Berny hat einen leichten Kontrolltick, du hast also sicher reicht, dass er Jaakko von mir fernhalten will, weil er mich (zu einem gewissen Teil) als sein "Eigentum" sieht.
So richtig konsequent ignoriert habe ich ihn noch nicht für sein falsches Verhalten. Weil ich nicht wollte, dass Jaakko sich in die Ecke gedrängt fühlt, und dann selber eingreift.
Aber im Haus könnte ich es ausprobieren. Da geht es nämlich wirklich grossteils um mich. Loben und Aufmerksamkeit, für gutes Verhalten. Und ich lasse ihn links liegen, wenn er Jaakko anstiert oder knurrt. Nur geht das auch nur, wenn er das in meiner Nähe macht (also ich daneben bin, wenn er knurrt).
Die halbe Zeit sind sie eh getrennt. Und zusammen nur unter meiner Aufsicht.
Die Huskies sind in der Nacht im Zwinger, Berny herinnen. Berny lass ich nur zu den Huskies in den Garten, wenn die sich schon ausgetobt haben, also alle nur noch faul herumliegen.
Ich will sie eigentlich nicht permanent trennen. Das kann doch nicht wahr sein, dass Berny mit der (absolut unprovokanten) Präsenz von Jaakko sooo ein Problem hat!
Wenn ich alle in die Wohnung hole "geht" es ja eh so halbwegs. Jaakko legt sich in einen Hundekorb, Berny entweder zu mir oder aufs Sofa. Wenn Jaakko herumspaziert schaut Berny leise knurrend zu. Jaakko geht ihm aus dem Weg, lasst sich aber auch nicht das Herumspazieren verbieten (was ja gut ist). Sobald ich Berny zu mir rufe, wedelt er mit dem Schwanz, und geht dann sogar an Jaakko im Flur vorbei. Zwar mit einem schiefen Blick auf ihn, aber immerhin.
Warum ich mich hier melde:
Wir haben Jaakko jetzt seit 2 Monaten, und irgendwie sehe ich keine Verbesserung von Bernys Verhalten. Anfangs habe ich ihn ja noch verstanden: er, klein, unkastriert will dem unkastrierten Huskyrüden "zeigen wer der Chef ist", aus Angst eine von ihm drüber zu kriegen (sozusagen "Angriff ist die beste Verteidigung").
Aber er hätte doch inzwischen schnallen müssen, dass Jaakko eh genau null Interesse an ihm hat .
Auch habe ich das vage Gefühl, dass Bernys Verhalten in meiner Anwesenheit schlimmer ist, als wenn er ganz alleine mit Jaakko ist. Ich frage mich also, ob ich mich nicht irgendwie falsch verhalte.
So, ich stell jetzt mal mein momentanes Rudelproblem ein. Ich werde versuchen so genau wie möglich zu sein, und auch zu beschreiben was ich schon versucht habe.
Wir haben im Moment 5 Hunde. In Reihenfolge des Einzugs bei uns:
- Berny, Riesenyorkie, Rüde, unkastriert: Er kam mit 4 zu uns und ist jetzt 13. Massive Arthroseprobleme. War immer schon schwierig mit anderen Rüde, ohne Leine blieb es bei permanenten herumstaksten und Pipi-wettbewerben (ich markiere, du markierst drüber, ich markiere drüber,...). Ein Zupf an der Leine, ein lautes Wort, eine plötzliche Bewegung des anderen, und er sprang ihn an und es gab ne Rauferei. Die immer verletzungsfrei für beide blieb, das Problem aber nie regelte (beim nächsten Treffen war das Verhalten wieder ganz gleich). Je grösser der andere Rüde, desto biestiger ist Berny. Berny war sein Leben lang Einzelhund und ist jetzt im Alter unser Pascha. Hauptsächlich wegen seinen Gesundheitsproblemen. Er ist der Einzige, der aufs Sofa darf (am Boden Fliessenboden), der in der Nacht im Haus bleiben darf (auch wenn wir auch ihn aus dem Schlafzimmer geschmissen haben), der ins Auto gehoben wird, der oft sogar aufs Sofa gehoben wird (er schaffts oft nicht mehr rauf und steht dann winselnd davor ),...
- Daika, Huskyweibchen, nicht kastriert, kam als Welpe zu uns, jetzt 1,5 Jahre alt.
- Roots, Huskyrüde, kastriert, kam vor einem Jahr zu uns und ist jetzt 9 Jahre alt. In seinem alten Rudel war er am unteren Ende der Rangordnung. Er ist freundlich und verträglich mit allem und jedem. Er kann lästige Jungspunde zurrechtweisen, geht aber sonst jedem Ärger aus dem Weg.
- Jaakko, Huskyrüde, unkastriert, kam vor 2 Monaten zu uns und ist jetzt 11 Jahre alt. War sein Leben lang Rudelchef über ein 30-Hunde Rudel (wo auch Roots dabei war). Ist total sozial, geht sehr gut mit anderen Hunden um, und ist einfach nur ein toller Hund.
- Ebi, Huskywelpin, 3 Monate alt.
So, mein Problem sind Berny und Jaakko. Oder besser Berny ganz alleine. Als Jaakko zu uns kam, hatte ich Angst, dass er mir den Berny kleinmacht. Weil ich wusste, dass Berny ihn erst mal anmachen wird, und ich annahm, dass Jaakko als Ex-Rudelchef da nicht lange fackelt. Weit gefehlt, ich habe Jaakkos Sozialkompetenz weit unterschätzt. Von Anfang an geht er Berny aus dem Weg, und tut alles um die Situation zu entschärfen. Er behandelt Berny wie Luft, mässigt aber trotzdem immer sein Tempo, wenn er an ihm vorbei geht und ist einfach nur nett.
Berny ist ein Giftzwerg. Okay, er war noch nie ein Fan von anderen Hunden, am Glücklichsten wäre er wohl als verwöhnter Sofa-einzelhund. Die Weibchen und Roots hat er akzeptiert, auch wenn er nichts mit ihnen zu tun haben will. Man lasst sich in Ruhe und die Sache hat sich. Aber auf Jaakko, auf den hat er es einfach abgesehen.
Wenn er ihn nur sieht, fangt er zu murren und knurren an. Er fixiert in permanent. Er versucht ihm den Zugang zum Haus und zu mir zu verbieten. Er versucht sogar Jaakko in den Zwinger zu treiben, und geht dann sogar nach rein und geht ihn noch mehr an (im steifen Gang immer Näher kommen, bis er dann direkt vor seiner Nase steht, quer vor ihm und ihm jede Bewegung mit knurren "verbietet"). Ich glaube er weiss selber nicht, was er eigentlich will.
Wenn Jaakko es "wagt" in seiner Anwesenheit zu laufen/spielen, versucht er ihm hinterherzulaufen und in den Hintern zu zwicken :irre: . Darauf hat er von Jaakko zwei mal eines auf den Deckel bekommen. Ich habe Jaakko das okay dafür gegeben, in der Hoffnung Berny kapiert so, dass er ihn in Ruhe lassen soll. Jaakko hat sich knurrend auf ihn gelegt und ihn mit dem Maul um Bernys Hals auf den Boden gepinnt. Berny war zwar jedes mal nachher etwas geschockt, hat aber genau nichts daraus gelernt. Im Gegenteil, unmittelbar danach war er fast noch giftiger drauf als sonst.
Deswegen lass ich Jaakko jetzt nicht mehr "erzieherisch" eingreifen, sondern versuche das irgendwie anders zu lösen.
Ich habe versucht Berny jedes mal anzumaulen, wenn er Jaakko gegenüber biestig ist. Denn auf mich hört Berny ja. So richtig effizient war das nicht, ich glaube man kann sagen, dass wir damit keine Besserung der Situation erreichen konnten. Ich wollte dann auch nicht, dass er dadurch Jaakko = negativ assoziert.
Also neuer Plan: Berny in Jaakkos Anwesenheit ablenken und ihn an was tolles denken lassen. Also draussen, sobald Berny anfangt Jaakko zu fixieren und/oder ihm nachzustalken ihn abrufen und dann mit ein bisschen UO/Tricks ablenken. Wenn Jaakko bei mir ist und Berny knurrend daherkommt, beide streicheln und Berny wegschicken sobald er anfangt zu motzen. Drinnen Berny besonderns viel streicheln, damit er nicht das Gefühl hat, Jaakko klaut ihn seinen Platz als Sofa-haushund (die Huskies sind in der Nacht im Zwinger). Wobei das eine Gratwanderung ist, weil ich ja gleichzeitig nicht sein Knurren belohnen will.
Dem Jaakko ist es vollkommen egal, ob ich den Berny bevorzuge oder nicht. Es geht also NICHT darum eine Art Rangordnung zwischen beiden herzustellen.
Berny soll Jaakko ganz einfach in Ruhe lassen, nicht mehr und nicht weniger.
Ich bin sicher, dass Bernys ganze Privilegien ihm zu Kopf steigen, und er sicher auch dewegen er sich für den King haltet. Aber ich kann ihn nicht auf gleiche Stufe wie die Huskies stellen. Er ist nun mal alt, voller Wehwehchen, und hat keine Unterwolle (von wegen mit den Huskies draussen schlafen).
Also ich kenn den Hund ja nicht, aber für mich ist ein 2jähriger Terrier mal generell eine Gefähr für die Katze. Ich würde ihn beim ersten Treffen an die Leine nehmen, und mal sehen wie er reagiert.
Du musst auf jeden Fall verhindern, dass er die Katze scheucht/anbellt, denn das macht (verständlicherweise) der Katze Angst.
Meine Katze hatte null Probleme damit, dass Berny zu uns gezogen ist. Okay, jetzt mit den 4 Huskies dazu ist sie etwas genervt, wenn sie mit allen 5 Hunden im gleichen Raum ist. Deswegen haben wir auch das Obergeschoss zur hundefreien Zone erklärt.
Heute mal ne schnelle Einheit, eine Runde von (sehr grob) geschätzten 5 km.
Wir waren insgesammt 20 Minuten unterwegs. Alles im Galopp. Wenn sie langsamer wurden und vor Steigungen sind wir stehengeblieben. Eine Runde loben und verschnaufen lassen, und dann ging es Vollgas weiter. Also so dahinsprinten macht schon auch sehr viel Spass !
Ich muss versuchen mir irgendwie einen Tacho an den Roller zu fummeln, dann hätte ich auch endlich eine grobe Ahnung wie schnell wir unterwegs sind, wie lange (effektive Fahrtzeit, also ohne den Pausen) und wie weit.
Das Bergtraining hat den Hunden gut getan, irgendwie haben sie eine viel bessere Kondition.
Diesen Samstag werden wir eventuell das gemeinsame Training eines Musherklubs der Gegend besuchen. Mal abchecken wie die Leute dort so sind, und dann sehen wir weiter. Vielleicht treten wir ja bei. Zum Fragen stellen, mit den Hunden das Überholen üben, und so weiter.
Ich habe einfach gesaugt. Anfangs sind die Hunde (2 Welpen und auch zwei Althunde, die das nicht kannten) auf Distanz gegangen, später haben sie kapiert, dass ich sie nicht "verfolge" mit dem Teil sondern einfach nur mein Ding mache, seitdem ist es kein Problem mehr.
Alle bleiben einfach liegen, wenn ich sauge. Einen kann ich sogar absaugen (sehr praktisch im Fellwechsel).
Jeh weniger Tamtam man macht, desto besser. Ich würde noch nicht mal schönfüttern, das macht aus dem Staubsaugen mehr als es ist.
Der beliebteste Korb bei uns ist auch der mit dem höchsten Rand. Und zwar ist es ein normaler Weidenkorb mit einem Stoffhundekorb (so ein grosses Polsterding, das es mal gratis gab) drinnen. Durch den Polster ist es schön weich, und der Kopf wird immer auf den Weidenkorb-rand abgelegt.
Für einen FT-Labbi/Golden reicht auch 2mal die Woche richtige Dummyarbeit. Aber er braucht täglich seinen Auslauf und will auch was für den Kopf. Und das erste Jahr soll der Hund nur lernen, was Ruhe heisst, das ist besonders bei sehr triebigen Hunden das wichtigste!
Das hört sich doch machbar an, oder? Klar muss man sich da schon ordentlich einweisen lassen in die Feinheiten der Dummy-arbeit. Aber mit ein bisschen Wille und der Hilfe des Züchters sollte das doch machbar sein.
Aber jeder wie er will, für mich wäre die Wahl einfach ! Wenn schon eine Arbeitsrasse, dann mit allem was dazugehört.
Naja, aber sollte man nicht mit jeder Arbeitsrasse die rassespezifische Arbeit machen?
Ich hab da eine Frage, ganz ehrlich: warum holt man sich einen Retriever aus Showlinie? In der Hoffnung, dass er nicht arbeiten will? Weil man ihn "schöner" findet??? Weil man ausstellen will?
Also ich spreche da wieder von den Huskies: Gerade bei den Showhuskies gibt es oft das Problem falsch geleitetem Arbeitstrieb. Sie wollen laufen, laufen, laufen, haben alle "Nachteile" eines Huskies (nie von der Leine lassen, grosser Jagdtrieb, schlecht alleine bleiben), aber ziehen finden sie dann auch blöd. Was macht man mit so einem Hund?
Und wie oft höre ich von den Leuten "Huskies haben so ein schwieriges Sozialverhalten", "Huskies sind unerziehbar", 'Huskies sind immer total aufgedreht",... Komisch, ich habe 4 (und kenne noch viel mehr) und bemerke nichts davon.