Beiträge von Marula

    Ganz blaue Zungen bei nicht-Asiaten (oder Mixen daraus) hab ich noch nicht gesehen, aber teilweise recht große blauschwarze Flecken auf der Zunge schon. Zum Beispiel bei Salukis und neulich auch bei einem DSH, den wir zum Hauptröntgen dahatten. Kommt glaube ich ab und zu einfach mal vor... aber ganz blau ist schon ungewöhnlich!

    Ja, mei, dann sorgt doch dafür, dass diese Rassen abgeschafft werden. Dann muss man hier nicht mehr diskutieren!

    So wie die sog. "Plattnasen" heute sind, finde ich wirklich, dass die besser nicht existieren würden. Nicht die einzelnen Tiere, die heute leben und die jemand lieb hat, aber die Rassen im Ganzen.
    Wenn man sie so umzüchten würde, dass es eben keine "Plattnasen" mehr sind, dann hätte ich nicht das kleinste Problem damit.

    Ich bestimm das ja nicht, aber meine Meinung dazu sagen werd ich trotzdem wann immer das Thema aufkommt, denn das ist für mich einfach sinnloses, vermeidbares Leiden. Wenn sich auch nur einer deswegen gegen den Kauf eines solchen Hundes entscheidet, bin ich schon zufrieden.

    Weil es das in dem Wurf nicht gab, wegen dem Platzangebot. Mein rüde z.b. kam aus einem Wurf wo die acht Wochen alten Welpen sich aufgrund der wurfkiste nicht aus dem Weg gehen konnten, was zur Folge hatte, dass er a) ziemlich zermackt bei mir ankam und b) im Wurf andere Welpen vom Futter verjagte.

    Bei meiner kelpiehündin im Wurf musste auch ein Bruder separiert werden, eben weil er massiv Futter verteidigte und seine Geschwister übel dann attackierte. Auch hier, wurfkiste und nicht soviel Platz sich aus dem Weg zu gehen.

    Darum als Gegenbeispiel, dass viel Platz so üble Attacken verhindern kann.

    Lg

    Ähm, ja, aber 8 Wochen alte Welpen noch (hauptsächlich?) in der Wurfkiste zu halten, ist auch selten dämlich, oder hab ich das jetzt falsch verstanden?
    Wer macht denn so einen Schwachsinn? Das wird wahrscheinlich auch bei eher gutmütigen Welpen nicht gut gehen, ist ja bald wie bei Käfighühnern, dass DAS bei eher kernigen Welpen Stress gibt, kann ich mir gut vorstellen...

    Die Wurfkiste ist das Welpennest für den Anfang, wenn sie eben noch nix machen außer rumliegen (an Stelle dessen kann man auch ein großes Körbchen, eine Kuhle im Stroh, ein Kindeplanschbecken mit Decken drin oder sonstwas nehmen, Hauptsache bequem für Mama und Babys und einigermaßen gut zu säubern) und sobald sie das von selber wollen, sollten sie die Möglichkeit haben, sich auf größerem Raum zu bewegen.

    Da sind wir doch eigentlich auf einer Wellenlänge, nur finde ich eben das, was deine eine Züchterin gemacht hat, den Normalfall und nicht weiter außergewöhnlich, weil ich es nur so kenne.

    Zum Thema "Züchter sind keine Genetiker":
    Ich kenn viele gute, gewissenhafte Züchter, die sich alle Mühe geben. die auch wirklich Ahnung von ihrer Rasse haben und wo ich auch Anfänger hinschicken würde um nen Hund zu kaufen.
    Aber viele wissen tatsächlich eher wenig über Genetik und medizinische Hintergründe. Bei allem Respekt vor seriösen Züchter denke ich manchmal schon ein bisschen, dass die hier im DF zum Teil auch ganz schön in den Himmel gehoben werden. Das meiste sind eben ganz normale Hundeliebhaber mit nem Beruf und nem Leben drumrum, die sich schon das ganze Wissen generell rund um Zucht und Aufzucht angeegnet haben, da kann und will sich nicht jeder noch im Detail mit komplexen Fragen beschäftigen.

    Und züchten ist, bei aller Planung und allem Wissen, trotzdem auch noch zu einem sehr großen Teil Glück und Zufall.

    Ja, ich weiß dass Dackellähme und Bandscheibenvorfälle vorkommen können. Mir ist allerdings noch kein Dackel begegnet, der tatsächlich Probleme damit gehabt hätte - und wir haben in der Verwandtschaft einige... genauso wie es bei uns viele "Reiterjackys" gibt, mit langem Rücken. Auch da hat er nie Probleme gemacht.

    Sei froh, ich kenne reichlich. Auch der letzte Rauhhaardackel meiner Chefin, übrigens aus jagdlicher Leistungszucht, musste mit 6 Jahren trotz OP wegen multipler Bandscheibenvorfälle eingeschläfert werden.
    Auch Hunde anderer Rassen haben Bandscheibenproblematiken, bei den achondroplastischen Rassen ist es halt eineRassedisposition, zum einen durch den eher ungünstigen Körperbau mit dem langen Rücken auf kurzen Beinen, zum anderen durch eine andere Zusammensetzung des Bandscheibenknorpels, die von der gleichen Mutation verursacht wird, die auch die kurzen Beine macht.

    Ansonsten wurden diese Rassen etwas weiter vorn auch schon recht ausführlich besprochen.

    [...]grundsätzlich bedeutet eine gewisse, nicht übertypisierte Optik nicht gleich, dass der Hund krank ist.[...]

    [...] eine gesunde Plattnase. Aber eine Plattnase. ;)

    Die Frage ist ja, was ist übertypisiert und was ist nicht übertypisiert? Meiner Meinung nach ist ein Hund, den man "Plattnase" nennen kann/muss, weil er nunmaloffensichtlich plattnasig ist, extrem brachycephal und damit automatisch übertypisiert.
    Ich find es gibt, außer "es gefällt mir so gut" keinen Grund, diesen Phänotyp zu erhalten, aber viele gesundheitliche Gründe, die dagegen sprechen.


    ____________________________________________________________________________

    Hab neulich mal einen interessanten Artikel gefunden:
    http://vetline.de/vergleichende-…150/3252/81634/

    Nochmal, sie hat die Welpen nicht voneinander oder der Mutter getrennt, sondern ihnen nur mehr Platz angeboten, damit sie eben entscheiden konnten für die nächsten zwei Wochen, ob sie als Haufen liegen wollen, oder nicht.
    Ab vier Wochen sind die Welpen dann in den welpenzwinger mit Auslauf gezogen. Mehr Platz und viel frische Luft.

    Ernsthafte Frage: Findest du das tatsächlich bemerkenswert?
    Ich kenne das von eingermaßen vernünftigen Züchtern nur so, dass man die vorderen Bretter der Wurfkiste wegnimmt, sobald die Welpen aktiver werden und den Platz anfangen auszunutzen und dass sie dann das ganze Wurfzimmer zur Verfügung haben.

    Nutzen sie das langsam aber sicher voll aus, dann geht eben die Tür zum Garten auf oder sie ziehen in den Zwinger (mit angeschlossenem Auslauf), die Waschküche (mit Zugang nach draußen) oder sonstwohin mit mehr Platz um.
    Also, dass die Welpen eh immer reichlich Platz zur Verfügung haben zum spielen, erkunden, sich ausweichen etc find ich eigentlich selbstverständlich?


    Also, brauchen Welpen, die sich aus dem Weg gehen wollen und sich sonst Prügeln, keinen Platz, sondern unbedingtes aufeinanderhocken... weil, warum genau? Weil das irgendwo steht?

    Naja, in den ersten drei Wochen werden sich wohl auch die schlimmsten Krawallwelpen noch nicht hauen. :D
    Wie gesagt, ich kenne es so, dass man die Möglichkeit gibt, mehr Platz zu nutzen, aber wo sie dann sind, ist ihre Sache.

    Zitat von Aoleon

    Stimmt. Da sind dann die rassistischen Windhunde die auf den Schauen aus den Zelten geschossen kommen und sich auf vorbeigehende Fremdhunde stürzen.Auch kein besseres Sozialverhalten...

    Marula, du hast Arren doch gesehen. In einer für ihn sehr aufregenden Situation, denn wir sind nur selten auf Ausstellungen.
    Hatte er in deinen Augen ein problematisches Sozialverhalten?
    Denn ja, auch er hat ein Geschwister so zerbissen das Blut floß und Antibiotika nötig war, ebenso eine Trennung.

    Du stellst da grade eine Verbindung her, die ich nicht beabsichtigt hatte.

    Es klang für mich in einigen Beträgen hier im Thread so, als wäre grade das, also das Welpen sich blutig kloppen und man sie besser mit Punkt 8 Wochen ins neue Zuhause gibt (und eigentlich lieber schon früher, wenn's denn erlaubt wäre), weil's dann bei den Geschwistern so richtig derbe losgeht, gar nicht so ungewöhnlich.

    Aber das andere, das die Welpen untereinander in der einen oder anderen Prügelei unblutig die Beißhemmung lernen und man sie dann auch noch bis ins ältere Welpenalter oder ins Junghundealter zusammen lassen kann, ohne dass die sich angehen, das wäre schon fast außergewöhnlich.

    Das sehe ich nicht so, letzteres ist meiner Erfahrung nach die Regel und grade bei noch relativ naturnahen Rassen (die auch nicht alle ein Goldi-artiges, extrem weiches Wesen haben) hat man normalerweise in der eigenen Gruppe auch schon im Welpenalter kein beschädigendes Beißen. Weil die es eben voneinander und auch von den Großen lernen, ohne sich gegenseitig kaputt zu machen.


    Ich sag ja die ganze Zeit, wer so einen Hund haben will, der soll ihn haben. Ich finde es wie gesagt nicht normal, dass bei einer sozialen Spezies die noch nicht mal "flüggen" Jungtiere sich gegenseitig so rannehmen, dass man dazwischengehen und nachher medizinisch versorgen muss.

    Aber dass die als Erwachsene alle asi werden, glaube ich nicht, sofern sie in den richtigen Händen sind. Ich hätte nur weder als Züchter noch als Besitzer Lust, meinem Hund Dinge beizubringen, die er mMn besser, schneller und natürlicher von Artgenossen lernen könnte, wenn er es könnte.
    Wenn einen das nicht abschreckt und man das z.B. für den Dienst braucht, warum nicht. Ich find nur, man muss das nicht als völlig normal hinstellen, denn durch den breiten Querschitt der Hunderassen und auch im Vergleich mit der Stammart Wolf ist es das eher nicht.


    Das hat mit rassistischen Windhunden nun wirklich nix zu tun, erstens halte ich das eh für eine faule Ausrede der Besitzer und zweitens befreit einen die Möglichkeit der längeren Sozialisation in der Familiengruppe, die man bei den meisten Hunderassen hat, ja nicht davon, die trotzdem auch mit Fremdhunden zu sozialisieren.

    @Marula

    Die Liste ist ja so lang :omg: Darf ich nochmal fragen, wie du das mit der FCI Zucht meinst bzw. mit dem
    "außerhalb"? Da stehe ich gerade auf dem Schlauch :headbash:

    Ich meinte, dass sie bisher im Gegensatz zu zum Beispiel Mops und FB hierzulande noch recht wenig außerhalb der FCI gezüchtet werden, wobei sie schon so ein bisschen am kommen sind und erste Vermehrer auftauchen.

    Damit reden sich die Liebhaber ja sonst ganz gern raus: "Ja, aber bei einem Hund aus vernünftiger Zucht wäre dir das nicht passiert, das sind halt Vermehrerhunde, das hätte dir mit jeder Rasse passieren können wenn du sie von einem schlechten Züchter holst". Die Ausrede funktioniert halt schlecht, wenn die meisten Exemplare, die so rumlaufen tatsächlich VDH-Papier haben.

    Wenn ich hier so mitlese, frage ich mich manchmal, welche Rasse man sich dann überhaupt noch "guten Gewissens" zulegen kann, die auch noch vom Wesen her zu einem passt. :verzweifelt:

    Hm, ich finde, es gibt auch bei den kleinen Gesellschaftshunden doch etliche, die regelmäßig bei guter Gesundheit recht alt werden und die keine Qualzuchtmerkmale haben. Mein eigener Kleinnundefavorit ist ja der Tibet Spaniel. Aber auch Bolonka Zwetna kenne ich als recht nette Hunde, die keine übertriebenen Merkmale in irgendeine Richtung haben. Zwerg- und Kleinpudel, Papillion und Phalene, Klein- und Mittelspitze, Japanspitz und Volpino, Zwergschnauzer und Zwergpinscher, diverse von den kleineren Terrierrassen (da gibt's ja auch gemäßigtere, zum Beispiel Cairn, Norfolk und Norwich, Autralian Silky Terrier), wenn's was seltenes sein darf nen Dansk Svensk Gardshund, wenn man ein bisschen aktiver sein will eventuell nen Sheltie... doch, ich find da hat man schon auch Auswahl. Und bei den größeren Rassen erst recht.

    Also, die, die ich kenne, sind aus FCI-Zucht (sind ja auch ziemlich selten und daher werden sie noch nicht sooooo viel außerhalb vermehrt) und sind totale Wracks und Dauergäste beim Tierarzt.

    Allergien, Herz, Hornhautulzera, Patellalux, von der Atmung auch nicht besser als Mops und FB, ne Ruten haben die auch nicht und können ebenso wie die anderen Stummelrassen gern mal eingewachsene Ruten haben, ne total empfindliche Verdauung...

    Wenn du dich im englischsprachigen Internet umguckst (z.B. Suchbegriffe "Boston Terrier health problems"), wirst du schnell feststellen, dass das keine sehr gesunde Rasse ist.