, benimmt er sich daneben, ist Zuwendung und Spaß vorbei.

    Wenn Du die Möglichkeit hast, wirf das Ende der Leine über einen Zaunpfahl oder Ähnliches und entferne Dich ein paar Schritte. Das wirkt ganz gut, wenn der Hund trotz entzogener Aufmerksamkeit weiter rumkaspert oder gar an Dir hochzuspringen versucht.

    Als Alternative kannst Du vorerst eine Kettenleine nehmen (kein Kettenwürger-Halsband...!!!), so eine Gliederleine. Da beißt er bestimmt nicht so gerne rein.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    Hallo,

    ohne weitere Infos ist das schwer zu sagen.

    WARUM tut er das denn?

    Tut er es böse, knurrt er dabei?

    Beißt er "richtig" zu oder zuppelt er nur am Ärmel?

    Ist es eher spielerisch auffordernd?

    Könnte es veilleicht sein, daß er das Anziehen der Jacke mit Spaß, Spaziergang, Action verknüpft und deshalb hochpuscht?

    Oder hat er schlechte Erfahrungen mit Jacken gemacht? (Wobei ich mir das jetzt nicht wirklich vorstellen kann.)

    Beschreib es mal genauer und welche Situationen das genau sind, wenn er in die Unterarme kneift. Geht Ihr vielleicht oft ohne ihn weg und er rebelliert deswegen und will Euch maßregeln? In der Form, daß er Euch nicht gehen lassen will?

    9 Monate ist jetzt auch kein einfaches Alter, wo er pubertiert und Grenzen testet. Happst er auch in anderen Situationen mal zu? Oder versucht er, Euch zu kontrollieren, so daß er im Weg steht, sich dazwischendrängelt oder eben mal kneift, wenn ihm was nicht paßt?

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    Hallo,

    vielen Dank für Eure Antworten.

    Gestern war es wieder ganz anders.

    Allerdings war diesmal Ronja in der Gruppe unterwegs und ein anderer Hund kam uns entgegen.

    Wir waren mit ihrem Freund (dem großen schwarzen) und einer Cocker-Hündin unterwegs und uns kam ein älterer, großer Retriever entgegen.

    Zu dem ist sie freudig hin, zwar leicht unterwürfig, aber wedelnd und sie stuppst dann immer von unten die Schnauze des anderen. Der Große zeigte auch Interesse an ihr, aber von ihm hat sie sich abschnüffeln lassen ohne so steif zu werden.

    Lag vielleicht diesmal daran, daß sie mit Hunden unterwegs war, bei denen sie sich wohl und sicher fühlt. Bei den anderen Begegnungen war sie allein und die Großen in der Gruppe.

    Ich werde mehr darauf achten, daß sie nicht bedrängt wird. Ihr habt Recht, sie braucht (noch) mehr Sicherheit durch mich. Danke nochmal.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja