Beiträge von onyxvl

    Hallo,

    also gegenüber Ordnungsamt jedenfalls nicht nur Gegendarstellung machen, sondern auch zugleich Widerspruch einlegen gegen den Bescheid, damit da nix rechtskräftig wird.

    Hinsichtlich des Schreibens durch den Anwalt solltet ihr den Vorfall der Haftpflicht melden, das ist eure Obliegenheit, sonst kann es sein, dass ihr den Versicherungsschutz verliert. Also kein vernünftiges Gespräch und keine eigenständigen Lösungsversuche, kein Schuldeingeständnis usw, das ist eine Obliegenheitsverletzung. Eure Haftpflicht wird sich dann darum kümmern und gegebenenfalls einen Anwalt empfehlen bzw. mit Euch abstimmen, ob ihr einen Anwalt Eurer Wahl aufsuchen dürft. Aufgabe der Haftpflichtversicheurng ist nämlich nicht nur die Regulierung von Schäden, sondern auch die Abwehr von nicht berechtigten Ansprüchen, was ja hier wohl der Fall ist.

    Hallo, bevor ich mich hier in die Pro/Contra Diskussion einlogge... ihr geht glaube ich am Anliegen der Threadstarterin vorbei. Hier wurde nach konkreten Argumenten und Tipps "wie reagieren" und "wie argumentieren" gefragt, nicht nach mehr oder minder eigenen Erfahrungen/Statements/wissenschaftlichen Diskussionen. Daher will ich mal dazu zurückkommen:

    Also verabrede Dich doch einfach mit dem Ehepaar zum Gassigehen, da das Tele nicht nur in den Trainingsstunden eingesetzt wird, sondern immer draussen getragen wird (zumindest das wird der Trainer denen ja wohl erklärt haben), zumindest als "Atrappe". Dann siehst Du es selber und musst nicht die gemeinsame Freundkin "verraten" und kommst nicht in Loyalitätskonflikte.

    Dann zur Argumenation dagegen:
    - rechtlicher Grund: ist und bleibt verboten, ist gegen das Tierschutzgesetz
    - moralischer Grund: darf ein Tier unter meiner Bequemlichkeit und Unfähigkeit leiden?
    - Ineffektivität: dem Hund soll mit dem Tele nicht das Jagen bzw. Abhauen abgewöhnt werden, sondern das zuverlässige Kommen antrainiert werden.
    Das heisst wiederum: das Tele darf dann nicht nur in Jagdsituationen betätigt werden, sondern muss auch, wenn blöderweise grundlos gerufen wird und Hundi nicht oder langsam kommt. Und das jedesmal, also auch im Garten und daheim. Kein von der Leine lassen ohne Tele mehr, kein Herrufen das nicht damit "umgesetzt" wird, egal ob Hundi jagt, spielen will, nur schnüffelt, Bein hebt.... Das dann auch von allen, die mit Hundi gehen, egal wer alles mit drumrumsteht und egal wo (also auch im Stadtpark usw....).
    Dann darf das Tele wochenlang nur getragen und nicht betätigt werden, weil Hundi sonst schnell weiss, ob er es trägt oder nicht, es also später dann "risikieren" kann, abzuhauen. In der Zeit ist dann Schleppleine Pflicht, man will ja nicht, dass sich das negative Verhalten vorher noch festigt bzw. Erfolge hat.
    Dann keine Kontakte zu Hunden, möglichst auch zu keinen Personen, da es sonst beim Einsatz zu Fehlverknüpfungen kommen kann, der Hund also denkt, der Strafreiz käme z.B. vom anderen Hund, mit dem er spielt. Das kann dann zu Angstaggression führen.
    Letztendlich, wenn die Bindung nicht stimmt (was ja hier wohl der Fall ist), ist nicht gesagt, dass beim Einsatz des Teles der Hund dann auch zum Halter kommt, er hat ja nie gelernt, dass er dort sicher und gut aufgehoben ist...es kann also durchaus auch sein, dass Hundi rennt, soweit die Pfoten tragen => Ergo dürfte der Einsatz nur an der Schleppleine erfolgen.
    So, und dann erklär denen als Fazit: wenn sie soviel Zeit, Geduld, Konsequenz einsetzen, dann klappt es auch ohne Tele!

    Sei bei der Erklärung nicht oberlehrerhaft, getreu dem Motto "ihr spinnt, kommt gar nicht in Frage", sondern frag einfach, ob sie wirklich die Konsequenz haben, obiges so umzusetzen. Wenn nämlich nicht, dann wird der Hund auch mit Tele animiert sein zu probieren, ob er es wirklich drauf hat, Herrchen die Steuerung wirklich griffparat hat und schnell und kompromisslos genug ist. Und ist der Hund erstmal soweit, es dann trotzdem zu probieren, kann es nie mehr abgebaut werden.

    Letztendlich wird sich diesen sachlichen Argumenten auch der Trainer nicht verschliessen können, wenn Deine Freundin ihn fragt. Sie gründen im Lernverhalten und sind logisch, also auch für Deine Freundin mit nur rudimentären Anfängerkenntnissen logisch nachvollziehbar.

    @ sunzi: vielleicht denk Dein Hund, es geht wieder ins Tierheim? Wenn er nur von zuhause weg das Problem mit dem Auto hat, dann kann es sein, dass er Angst hat, dass er wieder ins Tierheim gebracht wird :motz: . Kann auch sein, dass er mit dem Auto irgendwo hingefahren und dann ausgesetzt worden ist :schockiert: , wer weiss?

    Vermutlich ist dann weniger das Fahren mit dem Auto das Problem, als dass das Auto negativ belegt ist, wenn es zuhause steht und dort eingestiegen werden soll. Ich würde daran arbeiten, indem Du Dich hinten in den Kofferraum setzt, Heckklappe offenlassen (idealerweise in der Garage oder an eingezäuntem Standort üben), Hund frei laufen lassen, mit Leckerli oder Spiele in den Kofferraum locken. Dann den Kofferraum offen lassen und den Hund entscheiden lassen, ob er bei Dir drinbleiben und spielen/schmusen/fressen will oder wieder raus will. Wenn sonst die bindung zu Dir stimmt, wird Dein Hund sich dann sicherlich entscheiden, bei Dir zu bleiben. Daneben würde ich eine ganze Zeit lang den Hund nur noch im Kofferrraum füttern, beschmusen, bespielen... damit das Auto positiv wird. Erstmal würde ich den Hund dabei dann weder einsperren im Kofferraum noch würde ich fahren. Erst wenn er sicher und freiwillig reinspringt ohne Stresszeichen zu zeigen, kannst Du den Kofferraum kurz zumachen, dann öffnen und wichtig: solange der Hund ncoh drin ist, ein Leckerchen reingeben. Nächster Schritt sind dann viele kurze Fahrten mit angenehem Ziel (also nicht unbedingt zum Tierarzt :schockiert: !), z.B. Hundewiese, Waldrand plus Gassi......

    Hallo,

    ich denke, das erste und zugleich schwerste mit dem wir Trainer und insbesondere die Welpentrainer auf dem Hundeplatz klarkommen müssen, ist damit zu arbeiten, was wir haben.

    Es ist an uns die Leute "unten" abzuholen, egal wie dusselig ein Anfänger sich auch anstellen mag. Aller Anfang ist schwer, wir haben alle auch mal angefangen.

    Ob dann letztendlich der Hund zum Halter passt oder nicht, ist völlig egal. Der Hund ist angeschafft, wird in seiner Familie geliebt, dort wird üblicherweise alles für ihn getan, sonst wäre man ja nicht auf dem Hundeplatz, sondern würde es sich einfach machen und ihn abschieben, wenn Problemchen auftreten. Das können wir nicht beeinflussen. Wir können nur versuchen, das bestmögliche aus dem Team herauszuholen und auf Grundlegendes bzgl. der individuell zu erwartenden Probleme hinweisen und versuchen entgegenzusteuern. Damit müssen wir leben (lernen).

    Wenn Du die Halter ansprichst, dass es nciht passt, so werden sie dadurch weder fitter noch jünger, daran können sie nichts ändern. Abgeben werden sie den Hund sicherlich nicht, vielmehr werden sie Dir wegbleiben mit der Konsequenz, dass Du keine Einflußmöglichkeit mehr hast und die Erziehung/Auslastung gar nicht mehr steuern kannst.

    Letztendlich solltest Du die Leute vielleicht darauf aufmerksam machen, dass der Boder viel Beschäftigung braucht und dann konstruktiv! Tipps geben, was man mit ihm üben kann. Ich geb zum Beispiel in meinen Stunden immer zwei Hausaufgaben, eine ruhiger Art und eine aktiver Art bzw. im Winter eine für drinnen und eine für draußen. Insoweit kann man einen Hund auch auslasten, wenn man nicht so fit ist. Man muss den Leuten nur zeigen wie und das ist Deine Aufgabe!

    Hallo,

    ich seh es wie Staffi, wenn es sonst passt, ist es besser, 2x4 Stunden allein zu sein, als im Tierheim 23 Stunden am Tag allein zu sein!

    Ich denke man muss die Zeit rechnen, die man sich ausgiebig mit dem Hund beschäftigt, nicht die Zeit, wo etwas "Umtrieb" rund um den Hund ist, also mal reingesehen wird, Futternapf reingestellt wird oder vorbeigegangen wird. Wenn ein Hund sonst gut ausgelastet ist, ist das kein Problem mit 2x4 Stunden. Vermutlich wird der Hund die Zeit verpennen und gar nicht merken, dass Du weg bist.

    Frag doch, ob Du den Hund übers Wochenende mitbekommst und probier dann vielleicht am 2. Wochenende aus, was passiert, wenn Du die Wohnung kurz verlässt. Wenn es dann nicht geht, weil er heult, solltest Du Dir überlegen, ob Du es einrichten kannst, Urlaub zu nehmen und ihn langsam ans Alleinsein zu gewöhnen. Sonst solltest Du mit dem Tierheim vereinbaren, dass Du den Hund derzeit nicht nehmen kannst, aber ihn später gerne adoptieren möchtest, damit sie Dich vorher informieren, wenn es für den Hund einen Interessenten gibt.

    Ich würd nur Trofu geben ohne Lockmittel wie Huhn, wenn er eh schon verfressen ist.

    Sonst gibt es bei F****pf ein Zusatzfutter, das den Magen füllt, ohne Kalorien zu haben. Sind weiße Körner, sieht fast wie Puffreis aus (ist es glaub ich auch) in durchsichtigen Säcken.

    Hallo,

    ich hab in der Richtung -Gott sei Dank- keine Erfahrung, aber ich würde folgendes versuchen:

    - mit dem Tierarzt klären, ob Schmerzen die Ursache sein können (ggf. wieder Schmerzmittel vom TA geben lassen und sehen, ob die Schonhaltung dann wegfällt).

    Wenn nicht, sondern es tatsächlich nur "Gewohnheit" ist, würde ich mich nach Physiotherapie umsehen und bis ich was gefunden hätte:

    - schwimmen lassen jeden 2. bis 3. Tag, das baut den Muskel auf ohne zu belasten (evtl. findest Du auch in einer Hundepension eine Möglichkeit dafür, die haben oft ein Schwimmbad, wenn es keine Physiomöglichkeit gibt in der Nähe)
    - nicht nur dehnen, sondern den Hund quasi im Stehen immer wieder leicht an den Hinterbeinen seitlich wegdrücken, fast alle Hunde gehen dann keinen Schritt zur Seite, sondern drücken gegen die Hand, spannen also die Muskulatur an, ohne sie zu belasten. Das mehrmals täglich mit mehreren Wiederholungen wird z.B. bei HD empfohlen als Übung, um die Muskulatur schonend aufzubauen.

    Ansonsten ggf. weite Wege zur Physio in Kauf nehmen und dort dann diverse Übungen zeigen lassen für zuhause. Vielleicht kannst Du dann ein Großteil der "Reha" daheim machen.

    Wie läuft er, wenn Du das Tempo verschärfst? Wenn er laut TA keine Schmerzen hat und es nur Schonhaltung ist, gibt er diese dann auf und "merkt" dann, dass es auch aus allen Vieren schmerzfrei geht? Frag mal den TA, ob Du das vielleicht versuchen könntest.

    Hallo,

    ich glaub nicht mal, dass es unbedingt die Leine ist, sondern vielmehr nach meiner Erfahrung das "Anhängsel" an der Leine. Versuch mal den Hund anzubinden und dann mit Deinem Hund ranzugehen, dann weiss Du, ob es die Leine ist oder dass der Halter dabei ist und z.B. verkrampft die Leine hält oder das Halsband hochzieht und den griff verstärkt usw....

    Wenn es der Halter ist, sollte er an sich arbeiten, also bewusst locker lassen bzw locker bleiben (ggf. singend und pfeifend üben). Unterstützende könntet Ihr versuchen, Halsband und Geschirr oder andersrum zu tauschen, um das Signal zum "jetzt gehts los" zu durchbrechen. Andere Alternative würde ich darin sehen, mal mit der Leine spielen zu lassen, also Leine schleifen zu lassen.

    Daneben gibt es einen Thread von Staffi zu Leinenagression, da sind auch gute Tipps drin.

    Das ersetzt natürlich keinen guten Trainer!!! Wenn das aber von den besitzern abgelehnt wird :motz: , was soll man tun? Ich könnte mir noch vorstellen, nachdem es den Besitzern wohl nichts auf Geld ankommen (siehe Internat), dass Dein Bekannter mal mit Ihnen spricht und sagt, dass es schade um den Hund ist, bei dem Potential nicht mehr zu machen, und vorschlagen in einen Hundesportverein zu gehen. Dann fühlen sich die Halter nicht auf den Schlips getreten, wenn sie überzeugt sind, ihn Hund würde horchen und im Verein in einer Basisgruppe kann man sicher mit dem Hund dran arbeiten.

    Hallo Anngy,

    eine tolle Rasse, ich bin von Ihnen begeistert.

    Aber: zum einen sind sie sehr sensibel (also nix für pubertierende Kinder, die nunmal launisch sind) und zum anderen auch nicht leicht erziehbar. Also ganz sicher kein Anfängerhund.

    Sie brauchen sehr viel Konsequenz, eine geradlinige Führung, wollen arbeiten und sind sehr aktiv.

    Wichtige Grundvoraussetzung ist daher meines Erachtens, dass der Haushalt insoweit ruhig ist und die Kinder schon so alt und vernünftig sind, dass der Hund auch mal Ruhe verordnet bekommen kann. Sonst kann es Dir passieren, dass Du recht schnell einen aufgedrehten Hibbelhund hast, der nicht zu bremsen ist. Körperlich hast Du ohnehin Nichts entgegen zu setzen.

    Daneben braucht der Hund viel Beschäftigung/Arbeit, sonst fällt dem immer was Dummes ein.

    Zum Thema können müssen: kommt auf Dein Durchhaltevermögen und Deine Nerven an. Aber vom Alter des Hundes her ist eine Abgabe immer verdächtig. Wenn einer mit seinem Hund wirklich gearbeitet hat und der Hund keine "Macken" hat, dann gibt er ihn nicht im besten Alter ab. Wesentlich wahrscheinlicher hat der Hund erkannt, wie groß, stark und schnell er ist und ist dem Vorbesitzer über den Kopf gewachsen. Das zu korregieren wird sicherlich schwierig sein.

    Überleg Dir folgendes:
    - kannst Du einen 40 Kilo Hund kontrollieren/halten?
    - auch noch an der Schleppleine?
    - auch wenn andere Rüden kommen und er Aggressionen zeigt?
    - hast Du die Konsequenz, mit ihm an der Leine 1 Jahr zu üben, wenn es sein muss (z.B. weil er Jagdtrieb schon entdeckt hat, gerne Hetzt, unverträglich ist), oder gibts Du schnell auf, weil es körperlich anstrengend, nervend ist und so keinen Spass macht?
    - ist Dir klar, dass Du gehen musst mit dem Hund? Es wird in der Anfangszeit sicherlich kein Kinderhund sein!
    - bist Du bereit zuzufassen, wenn nötig (er Dich anknurrt, sich stellt...) oder bist Du zögerlich? Du hast keine Welpen vor Dir, bei dem Du klein anfängst und mit dem Du wächst, den Du von Klein an kennst, von dem Du weisst, dass er nicht rumfährt und packt!
    - ist Dir klar, dass Du den Hund nicht einfach mal zum Sitting an Bekannte weitergeben kannst, weil Du da richtig viel Hund hast?
    - ist Dir klar, dass Hundschule da richtig viel Ziet und Geld kosten kann? Ich glaub nicht, dass Du das allein ohne Trainer schaffst!

    Über leg Dir das obige gut, wie gesagt für junge, aktive, kräftige, verantwortungsvolle Hände eine super Rasse, mit der man im sportlichen Bereich so ziemlich Alles machen kann. Allein mit Gassigehen kannst Du aber so einen Hund nicht auslasten, da musst Du mehr tun.

    Ob das -gerade für die Kinder- sinnvoll ist, musst Du entscheiden, keiner kennt Euch und Eure Familienverhältnisse besser. Aber: erfahrungsgemäß einen erwachsenen Hund zu übernehmen, zu erziehen, zu führen, das richtige Timing zu haben und die körperlichen Voraussetzungen ihn halten zu können, das kannst Du von den Kindern nicht erwarten. An dem Hund werden Deine Kinder wenig Spass haben (außer sie haben viel Hundeerfahrung), weil sie eben "draussen" allein Nichts mit ihm anfangen können.

    Vernünftiger wäre meines Erachtens ein Welpe, mit dem und an dem ihr wachsen und lernen könnt, oder dann eine etwas leichtere und/oder leichtführigere Rasse/Mischling, mit dem die Kinder auch umgehen können und aktiv sein können.