Beiträge von Marula

    Die Hunde merken ja auch, wenn man der Sache Aufmerksamkeit schenkt und konzentrieren sich dann selber mehr drauf. Und sie gewöhnen sich nach einiger Zeit eine Schonhaltung auch einfach an.


    Wenn du grundsätzlich denkst, dass der Ballen jetzt in Ordnung ist, dann würde ich mal 2 Woche oder so nicht zu genau hingucken, gar nix mehr damit machen und den Hund einfach laufen lassen, einschließlich toben.
    Entweder wird's dann wieder schlimmer bzw nicht besser und du weißt, dass du nochma gucken lassen musst, oder es ist halt irgendwann mal gut - manchmal braucht es auch einfach seine Zeit.

    Aber der vierten Woche können Welpen normalerweise schon ganz gut matschiges "festes" Futter fressen und kommen normalerweise ohne Milch aus, wenn es sein muss.

    Wie die anderen schon sagten, Ziegenmilch (oder Schafsmilch), Joghurt, weichgekochte Cerealien (Haferflocken, matschiger Reis, eingeweichtes Weißbrot), eventuell Hackfleisch oder gehacktes gekochtes Ei bzw Rührei. Damit solltet ihr einen Welpen erstmal durchkriegen, so er denn dann frisst.


    Falls du eine Hautfalte am Rücken hochziehen kannst und
    sie "bleibt stehen", ist der Welpe dehydriert und braucht dringend
    Flüssigkeit. Dehydration ist gefährlicher als nicht/schlecht fressen und tritt bei Jungtieren sehr schnell ein.

    Sollte das der Fall sein, dann guck mal, ob du in einer Apotheke (falls du Zugang zu einer hast) fertige Lösung zur oralen Rehydration bekommst (für Menschen, geht aber auch für Hunde). Oder die Zutaten dafür, das anmischen ist einfach, Rezepte finden sich im Internet, nur leider bekommt man Kaliumchlorid und Backpulver nicht überall...
    In größeren/umfangreicheren Erste Hilfe Sets findet man sowas manchmal auch.

    Die Lösung kannst du ihm mit einer Spritze einflößen, oder kleine Mengen auf einen Lappen oder Schwamm träufeln und dran nuckeln lassen oder damit ins Maul einträufeln.

    Alternativ könnte man, falls du das irgendwo herkriegen kannst, auch isotone Natriumchloridlösung oder Ringer-Laktatlösung mit Spritze und Kanüle unter die Haut geben, eventuell mit nen paar ml Glucoselösung drin.

    Außerdem schau, sobald du kannst, ob du irgendwo was gegen Würmer herkriegen kannst. Welpen bekommen Spülwürmer idR schon mit der Mutter mit, mit ein paar Wochen kann schon ein recht massiver Befall vorliegen wenn das Muttertier nicht entwurmt wurde, und selbst be bester Pflege kann ein stark verwurmter Welpe immer noch mir nix, dir nix eingehen.

    Würdest du jetzt einen Hund nehmen, der Ressourcenaggression am Futternapf zeigt und dabei mehrmals Leute gezielt im Gesicht verletzt hat?

    Ich kann nur für mich sprechen: Grundsätzlich schon, aber der Hund muss außer seinem Problem noch was haben, was mich anspricht, sonst wird das eh nix.
    Ich mein, so ein Hund, da muss man ehrlich sein, wird wahrscheinlich den Rest seines Lebens bleiben wenn man ihn einmal nimmt.
    Das heißt für mich: Es müssen noch ein paar andere Parameter stimmen außer "Muss sonst sterben" - er muss ner Rasse angehören, mit der ich von der Wesensart her grundsätzlich was anfangen kann, er muss mit meinen schon vorhandenen Hunden klarkommen und ein Fünkchen persönliche Sympathie gehört auch dazu. Sonst würde mir einfach die Motivation für so ein uU über Jahre gehendes "Projekt" fehlen, so altruistisch bin ich nicht.

    Dieser Hund wurde vor der Euthanasie auf den Kopf gestellt und komplett untersucht, da sich die Besitzer nicht erklären konnten, wie sowas passieren konnte, dass der Hund grundlos von jetzt auf gleich ihren Sohn beißt. Beim CT wurde der Gehirntumor festgestellt und daraufhin ließ man ihn nicht mehr aus der Narkose aufwachen.Die meisten Hundebesitzer hätten diese Kosten wohl nicht in Kauf genommen, da es sich dabei aber um einen erfolgreichen Deckrüden gehandelt hatte, war man natürlich darum bemüht, herauszufinden, warum der Hund so reagiert hatte, denn man hätte ihn nich einfach so einschläfern lassen.

    Ja, das ist natürlich was anderes, aber wie du schon sagts, die meisten Leute machen sich diese Mühe bzw die Kosten nicht.
    Die Diagnose wird aber trotzdem sehr oft bei Euthanasie wegen Aggression angeführt, was "interessant" ist, wenn man eben wirklich mal guckt wie selten (ausdiagnostizierte) Hirntumore beim Hund sind und wie wenige davon überhaupt zu Agression führen.


    Ich grübele auch gerade über die Lösung in einem schwierigen Fall nach.[...]

    Ich würde ihn aber, ohne Anspruch auf fachliche Korrektheit zu erheben, durchaus als einen von Cattlefans "Psychopathen" ansprechen. Den ersten und hoffentlich letzten.

    Tja, und wenn das wirklich so ist (kann ja im Internet keiner beurteilen, aber so wie du es beschreibst, klingt es schon danach), dann wäre das für mich ein klarer Fall von "Braucht kein Mensch."

    Ist dann schade um den jungen, gesunden Hund, aber wer will dann sowas? Keiner. Ganz ehrlich, es gibt so viele Hunde, die entweder von sich aus ziemlich lieb sind (oftmals sogar trotz suboptimaler Aufzucht und schlechten Erfahrungen) oder nur ein bisschen Korrektur brauchen und sich dann tadellos benehmen können. Warum dann unter Gefährdung der eigenen Gesundheit und der anderer ewig an dem einen Hund rumdoktorn, bei dem es einfach nicht greift?

    Ich mein, wenn es jemand gibt, der genau diesen Hund mag und will und daher breit ist, sich die Mühe zu machen oder auch einfach damit zu leben - super, immer ran an den Speck. Das meine ich ernst, das wäre dann einfach ein riesiger Glücksfall für diesen Hund, der ja auch nix dafür kann, dass er halt ist, wie er ist. Das gönne ich jedem Hund.

    Aber da, realistisch gesehen, solche Glücksfälle sehr selten sind: Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.


    EDIT: Und ich kann meinen direkten Vorschreibern nur zustimmen, es gibt einfach Hunde mit ungünstiger Veranlagung, die sich nicht wegerziehen und -sozialisieren lässt. Klar sind die nicht "Schuld", ihre Besitzer aber oft auch nicht.

    Ein früherer DSH von Bekannten war der liebste und bravste Familienhund, bis er sich urplötzlich im Gesicht des damals 5-8-jährigen (ich weiß nicht mehr genau wie alt er war) Sohnes verbissen hatte. Bei ihm wurde ein Hirntumor festgestellt und dann wurde er eingeschläfert.

    Ich frag mich ja immer, wie die ganzen Hinrtumore diagnostziert werden, die gefühlt der Hälfte aller wegen Aggression euthanasierten Hunden hatte?

    Denn eigentlich braucht man dafür CT und/oder MRT (sehr teuer) und/oder eine pathologische Untersuchung nach der Tötung.
    Gesetzt der Fall, der Hund hat außer der Aggression keine weiteren Symptome, kann man sowas nicht diagnostizieren, sondern bestenfalls ins blaue rein raten. Hat er neurologische Symptome, welche man eigentlich schon erwarten würde wenn die Krankheit soweit fortgeschritten ist, dass sie sich auf's Verhalten auswirkt, dann sollten die Angriffe für den Besitzer erstens nicht "aus heiterem Himmel" kommen und zweitens braucht es dann immer noch einen erfahrenen Neurologen (also einen Spezialisten auf diesem Gebiet), um überhaupt den begründeten Verdacht auf einen Hirntumor auszusprechen... Diagnosesicherung siehe oben.


    Ich persönlich halt die "Diagnose" Hirntumor in den meisten Fällen für eine bequeme Ausrede zur Gewissensberuhigung von Hundebesitzern und Tierärtzen gleichermaßen, denn von all den Fällen wo es angeblich ein Tumor war kenne ich grade mal einen, wo die Diagnose tatsächlich abgesichert wurde und da war die Aggression nicht das hauptsächliche und auch erst ein etwas später auftretendes Symptom.


    Sowas KANN natürlich vorkommen, und vielleicht war es in diesem konkreten Fall im Zitat wirklich so und das ganze wurde auch vernüftig diagnostiziert, darüber will ich gar nicht urteilen.
    Aber meistens kommt Problemverhalten ja nur für Laien aus scheinbar heiterem Himmel und ist nur für diese unerklärlich und der Tumor ist dann halt sehr tröstlich - "Ach, wir konnten nix dafür, wir haben alles richig gemacht, er war eben krank".


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    Das Problem mit "Problemhunden" ist meistens tatsächlich eher weniger, dass sie Probleme hätten, die aufwendige "Resozialisation" nötig machen würden, sondern meistens wirklich eher, dass sie ein etwas anderes Umfeld bräuchten und dass sie nicht erzogen sind.

    Passende Plätze und kompetente Leute sind aber leider rar und so wachsen sich dann auch einfache Haltungs-/Managementfehler und Erziehungsfehler so sehr aus, dass am Ende nix bleibt außer den Hund zu töten.


    Wirklich gestörte Hunde sind selten. Bevor man so einen lebenslänglich zur Zwingerhaft verdammt, würde ich ihn eher einschläfern.
    Aber die meisten sind halt nicht solche Extremfälle und trotzdem ist es oft unmöglich, neue Plätze zu finden.

    Schon witzig, dass keiner auf die Idee kommt, sich mal ins Hundebett zu legen. Unser Hund hat ein großes RidgiPad, da passe ich locker rein. Er findet das aber gar nicht witzig, seinen Rückzugsort teilen zu müssen.

    Ich kuschel ganz gern mal mit meinen Hunden in ihren Betten (schlauchbootgroße Kunstlederdinger mit Thermovlies/Vetbet und/oder Schaffell drin) und bin da auch schon mit ihnen zusammen drin eingeschlafen (man muss ja wissen, ob die memory foam Einlage für den älteren Hund so gut ist wie angepriesen ;) ) und ich glaube sie fanden es ganz gemütlich. Auf Dauer find ich aber mein eigenes Bett bequemer und 1/3 meines Hundebestandes geht es scheinbar ebenso, während die anderen 2/3 dauerhaft oder die meiste Zeit ihre eigenen Betten oder das Sofa vorziehen. :D


    Ich muss aber auch sagen, dass einen Großteil der Hunde, die ich kenne und tagtäglich untersuche garantiert nicht bei mir im Bett schlafen dürfte, oder zumindest erst nach erfolgter Grundreinigung und Grundsanierung. Viele auch nie.

    Mein Greyhound Robin schläft nicht im Bett - ihm ist es zu warm und mir ist er zu sperrig. Er liegt, wenn einmal abgelegt, wie ein Betonklotz, und streckt seine langen Beine gnadenlos aus.

    Saluki Janaah kommt ab und an zum kuscheln ins Bett, schläft aber selten die ganze Nacht durch bei mir. Er hat seinen Stammplatz im Hundebett direkt neben meinem Bett oder sonst auf dem Sofa im Flur direkt gegenüber von meiner Schlafzimmertür, da kann er sich so richtig langmachen. Er hat ganz gern ein bisschen Platz für sich. Wenn er im Bett schläft, dann am Fußende.

    Saluki DeeDee schläft leidenschaftlich gern und fast jede Nacht im Bett. Sie liegt gern im Körperkontakt, entweder in den Kniekehlen oder an den Bauch gekuschelt, gern auch unter der Decke. Dabei stört sie nur wenig bis gar nicht, sie liegt ruhig, macht sich nicht so breit, rückt zur Seite wenn ich mich bewege und kuschelt dann später wieder an.
    Jetzt grade liegt sie, wie eigentlich immer wenn ich am PC sitze, unter meiner Daunenbettdecke auf dem Sofa, an meine Beine gekuschelt (sitze immer mit dem Laptop auf der Couch).


    Sie sind alle kurzhaarig und ziemlich sauber. Dee kriegt nen Höschen an wenn sie läufig ist. Haare verlieren sie, klar, aber die sind eh überall, das ist ein aussichtsloser Kampf.

    Meine Greyhounds sind/waren beide fast völlig stumm. Der eine konnte auf Kommando bellen, hat von selber aber sogut wie nie gebellt, also vielleicht 1x im Jahr nen leisen Beller oder so. Der andere bellt vielleicht auch so 1-2 Mal im Jahr wenn er nen Hasen sieht und sehr aufgeregt ist, aber auch nur leise und abgewürgt.


    Von meinen Salukis ist einer sehr bellfreudig (meldet jedes verdächtige Geräusch) und einer sehr ruhig, schreit nur bei Wild oder auf der Rennbahn rum. Generell bellen Salukis aber schon ganz gern, erst recht zu mehreren, und sie machen auch sonst viele Geräusche. Azawakhs und Afghanen auch.

    Basenjis bellen zwar nicht, aber leise ist trotzdem was anderes... die jaulen und fiepen und "jodeln" dafür.

    Naja ist man wirklich Psycho weil man seine Tiere schützen will?
    Wenn ich zB ein Tier an jemanden gebe, der Null Ahnung von Zucht und Genetik hat, ist es nur mehr als sinnvoll ein Zuchtverbot zu verhängen bevor mit dem Tier Miste gebaut wird.

    Tja, nur leider gehen auch die Meinungen davon, wer null Ahnung hat und wer nicht ganz stark auseinander.

    Ich hatte ja das Beispiel der Züchterin erwähnt, die für ihre Hunde erstmal pauschal ein Zuchtverbot in die Verträge schreibt (dazu kommt noch, das hatte ich gar nicht erwähnt, dass sie sich Eigentumsrechte am Nachwuchs "einräumt", sollte man ohne ihr Einverständnis gezüchtet haben).
    Da hat sich z.B. eine Welpenkäuferin drüber weggesetzt, der Rüde den sie hatte hat in einer anderen Zucht gedeckt, die Hündin hat bei ihr zwei Würfe gehabt.

    Als sie die Hunde kaufte, hattesie zwar schon länger Hunde- und auch Rasseerfahrung, aber noch keine Zuchtabsichten. Sie hat beide ausgestellt, beide sportlich gefördert und sie haben sich toll gemacht. Es kamen Deckanfragen für den Rüden. Leute meldeten Interesse an einem Welpen aus der Hündin an, falls sie mal einen Wurf haben sollte.

    Beide wurden angekört, untersucht, es wurde ein Zwinger angemeldet usw usf.

    Die Züchterin der beiden Hunde hat ne riesen Welle gemacht, die Käuferin im Internet und mündlich schlechtgeredet und gegen sie gehetzt, stand bei ihr vor der Haustür und hat die Hunde zurückgefordert und ist letztlich auch vor Gericht gezogen - wo sie erwartungsgemäß verloren hat.

    Trotzdem hatte die Käuferin und Neuzüchterin deswegen jahrelang Stress. Sowas ist Psycho.

    Wenn der Hund Einhoder ist oder einen schweren Unterbiss oder ne Knickrute hat, würde ih mich auf ein Zuchtverbot einlassen - aber dann würde er eh nicht angekört werden.


    Und zum Beispiel beim Kauf eines TS-Hundes würde ich mir nie auferlegen lassen, diesen zu kastrieren. Entweder ich mach das, weil ich denke, dass es besser für den Hund wäre, oder ich lasse es, aber das ist MEINE Entscheidung.
    Ebensowenig lasse ich mir sagen, ob ich den Hund jemals in uneingezäuntem Gelände ableinen darf oder nicht. Da gab's/gibt's eine Windhund-Orga, die ihren Käufern das verboten hat und auch schon bei Verstößen zumindest versucht hat, Hunde zurückzufordern. In einem Fall weiß ich, dass die Käufer vom Auftreten der Person, die geschickt wurde um den Hund abzuholen, so eingeschüchtert waren, dass sie ihn abgegeben haben. Würd ich jetzt auch nicht machen, aber hey, manche Leute sind leicht zu beeindrucken.

    Auch das ist MEINE Entscheidung, entweder man traut mir, dass ich mich vernünftig kümmere und im Sinne des Hunde entscheide, oder man gibt mir halt keinen Hund, wie Helfstyna schon richtig sagte:

    Ich frage mich ja immer, wenn ich so eine schlechte Meinung von Menschen habe, wieso vertraue ich ihnen dann ein Tier an?
    [...]

    Wenn ich jemandem nicht zutraue in vollem Umfang zum Besten des Hundes zu entscheiden, handeln und zu leben in jeglichen Belangen, dann gebe ich diesem Jemand keinen Hund.

    Diese Denke, dass außer ihnen selber wohl leider keiner perfekt und zuverlässig genug sei, um einen Hund von alleine "richtig" zu halten und der Versuch, das durch Zwangsmaßnahmen zu reglementieren, scheint im TS verbreiteter zu sein als bei Züchtern.

    Ich denke das leigt daran, dass der Züchter die größere Auswahl an Käufern hat - er MUSS ja nicht züchten und produziert meist nur so viel, wie er unterbringen kann, das kann er ja selber steuern. Dann kann er sich auch für diese Tiere wirklich gute Plätze aussuchen.

    Im TS dagegen rückt immer was nach, überall wird Hilfe gebraucht, und selbst wenn man eigentlich eher auf Qualität als auf Quantität bei der Vermittlung achtet, ist man oft doch froh, wenn einer unter und Platz für den nächsten armen Tropf ist.

    Da macht man vielleicht eher Kompromisse, die man hofft, durch sowas ausbügel zu können. Funktioniert aber nicht, denn erstens machen die Leute heimlich eh was sie wollen und zweitens sind ja eben viele Schutzverträge rechtlich nicht haltbar.


    Wegen Lohnauskunft und so:
    Ne Gehaltsabrechnung würde ich nun auch nicht vorlegen, da würde ich auch dankend ablehnen und mich woanders umgucken. Aber ich kann verstehen, wenn Züchter oder TS ein bisschen eingehender nach dem Geld fragt und den Beruf wissen will und so.

    Es ist nunmal so, Hundehaltung kostet auch Geld. Leute ohne Geld haben ihre Tiere nicht weniger lieb, aber wenn ihr Hund vor's Auto läuft oder unklare internistische Symptome hat die teuere Diagnostik brauchen oder ne Krankheit, die lebenslänglich Spezialfutter + Medikamente nötig macht, dann bringt alle Liebe nix, dann muss das Portmonee aufgehen. Wenn ich den Eindruck hätte, jemand krebst finanziell grade so dahin, ich würde dahin nicht verkaufen.
    Freundin hatte zum Beispiel man ne Interessentin für einen TS-Hund abgelehnt, die lebte von einer winzigen Rente (Frührentnerin aus gesundheitlichen Gründen) und hielt schon vier große Hunde, bewarb sich jetzt auf den fünften. Auf die Frage was sie z.B. in medizinischen Notfällen machen würde, konnte sie keine zufriendestellende Antwort geben, nur sowas in die Richtung, dass sie noch immer was möglich gemacht und zusammengekratzt hat und das ja nicht alle auf einmal krank werden etc.


    Tja, ich weiß, dass auch reiche Leute nicht immer viel für ihre Köter augeben und auch, dass auch hier im DF Leute sind, denen es nicht so viel anderes geht als der Interessentin im Beispiel oben...

    So ist das halt, von mir würde so jemand keinen Hund kriegen. Dafür gibt's ja auch unter Züchtern und TS-Orgas verschiedene Einstellungen, irgendwo kriegen die dann schon einen Hund und werden hoffentlich glücklich damit.

    Wobei solche Klausen wie Zuchtverbot ohne Einverständnis oder Ausstellungsverbot rechtlich keine Grundlage habe! Ich erwerbe mit dem Kauf eines Hundes das Eigentum sprich ich habe die tatsächliche Sachgewalt über eine Sache (gilt auch für Tiere). Wenn ein Züchter sowas durchsetzen möchte, dann muss er es so regeln, dass er selber Eigentümer und Person xy Besitzer wird, dann ist sowas möglich!

    Ich weiß, aber unter Umständen hat man trotzdem ne Menge Ärger an der Backe mit Leuten, die sowas fordern, sei es nun TS (Kastrationsklauseln und so) oder Züchter. Ob sie einem wirklich was können ist die eine Frage, aber sie können einem das Leben unangenehm machen, wenn man es wagt sich ihnen zu wiedersetzen.
    Daher würde ich bei solchen Psychos nicht kaufen.

    Ich hab's bisher eigentlich noch nicht erlebt, dass da ein Geheimnis drauß gemacht wird wenn ein oder mehrere Welpen tot geboren sind oder früh versterben. Die meisten Züchter wissen eben, dass das mal passiert. Solange es keine außergewöhnlichen Umstände oder Zahlen waren, weid es idR gar nicht groß erwähnt, außer eben wie Gaby sagte im Wurfabnahmeprotokoll oder in den Wurfmeldungen in der Verbandszeitschrift oä.


    Viel eher hab ich es mitgekriegt, dass es so ist wie Lendril erwähnte, dass bei Abgabe verschwiegen wird, wenn ein oder mehrere Welpen besonders aufwendig gepäppelt werden mussten oder sogar schon ne OP hatten (Nabelbruch z.B., oder die - eigentlich verbotene - Entferung der Wolfskrallen bei Rassen, die sie nicht haben sollen) oder wenn die Mutter kein gutes Instinktverhalten hatte und z.B. nur unter Aufsicht zum säugen zu den Welpen gelassen werden konnte, weil sie sie sonst aus Beutetrieb oder übertriebenem Pflegeverhalten getötet oder sich aus Achtlosigkeit draufgelegt hätte.
    Das mag alles für reine "Sofahund-Käufer" nicht so relevant sein, aber für Leute, die einen Hund mit eventuell Zuchtqualitäten suchen eben schon, die wären zu Recht von sowas abgeschreckt.


    Ein persönliches NoGo bei der Züchter- oder auch Tierschutzorga-Auswahl ist mir übrigens noch eingefallen: Knebelverträge.

    Oft sind sie ja rechtlich gar nicht haltbar, aber ich wäre trotzdem vorsichtig damit, einen Vertrag zu unterschreiben, der z.B. fordert, dass ein Hund nie außerhalb von eingezäuntem Gelände von der Leine gelassen werden darf (das hatten vor Jahren mal einige Windhund-Orgas im Vertrag) oder dass er nicht am Halsband, sondern nur am Geschirr zu führen ist (das wurde in einem TS-Schutzvertrag gefordert, den ich gelesen hab).

    Außer bei echten, gesundheitlich relevanten erblichen Fehlern, würde ich mir auch kein Zuchtverbot vertraglich auferlegen lassen (macht einen mir bekannte Züchterin, sie verbietet in ihren Kaufverträgen jegliche Zuchtverwendung der bei ihr gekauften Hunde ohne ihr explizites Einverständnis) und erst Recht kein Ausstellungsverbot (hat eine in ihrer Rasse international hocherfolgreiche ausstellende Züchterin aus Deutschland Bekannten von mir in den Vertrag geschrieben - der Hund war ihr nicht gut genug zum ausstellen, also wollte sie auch nicht, dass er gesehen wird).

    Wenn ich den Hund kaufe, dann mit allen Rechten und Pflichten und dann ist es meiner und ich entscheide, was damit passiert.