Aber welcher TA schläfert denn einen Hund ein, nur weil der nicht stubenrein ist??
Das die Leute ankommen und das wollen heißt ja nicht, dass man es macht...
Aber welcher TA schläfert denn einen Hund ein, nur weil der nicht stubenrein ist??
Das die Leute ankommen und das wollen heißt ja nicht, dass man es macht...
Hör mal, wie habt ihr das genau diagnostiziert? Ich vermute bei Maya nämlich schon seit dem Welpenalter Herzprobleme. Ihre Zungenfärbung nach Anstrengung und auch so, was ihre Ausdauer und ihr Verhalten in manchen Situationen betrifft. Bei TA ist es meist wohltemperiert und sie ohne Auslastung, da hört sich das Herz normal an...
Die Auskultation (das abhören) kann auch bei durchaus schweren Defekten und Degenerationen ohne Befund sein.
Es gibt drei Sachen, die man machen lassen kann/sollte, geht auch alles ganz gut in einem Abwasch:
- Röntgen des Brustraums mit ausmessen des Herzens auf dem Röntgenbild. Da gibt es bestimmte Parameter, anhand derer man ablesen kann, ob das Herz zu groß ist oder nicht. Wenn es normalgroß ist, ist das schonmal gut, das heißt aber noch nicht, dass alles ok ist.
- Herzultraschall: Dabei kann man das Herz in Bewegung beurteilen, wie dick die Kammerwände sind, wie gut es sich zusammenzieht, ob die Klappen dicht sind und so weiter.
Wenn Röntgen und Ultraschall beide ok sind, dann kann man schon mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließen, das was mit dem Herz nicht stimmt. Aber zuguter letzt sollte man sich noch das
- EKG angucken. Das kann gleich beim Ultraschall mit abgeleitet werden. Dabei werden elektrische Ströme am Herzen gemessen, die dafür zuständig sind, dass sich der Herzmuskel korrekt zusammenzieht und das das Herz rhytmisch schlägt. Dort kann man dann z.B. Arrythmien feststellen.
Man könnte dann noch ein Holter-EKG machen, das ist ein EKG, das über einen Zeitraum von mehreren Stunden an den Hund angeschlossen wird, trägt er idR in einer Art Packtasche am Körper. Das dient zum Auffinden von nur vereinzelt vorkommenden Arrythmien. Das gehört aber im Gegensatz zu den anderen Maßnahmen nicht zur Standarddiagnostik am Herzen.
Bei uns in der Gegend bezahlt man für 1x Thoraxröntgen mit Auswertung, 1x Ultraschall und 1x EKG um die 200 €. Wichtig wäre mir, dass ich zu jemandem gehe, der aucn wirklich Ahung davon hat, z.B. zu einem Fachtierarzt für Kleintiere. Ich hab auch schon Herz-US gesehen, die kosten genauso viel, aber waren ihr Geld echt nicht wert.
Empfindest du das einschläfern (oder auch nur die Vermittlung) eines problematischen Hundes wirklich als bequem? Hast du dir das überhaupt schon einmal, aus der Sicht des Halters, der Familie vorgestellt? Auch diese Menschen haben in der Regel ein Verantwortungsgefühl, lieben ihren Hund, haben vielleicht schon viel Geld, Zeit und Nerven in ihn investiert. Müssen ihrem Umfeld ständig Erklärungen liefern.
Vielleicht ist es sogar bequemer, die Augen vor der Wahrheit zu verschließen und einfach weiterzumachen?
Hm, naja, das ist von Besitzer zu Besitzer unterschiedlich, es gibt sicher die, die sich nen Kopf machen und für die das der schwerste Gang ihres Lebens ist.
Ich kann dir aber sagen, dass es auch wirklich sehr bequeme und/oder gewissenlose Leute gibt, die ihren Hund wegen ein bisschen Urinträufeln (und ich rede nicht von Pfützen, sondern wirklich nur von Tröpfchen hier und da) oder eben wegen einem Knurren + unblutigem Schnapper in Richtung ihres Kindes eingeschläfert haben wollen. Sowas ist auch leider gar nicht so selten, da kann man in der echten Welt mal wieder keine Dogforum-Standards anlegen.
Aber jetzt mal angenommen, jemand hat nen Hund versaut und nun ist er richtig bissig. Moralisch wäre's ja schon angemessen, wenn der, der es verbockt hat, es auch ausbanden muss. Den Gedankengang kann ich erstmal nachvollziehen.
Nur, wem ist damit genützt wenn's denn so wäre? Selbst wenn einem die Menschen dahinter schnurzepiepegal sind: Dem Hund nützt das bestimmt nix!
Denn die wenigsten Leute, die es mit ihrem Hund so verbockt haben, erkennen dann auf ein Mal an, dass sie Fehler gemacht haben, bilden sich fort, holen sich Hilfe und versuchen es wieder hinzubiegen.
Wenn sie das tun (und das auch eingermaßen auf die Reihe kriegen, der Wille allein reicht ja nicht) ist ja schön und gut - und wenn nicht?
Will man die dann per Gerichtsbeschluss dazu zwingen, oder was?
Manch einer kann es auch einfach nicht, hat nicht das Feeling, nicht die Nerven, die Erfahrung oder schlicht nicht die Zeit und die richtigen Lebensumstände. Was hat der Hund davon, wenn er bei so jemandem bis an's Ende seiner natürlichen Lebensspanne bleiben muss? Dann wird's doch alles nur schlimmer, nicht besser.
Achja, ich vergaß, wenn man sich das selber nicht zutraut, soll man den Hund ja lieber an einen fähigen Platz vermitteln.
Naja, aber über die "enorme" Anzahl der Leute, die für bissige Hunde Schlange stehen, haben wir uns ja schon unterhalten... das funktioniert in der RFealität einfach nicht für jeden, so nett der Gedanke auch ist.
Da muss man dann doch, Ethik und Moral hin oder her, irgendwann auch in der Realität ankommen?
Weiß nicht, ob wir die hier schonmal hatten, sind gestern auf einer Facebook-Seite aufgetaucht, auf der ich lese:
http://thewhippetarchives.net/details.php?id=12284
http://thewhippetarchives.net/details.php?id=194725
http://thewhippetarchives.net/details.php?id=119514
Das sind Whippets mit sadddle tan Zeichnung, mit schwarzem und mit blauem Sattel. Ziemlich selten und wie bei vielen seltenen Farben gibt's Leute, die sagen, dass es eben ab und zu vorkommt, weil es in der Rasse drin sei und andere, die überzeugt sind, dass die nicht reinrassig sind.
Die hier haben Papiere und kommen, wie man den Pedigrees sehen kann, nicht aus den USA.
Findet ihr wirklich man sollte Rassen mit platter Schnauze "abschaffen"?...Also die Französische Bulldogge, den Mops, Boston Terrier, Zwerggriffon, Boxer usw.?
Welche Rassen sollen dann diese Rassen ersetzen? Es gibt eben auch Leute die den Charakter solcher Hunde schätzen! Gerade bei den Kleinhunden ist das nicht so einfach.Ich würde es toll finden wenn man den Hunden mehr Nase verpasst :) Aber ich habe ja vor allem mit dem Mops so meine Probleme, bei dem fehlts ja nicht nur an Nase.
So wie sie jetzt sind, finde ich, dass es sie zum Wohl der Hunde besser nicht gäbe (wobei ich Boxer größtenteils ganz ok finde).
Aber man müsste sie ja nicht so lassen,wie sie jetzt sind. Ich persönlich fände den Weg der Kreuzungszucht um eine relativ schnelle und realtiv drastische Änderung des Phänotyps herbeizuführen, eventuell auch unter zeitweise Verlust von anderen Rasseeigenschaften, ja zielführender als generationenlang langsam nur geringfügig bessere Hunde zu züchten, die statt knapp über der Grenze zur Qualzucht am Ende dann eben knapp davor liegen... aber darüber wurde ja hier auch schon lange diskutiert.
Eigentlich spielt die Schnauzenlänge keine allzu große Rolle (jetzt krieg ich gleich wieder Kloppe), sondern eher das, wie das Riechorgan aufgebaut ist. Korrekte Knochenanlage; keine Verkrüppelungen!
Es würde bei Plattnasen schon einen Vorteil bringen, wenn durch Röntgen vor Zuchtzulassung gewährleistet wäre, dass nix verkrüppelt und verkümmert ist, ein freier Nasengang gewährleistet ist.
Ferner entsteht dieses Röcheln auch durch einen Defekt am Gaumensegel und auch hier könnte man vor Zuchtzulassung die Defekte ausschließen.
Ne, sorry, so funktioniert das nicht. Warum die Kopf- bzwdie Fanglänge eben doch mit dem Auftreten von BOAS korreliert und warum es daher sehr unwahrscheinlich ist, dass man freiatmende, extrem brachycephale (eben plattnasige) Hunde haben kann, hatte ich erst vor wenigen Seiten nochmal aufgeschlüsselt.
Und eben mal einfach röntgen, so einfach ist das mit der Diagnose und Prognose nicht.
Ich würde mal sagen, diese Hunde mit normaler Rute, längerer Nase, gesünderen Augen (um maö die wesentlichen gesundheitlichen Probleme zu reduzieren) möchte dann auch keiner mehr wegen des lieben Charakters. Da geht es bei den Leuten schon auch viel um Identifikation mit einem TYP Hund.
Das sehe ich ebenso.
EDIT: Sorry, war zu langsam, das folgende sollte eigentlich an meinen letzten Beitrag ran. Passt inhaltlich durch die Postings dazwischen nicht mehr ganz, ich lass es trotzdem mal stehen.
________________________________________________________________________
Ich hab doch geschrieben, dass mich nen bisschen griffiger nicht stört, ich rede wirklich von Welpen, die sich tatsächlich schon vor dem üblichen Abgabealter tatsächlich tierarztreif verletzen, so dass man sie trennen muss, und die man länger auch wirklich nicht zusammen lassen kann. Das halt ich für nicht normal und das kommt mMn auch nicht sehr häufig vor ("selten" gehört ja zur Defintion von "nicht normal").
Sowas gibts, ich hab das einmal gesehen und über andere Fälle von Leuten die ich irl kenne und die ich für kompetent halte gehört. Aber die meisten Würfe die ich gesehen hab, waren eben nicht so.
Wenn das auf die Gebrauchshunde doch so aber gar nicht zutrifft, dann brauch man sich den Schuh doch auch nicht zuzuziehen? Wo ist denn das Problem? Das ist genau das, was ich damit meine, dass man vielleicht mal wieder ein bisschen runterkommen sollte.
Ich komm jetzt echt nicht mehr mit... häh?
Naja, vielleicht müssen auch mal alle ein bisschen runterkommen und sich nicht so auf den Schlipps getreten fühle, weil (manchmal auch nur gefühlt) ihre Rasse, ihr Hobby oder gar ihr Hund angegriffen wird.
Eigentlich finde ich mich nämlich zum Beispiel in dem Posting von Murmelchen ganz gut wieder:
Und darauf haette ich ebenfalls keine Lust und ich kenne auch keinen HF, der das moechte/braucht/geil findet.
Sollte ich einen Hund haben, der Fremdhunde dumm findet, dann lernt der diese zu ignorieren. Am liebsten sind mir persoenlich Hunde, die das nicht lernen muessen.
Das bedeutet aber nicht, dass meine Hunde keine Ansagen machen duerfen etc. Aber sie haben grundlos keinen Hund anzumachen und da zaehlt bei mir bereits poebeln an der Leine dazu.Ausserdem muessen meine Hunde (und die Hunde von Freunden) in Gruppen leben. Da ist nichts mit Einzelhaltung. Allein schon deswegen koennen 'wir' keine Hunde gebrauchen, die unfaehig sind sich ordentlich in einem Sozialverband zu verhalten!
Ich rede ja auch nicht von etwas kernigeren Welpen, die sich auch mal ordentlich prügeln, und die einen oder andere Schmarre finde ich nicht so schlimm, sind halt Hunde.
Ich rede schon wirklich von den Fällen, wo man die Welpen noch vor der 8 Wochen trennen muss, weil sie sich sonst so verletzen, dass es tierärztlich versorgt werden muss, und die man nach der 8 Woche besser nicht im Familienverband lässt, weil s.o.
Das ist auch nicht ungewöhnlich. [...]
Die Beißhemmung lernen Welpen sicher nicht so gut untereinander wie vom Menschen, denn die Welpen halten deutlich mehr aus als die empfindliche Menschenhaut.
Nein, sorry, da kann ich dir nicht zustimmen. Das soll jetzt hier kein Schwanzvergleich werden, aber ich hab wirklich schon einige Würfe gesehen und im Privat- wie auch im Berufsleben mitbekommen, und das man eben Welpen noch vor Abgabealter separieren muss und es echt schwierig wird, mehrere Welpen/Junghunde über die 8 Wochen hinaus oder gar im Junghundealter zusammnen zu behalten, ohne dass die sich tierarztreif demolieren, das ist meiner Erfahrung nach bei den meisten Rassen nicht der Regelfall.
Auch z.B. bei Feddersen-Petersen kann ich das so nicht finden, sie schreibt zwar ganz klar von rassebedingten Unterschieden im Sozialverhalten und in der Welpenentwicklung, aber das, was ich oben beschrieben hab, konnte ich da als den Normalfall nicht rauslesen. Aber die Bücher sind auch bei meinen Eltern in Umzugskartons im Moment, vielleicht irre ich mich auch...
Wie gesagt, wenn das bei manchen Rassen so ist, dann ist das so, und ich denke schon, dass man die zu vernünftigen Hunden machen kann. Für normal im Sinne von "durchschnittlich, ist doch bei den meisten so" halt ich es trotzdem nicht.
Die Beißhemmung gegenüber Menschen lernen Welpen von Menschen.
Die Beißhemmung gegenüber Hunden lernen sie normalerweise und logischerweise von Hunden, weil, wie du schon richtigerweise anmerkst, Hunde untereinander anders miteinander umgehen, als mit Menschen. Das andere, wo der Hund von Menschen lernt "Ich darf keine anderen Hunden frühstücken, auch wenn ich das gerne würde" nennt sich "Erziehung".
Abby's Zustand verschlechtert sich zur Zeit immer mehr. [...]
Einfach ätzend, am Anfang des Jahres ging es ihr noch so unglaublich gut und sie war richtig fit. Der Sommer hat sie echt fertig gemacht.
Geht mir mit Robin ähnlich, trotz Medikamenten (obwohl seine herzmuskelschwäche ja eigentlich sehr leicht ist und die Klappen dicht und er auf der Lunge klar ist und war). Auch Lawrence hat der Sommer in den letzten zwei Jahren vor seinem Tod sehr zugesetzt. Bei beiden Senioren ist/war es so, dass ich sie nur noch auf kürzere und leichtere Gemeinschafsrunden und die normalen Gassigänge mitnehme, längere Spaziergänge nur noch nach Tagesform.
Wie alt war Abby noch?