Beiträge von Marula

    Nein, ich kann keine Hunbegruppen anhand von Hundeaugen-fotos zusammenstellen.
    Und ja, ich finde das witzig.
    Für dich ist das vollkommen normal, für mich sind das Superkräfte.

    Wenn man jetzt nicht grade schon dutzende Hunde angeschafft hat, kann es auch einfach sein, dass man bisher Glück hatte beim aussuchen nach Foto, da sich ja im Grunde die meisten Hunde verstehen oder zumindest zusammenraufen, so als Rudeltiere...

    und ich lese hier immer "ein gut gezogener Welpe brauch sowas nicht..." aber das weiß man doch egt erst hinterher? Und die, die sich dann doch nicht als so optimal herausstellen haben dann Pech gehabt, oder wie :???:

    Ich hatte es irgendwo weiter vor schon geschrieben: Aus züchterischer Sicht wäre das besser, da man dann wirklich sieht, was der Hund von sich aus an Anlangen mitbringt.

    Für den Welpenkäufer und auch für den einzelnen Hund wäre es besser, wenn man ihn behandelt, als würde er viel Aufwand brauchen, auch wenn es auch ohne gehen würde.

    Da muss man halt für sich das passende finde.

    - langjährige, also erfahrene und erfolgreiche VDH-Zucht beider Elterntiere
    - ab L-Wurf aufwärts

    Die Züchterin, von der ich in Erwägung ziehe, aus dem nächsten Wurf einen Welpen zu nehmen, ist seit 30 Jahren im Verband, seit 40 Jahren in der "Szene" und hat in 12 Jahren zwei Würfe gemacht, plant jetzt den dritten und letzten (denn wenn die Welpen, die sie daraus behalten will, die erhofften 12-15 Jahre erreichen, ist sie Anfang bis Mitte 70 und wird höchstens nochmal nen Second Hand Hund dazunehmen).
    Sie züchtet halt primär für sich, immer dann wenn sie einen neuen Hund (oder zwei) aus ihrer Linie zum behalten und für den Sport möchte.

    Klar macht man so keine großen Sprünge, so baut man sich keine eigene Linie auf und beeinflusst nicht die Rasse als großes Ganzes. Das ist AUCH ein gutes Ziel, aber was vernünftiges für den Hausgebrauch zu wollen und nur das zu züchten, was man auch auf jeden Fall die nächsten 15 Jahren auf der eigenen Couch haben will und kann (und ein Züchter, der jedes Jahr ein bis zwei Würfe hat, oder auch nur alle zwei Jahre einen, kann nunmal nicht aus jedem was behalten, zumindest wenn er auch noch Senioren und aktive Sporthunde hat), hat in meinen Augen auch Meriten.


    Das, was sie bisher gemacht hat, gibt ihr recht, die Hunde aus den ersten zwei Würfen haben im Rennbereich viele und darunter auch einige große (national und internationale) Titel gewonnen und die, die regelmäßig ausgestellt wurden, haben auch ihre Championtitel bekommen, sie sind bisher alle weitgehend gesund, und die, die Nachzucht hatten (bei ihr und in anderen Zwingern) haben sie sich schön vererbt.
    Sie kennt die meisten Hunde in ihren Pedigrees als auch die "wichtigen" Hunde der letzten Jahrzehnte persönlich, kennt ewig viele andere Züchter und Liebhaber, hat schon so manchen Wurf aufwachsen und in den Sport und die Zucht gehen sehen und hat somit nen sehr guten Überblick, was mit wem gut funktioniert hat oder wer welche Probleme produziert hat.


    Das geht für mich auch! Also, ich finde es ok so wie du es hälst, aber ich denk, man versagt sich damit manchmal auch ne gute Verpaarung, wenn man drauf besteht.

    Mir sind die Züchter oft ein bisschen suspekt, die schon zum zweiten mal mit dem Alphabet anfangen. Bzw hinterfrage ich da erst mal, wie viele Hunde, werden dienenden gerecht, alles nur für Profit, wie wichtig sind die einzelnen Würfe/deren Planung und Aufzucht.

    Ach, ich kenn da eine gute Züchterin. Die ist jetzt beim J-Wurf des dritten Alphabets. Aber die züchtet auch schon seit '75. Also in 40 Jahren 48 Würfe, etwas mehr als einer pro Jahr, auch wenn es Jahre gab, wo kein Wurf fiel und Jahre, wo mehrere fielen.

    Wenn es aber 40 Würfe in 10 Jahren wären, würde ich auch skeptisch sein...

    Von daher ist mir z.B. Deutlich wichtiger, dass er auf seine Erstlingshündin nicht gerade auch einen Erstlingsrüden lässt oder einen , bei dem die Nachzucht erst wenige Monate alt ist .

    Haben ja andere auch schon was zu geschieben, das ist stark rasseabhängig. Bei Salukis ist ein Rüde, der 5 mal deckt, schon wirklich sehr produktiv und einer der 10 mal deckt ist praktisch schon ein Popular Sire. Viele Hunde, auch sehr gute Hunde und Rüden ebenso wie Hündinnen, werden nur einmal im Leben zur Zucht benutzt. Die Rasse hat idR mittelgroße bis große Würfe und die Nachfrage nach Welpen sowie die wirklich guten Plätze für diese halten sich in Grenzen, da muss man schon gut überlegen, welche Verpaarung man überhaupt macht.

    Insofern hab ich bei dieser Rasse absolut gar kein Problem mit Erstlingskombis. Ich möchte aber nicht, dass die Eltern zu jung sind, DAS wäre für mich ein echter Ausschlussgrund. Beide sollten mindestens 4 sein beim Erstwurf, dürfen aber gern älter sein - problemlose Erstgeburten von 6-8 jährigen Hündinnen sind keine Seltenheit. Wenn die Hündin aus vernünftigen Gründen umbedingt jünger als 4 sein muss (z.B. weil der geplante Rüde schon alt ist und eventuell in 2 oder 3 Jahren nicht mehr lebt und/oder potent ist), dann sollte wenigstens ein älterer Rüde drauf.

    Das stimmt - aber muss oft aber es nicht sein, dass auch nur ein Welpe stirbt, wenn z.B. die Mutterhündin entsprechend - auch ernährungstechnisch - versorgt wurde und die Welpen entsprechend bewacht werden.

    Bei einer Spezies die mehrere Junge pro Wurf bekommt, ist es völlig normal, das ein paar tot geboren werden oder nicht so fit sind wie die anderen und in den ersten Tagen eingehen.

    Solange der Wurf danach immer noch rassetypisch normalgroß ist und es eben wirklich nur ein oder zwei Welpen sind und nicht der halbe Wurf, ist das völlig undramatisch. Unnormal ist eher, das, wie heute üblich, immer alle Welpen durchkommen, weil man auch den schwächsten Verrecker mit fehlendem Saugreflex noch durchfüttert, notfalls mit Magensonde und auch, wenn die Mutter ihn aus der Wurfkiste geworden hätte.

    Solange die Hündin ein ordentliches Brutpflegeverhalten zeigt und die restlichen Welpen fit und vital sind und sich normal entwickeln, wäre sowas für mich nie ein Grund irgendwo nicht zu kaufen.

    Aber letztlich kriegt man das eh selten mit bzw ist auf die Ehrlichkeit der Züchter angewiesen. Später verlorene Welpen werden ja wenigstens noch gelistet, Totgeburten tauchen aber nirgends auf wenn der Züchter das nicht möchte.

    Ich kann dir aus praktischer Erfahrung sagen, dass Züchter, die fast nie Welpen verlieren, vielleicht die sind, die am meisten Aufwand machen, aber nicht umbedingt die, die alles in allem die gesündesten Hunde haben.


    Meine persönliche Maxime ist, dass ich eher keinen Welpen kaufen würde, der menschliche Hilfe zum überleben gebraucht hat, die hinausgeht über "mal an die beste Zitze anlegen" und "gute Bedigungen für Mama und den Wurf schaffen". Wenn ich denn davon erfahre...

    Ja, und?Mir einer Hündin, der bei zwei Geburten jeweils zwei Welpen sterben, wird kein vernünftiger Züchter einen dritten Versuch starten.
    Und spätestens beim zweiten Kaiserschnitt ist bei der zweiten Hündin Ende mit weiteren Welpen, sie wird kastriert werden müssen. Kein guter Anfang für Deine Züchterin. Züchthündinnen zieht man nicht aus dem Hut, die ganzen Voraussetzungen zur Zuchtzulassung zu erfüllen ist auch nicht ohne und schade, wenn sie dann nicht zur Zucht geeignet sind. Abgesehen von den toten Welpen und den eventuell vorgeschädigten Überlebenden.

    Aber, das sind doch typische Anfängerprobleme - und ja doch, sie haben nicht immer, aber sehr oft mit mangelnder Erfahrung in der Auswahl der Elterntiere zu tun und mit richtiger Haltung und Ernährung einer Mutterhündin. Abgesehen davon: nicht jede Hündin, mag sie auch im Sinne von Standard noch so perfekt sein, ist eine gute Gebärerin. Auch das ist Erfahrungssache, dass vorher richtig(er) einzuschätzen.

    Bei Charly Schwestern (5) empfand unsere Züchterin nur zwei für die Zucht geeignet - eine "Welpin" hat sie selbst behalten und den Käufern der anderen angeraten, nur unter bestimmten Voraussetzungen mit ihnen zu züchten, falls sie das denn vorhätten. Obwohl alle dem Standard entsprechen. Das IST Erfahrung. Genau so wie die Deckrüden sehr sehr sorgfältig ausgesucht werden.

    Ob die Hündin ne gute Mutter wird und ne leichte Geburt haben wird und sich aus dieser Perspektive als Zuchthündin eignet, weiß man genau dann, wenn man es ausprobiert hat. Alles vorher ist reine Mutmaßung und jeder Züchter der gegenteiliges behauptet, und sei er auch schon 30 Jahre im Geschäft und hatte ebensoviele Würfe, schwätzt dumm durch die Gegend.

    Man kann Sachen sagen wie "Ich hatte bisher in dieser Mutterlinie keine Probleme mit den Geburten und meine Hündinnen hatten immer genug Milch, die Chancen stehen gut, dass sich das wieder vererbt hat.", aber das war's auch schon.

    Wie gesagt, mein Junghund ist im finnischen Wald in nem kleinen Häuschen aufgewachsen, kannte kein Halsband und daher auch kein laufen am selbigen + Leine, keinen Straßenverkehr, keine Fußgängerzone, kein gar nix, war mit 7 Monaten 3x oder so Auto gefahren...

    Ein paar Leute hier aus dem Forum, aus dem Windhundthread, haben ihn auf ner Ausstellung persönlich kennengelernt und können wohl bestätigen, dass er absolut aufgeschlossen und stressfrei ist. Und so war er hier vom ersten Tag an. Seine Geschwister sind auch alle so, egal ob sie länger bei der Züchterin am AdW gewohnt haben oder im normalen Abgabealter um die 8-10 Wochen umgezogen sind.
    Der Bruder, der mit fast einem Jahr von der Züchterin nach Helsinki umgezogen ist, also von der tiefsten Provinz in eine (zugegeben kleine) Großstadt, hatte auch null Umstellungsprobleme. Obwohl der bisher nur im Rudel gelebt hatte, hat er die erste Nacht bei den neuen Besitzern, als Einzelhund, gleich mit allen vieren in der Luft tiefenentspannt auf dem Sofa gepennt.


    Wobei ich es auch absolut kein Zeichen von Wesensschwäche bzw mangelnder Wesensfestigkeit finde, wenn ein Hund mal was gruselig findet, sich neue Sachen zweimal anguckt und vorsichtig oder nach etwas Ermutigung ausprobiert. Solange er von der Grundhaltung her eher neugierig ist und nicht zur Panik und zum dichtmachen neigt, ist das mMn völlig im Rahmen.

    Ich war mit meinen zu hannöverschen Zeiten zum baden immer an der Ricklinger Teichen - bei allerschönstem Wetter am Wochenende, so wie jetzt grade, ist es natürlich brechend voll, wenn es etwas weniger optimal ist, dann kann man aber außerhalb der Stoßzeiten immer mal ein ruhiges Eckchen zum baden mit Hund finden.


    Sonst bin ich in Hannover viele, viele schöne Stunden in der Eilenriede gelaufen, Start am Zoovierte/Musikhochschule (in der Ecke haben ich gewohnt), dann Richtung Zoo, rüber nach Kleefeld und hinterm Eisstadion, Pferdeturm und Philosophenviertel, rüber zur Bult. Dann auf der Bult (außerhalb der schlimmsten Stoßzeiten) und auch viel am Maschsee, in der Leinemasch, an den Ricklinger Teichen und raus bis zum Hemminger Holz und nach Hemmingen selber. Alles fußläufig oder mit dem Rad gut machbar.

    Jetzt eben habe ich sie im Garten nochmal abgeduscht, sie mag es ebenfalls nicht, aber legt sich danach erst einmal ruhig hin.

    Ich hab Robin eben das zweite Mal kalt abgeduscht und siehe da, diesmal ist er sofort bereitwillig in die Dusche gestiegen, er hat sich also scheinbar gemerkt, wie gut das tat. Vorher war er am Stakkato-hecheln, jetzt liegt er erstmal wieder ruhig da.

    Wieso, da passt doch Gammurs Defintion auch drauf?

    Zitat von Gammur


    Dabei gibt es die Beobachter, die Forscher usw. aber ein wesensfester
    Hund, oder Welpe reagiert eben nicht ständig in die eine oder andere
    Richtung über. Das bedeutet nicht, dass er sich nicht mal erschreckt,
    dass bedeutet nur, das ihn der Schreck nicht gleich traumatisiert, oder
    ihn daran hindert weiter selbstsicher die Welt zu entdecken.

    Das ist doch bei Casanova so, oder? Er erschickt sich vielleicht erst mal (manchmal, nicht immer), fängt sich dann aber wieder und gewöhnt sich dann schnell dran.


    Ist doch völlig ok, es ist ja nicht so, dass der Welpe/Hund nie Angst haben darf (oder das er alle Menschen toll finden muss...), die Frage ist eben, wie er damit umgeht und wie seine "Grundhaltung" ist.

    Eigentlich wäre heute ja Renntraining gewesen, bei den aktuellen Temperaturen + eventuell angesagten Gewittern für heute Nachmittag/Abend (ja, bitte!!!) natürlich nicht machbar...

    Den Salukis macht die Wärme nicht viel aus, die toben und spielen in den Morgen- und Abendstunden und verpennen den Tag und das war's, sie hecheln nichtmal besonders viel. Gestern war ich, weil es von der Arbeit her nicht anders ging, direkt in den Mittagsstunden mit ihnen spazieren (Robin ist zuhause geblieben), bin dann in den Teutoburger Wald gefahren und da zwei Stunden gelaufen. Da waren sie etwas weniger aktiv als sonst, aber nicht wirklich schlapp. Im Wald war es auch gut auszuhalten.

    Dem armen Robin setzt es schon zu. Greys mögen/vertragen ja Wärme eh nicht so, als Senioren umso schlechter und nun ist ja auch offiziell herzkrank.
    Ich wohne auf zwei Ebenen (offene Galerie) im ausgebauten Dachgeschoss von nem alten Bauernhaus/Scheune, es ist zwar Massivbauweise, aber unterm Dach heizt es sich natürlich trotzdem auf.
    Also nachts alles aufreißen, morgens alles wieder zu, Gardienen vor, Ventilator an... vorhin hab ich Robin unter die kühle Dusche gestellt, das fand er zwar nicht witzig (komisch, so geht er gern ins Wasser, aber duschen ist Höchststrafe), aber nu geht's ihm besser. Und nachher dann so ein Kühlgel-Kissen in einen Waschlappen gesteckt und zwischen seine Hinterschenkel, das findet er auch immer ganz gut.