Beiträge von Iris + Berny

    Na, das sieht ja ein Blinder, dass das ein Border ist :D ! Schaut ja sooooo wie der aus "Schweinchen namens Babe aus" (weil sowieso ALLE Borders wie die aus dem Film ausschauen *räusper* )!

    Ne Scherz, die Leute kennen sich halt null aus. Sobald der Hund annähernd schwarz-weiss ist, ist es halt ein Border.

    Ich hatte aber auch schon mal so ein Erlebnis. Hab einen red-merle Border gesehen, und hab auch drei mal hinsehen müssen, um sicher zu sein, dass es auch WIRKLICH kein Aussie ist.

    Es ist echt arg, wie unterschiedlich Hunde doch reagieren können.

    Ich hab hier einen Husky, der ist im Freien (in der totalen Pampa) im Zwinger geboren, dort mit Geschwistern + ein paar erwachsenen Hunden + Mama gross geworden. Klar hat mehrmals täglich wer vorbeigeschaut (da war der Kontakt auch sicher sehr freundlich), aber von Familienanschluss und intensiver Prägung keine Spur. Mit 6 Monaten dann ab ins Hunderudel, und dort gelebt bis er 8 ist. Im Winter täglich für Touristen Schlittenziehen, ein paar mal im Jahr alle ins Auto mal auf eine andere Piste.

    Mit 8 Jahren kommt der Hund dann mitten in die Grossstadt und soll in der Wohnung leben. Und was passiert? Hund liebt die Grossstadt und schaut sich begeistert alles an. Okay, Wohnung hat ihm nicht so gefallen, es hat ein paar Monate gedauert, bis er sich da wirklich frei bewegt hat. Hund noch nie einen anderen Hund als Huskies gesehen, spielt innerhalb von wenigen Monaten mit Terriern und Molossern.

    Etwas zurückhaltend, aber freundlich zu allen Menschen und Hunden, geht auf alle mit einem lockeren schwanzwedeln zu.

    Schade, dass eurer sich so schwer mit dem Wechsel (auch Grosstadt?) tut. Wie lange habt ihr ihn denn schon? War denn der Züchterin egal, dass Ausstellungen für ihn der pure Stress waren (so viel Hundesprache wird sie doch wohl gekannt haben, oder?)? WAS stresst ihn denn? Der Grossstandlärm, die Leute, die Autos, die anderen Hunde? Wie alt ist er denn jetzt? Entspannt er sich denn bei euch auch mal so richtig? Oder dreht er permanent am Rad?

    Bist du sicher Perriz hat/hätte wirklich Spass am Zugsport? Wenn man es den Hunden mit sooooo viel Mühe beibringen muss, dann sollte man sich vielleicht lieber nach einer zum Hund/ zur Rasse passenderen Sportart umsehen, oder? Auch wenn es vielleicht hart ist (für uns!)...

    Ich hab ja mit Berny massig Sachen durch, Unterordnung, Agility, Dogdancing, Clickern, sogar ein bisschen Fährten, Canicross, normales joggen. Was soll ich sagen, die meisten Sachen hat er zwar mitgemacht, aber er hätte auch sehr gut ohne leben können. Der Berny braucht zum Glücklichsein nur lange Spaziergänge (am Liebsten mit jagen :roll: ), wandern, ein bisschen clickern und das wars. Und ja, ich gebe es zu, mich hat das oft frustriert. Ich hätte doch sooo gerne viel mehr mit meinem Hund gemacht.

    Das war auch der Grund für die ganz bewusste Wahl der Huskies. Ich wollte, dass es zumindest EINE Tätigkeit gibt, die ihnen und mir so richtig, richtig gefallt. Und das ist der Zugsport.

    Deine Situation mit dem Zugsport erinnert mich an meine damals mit dem Clickern :roll: . Ich keinen Tau, Berny keinen Tau, kannte niemand der clickerte, hab mit alles mühsam mit viel probieren übers Internet beigebracht. Geht auch, ist aber oft frustrierend und vor allem recht langsam.

    Ist doch toll, dass es mit Dusty so gut klappt! Vielleicht begeistert sich Perriz ja noch, und wenn nicht, was solls! Findest sicher was anders, was ihm gefallt (virtuelle Hundekämpfe :hust: , also wenn's das gäbe, Berny wäre da sofort dabei!).

    Ha, ha, ha! (okay, ich musste das Wort erst mal nachschlagen *ups* :D ) Ne, aber ich hab ja auch nur 3 Hunde, die haben 8 und mehr vor dem Quad. Wenn die das mit 8 schaffen, kann ich das doch wohl auch mit 3 schaffen! Vor allem, wenn 2 davon eh total gute Ansätze zeigen.

    Zweite Überlegung: wenn ich ihnen das jetzt nicht beibringe, und wir jemals dann mit mehr Hunden fahre, kann ich darauf wetten, dass die anderen dann auch Theater machen. Wenn dem ROOTS (die anderen können's ja eh) jetzt beibringe ruhig zu sein, werden es die anderen dann auch sein. Da zahlt sich die Arbeit ja aus!

    Ganz ehrlich, ich nenn mich auch nicht Musher. Ich und mein Mann, wir haben da unseren internen Schmäh, wir unterscheiden zwischen den "normalen mushern" und den "big mushern". Ein "big musher" hält sich für enorm wichtig, hat natürlich immer die beste Ausrüstung von allen und lasst sich prinzipiell nicht dazu herab mit uns Normalsterblichen zu reden. Solche habe ich leider auch schon gesehen :hust: .

    Musher hat für mich irgendwie was wichtigtuerisches. Als würde man versuche, es den Trappern im hohen Norden nachzumachen. Dabei haben wir doch "nur" 4 Hunde, okay, aus sehr, sehr guter Zucht, aber davon doch 2 "nur" Oldies, wir sind "nur" Anfänger und wir haben null Ambitionen (ausser Spass mit den Hunden zu haben).

    Ausserdem ist das immer so peinlich, wenn man sich Musher nennt, und dann den Leuten immer erst erklären muss, was das denn überhaupt heisst :hust: . Ich sag immer "ich habe 4 Huskies und wir lassen die auch ziehen".

    Schade esi, dass du so einen grossen Unterschied zwischen den "echten" mushern (also denen mit Schlittenhunden und Schnee im Winter) und den "Sonntags"-mushern (also denen, die einfach mit irgendeinem Hund Zugsport in irgendeiner Art machen) siehst. Denn der Sport ist ja im Prinzip der gleiche, nur haben die "echten" musher halt dadurch, dass sie so viele Hunde haben und sie sehr viel trainieren, halt echt wirklich viel Ahnung. Die können einem als Anfänger echt unglaublich weiter helfen (wenn sie wollen :D ).

    Es ist doch wie beim Agility. Ich kann meinen Hund zwei mal pro Woche just for fun über ein paar Hindernisse springen lassen, und ich kann wettkampfmässig Agility auf höchsten Niveau betreiben. Die beiden haben nicht viel gemeinsam, trotzdem kann man als Hobbymensch sich doch sehr viel von einem Profimensch abschauen. Kleine Tipps und Tricks, damit das ganze besser lauft und noch mehr Spass macht.

    Neee, das Kinderthema ist bei uns eh total aktuel :D . Aber ich meine ich sollte trotzdem erst mal mindestens ein Jahr arbeiten (hab ja grad mein Studium abgeschlossen), damit das dann mit dem Wiedereinstieg besser klappt. Erst muss ich mal meinen Job finden (bin gerade dabei)!

    Aus H. Stahls Forum habe ich ja auch meinen Ehrgeiz, den Hunden das ruhige Starten beizubringen. Wenn die das können, kann ich das auch :D . Okay, Roots ist ein Härtefall, weil er das halt schon so lange so macht. Aber mit Hartnäckigkeit sollte das doch trotzdem gehen.

    Ich finde toll, dass ihr euch so viel antut und euch bemüht Pinsel ein angst- und stressfreies Leben zu geben.

    Trotzdem verstehe ich die Ursachen nicht so wirklich. Pinsel war bis zur 12ten Woche in einem (kleinen???) Zwinger, mit Mama und Geschwistern. Das ist zwar keine tolle Prägung, so richtig negativ finde ich es aber auch nicht. Welpen wollen doch sowieso erst aber der 11ten, 12ten Woche so richtig raus und die Welt erkunden. Meine beiden waren vorher eher ängstlich und das hat sich schlagartig in der 12ten Woche gelegt.

    Okay, vielleicht kommt da aber auch individueller Charakter mit nicht optimalen Prägungsbedingungen zusammen. Es mag 100 Hunde geben, die bei den gleiche Bedingungen nicht ängstlich werden, einer wird es halt doch.

    Ich finde auch, ein Hund muss mich nicht anknurren, um Unmut zu zeigen. Ich bin doch in der Lage seine Körpersprache schon viel früher zu deuten, bei Berny reicht ein kurzes erstarren + ein schiefer Blick, und ich weiss, dass er sich jetzt eigentlich unwohl fühlt.

    Ich finde der Unterschied zwischen "entspannten nichts-tun" und "Angst-erstarren" sieht man dann doch sehr, mich wundert, dass das bis jetzt so keiner bemerkt hat (Züchterin)?

    Wenn du seine Eigeninitiative fördern willst: hast du schon an den Clicker gedacht?

    Das Video ist gut, denn da sieht man genau den springenden Punkt.

    Die haben da teilweise einen Handler pro Hundepaar für ein grosses Gespann.

    Was tun die beim Training??? Ich will ja auch alleine trainieren können, da muss ich alleine alle Hunde angespannt bekommen und losfahren können.

    Das gleiche mit der Bellerei. Wenn man wo am A*** der Welt wohnt, kann man sie ja ruhig bellen lassen (Jaakko und Roots durften deswegen ja auch immer beim Anspannen bellen). Aber was, wenn dann doch ein paar Bauernhäuser in der Nähe sind? Dort nicht mehr trainieren (dann fallen ja die halben Wege weg)? Hoffen, dass es dem Bauern egal ist, wenn um 6 in der Früh auf einmal hysterisches Gekläffe zu hören ist?

    Damit kann ich mir irgendwie nicht abfinden. Okay, Roots durfte sein ganzes Leben lang beim Einspannen bellen, aber trotzdem, Jaakko hat es ja auch kapiert! Und wie gesagt, von mir aus kann er ja winseln und stressen, er soll nur nicht kläffen und springen.

    Ach ja, hier mein wahrscheinlich zukünftiges Kart:

    http://img18.imageshack.us/img18/7045/kart1klein.jpg

    Ja, das Teil ist hässlich und wahrscheinlich auch urschwer, aber es ist sooo billig, entweder warten wir zur Not bis wir dann 6 Hunde haben :roll: , oder wir verkaufen es weiter.

    Ja, also früher habe ich solche Geschichten auch nur gelesen, und mir irgendwie nicht vorstellen können, dass das die Wahrheit ist.

    Aber die Hunde drehen echt total durch, wenns ans ziehen geht. Roots und Jaakko sind echt auf einem anderen Planeten, wenn sie das Geschirr sehen. Da brauche ich auch nicht mit Leckerli und co. kommen, das interessiert da keinen. Da hilft nur totale Ruhe meinerseits. Sogar wenn ich schimpfe, drehen sie nur noch mehr hoch. Und ein gut sitzender Ablauf, damit das Anspannen dann so schnell wie möglich über die Bühne geht.

    Auch der Gruppenzwang ist einfach enorm. Daika war immer meine brave, liebe Daika. Sehr gut erzogen, ruhig und halbwegs diszipliniert. Wenn Roots aber einen auf crazy macht, fangt sie auch schon an laut zu kläffen und immer wieder ins Geschirr zu springen.

    Den ersten Kilometer brauche ich gar nicht erst stehenbleiben, da ackern alle drei rein wie nur was. Deswegen lass ich sie auch nur so langsam laufen. Denn wenn sie schnell unterwegs sind, da sind die wie eine Meute auf Jagd, wenn da irgendwas über den Weg rennt... Wenn wir langsam sind, habe ich mehr Zeit mich verständlich zu machen.

    Früher war Roots einfach nur zu zweit mit Daika. Aber jetzt, jetzt ist er ja LEITHUND. Jetzt ist er ganz alleine vor den anderen beiden :roll: . Da nimmt er seinen Job noch mal doppelt so ernst.

    Also Leute die sagen "Huskies brauchen das ziehen nicht, die sind auch so glücklich", oder "Zugsport ist Tierquälerei, da peitschen die Leute ihre Hunde vor sich her", die haben echt noch nie einen Roots am Start gesehen :roll: .

    So, also ich trau's mich fast nicht sagen, aber ich gestehe mir eine Niederlage ein. Den Roots kriege ich nie ruhig und entspannt am Start. Heute war das vierte Mal diese Woche, wo ich echt in aller Ruhe und Gelassenheit die Hunde aus dem Auto geholt habe; Roller, Leinen und Geschirre ausgelegt, dann der Reihe nach Daika, Jaakko und Roots eingehängt und dann los.

    Heute habe ich 1,5 Stunden gebraucht um loszukommen. Sobald Roots auch nur irgendwie eine Zugleine, ein Geschirr oder den Roller sieht, ist es vorbei. Er hechtelt wie verückt, zappelt herum und fiept in einem durch. Wenn es ganz arg wird, fangt er zu kläffen an und springt in die Leine. Schon nach 5 Minuten warten legen Jaakko und Daika sich hin und sind echt die Ruhe in Person, bei Roots kann man EWIG warten, im besten Fall legt er sich hin, aber immer noch stark hechelnd und winselnd.

    Also habe ich meine Erwartungen gesenkt: Roots entspannt und ruhig, das vergess ich mal. Er soll halt nicht in die Leine springen und bellen. Und vor allem: die anderen sollen sich von seiner Winselei und Zappelei nicht anstecken lassen!

    Nach 1,5 Stunden waren wir dann endlich so weit, dass alle drei angespannt sind, Daika und Jaakko ohne zu winseln ruhig stehen/sitzen und Roots unter wildem Winseln und Schwanzwedeln sich (kurz) hinsetzt.

    Es hat geholfen Roots NICHT ins Lead zu tun (da steckt er mit seinem Theater alle anderen an), sondern Jaakko und Daika ins lead und Roots alleine dahinter. Da lassen sie ihn einfach zappeln.

    Gestern hat Roots sich beim Warten im Lead aus seinem Geschirr gezogen (rückwärts) und ist dann ganz happy wie eine Rakete abgezogen. Ich hab ihn nicht mal rufen müssen, schon nach 50 Meter hat er gemerkt, dass alleine laufen halt doch nicht das Wahre ist, ist zurückgekommen und hat sich wieder das Geschirr anziehen lassen :roll: (seitdem sichere ich aber sein Geschirr mit einer Neckline ans Halsband).

    Ich werde mich wohl darauf beschränken ihn für jedes Sitz zu bestätigen (Geschirr anziehen erst wenn er sitzt, anspannen erst wenn er sitzt, losfahren erst wenn er sitzt). So komme ich zumindest ohne Sturz vom Start. Das Gejammere kriege ich wohl nicht mehr weg, ich konzentrier mich darauf dass wenigstens Jaakko und Daika ruhig bleiben.

    Nachdem wir heute aber 13 Grad hatten, konnte ich danach wenigstens eine schöne Runde fahren :D . Wir waren 65 Minuten unterwegs, alles voll gegen die Bremse (ich bin ja noch am Roller). Der Grossteil im langsamen (bergauf) und flottem (bergab) Trab, auf geeigneten Strecken (flach, guter Boden, schön übersichtlich) hab ich sie galoppieren lassen. Wir haben (laut Karte) wohl so um die 8 km gemacht.

    Einmal haben sie einen Fasan auf dem Weg vor uns gesichtet. Mit voll angezogenen Bremsen haben sie mich trotzdem noch im Schleichtempo weitergezogen --> ich brauch ein schwereres Trainingsgefährt!!!

    Bergab habe ich den Roller sowieso nur unter Kontrolle, wenn ich die Hunde auf ein langsames Schritttempo runterbremse. Ich weiss auch nicht, was die Hunde tun würden, wenn es mich mal jemals vom Roller runterhauen würde... ganz ehrlich, ich glaube die erste Reaktion wäre ein vollgas angaloppieren ("endlich weniger Gewicht!"). Klar würden sie dann wo stehenbleiben, sie kapieren dann ja doch, dass ich irgendwie nicht mehr da bin. Aber erst ein paar 100 m weiter.

    FAZIT: Dieses Wochenende fahren wir Kart schauen. Ein altes, rostiges Gefährt, aber mit guten Bremsen, alle drei Räde gefedert und vor allem nur 100 Euro teuer :roll: . Eventuell ist es zu schwer für uns (sicher mehr als 50kg, die Vorbesitzer haben keine Ahnung), aber sie geben uns dann dazu gratis ein leichtes Trike, bei dem nur Räder und Lenker fehlen. Das könnten wir dann auch wieder herrichten.