Beiträge von Marula

    Ja, da hast du sicher Recht. Also mit dem anderen bestimmt auch, ich kenne mich damit echt nicht aus.

    Ich weiß ja auch nicht, woher meine Hunde ursprünglich kommen. Die hatten z. T. auch ihr Päcklein zu tragen, aber ich bin mir sehr sicher, dass das auf ihre Erfahrungen zurückzuführen ist und nicht auf die genetischen Voraussetzungen.
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    Aber wie gesagt, ich weiß bei keinem Hund, aus welchem Stall sie kommen. Aber ganz sicher nicht von dem, was man hier so allgemein als guten Züchter ansieht und was ja hier zur Debatte steht.
    Deshalb finde ich das Thema interessant und vielleicht gehören meine Erfahrungen auch dazu, denn Bällchenbad und Pipapo hatten die ganz sicher nicht. Man kann also sagen, dass ich die gleichen Beobachtungen gemacht habe wie du.
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    Ich hab mit meinen beiden TS-Hunden ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich denke, beide sind zumindest nicht misshandelt worden und ich könnte mir auch vorstellen, dass sie durchaus mit freundlichem Menschenkontakt aufgezogen wurden, aber ich weiß es nicht. Jedenfalls ist da mit Sicherheit keine großartige Sozialisation im hiesigen Sinne gelaufen.

    Trotzdem sind und waren sie beide sehr nervenstark, hatten keinerlei Umstellungsschwierigkeiten auf das Leben im Haus. Alltagsgeräusche, Bahnfahren, mit zur Uni kommen, alles kein Ding. Sie mögen/mochten beide andere Menschen, lassen sich überall anfassen, sind lernwillig und einfach echte Mitmacher.

    Der eine hatte ein Problem mit anderen (kleinen) Hunden, das mMn teils genetisch bedingt, teils ein Sozialisationsmangel und teils erlerntes Verhalten war. Da hat er aber doch noch einiges dazugelernt auf seine alten Tage, so dass ein problemfreier Alltag in der Hinsicht möglich ist - eine richtige Sozialisation ersetzt das natülich nicht.

    Noch interessanter finde ich aber meine beiden Züchterhunde:
    Beide mit 7 Monaten übernommen. Beide stammen aus einer laut Dogforum wohl sehr suboptimalen Aufzucht: Sie kannten noch kein Halsband und keine Leinenspaziergänge, sondern jeweils nur das Grundstück des Züchters (bis auf ein paar "Ausflüge" zum TA zum impfen und so), und waren erziehungsmäßig mehr oder weniger "roh" - stubenrein und kamen wenn man rief, aber das war's auch schon.

    Beide sind im Familienrudel mit diversen erwachsenen Hunden aus der selben Linie aufgewachsen. Die eine Züchterin hatte zusätzlich noch einen alten DSH und mehrere Katzen, die andere einen Zwergdackel und ab und zu Besuch von Freunden mit anderen Hunden (Afghanen, Neufundländer, ein Bloodhound, andere Salukis, ein anderer Dackel).

    Beide hatten ein bisschen Spielzeug und ein abwechselungsreiches Grundstück und wuchsen im Haus mit freiem Zugang zum Garten auf, aber beide waren ziemlich abgeschieden von der Welt - die eine durch eine übermannshohe Mauer und Sichtschutzzäune um den Garten, der andere weil das Grundstück außerhalb und mitten im Wald lag, nur über einen unbefestigten Waldweg zu erreichen. Bei der Züchterin mit der Mauer drangen natürlich Alltagsgeräusche aus der Nachbarschaft (Vorstadt) rein, bei der anderen war ein Truppenübungsplatz in der Nachbarschaft, wo fast täglich mit schwerem Geschütz geübt wird, da hat's also geknallt dass die Scheiben in den Rahmen vibrierten.

    Bei beiden Würfen sind einige Welpen mit 8-10 Wochen und einige mit mehreren Monaten umgezogen, die letzten waren jeweils fast ein Jahr alt.

    Das interessante:
    Die Geschwister sind in beiden Würfen jeweils sehr einheitlich im Charakter, egal, ob sie mit wenigen Wochen oder mit mehreren Monaten schon umgezogen sind, also unabhängig davon, was die neuen Besitzer damit gemacht haben.

    Und beide Würfe sind trotz sehr ähnlichen, "schlechten" Aufzuchtbedingungen im Wesen verschieden wie Tag und Nacht. In dem einen Wurf sind alle Geschwister mehr oder weniger scheu bis unverträglich mit rudel-/familienfremden Hunden und Menschen ("trotz" der Aufzucht aber keine Umweltprobleme/-ängste, sowas wie Straßenbahn fahren oder mit in die Uni kommen war auch easy und bedurfte keiner besonderen Übung), der andere Wurf sind alles offenherzige, neugierige Charmeure, die durchs Leben gehen als wäre es ein einziger roter Teppich.

    UND beide Würfe erfüllen letztendlich genau ihre Genetik, das kann ich jetzt, wo ich mehr Hunde aus beiden Linien bzw deren Besitzer und Ex-Besitzer kenne, schon sagen.


    Ist nur eine Anekdote. Aber Beruhend auf diesen meinen Erfahrungen ist es meine Meinung, das so ein Wackelkandidat mit eher ungünstiger Veranlagung von ner guten Sozialisierung schon profitieren kann (für meine Hündin wäre ein frühes "Alle Menschen sind geil!"-Übungsprogramm sicher vorteilhaft gewesen, hätte mir vielleicht das Leben erleichtert), für den von der Genetik her schon zugänglichen Welpen braucht es nicht viel Klimbim, der muss nur am Alltag teilnehmen und nett behandelt werden, dann wird auch ein ordentlicher Hund drauß.

    Man weiß ja nun nicht vorher, was in dem Hund steckt, deswegen ist es aus Sicht des "Endverbrauchers" Welpekäufer wohl besser, wenn der Züchter jeden Welpen wie einen Wackelkandidaten behandelt und ihm somit jede menschenmögliche Chance gibt, zu nem ordentlichen Hund zu werden.

    Aus züchterischer Sicht wäre es vielleicht besser, man macht kein großes Gewesen mit den Welpen und züchtet lieber nur mit Hunden, die ohne viel Aufwand schon das Verhalten zeigen, das ich mir wünsche.

    DAS kann ich aber auch im Auslauf am 'Welpenzwinger' haben. Dafür braucht man keinen Garten..

    Ich weiß nicht, wie expecto.patronum es gemeint hat, ich benutzte hier "Garten" im weitesten Sinnen, eigentlich meine ich eher "Gelände" - genug Platz zu haben finde ich zur Hundezucht schon unabdingbar, wenn es nicht grade Toyrassen mit kleinen Würfen sind. Ob man die Welpen nun auf dem ganzen, vielleicht nicht so riesigen, Grundstück rumennen lässt oder einen Teil von einem sehr großen Grundstück als Welpenauslauf abzäunt ist mir herzlich egal, hauptsache Welpen einer großen Rasse wachsen nicht auf ner besseren Terrasse auf, wo sie keine 3 m gradaus laufen können.

    Grundsätzlich sucher ich die Hunde mehr nach dem aus, was ich haben will. Aber ich will auch keine blutigen Kloppereien haben, ich möchte entspannt mit ihnen leben ohne zu trennen oder ständig streng zu reglementieren. Ist ja nicht so, dass das nur für die Hunde doof wäre wenn sie sich nicht verstehen, ich stell mir unter Spaß auch was anderes vor.

    Insofern überlege ich schon was passen würde. In meine aktuelle Gruppe würde ich zum Beispiel erwachsene Hunde beiderlei Geschlechts nur sehr vorsichtig reinnehmen und nur nach gründlichem "ausprobieren".
    Grade so ab drei Hunde aufwärts und bei gemischtgeschlechtlicher Haltung (intakt) finde ich es dann irgendwann einfacher, wenn die neuen einfach in die Gruppe reinwachsen.

    Ich besteh aber nicht auf vorheriges kennenlernen der Neuzugänge durch die Alten und deren "Segen", hab ich bei den erwachsenen und Junghunden nicht gemacht und würde ich schon gar nicht bei Welpen machen. Es dauert manchmal eben ein paar Tage oder Wochen, bis die alle warm miteinander werden. Die Hundefreundschaften, die in den ersten Stunden und Minuten geschlossen werden, die gibts, aber auch viele, die länger brauchen.

    Wenn ich denke, es müsste von der Konstellation (Geschlecht, Alter usw) und vom grundsätzlichen Charakter her passen, dann wird das gemacht, auch wenn die Hunde vielleicht erstmal noch nicht so begeistert sind.

    Sollte es wirklich gar nicht passen, dann würde ich eher einen Hund abgeben als dauerhaft trennen, zumindest in meiner aktuellen Wohn- und Lebenssituation.

    Ich putze nicht, ist zum Glück nicht nötig. Ab und zu kratze ich dünne Bekläge mit dem Fingernagel weg, üblicherweise auf den Fangzähnen und den oberen Reißzähnen. Aber viel ist's nicht.

    Robin hat einen abgestorbenen Schneidezahn, der eigentlich mal raus müsste, ich dachte immer "Wenn er eh mal in Narkose muss...", naja, und jetzt ist er schon was älter, jetzt leg ich ihn extra deswegen auch nicht mehr ab. Seine Schneidezähne sind auch generell nicht die besten, die sind finde ich für seine Größe recht klein und zart und auch schon recht abgenutzt, aber soweit ok. Sie haben sich auch mMn nicht mehr wesentlich verschlechtert, seit ich ihn mit 4 1/2 bekommen hab.

    Dee hat sich einen Schneidezahn beim toben abgebrochen (sanftmütige Windhunde am Werk...), aber die Wurzel saß zum Glück dann auch nicht mehr fest und ging ohne Narkose rauszupulen.

    Ich fütter ja frisch und der Fleischanteil ist ein paar Mal die Woche Hähnchenkarkassen oder Hähnchenschenkel mit Rückenstück, da müssen sie immerhin ein paar Mal draufbeißen. Außerdem bekomme ich seit neuestem ab und an Knochen/fleischige Knochen vom Rehwild (Rippenbogen, Brustbein, Hals, Rückgrat, Schulterblätter, Becken... bisher kann sich nur Janaah so richtig dafür begeistern, die anderen machen noch lange Zähne) und immer mal wieder große Rinderknochen. Außerdem regelmäßig, meist täglich, harte Kausachen.

    Sogar Robin, der früher recht kaufaul war, ist inzwischen auf den Geschmack gekommen. Die Salukis, besonders Janaah, sind wahre Nagetiere. Janaah liebt eh Fleisch und Knochen über alles, ich glaub der wäre mit Prey-Barf am glücklichsten...

    Lawrence war zum Ende recht kaufaul, es war ihm einfach zu anstrengend. Da musste ich dann ein bisschen säubern. ich nehm ganz gern Mulltupfer, mache das auf einen Finger und ein bisschen Wasserstoffperoxid drauf. Das geht ganz gut für weichere Beläge, natürlich je öfter, desto besser.

    Viel Glück und gute Besserung euren Patienten. Meine Jungs hatten solche Erscheinungen vor dem hohen Alter nicht, nichtmal der arthrosegeplagte Robin... wir mussten auch nie was einrenken.

    Ich weiß nicht, ich hatte wohl zwei Mal einfach Glück - meine Greys haben eigentlich bis zum Alter von 11-12 Jahren nie was ernstes gehabt, dann gings mit den Alterzipperlein los. Die hatten/haben (bei vernünftiger Fütterung und minimaler Pflege) nichtmal großartig Zahnstein, und das sagt man der Rasse ja auch nach, schlechte Zahnsubstanz und starke Neigung zum Zahnstein.

    Ich muss nochmal korrigieren/ergänzen:

    Achja, Welpe, Junghund oder jüngerer erwachsener Hund wären mir momentan wichtig, ein älterer erwachsener Hund oder ein Senior wird hier vorerst wohl nicht einziehen.Ein reinrassiger Abgabehund mit Papiere käme in Frage, ein waschechter TS-Hund nicht.

    Ein TS-Hund kommt wirklich nur momentan nicht in Frage, grundsätzlich hab ich da nix gegen (das hörte sich so Anti-TS an), ich möchte nur jetzt erstmal Hunde, bei denen ich mehr in der Hand hab.


    Die Punkte Preis und Erntfernung hab ich vergessen:

    - Preis würde ich jeweils nicht wesentlich mehr zahlen als den ortsüblichen Welpenpreis (der hierzulande so +/- 1300 € ist), vielleicht ein paar 100 € mehr wenn ich den Hund umbedongt haben will, aber eher nicht.
    Alles darüber, tja, das scheitert dann auch einfach an der Realität, egal wie super ich einen Hund finde, ich hab da nicht 1000e von €'s für rumliegen. Hätte ich das Geld locker, würde ich auch ein paar 1000 € bezahlen, einzelne Salukis werden durchaus mal zu solchen Preisen verkauft, auch wenn es nicht die Regel ist. "Anständig" finde ich solche Preise aber nicht.


    - Entfernung: Naja, Neuseeland und Australien eher nicht (aber auch hauptsächlich, weil ich bisher nix gesehen hätte, was ich von da umbedingt haben müsste) ansonsten bin ich recht schmerzfrei. Alles was mit dem Auto zu schaffen ist, ist eh kein Thema und für die anderen Fälle gibt's Fähren und Flieger.
    Da es mich nicht groß stört, einen Welpen/Junghund erst mit 15 Wochen oder sogar mit 7 Monaten zu bekommen, hab ich auch kein Problem mit neuen und alten Importregelungen (obwohl es ohne natürlich einfacher wäre).


    Bezüglich Veranlagung vs Aufzucht:
    Das ist ja ein viel diskutiertes Streitthema, aber ich persönlich denke, Genetik toppt Sozialisation, solange der Hund nicht total isoliert aufwächst oder schlecht behandelt wird. Insofern reicht mir eine ganz "normale" Aufzucht ohne viel Klimbim, aber ich will eben bei den Eltern und Verwandten ganu das Verhalten sehen, dass ich auch bei den Welpen haben möchte.

    Ob der Garten nun aussehen muss wie das Fantasialand hängt sicher von den Gegebenheiten ab.
    Ich hab zum Beispiel Bekannte, die haben einen Hof und die Welpen haben, sobald sie mobil werden, da einen Auslauf von bestimmt 300 m² mit verschiedenen "Geländestrukturen" drin zur Verfügung (das ist der "Hundegarten" den sonst die erwachsenen Hunde allein nutzen, mit fest aufgebauten Hundehäusern aus Holz und ner Aussichtsplattform und ner in den Boden eigegrabenen Betonröhre und nem Erdhügel) und unter Aufsicht ein bis mehrmals täglich das ganze Gelände von mehreren 1000 m², mit Pferdestall samt Misthaufen, Wiese, Gebüsch, Teich und so weiter.
    Die Züchterin von meinem Jungrüden wohnt mitten im Wald, ihr Gelände ist einfach ein halber Hektar (das ist nicht soooo viel) abgetrennter Wald, mit Unterholz, Brombeerverhauen, einem großen Stapel Findlinge, mehreren umgefallenen Bäumen, natürlichem Gefälle... was es da nicht gibt ist Rasen oder ne gepflasterte Einfahrt. Dafür aber bei entsprechendem Wetter ziemlich tiefe Pfützen. Sobald sie mobil sind, haben die Welpen das ganze Gelände zur freien Verfügung.
    Wenn man so wohnt, braucht man kein Wippbrett aufbauen. ;)

    Hat man dagegen nen eher reizarmen, langweiligen Garten, Rasen mit Lebensbäumen drum rum und ne Vogeltränke, dann muss man vielleicht ein paar Geräte aufbauen.


    Ich würd sowohl bei dem Züchter kaufen, wo die Welpen das verwilderte Grundstück erforschen können als auch bei dem, der liebevoll einen ganzen Spielplatz aufgebaut hat - aber nicht da, wo die Welpen auf 60 m² glattem Beton und Rasen und in nem steril-sauberen Wurfzimmer oder Zwinger aufwachsen (zumindest nicht, wenn da nicht sonst noch was läuft).

    Schwere Frage, ich hab da keine ganz 100% festen Kriterien, wie andere auch bin ich der Meinung, dass es ganz und gar perfekt nicht geht.


    Persönliche Sympathie zum Züchter ist schön, ich finde es gut, nachher noch Kontakt halten zu können und das ist nunmal leichter bei jemandem, wo man nicht jedesmal Würgreiz kriegt wenn die Nummer im Handydisplay auftaucht. Es muss nicht die dicke Freundschaft sein, der Berührungspunkt sind die Hunde, da brauch man über Homoehe und Einwanderungspolitik nicht einer Meinung sein.

    Mir ist es aber schon lieber, wenn es ein Züchter ist, wo ich den Hund auch guten Gewissens in Urlaubspflege geben kann bzw dem ich den Hund guten Gewissens anvertrauen könnte, wenn ich ihn nicht mehr halten könnte. Wenn das jemand ist, wo ich deswegen Bauchschmerzen hätte, da würde ich schon sehr überlegen, ob ich da kaufe.

    Es gibt zum Beispiel eine Züchterin, deren Hunde gefallen mir ganz gut, ich finde ihre Hundehaltung auch ok soweit, denke es gibt schlechteres für einen Hund... aber dahin zurückgeben würde ich einen Hund auch nicht. Ich weiß aber, dass sie drauf besteht, das Abgabehunde zu ihr zurück MÜSSEN und das sie deswegen schon mehrere Gerichtsverhandlungen geführt hat. Das schreckt mich ehrlich gesagt ab, da zu kaufen.

    Züchterisch finde ich es wichtig, dass es Hand und Fuß und ein realistisches Zuchtziel hat was der Züchter macht.
    Er braucht nicht Genetik studiert haben, aber ein bisschen mehr als Grundwissen aus dem Züchterseminar des VDH sollte schon da sein.


    Für meine Rasse ist mir eine eher funktionale, leistungsbetonte Linie wichtiger als Showerfolge der Verwandschaft bzw des Zwingers. Sportliche Erfolge der Eltern sind schön, aber kein Muss.


    Papiere sind mir insofern wichtig, dass ich eventuell gern mal selber züchten möchte und dafür führt zurzeit halt kein Weg an VDH/FCi vorbei wenn man es mit langfristiger Perspektive machen möchte. Außerdem haben die meisten Hunde die mich interessieren so oder so FCI-Papiere. Und für die anderen könnte man meistens zumindesten Registerpapiere oder ne Importeintragung bekommen.


    Bedingungen beim Züchter selber und Welpenaufzucht:

    Genug Platz finde ich unabdingbar. Gesunde, leistungsfähige (Wind)hunde züchtet man nicht auf der Etage (ist ja auch gar nicht erlaubt...) und auch nicht mit Zwinger/Hundezimmer in der MIndestgröße und handtuchgroßem Auslauf. Die brauchen Platz um sich zu bewegen, damit sie später fit und gesund werden.

    Die Welpen selber brauchen ja noch nicht so viel Platz, aber spätestes wenn mal einer länger bleibt oder einer zurückkommt sollten die den Raum haben, sich auszutoben, und bei Windhunden ist man dafür spätestens bei mehreren Hunden fast immer auf (eigenes) eingezäuntes Gelände angewiesen.

    Hausaufzucht ist mir nicht so wichtig. Lieber eine gute Zwingeraufzucht mit Stroh in der Liegebox als ne schlechte Hausaufzucht auf Samtkissen. Wichtig ist, dass die Welpen nicht abgeschottet sind und viel mitkriegen (und das geht auch bei Zwingerhaltung), dass sie viel gehändelt werden und reichlich Ansprache kriegen.

    Aber natürlich hab ich auch nix gegen Hausaufzucht. Es ist nur so, zwei von meinen drei Hunden kamen aus Zwingerhaltung, einer aus teilweise Hausaufzucht, aber auch viel draußen und im "Hundehaus" und nur einer aus Hausaufzucht (aber mit freiem Zugang zum Garten) und ALLE hatten keinerlei Probleme mit dem Leben im Haus und gar keine bis nur sehr geringfügige Umstellungsprobleme. Der im Haus aufgezogene Hund war in keinster Weise einfacher oder besser angepasst oder so, es war einfach kein Unterschied. Daher ist mir das relativ latte.

    Ich finde es gut, wenn neben der Mutter noch ne Reihe weiterer erwachsener Hunde vorhanden sind, von denen die Welpen mit sozialisiert werden.

    Fremdhundekontakte finde ich bei Abgabe mit 8-10 Wochen nicht wirklich nötig. Wenn die Welpen länger bleiben, wäre das schon schön, wenn sie mal den einen oder anderen rudelfremden Hund verschiedener Rassen kennengelernt haben.


    Sozialisation mit Kindern ist mir nicht so wichtig, ich hab keine Kinder und will eigentlich auch keine.

    Umweltsozialisation: Es reicht mir völlig, wenn die Welpen wie gesagt viel gehändelt werden und normalen Alltag mitkriegen, das muss nicht der Hausalltag sein, das kann auch der Zwingeralltag sein, solange was passiert, solange sie nicht isoliert aufwachsen. Bleiben sie länger als bis zur 10 Woche, dann hab ich auch nix gegen den einen oder anderen Ausflug, Autofahrt etc, ist aber auch kein Muss.
    Meine Hunde kannten das alle nicht und waren nicht großartig sozialisiert im heutigen Sinne und hatten keine Probleme deswegen.

    Wichtig ist aber, wenn sie länger bleiben, dass jeder einzelne auch Ansprache kriegt. Wenn einzelne "Mauerblümchen" total untergehen und immer nur im Schatten ihrer Geschwister mitlaufen und der Züchter wartet eigentlich nur drauf, dass er diesen lästigerweise mit 8 Wochen noch nicht verkauften Fresser auch los wird, das wird meiner Erfahrung nach nix.


    Wie viele Hunde der Züchter hat, da bin ich tolerant. Die meisten Züchter die ich momentan so gut finde, dass ich da kaufen würde, haben zwischen 6 und 10 Hunden. Bei Windhunden haben eh sehr viele Leute mehr als 2 oder 3 Hunde, auch ganz normale Halter schon.
    Mit 2-4 aktiven Sport- und Zuchthunden, 2-4 Rentnern und 2-4 Nachwuchshunden kommt man leicht an oder in den niedrigen zweistelligen Bereich. Da kenne ich doch einige, die mMn auch allen Hunden gerecht werden.
    Einfach aus persönlicher Erfahrung wird es so ab 12 Hunde aufwärts auch bei guten wohnlichen , finanziellen und zeitlichen Vorraussetzungen meistens schwierig. Da würde ich zumindest immer hellhörig werden und mir alles sehr genau angucken, grade wenn es nicht ne Familie ist (eventuell sogar noch zwei Generationen aktive Hundeleute), sondern ne Einzelperson, wäre ich skeptisch. Aber würde ich vom Einzelfall abhängig machen.


    Fütterung, Impfung usw soll meinetwegen jeder machen wie er will.

    Achja, Welpe, Junghund oder jüngerer erwachsener Hund wären mir momentan wichtig, ein älterer erwachsener Hund oder ein Senior wird hier vorerst wohl nicht einziehen.
    Ein reinrassiger Abgabehund mit Papiere käme in Frage, ein waschechter TS-Hund nicht.


    Absolute, 100%-ige Ausschlusskriterien wären:
    - Scheue, agressive oder sonstwie nicht wesensfeste Althunde, besonders wenn es Verwandschaft von den Welpen ist.
    - Scheue, huschige Welpen.
    - Hoher Inzuchtgrad/enge Linienzucht.
    - Bekannte, schwerwiegende gesundheitliche Probleme in der Linie die man bei den Welpen nicht ausschließen kann, besonders wenn der Züchter da nicht offen mit umgeht.


    Ich kenne mich mit Möpsen nicht aus und wuste nicht, dass es Rassen gibt , die am liebsten permanent fressen.

    Doch... das gibt's schon, quer durch alle Rassen und bei manchen häufiger als bei anderen.


    Meine kriegen schon seit Jahren alle nur einmal täglich. Die beiden Junghunde hab ich jeweils mit 7 Monaten im Laufe einiger Wochen umgestellt.

    Sie bekommen tagsüber irgendwann was zu knabbern (Schweineohr, Kopfhaut oder ähnliches) und manchmal ne Hand voll Leckerlies beim Spazierengehen oder ein paar Happen beim kochen bzw vom Tisch, das war's aber auch schon.
    Bisher kommen alle bestens damit zurecht. Weder gesundheitliche Probleme noch exzessives betteln.

    Für mich ist ein Rassehund ein Hund, der äußerlich dem Rassestandard seiner Rasse bzw eben dem typischen Aussehen (bei Rassen, bei denen es keinen schriftlichen Standard gibt) entspricht, der rassetypisches Verhalten zeigt und der sich (ganz wichtig) mit anderen Hunden mit gleichen Eigenschaften auch wieder so reproduziert.

    Kleine Abweichungen sowohl im Äußeren wie auch im Wesen finde ich dabei akzeptabel, solange eben der Gesamteindruck der eines XY ist, also wenn der XY das erste ist, was dem Betrachter in den Sinn kommt, wenn er den Hund anguckt und (bei der Arbeit bzw seiner typischen Beschäftigung) erlebt. Das wäre dann das, was man "Rassetyp" nennt.


    Bei Kreuzungen und Rückkreuzungen halte ich es recht pragmatisch: Solange man die eingekreuzte Rasse noch sieht oder im Verhalten bemerkt, würde ich von Mischlingen sprechen, sobald das Zuchtresultat nach einigen Generationen wieder im Rassetyp steht und typisches Verhalten zeigt, kann man mMn wieder von Rasse XY sprechen.


    Hunde, die von reinrassigen Hunden mit Papieren abstammen, die der selben Rasse angehörten, sind für mich selbstversändlich reinrassig, es sind eben reinrassige Hunde ohne Papiere.
    Es ist natürlich so, dass man da nie ganz sicher sein kann, nicht beschissen zu werden bzw das die "Züchter" oft selber nicht wissen, ob da nun ein Tropfen was anderes drin rumschwimmt, weil sie selber schon aus nicht so seriösen Quellen gekauft haben. Aber wenn wir den menschlichen Faktor von Unehrlichkeit oder Unwissenheit mal rauslassen, ist das für mich gar keine Frage.


    Was ich schwierig finde sind Hunde, die zwar nachweislich reinrassig sind, mit Papier und allem, die aber so vom mMn eigentlich Zuchtziel weggezüchtet wurden, dass sie sich im Aussehen deutlich verändert haben und/oder auch typische Verhaltensweisen nicht mehr oder nicht mehr in für ihre angestammten Aufgaben ausreichender Weise zeigen.

    Sprich, der wasserscheue Labrador, der sich zu fein ist, was ins Maul zu nehmen, oder der Weimaraner, der vor nem angeschossenen Fuchs zurückschreckt, oder der Border Collie, der zum hüten nix mehr taugt... naja, das sind irgendwo für mich keine echten Vertreter ihrer jeweiligen Rasse mehr, lupenreines Papier hin oder her.
    Reinrassig sind sie aber wohl trotzdem, wenn die Elternschaf korrekt belegt ist.

    Ich finde sie sehr viel einfacher als Azawakhs. Und habe das Gefühl dass sie offener sind!
    Anhänglich und zu ihrer Familie- da zeigen sie echt eine extreme Bindung. Geben aber keinen Wert auf Kontakt zu anderen Menschen.. nicht wirklich jedenfalls. Sie lassen es dann 'so über sich ergehen' (das Streicheln) aber hängen nicht wie viele Whippets freundlich und Küsschen gebend im Gesicht rum, wenn jemand mit quiekiger Stimme spricht.
    Also wie gesagt: Sehr über allem schwebend. Recht souverän, klar in der Körpersprache. Also ich finde es echt beachtlich wie feinfühlig sie kommunizieren.
    Sie machen deutlich was sie wollen, was sie nicht wollen.
    Sind auf der Bahn gern sportlich aktiv. Die die ich kenne können aber z.B mit Ball und Co nichts anfangen.
    Den Junghund den ich kennen lernen durfte war ausserordentlich gut drauf und extrem leichtführig - aber da hat die Besitzerin auch gesagt, dass das eher so der 'Anfängersloughi' ist und nicht die Regel.

    Da könnte man auch eins zu eins alles mit "Saluki" ergänzen und es würde auch stimmen.

    Wobei Salukis wahrscheinlich innerhalb der Rasse nochmal eine größere Varianz haben. Einmal gibt es eh schon so viele verschiedene Typen aufgrund der verschiedenen geografischen Herkünfte in den Ursprungsländern und dann gibt es inzwischen (mMn leider) ausgesprochene Showlinien, die im Wesen doch etwas weicher und weniger extrem sind und daneben sehr ursprüngliche Salukis, die von der Abstammung nur 1-2 Generationen vom Ursprung der jagdlichen Leistungzucht weg sind und denen man das auch anmerkt. Und natürlich alles dazwischen.

    Aber grade dieses einerseits sehr besitzerfixierte, da auch durchaus anhimmelnde und ergebene, aber gegenüber Fremden reserviert-desinteressiert, dabei aber wesensfest und selbstsicher, das ist typisch für die Orientalen.

    Ich mein, es gibt immer auch individuelle Schwankungen in der Rasse - ich hab nun grade beides hier:
    Ich sag immer, wenn ich Dee und Janaah zusammenschmeißen würde, dann hätte ich einen normalen Saluki. Dee ist ja nicht nur distanziert, sondern hat einen Hang zur Scheu und eine gewisse Schärfe, Janaah liebt einfach alles und jeden und könnte, was seine Begeisterung für alle Menschen und Hunde angeht, auch ein junger Labrador sein. Es wurde mir versichert, es gäbe Salukis, die wären in ihrer Jugend so und das würde sich später geben... naja, ich harre gespannt der Dinge, die da kommen werden.

    Das ein will man, das andere kriegt man... vielleicht klappts ja mit dem rassetypischen Wesen beim nächsten mal... wobei sie beide auch durchaus sehr typische Rasseiegenschaften haben, nur eben der Punkt "Verhalten gegenüber Menschen" ist bei beiden nicht so die goldene Mitte.


    @Maady: Dann wünsche ich ganz viel Spaß beim Welpen angucken und hoffentlich aussuchen. Kommt der oder die Auserwählte denn gleich mit, wenn es passt? Naja, werden wir ja wohl morgen sehen.