Beiträge von Marula

    Neulich: "Was, DREI Hunde hast du? Ist das nicht ein bisschen viel?!"

    Und das von jemanden, der selber den ganzen Stall voller Pferde hat, dieses Jahr schon 6 Stuten gedeckt hat und schon wieder auf nen Sonntagmorgen um 08:30 mit der nächsten Stute zum besamen auf der Matte stand.

    Antwort: "Naja, andere habe halt mehr Pferde als sie eigentlich brauchen. Bei meinen muss ich den Mist wenigstens nicht Hängerweise wegkarren."

    Für die, die es interessiert: Nominierungen für das deutsche Team der Renn-EM
    http://www.dwzrv.de//files/nsmail-8_2.pdf


    Ich hab jetzt erst mitgeschnitten, dass Jin von TrueType kommt. Die Farbe finde ich ja sehr schön. Wir haben hier einen Whippet in der Gegend, der diese Farbe und ne ähnliche Zeichung hat, nur ohne dilute. Also dunkel gestromt, tiefschwarze Maske und schwarzer Überflug und dazu nen weiße Blesse und Stiefelchen. Sehr apart. :)

    Ich kenn solche Würfe auch, vor allem bei Terriern.

    Eine Studienkollegin hat Foxterrier als jagdliche Leistungszucht gezüchtet, da fängt der Spaß wohl schon damit an, dass die Mütter ihre Welpen gern erstmal für Ungeziefer halten und totbeißen, so das man in den ersten Tagen, bis sie wieder in ein normales Instinktverhalten gefunden haben, verdammt aufpassen muss. Und die Welpen selber haben dann später wenig Hemmungen untereinander und richten sich auch ganz schön übel zu, wenn man nicht aufpasst, früh anfängt getrennt zu füttern etc.

    Bei einem Bekannte, der Berufsjäger ist und Jagdterrier hat und züchtet, die gehen in der Hinsicht auch ganz schön zur Sache. Das töten von Welpen durch die Mutter ist ebenfalls recht häufig und vor allem fetzen sich sowohl seine Würfe untereinander als auch die erwachsenen bis auf's Blut, wenn man ihnen die Gelegenheit gibt. Er hatte Hunde, die mit 5, 6 Wochen ihrem Geschwisterchen ein Ohr abgebissen haben oder sich gegenseitig Wunden zugefügt haben, die in Vollnarkose genäht werden mussten

    Die Foxels waren als erwachse Hunde selektiv verträglich, die DJT konntest du vergessen, das waren wirklich die reinsten Reißwölfe mit anderen Hunden (mit Menschen aber ganz ok, sofern sie nicht in ner hohen Reizlage wegen z.B. Wild waren) und das eben auch schon von Anfang an, die waren nie nett und aufgeschlossen. Bei denen war aber mindestens die Hälfte Jagdverhalten, die haben andere Hunde auch relativ oft als Beute gesehen, spätestens dann, wenn es sich benimmt wie ein Opfer.


    In einem mir bekannten TH wurde mal ein ganzer Wurf Malinois-Mixe wegen solchem Verhalten mit 8 Wochen eingeschläfert. Die haben sich eben auch schon mit 5, 6 Wochen derart in der Wolle gehabt, das richtig Blut geflossen ist und wollten gar nicht mehr voneinander ablassen, sind ernsthaft auf andere (fremde) Hunde los und man musste als Mensch auch sehr aufpassen, die kleinen Dinger nicht zu verärgern, weil sie dann hemmungslos ihre Zähne benutzt haben (deutlich über das Maß hinausgehend, das bei Welpen eh üblich ist).
    Da sie keine Aussicht sahen, Plätze zu finden, wo man einen so veranlagten Welpen (geschweige denn nen ganzen Wurf) reinen Gewissens hingeben könnte, haben sie dann mit Zustimmung das Amtstierarztes und nach Hinzuziehen eines Gutachters so entschieden.


    Meine persönliche Meinung ist, dass das ein bisschen übertrieben ist. Ich find Hunde, die derartig artgenossenaggressiv sind, braucht die Welt nicht. Beißhemmung lernen müssen, ok, durchsetzungsstarker Charakter und Ressourcenverteidigung, ok, aber trotzdem geht es in meinen Augen ein bisschen zu weit, wenn sich bei einer hochsozialen Spezies die noch nichtmal selbstständigen Jungtiere gegenseit ernsthafte Verletzungen zufügen.

    Aber gut, solange die Leute, die sowas wollen, damit unter sich bleiben und das unter Kontrolle haben - viel Spaß damit. Ich muss ja nicht alles verstehen.

    Also ich finde ja Wurf Shubah al warda (http://www.sloughis.at/wp/category/neues/) so toll. Besonders Binnaz aus dem aktuellen Wurf... :cuinlove:

    Die gefallen mir auch gut, die Welpenbilder hab ich mir auf Facebook öfter mal angeguckt. Haben auch sonst schöne Sloughis, finde ich.

    @Marula, Dankeschön! Das gibt`s nicht...:D Die Züchterin von Nuri al Baida hat gestern von mir eine E-Mail gekriegt. Auf der Homepage des DWZRV´s hat sie nämlich bekannt gegeben, dass sie Ende Juli ihre Hündin decken ließ. Wenn dies erfolgreich war, würden die Welpen zu einem- für mich- super Zeitpunkt auf die Welt kommen.
    Ich bevorzuge den anfänglichen Kontakt per Mail, aber da stehe ich alleine da...

    Ich schreibe auch gern erstmal ne Mail, mag das auch erstmal lieber als Telefon, aber gut...die Vorlieben sind verschieden.
    Man kann dann ja auch gleich fragen, ob sie lieber möchten, dass man sich telefonisch meldet und wenn ja, zu welchen Zeiten es denn passend wäre.

    Falls du zum gucken hier rauf kommen solltest, dann sag mal Bescheid, vielleicht können wir uns ja mal treffen. Vlotho ist nicht weit weg vom Wohnort meiner Eltern, ich fahre dahin nicht ganz ne Stunde und kenne in der weiteren Umgebung ein paar nette Stellen zum spazieren gehen.

    @Marula, ich bin mom. ein wenig überfordert, was die ganzen Sloughizüchter angeht. Aktuell habe ich zwei ins Auge gefasst. Kannst du welche empfehlen...? Gerne auch per PN.

    So gut kenn ich mich da nun auch nicht aus. Aber die Hunde dieser Züchterin hab ich schon öfters auf Veranstaltungen in meiner Ecke gesehen (sind ja nunmal von hier) und sie gefallen mir ausnehmend gut, charakterlich wie auch vom Äußeren:
    http://www.nuri-al-baida.de/
    Die Züchterin ist auch nett, hab sie mit einer kleinen Importhündin aus Tunesien, die sie hat, ein paar Mal auf einem Auslauf getroffen, den eine Bekannte (hauptsächlich für ihre eigenen Hunde) betreibt. Diese Hündin ist ganz entzückend, wenn ich nicht selber so auf Salukis eingeschossen wäre und es da nicht so viele Verbindungen gäbe, die mich interessieren, dann würde ich mich definitv für einen Welpen von der anstellen.
    Außerdem kennt die Züchterin sich mMn wirklich gut aus und hat sich durch diverse Reisen ins Ursprungsland fortgebildet, was ich bei den Orientalen immer sehr positiv finde.

    Schuru-esch-Schams ist halt DIE Zuchtstätte für Sloughis in Deutschland... mir wär da jetzt auch nix schlechtes bekannt und die Hunde gefallen mir auch! Aber ich denk es lohnt sich auch, die "kleineren" auch näher anzugucken.

    _____________________________________________________________________________


    Meine Vorkontrolle für Robin war auch relativ lächerlich. Die Orga hatte eine Dame gefragt, die in meiner Stadt wohnte, ein Windspiel von ihnen genommen hatte und auch ein paar Galgos hatte. Sie selber hatte aber mit der Orga und auch speziell mit ehemaligen Renngreys (die ja doch etwas anders sind als spanische Galgosoder gar als Windspiele) nix am Hut.

    Ich hatte natürlich geputzt und aufgeräumt, hatte Tee gekocht und Kuchen gekauft und hätte erwartet, dass sie sich auch mal hinsetzt, wir ein bisschen quatschen etc pp.
    Nee... die ist einmal durchgelaufen, hat auch nicht viel gefragt, hat Tee und Kuchen abgelehnt, zwei Mal den Hund gestreichelt und weg war sie wieder. Wirklich nur so nach dem Motto "Ich guck mal, ob die auch die richtige Adresse angegeben haben und nicht in Wahrheit doch unter ner Brücke leben" und das war's auch schon.
    Ich mein, ich hatte ja auch schon einen Windhund, und das seit ein paar Jahren, aber trotzdem... ich war ja noch Studentin und es war eine WG (meine Mitbewohnerinnen waren natürlich auch da und natürlich damit einverstanden), da hätte sie ja mal fragen können, wie ich das alles finanzieren will oder wie das zum Beispiel mit dem Einverständnis von Vermieter zur Hundehaltung aussieht. Da hat im ganzen Vermittlungsverlauf keiner nach gefragt.


    Für Lawrence gab es (bei seiner Vorbesitzerin) erst gar keine Vorkontrolle, der wurde nach nem Telefonat vermittelt nachdem sich die spätere Besitzerin ihn per Foto ausgesucht hatte. Ne Nachkontrolle gab es (1 Jahr später oder so), die war auch lächerlich, da wurden zwei Damen vom lokalen Tierheim vorbeigeschickt, die laut eigener Aussage mit der Orga, mit Windhunden oder auch nur mit Hunden generell nix zu tun hatten (beide waren so typische "crazy cat ladies").

    Bei mir ist es Hälfte/Hälfte.

    Meine ersten Hund, Lawrence, würde ich immer wieder nehmen. Der war selbst mit dem Umweg über eine wahrscheinlich nicht so ideale Jugend, eine Zeit auf der Straße, eine Zeit im Pound, eine Zeit im Tierheim und eine Zeit auf einem sehr unpassenden Platz in Deutschland ein rundum superguter, einfach nur lässiger Hund. Was der alles mitgemacht und richtig gemacht hat, wo ich jetzt im Nachhinein erfahre, dass manche da mit ihren Hunden richtig für üben müssen - so gesehen hab ich auch ganz schön viele Fehler gemacht, aber er hat die meisten davon einfach plattgebügelt.

    Ich hab schon zu Lebzeiten immer gesagt, das ich einiges drum geben würde, den gleichen Hund von Welpenbeinen an nochmal bei mir zu haben... aber ich würde ihn so oder so nochmal nehmen, mit oder ohne Vorgeschichte.


    Der zweite, Robin - ich würd ihn jetzt wo ich ihn hab nicht wieder hergeben, aber genau den gleichen Hund nochmal, nee, muss nicht.
    Ich mein, er ist gut so wie er ist und ich genieße die Zeit mit ihm, auch mit und von ihm hab ich viel gelernt. Aber wenn er mal nicht mehr ist, dann ist dieses Kapitel abgeschlossen und das ist dann auch ok.

    Explizit an ihm nicht passen tut mir, dass er körperlich von Anfang an (ich hab ihn mit 4,5 Jahren bekommen) schon nicht fit war, wegen seiner Arthrose konnte man ihn nie so belasten wie einen gesunden Hund. Pech haben kann man immer, bewusst würde ich das nicht wieder wollen.
    Außerdem ist er, so gemein das auch klingt, ein bisschen langweilig. Er ist brav, er ist anspruchslos, er läuft so mit - eigentlich genau das, was sich sicher viele erhoffen. Mir fehlt ein bisschen der Pepp.


    Die Dritte, DeeDee - sie ist wirklich meine Prinzessin, aber auch da müsste ich genau diesen Hund nicht wieder haben.
    Sie ist gegenüber Menschen für meinen Geschmack zu scheu und nicht komplett vertrauenswürdig und mit Hunden kann sie für meinen Geschmack auch ein bisschen zu zickig sein.
    Ok, ich wüsste gern, ob es was ändern würde, wenn ich sie von der 8 Woche an gehabt hätte, statt sie erst mit 7 Monaten zu nehmen. Aber ich denk schon eher, dass das im Grunde ihr Charakter ist und auch, wenn sie jetzt ok so ist, wie sie ist und ich mich damit gut arrangiert hab, meiner Idealvorstellung von "wesensfest" entspricht sie nicht.


    Und dann Nummer vier, Janaah, den hab ich jetzt erst 7 Monate und er ist erst 14 Monate alt. Aber ich kann jetzt schon sagen, dass das einer der großartigsten Hunde ist, die ich bisher hatte, kennengelernt habe oder jemals haben werde. Der ist einfach allererste Spitzenklasse und ich würde ihn auch 5x nehmen.

    Aber ist Krebs nicht auch eine "angeeignete" (sorry, mir fällt kein besserer Begriff ein) Krankheit durch Umwelteinflüsse?
    Kann man bei der Krankheit genau sagen, ob der Hund diesen Krebs auch bekommen hätte, wenn er zb. weniger Autoabgase oder belastetes Wasser, was weiß ich noch alles ausgesetzt worden wäre?
    Das einige Rassen eine Neigung haben mag sein, doch eine Neigung heißt ja nicht grundsätzlich auch das eine Krankheit ausbricht. Wenn aber die Haltung den Ausbruch begünstigt, wie könnte man dann züchterisch dagegen angehen?

    Sicher, Krebs ist auch Umweltbedingt und das wird bei unseren Haustieren ebenso wie bei uns ne Rolle spielen. Passivrauchen, Gifte in der Nahrung aus der Nahrungsmittelproduktion, Gifte aus Baumaterialen in unseren Häusern... können immer auch Tiere drauf reagieren!


    Aber es gibt nunmal starke Rassedispositionen (wie gesagt, Osteosarkom beim Greyhound oder Leonberger, Hämangiosarkome beim Saluki, Blasenkarzinome beim Scottie, Plattenepithelkarzinome an den Zehen bei Riesenschnauzer, Malignes Lymphom bei Berner Sennenhund und Golden Retriever... und so weiter...) für bestimmte Tumorerkankungen und da muss man dann schon einsehen, dass das nicht primär Umwelteinflüsse sind. Schließlich sind Hunde anderer Rassen ja ähnlichen Bedingungen ausgesetzt, ohne reihenweise an grade dieser Tumorart zu erkranken.

    Wie erklärt das denn das steigende Krebsaufkommen bei Menschen? Von Linienzucht sind wir doch lange weg...

    Menschen werden immer älter und mit zunehmendem Alter steigt die Gafahr für Tumorerkankungen. Gleichzeitig nehmen andere Todesursachen, wie zum Beispiel durch Infektionskrankheiten, Geburtskomplikationen oder Wundinfektionen, immer weiter ab. An irgendwas muss man ja sterben, Mensch wie Hund.
    Die diagnostischen Möglichkeiten sind heute ganz andere als noch vor 50 oder gar vor 100 Jahren - viele internistische Erkrankungen bei Mensch und Tier können heute als tumorbedingt identifiziert worden, was früher schlicht nicht gefunden worden wäre.
    Und die Umweltbedingungen sind wie oben schon gesagt auch ein Faktor.

    Krebs ist leider auch nicht so einfach, das wird noch ewig dauern bis man da nen Boden reinkriegt, wird ja auch beim Menschen massiv dran geforscht und noch ist kein Ende in Sicht.


    Was man aber wohl weiß bzw worauf sich die Hinweise verdichten ist, dass Krebs neben erblichen Komponenten, die bestimmte Tumorarten bei bestimmten Rassen begünstigen (z.B, Osteosarkome bei Greyhounds, Hämangiosarkome des Herzens bei Salukis, Blasenkarzinome bei Scottish Terrien) zu einem guten Teil immunbedingt ist.

    Zellen im Körper entarten ständig, bei jedem Lebewesen, jeden Tag. Das ist normal. Normalerweise erkennt und zerstört das Immunsystem entartete Zellen, bevor sie sich teilen und zu Tumoren heranwachsen können.
    Ein vitales Immunsystem kann dagegen angehen und versagt auf dieser Ebene erst im hohen Alter (oder auch gar nicht).
    Ein weniger fittes Immunsystem schafft das nicht, ein Tumor entsteht.

    Und das Immunsystem, das weiß man wohl inzwischen, wird meistens mit steigendem Inzuchtgrad in einer Population immer schlechter. Da die meisten Hunderassen sehr ingezüchtet sind (auch die, wo es auf den ersten Blick nicht so wirkt, weil sie eine große Population haben und die aktuellen Linien erst weiter im Hintergrund wieder miteinander verwandt sind), haben viele auch eine eher geringe Vielfalt bei bestimmten Genkomplexen, die für Bestandteile des Immunsystems zuständig sind.

    Das Fördern von möglichst großer genetischer Vielfalt (über Outcrosszucht innerhalb, aber in vielen Fällen wohl auch außerhalb der eigenen Rasse) könnte daher ein Weg sein, die generelle Vitalität zu vergrößern und auch die Tumorneigung zu verringern.
    Das ist sicher nicht der einzige Baustein und es ist auch zum jetzigen Zeitpunkt völlig illusorisch zu glauben, man könnte Tumorerkrankungen durch egal welche Zuchtmethode in absehbarer Zeit irgendwo "tilgen".
    Allerdings könnte man vielleicht extreme Rassedispositionen lindern/normalisieren.

    Verstehe ich nicht
    ich liebe sie

    Mir ist das im "Sonderfarbenthread" schon aufgefallen - deine Hunde sehen für mich absolut nicht nach reinrassigen Boxern aus.

    Ich mein, ich find den langen Fang um Meilen schöner als ne Negativnase, insofern ist das eher ein Kompliment an deine Hunde - aber ich hab noch nicht einen, auch keinen sehr "moderaten" modernen Boxer gesehen, der reinrassig mit Papieren war und so ein Gesicht hatte wie deine.