Beiträge von Marula

    Gibt es Hunde, die keinen extremen Eigengeruch haben?

    Die kurzhaarigen Windhunde sowie Afghanen, Salukis und Barsois haben zum Beispiel wenig Hundgeruch.
    Wenig, nicht gar nicht!
    Die Wohung riecht bei mir nicht aufdringlich nach Hund, aber meine Mutter z.B., die ne super sensible Nase hat, riecht es trotzdem. Wenn sie nass sind und im Auto hocken, dann hundelt es auch ein bisschen, aber im Vergleich zum Schäferhund oder Golden Retriever wirklich nur minimal.

    Der Pudel von meiner Oma (Kleinpudel) hat saubere Zähne, ne Kurzhaarfrisur und wird regelmäßig gebürstet und gewaschen (auch mit nem ordentlichen Shampoo). Trotzdem riecht der nach Hund. Nicht ekelig und nicht so, dass die Wohnung danach riecht, aber wenn du ihn gestreichelt hast, riechen die Hände nach Hund und wenn man an ihm schnuppert, brauch man die Nase auch nicht ins Fell drücken um ihn zu riechen. Ungefähr wie bei meinen Kötern.

    Ich denk Hunde ohne Geruch gibt's nicht, nur mit wenig Geruch (den man dann als Besitzer schnell nicht mehr wahrnimmt).

    Der Staffordshire Terrier würde bis auf den Jagdtrieb wahrscheinlich auch passen oder?

    Ja schon. Sie sind recht aktiv, aber das sind ja Frenchies, wenn die Gesundheit es erlaubt, durchaus auch!
    Oft viel Beutetrieb, das macht das Terriererbe, für etwas gröberes Spiel sind die defintiv zu haben, grade so Sachen wie Zergeln.
    Jagdtrieb im Sinne von "abhauen und den Halter stehen lassen" eher nicht, also es sind jetzt idR nicht die Hunde, die man im Wald niemals ableinen kann oder so. Jagdtrieb im Sinne von "Würde Nachbars Karnickel totschütteln, wenn es sich in den eigenen Garten verirrt", ja, das schon (auch wieder Terriererbe). Aber das machen ehrlich gesagt die meisten Hunderassen...

    Ansonsten kenne ich die als mit anderen Hunden recht nett und mit Menschen super.


    Die Continental Bulldog Hündin meiner Arbeitskollegin würde deine Ansprüche auch erfüllen. Ist allerdings ein ziemlicher Bollerkopp, nicht nur im wörtlichen, sondern auch im übertragenen Sinne - die hat ne wahnsinnig lange Leitung und die Seite mit dem Wort "sensibel" hat sie wahrscheinlich eigenhändig aus dem Duden gerissen und in mikroskopische Fitzelchen geschreddert...


    Ich hab ehrlich gesagt bei den ganzen Kurznasen das berühmte "clownige" und den "besonderen SInn für Humor" noch nie gesehen. Ich denk eher, dass die durch die Anatomie doch stark veränderte Mimik die Leute verleitet, da Sachen reinzulesen, die nicht da sind. Aber ich seh da ja auch kein Kindchenschema. Wahrscheinlich bin ich einfach zu herzlos für sowas. xD

    In der Stadt hab ich immer versucht, ruhige Ecken aufzusuchen und nicht zu den Gassi-Stoßzeiten zu gehen, dann ging dass in der doch realtiv kleinen Großstadt Hannover mit dem viele Grün drumherum sehr gut. Da durfte man zum Glück auch in unseren üblichen Auslaufgegenden überwiegend freilaufen lassen.
    Bei Spaziergängern oder Joggern hab ich sie idR aus dem Weg genommen und bei mir gehalten, aber, außer jemand bat drum, nicht angeleint - es war einfach immer was los, wenn man die Hunde bei jedem Jogger oder Radler hätte anleinen wollen, dann wäre man zeitweise nur mit anleinen und wieder ableinen und wieder anleinen beschäftigt gewesen... es waren da auch einfach alle so gewöhnt, auch die Nicht-Hundehalter. Eigentlich gabs da wenig Knatsch, muss ich sagen.


    Jetzt wohne ich ländlicher. Es verläuft sich alles sehr, auch da, wo theoretisch Leinenzwang wäre, ist niemand, der das kontrolliert. Mehr Wild, daher sind sie eh viel an der Leine, aber da, wo es geht ohne dass sie mir jagen gehen, da sie sie dann auch los, egal ob es ein Naturschutzgebiet ist oder nicht.
    Bei Joggern etc leine ich hier grundsätzlich an, die 3 Mann, die mir auf ner zweistündigen Runde hier begegnen, da kann man das leicht machen.

    An Straßen, innerorts/in Wohngegenden etc sind meine eh an der Leine, egal ob in der Stadt oder auf dem Land, aus Vorsicht und weil sie so gut dann einfach doch nicht hören (und mMn eh kein Hund in direkter Nähe von Straßenverkehr ohne Leine laufen sollte, egal wie gut er normalerweise immer hört).

    An die BSZ habe ich mich nie gehalten und werde mich auch nie halten - ich hab eh dolle Jäger und muss rund um's Jahr aufpassen, BSZ hin oder her, das macht dann auch keinen Unterschied mehr.


    Alles in allem: Meine sind aus EIgenverantwortung und zu einem gewissen Grade eben auch einfach rassetypischerweise viel an der Leine (wegen Jagdtrieb und großer Selbstständigkeit), aber da, wo ICH finde, dass sie gut freilaufen könnten, da mache ich sie auch los, Vorschriften hin oder her.

    Und irgendwo hängt es ja meistens auch mit der Popularität einer Rasse zusammen, dass sie plötzlich ungesunde Merkmale bekommt, denn ich kenne ehrlich gesagt keine unbekannte Rasse, die dermaßen deformiert wäre oder so krank, dass sie zu nichts mehr taugt (höchstens sind die kurz vorm Aussterben und werden künstlich mit zu viel Inzucht am Leben erhalten, das ist auch nicht grade sinnvoll). Sowas passiert nur den Rassen, die sehr oft nachgefragt werden und wo es dann anfängt, schief zu laufen, ob bei Züchtern oder Welpenkäufern (Züchter waren auch mal Welpenkäufer) kann ich nicht sagen, vielleicht liegt es auch am Geld.

    Japan Chins, King Charles Spaniel (nicht zu verwechseln mit Cavalier King Charles Spaniel!) Pekinesen, Basset Hounds, Mastino Napoletano... gibt mit Sicherheit noch mehr.
    Pekes und Bassets sind zwar allgemein irgendwie ein bisschen bekannt, im Straßenbild sieht man aber beide kaum jemals, vor allem nicht reinrassig und rassetypisch (also so, wie sie derzeit nach VDH/FCI Standart gezüchtet und auf den CACs und CACIBs in diesem Lande präsentiert werden). Die anderen Rassen kennt außerhalb der Aussteller-Welt kaum jemand.

    Auch andere Rassen kennt man als Hundeliebhaber vielleicht ein bisschen - aber wann habt ihr z.B. zuletzt einen Bernhardiner beim Gassigehen getroffen oder aus dem Auto gesehen? Die sind auch echt krass - massenweise Leftzen, dadurch ne starke Leftzenfalte an der Unterlippe wo sich oft Leftzenexzem bildet, Ektropium, oft ne unmögliche Stellung der Extremitäten - total bärentatzig mit im mittleren bis höheren Alter oft plattgelatschten Zehen und hinten x-beinig und total weich von den Sehnen her, so dass die von hinten gesehen gehen, als hätten sie sich in die Hose geschissen. Und die Bernhardiner die ich kenne, sind von einem FCI-Züchter, der auch gleichzeitig Zuchtrichter für diese Rasse und andere Molosser ist, seine Hunde gewinnen auf Ausstellungen, seine Rüden, eben die, die so unfunktional laufen, decken in ganz Deutschland und er hat auch schon einige Hunde ins Ausland verkauft.

    Und Mops, EB und FB waren auch schon vor der aktuellen Modewelle, die, wenn's hochkommt, vielleicht seit 10 Jahren am rollen ist, so extrem wie heute.

    De facto hört man von Verbesserungsversuchen (betreffend eine funktionellere Anatomie) durch Kreuzungszucht erst, seit sich die breite Masse für diese Hunde interessiert und nicht mehr nur Rassespezialisten und langjährige Liebhaber. Weil nämlich Leute, die den Hund einfach als netten Familienhund wollen, dann doch erschrocken sind, was sie da für Probleme mit haben können.

    ich denk für das Entstehen von anatomischen Übertreibungen in der heutigen Form sind schon die "richtigen" Verbandszüchter zuständig, und nicht der Vermehrer-Hobbymarkt.


    In dem einen Video von Dreamy ein paar Seiten zuvor ging es genau darum. Da wurde eine künstliche Befruchtung bei einer EB vorgenommen.

    Ich frag mich, wie es überhaupt möglich ist, dass es so weit kommt. In unserem Verein wird eine künstliche Besamung nur gestattet, wenn beide Partner nachweislich auf natürlichem Wege für Nachwuchs gesorgt haben. Das hat dieser Verein wohl verpennt...

    Naja, sowas ist nicht so schwierig. Rüden absamen und dann die Hündin vaginal mit Frischsperma besamen machen viele Züchter selber (und das beileibe nicht nur bei den Bulldoggen oä, auch bei Rassen, wo man das nie denken würde), sowas kann man, wenn man ne Weile dabei war, uU auch von anderen Züchtern lernen.

    Und wenn jemand mit Rüde und Hündin oder mit nem Pott flüsigem Stickstoff voller TK-Samenröhrchen zum TA kommt und sagt, er möchte die Hündin besamt haben, naja, dann ist es ja nicht Aufgabe des Tierarztes, zu hinterfragen, ob die das von ihrem Verein her denn auch dürfen. Oft weiß der TA ja nichtmal, ob die im VDH sind oder nicht und ganz ehrlich, das ist auch nicht dessen Bier, Hundezucht ist ja nicht verboten und er hat gegenüber Dritten auch ja nicht zu plaudern, was er bei welchem Patienten gemacht hat.

    Wenn also der Rüde noch lebt und es räumlich möglich gewesen sein könnte, und wenn sich Züchter und Rüdenbesitzer einig sind und beide das Maul halten, dann ist es kein Problem, nachher zu sagen, es war ein natürlicher Deckakt - wie willste das auch nachweisen? Noch muss der Zuchtwart ja nicht beim decken daneben stehen.

    Ich persönlich würde eine Besamung, wo der Züchter mir sagt, dass der Rüde es selber nicht schafft, die Hündin nicht steht oder sonstwas, nicht durchführen - entweder sie können es, oder sie können es nicht. In letzterem Fall müssen sie dich dann halt nicht fortpflanzen. Aber andere haben solche Bedenken nicht. Irgendwer wird sich also immer finden.

    Was anderes ist es eben, wenn der Rüde schon tot ist oder zu weit weg steht, da finde ich ne KB durchaus ok.

    Quelle für die Zahl von +80% Schnittgeburten bei EB, FB und Boston Terrier
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20136998
    Ist jetzt auch nicht grade ne kleine Datenmenge...

    Haha, Toffee sieht auf dem letzten Bild aus wie ein kleiner Haifisch!

    Schön, dass sie zusammen so einen netten Nachmittag hatten. :) Ja, so ein Greyhound ist schon ein großer Hund (Ares ist ja auch nochmal nen Stück großer als mein Robin), aber drinnen dann doch auch meistens ein ruhiger Geselle.
    Ich find aber, Whhippets werden ja in der Regel bei schlafen kleiner, ein Greyhound irgendwie immer größer und länger. :D


    Ich hab mich für morgen auch endlich mal wieder zum Spiel-Date auf der Wiese verabredet, es wird aber wohl nur Janaah mitkommen.
    Werden wohl ein paar mehr Leute/Hunde kommen und dann sind fast sicher welche dabei, mit denen Dee Stress angefangen würde.

    Und Robin gehts die letzten Tage nicht so gut, der war auch heute nicht mit auf dem großen Spaziergang (er wollte zwar mit, aber er war heut morgen nach der 15 min Gassirunde platt).
    Weiß noch nicht so recht was da los ist. Grade heute nochmal nen Blutbild gemacht, alles ok, gestern Thorax und Abdomen geröngt, alles ok, der Herzultraschall samt EKG und so weiter ist ja auch erst 2 Monate her und war eigentlich nicht soooooo dramatisch. Trotzdem ist er am pumpen wie ein Maikäfer, bin vorgestern um kurz vor 5 morgens aufgewacht, weil er so am keuchen war (heftiges atmen, nicht hecheln).
    So vom Atemgeräusch her (leichter Stridor am Kehlkopf, geringradiges rauhes, rasseliges Geräusch beim hecheln, verschluckt sich außerdem öfter mal) vermute ich, dass es in Richtung progressive Kehlkopflähmung gehen könnte, wie bei Lawrence gegen Ende auch. Ist ja bei großen Hunden nicht so selten. Vielleicht machen wir mal ne Endoskopie wenn es kühler wird. Erhöht füttern tu ich ihn eh schon. Mal gucken.

    Auf jeden Fall freu ich mich, wenn es wieder etwas kühler wird. So gern ich den Sommer mag, für alte Hunde ist er nix. Für Lawrence war sein letzter Winter nochmal ein kleiner Jungbrunnen, als es letztes Jahr im Frühsommer wieder wärmer wurde, konnte man zugucken wie er abbaute.


    EDIT:
    Ach, diese lustigen Heulgeräusche. Die kenn ich auch, Dee macht zur Begrüßung bei Leute die sie sehr mag so ein langgezogenes Heul-Bellen "Wrauauauauauauauauauauuuuuuuhhhh!!!" und wenn sie was will und man sie nicht beachtet, macht sie ähnliche Geräusche wie die Hündin in dem Video.
    Ich find aber auch, die Kritikos Langonikos haben so vom Aufbau und Ausdruck her ein ganz bisschen Ähnlichkeit mit den gröberen Salukitypen (z.B. manche Vertreter aus Sinai und Negev). Kann ja auch durchaus hinkommen, Levante und östlicher Mittelmeerraum sind ja vom Orient stark beeinflusst.

    Mein alter Greyhound macht inzwischen gar nix mehr, außer gemütlichen Opa-Spaziergängen, und ich bin froh, wenn er am Wochenende bei passendem Wetter (nicht zu heiß) noch ne große Runde mitläuft.

    Er war gesundheitlich schon nicht mehr ok als ich ihn bekommen hab (Arthrose) was die sportlichen Möglichkeiten einschränkte. Da ich aber nie den Eindruck hatte, das ihn was fehlt, wenn er nur so mitläuft, hab ich auch nie was mit ihm gemacht. Ich denk er war und ist trotzdem ein ganz glücklicher Hund.


    Meine 6 Jahre alte Salukihündin war für Rennbahn nicht zu begeistern (Plastikhasen sind einfach nich das gleiche wie echte...). Sie kann ein paar Tricks und freut sich auch immer, wenn man die abruft und sie sie zeigen darf, und auch wenn sie was neues lernen kann. Sonst ist sie aber auch ziemlich anspruchslos - abwechselungsreiche Spaziergänge mit möglichst viel Freilauf und mehrmals die Woche Radfahren, das reicht.


    Der jetzt knapp 1,5 jährige Salukirüde geht auf die Rennbahn und geht da richtig drin auf. Er hatte von Anfang an einen enormen Jagd- und Hetztrieb, hat schon in jungem Alter auf so Sachen wie im Wind fliegende Blätter oder tief fliegende Schwalben stark reagiert. Das erste Mal auf der Bahn war er gleich in seinem Element.
    Ich fange jetzt langesam an mit Konditionstraining am Rad, ansonsten eben auch spazierengehen und mitlaufen und dann halt, wenn's hoch kommt, alle zwei Wochen Training auf der Rennbahn (mehr schaff ich nicht, da ich auch regelmäßig Wochenenden arbeiten muss, die Rennbahnen alle mehr als ne Stunde einfache Fahrt entfernt sind und auf der Bahn von "meinem" Verein auch nicht jedes Wochenende Training ist).

    Kleine Suchspielchen, die sich leicht in den Spaziergang einbauen lasssen (z.B. alle ablegen/absitzen lassen, ein Frolic ins Gebüsch/hohes Gras werfen, einen zum suchen schicken...) machen sie auch alle sehr gern. Ich denk wenn man es richtig aufbaut, könnte man mit ihnen bestimmt mehr in Richtung Nasenarbeit machen.

    Die beiden Salukis spielen auch viel miteinander, seit ich also den Jungrüden dazugenommen habe, ist meine Hündin auch nochmal aktiver geworden.

    Ich bin ganz froh, dass meine Hunde so anspruchslos sind. Der Windhundsport macht mir Spaß, wenn es möglich wäre, würde ich das auch gern noch ausbauen (vielleicht in einiger Zeit mit noch nem zweiten dafür zu begeisternden Hund, eventuell noch Coursing zum Bahnrennen dazu). Aber noch mehr im Verein organisierte Sachen schaff ich dann zeitlich gar nicht mehr.
    Und privat deckt sich das, was meine Hunde gern machen und was ihnen ausreicht, nämlich lange Spaziergänge im Grünen, sehr schön mit dem, was ich gern mache.


    Was ich etwas schade finde ist, dass sie eben durch den Jagdtrieb keine Stall- und Reitbegeleithunde sind. Sonst hätte ich wohl schon länger wieder ne Reitbeteiligung und eventuell in ein paar Jahren ein eigenes Pferd.
    Aber da die Hunde eben nicht einfach so mitlaufen auf Spaziergängen und grade im Freilauf meine Aufmerksamkeit fordern, verträgt sich das nicht mit Reiten. Für Pferd UND Hunde UND Privatleben UND Arbeit hätte ich keine Zeit, da musste der Reitsport halt weichen.

    Ich kenne keinen gesunden Hund irgendeiner Rasse, der sich NICHT nach nem Schläfchen streckt und reckt...


    Meine verharren in dieser "Hintern hoch" Stellung vor allem im Spiel. Entweder wenn einer aufgefordert wird, oder wenn einer den anderen belauert und in so einem Zwischending zwischen Vorstehen und gespanntem, plattem Lauer-Liegen auf dem Boden erstarrt.

    Oder wenn sie Knabberzeug kauen, das scheint mit dem Hintern in der Luft auch gut zu schmecken.

    Mal abgesehen davon, dass dabei Hunde mit recht unterschiedlichen Felllängen/-arten rauskommen (wenn man Pugapoo googelt, findet man dazu ein paar Bilder) und ob das nun Leute anspricht, die einen Mops wollen, müsste auch bedacht werden. Denn die besten Absichten und Gedanken nutzen nichts, wenn sich für die Welpen letztlich keine Abnehmer finden. Dass die Welpen überwiegend bei den Züchtern versauern bis man endlich mal einen gesünderen Mops hat, kann auch nicht Sinn der Sache sein.Für die Retromöpse gibt es immerhin anscheinend genug Abnehmer.

    Ich denk die sicher noch etwas wild aussehenden Mixe der ersten Generationen von Mops mit was auch immer würde man mit Sicherheit auch gut los werden, dann eben an nette Familienplätze und man behält zur Weiterzucht nur die vielversprechendesten 2 oder 3, wie bei der Zucht mit reinrassigen Hunden auch.

    Die ganzen Designermixe gehen wie geschnitten Brot und im Tierschutz ist es den Leuten doch fast lieber, je kurioser der Mix ist.
    Man muss/darf sie halt nicht mit Wunderversprechen verkaufen, aber ich denke es gibt viele Leute, die gern einen Mopsmix aus vernünftig gezüchteten, untersuchten Eltern hätten, der auch noch vom seriösen Züchter gut aufgezogen worden ist.

    Also, von der Seite hätte ich bei reinen Familienhunden mit nem Outcross wenig Bedenken, bei Arbeitshunden schon eher, weil die Käufer da ja idR mehr mit machen wollen als nur liebhaben und man da sicher länger wieder selektieren muss, bis man von der Veranlagung wieder da ist, wo man hinwill.

    nur so ne Idee ins Blaue und wenn man die geündesten Exemplare der Kurzschnauzen (Mops, Boston Terrier, French Bullie) nähme und dadurch den Genpool erweitert? oder sind die alle so krank das auch das nix nützen würde?

    Hm, für die genetische Vielfalt könnte das durchaus was bringen bei (wenn man da denn Wert drauf legt...) wenig Typverlust. Wobei man da schon sehr aufpassen müsste, sich nicht noch andere Krankheiten von Rasse zu Rasse zu schleppen, die nix mit der Anatomie zu tun haben.
    Bei nem gesünderen Phänotyp kommt man da trotzdem so schnell nicht wieder an.


    Ich habs weiter vorn in diesem Thread schon geschrieben und sag's auch nochmal:
    Ich find den Beagle als Outcross beim Mops keine schlechte Sache. Die Puggles, die ich kennengelernt hab, waren eigentlich sehr nette Hunde. Von Fell her passen die Rassen (man müsste kein Langhaar rausselektieren), Beagles sind ebenfalls eher untersetze Hunde, wenn auch nicht so kompakt wie ein Mops. Sie sind vom Charakter her idR ziemlich verträglich mit anderen Hunden, was Möpse ja auch sind, und auch mit Menschen relativ freundlich, wenn auch nicht ganz so harmlos wie der Mops. Sie haben eine gesunde Anatomie und sind von den Erbkrankheiten her noch ganz ok.

    Was sie haben, ist halt Jagdtrieb, der beim Mops ja eher unerwünscht und untypisch ist. Naja, müsste man halt Kreuzungspartner mit möglichst wenig davon auswählen und dann einige Generationen dagegen selektieren.
    Machbar wäre das sicher, wenn Charakter und Arbeitsanlagen nicht in sehr hohem Maße erblich wäre beim Hund, könnte man nicht so genau bei den verschiedenen Rassen und teils sogar Linien so relativ genau vorhersagen, wie sie ticken. Und lieber ein paar Generationen lang Jagdtrieb als BOAS.

    Wären die Rasseliste nicht, fände ich auch Staffordshire Bullterrier auf den ersten Blick ganz passend - kleiner Molosser (naja, Molosserverschnitt...), idR sehr freundliches Wesen und klasse Familienhund, beherrschbarer Jagdtrieb, gesunde Anatomie. Wie es da mit Erbkrankheiten aussieht, da bin ich nicht auf dem Stand.

    Eine Frage: was ist das Besondere an der Sattelzeichnung beim Whippet - die Sattelzeichnung an sich, oder das at-Allel? Oder anders gefragt, gibt es Whippets in Black (Blue) and Tan oder Tricolor?

    Sattelzeichnung ist ein dominant vererbtes Merkmal, tritt aber nur dann im Phänotyp auf, wenn der genetische Hintergrund passt, der Hund also Black and Tan ist. Einheitlich rote (Ay) oder schwarze Hunde können problemlos sogar reinerbig für Sattelzeichnung sein, man sieht es ihnen halt nicht an.

    Wenn das at-Allel im Genpool des Whippets vorkommt, wenn auch vielleicht selten, dann wäre das gelegentliche Auftauchen von Hunden mit Sattelzeichnung nicht so ungewöhnlich. Möglicherweise ist das Allel für Sattelzeichnung bei Whippets sogar relativ weit verbreitet.

    Das at-Allel.
    Whippets gibt's eigentlich nicht in b&t. Und ich hab auch noch nie welche gesehen, weder in life noch auf Fotos.

    Es ist ja schon komisch, das saddle tan ab und zu aufzutreten scheint, aber das da nicht auch mal normales b&t fällt in diesen Linien?! Egal ob es durch Einkreuzung erst rein gekommen ist oder "schon immer" in der Rasse war, ab und zu müsste man es doch auch mal sehen?!

    Was ich mir vorstellen könnte wäre, dass saddle tan (also das Gen dafür) bei Whippets sehr, sehr weit verbreitet ist, aber man das eben nicht sieht, weil normalerweise nix da ist, worauf es wirken kann.
    Und das dann eben, in den seltenen Fällen, wo sich mal zwei at-Träger treffen, das b&t deswegen immer gleich zu saddle tan umgewandelt wird, weil die eh alle/die meisten Whippets saddle tan tragen?
    Das könnte doch sein, oder?


    Was auch interessant ist, ist, dass Silken Windsprites/Langhaarwhippets, die ja aus einer Mischung von Whippet und Sheltie entstanden sind, recht oft in saddle tan vorkommen.
    Nun haben ja Shelties b&t, aber ich wüsste nicht, dass es Selties mit saddle tan Zeichung gibt?

    Dann könnten nämlich die SiWis ihr b&t vom Sheltie und den saddle tan factor vom Whippet bekommen haben.

    "Verstecktes" saddle tan im Whippet macht für mich auch deswegen Sinn, weil Whippets ja viel Terrierblut führen und saddle tan bei Terriern ja nicht so selten ist (Jack Russell, Welsh, Airdale...)


    Salukis können übrigens auch saddle tan sein. Ist ebenfalls ziemlich selten, bei denen aber genau auf die umgekehrte Art und Weise selten:
    B&T ist häufig, aber das dominante saddle tan Gen wurde soweit mir bekannt ist nur über einen einzigen Rüden eingeführt, einen Import aus dem Iran, Sarban:
    http://www.thesalukiarchives.com/details.php?id=86293

    Sarban selber ist Grizzel, also b&t, modifiziert durch das Grizzel-Gen. Und da drauf dann eben nochmal saddle tan, was sich so auswirkt, dass der Kopf hell wird (bei tanpoint hätte man ja eben den typischen Brand, bei Grizzel ein "widows peak" Muster) und nur die Decke bleibt.

    Bei seinen Kindern Hoda und Halaaleh kann man es auf den Fotos im salukiarchive einigermaßen sehen, gibt aber in der Familie noch mehr.
    Muss mal fragen, ob ich mir von dieser Linie mal bessere Fotos "klauen" und hier einstellen darf...

    Sarban ist der Urgroßvater von meinem Rüden:
    http://www.thesalukiarchives.com/details.php?id=183484
    Fast alle Geschwister von meinem sind mehr oder weniger ausgeprägte saddle tans, entweder auf b&t oder auf Grizzel. Im salukiarchive sind von allen Geschwistern die Welpenfotos drin, da sieht man noch die "orginale" Farbe. Die sind dann in den Monaten darauf extrem umgefärbt, die beiden Grizzels sehen fast creme aus, die Decke ist sehr verblasst, und die b&t haben jetzt alle ne mehr oder weniger starke Sattelzeichnung.


    Meiner könnte es auch geerbt haben, er ist sable wie sein Vater, nur ein paar Farbtöne heller (hatte als ganz kleiner Saugwelpe aber den typischen dunklen Überflug). Heißt er könnte saddle tan tragen und vererben, kann es aber nicht selber zeigen.

    Natürlich können Mischlinge eine blaue Zunge bekommen...[...]

    Oh, da hatte ich mich wohl etwas doof ausgedrückt! Ich meinte, dass ich noch nie eine komplett blaue Zunge bei Hunden gesehen hab, die nicht entweder reine Asiaten oder Asiaten-Mixe waren.
    Nicht, dass Mixe keine komplett blaue Zunge mitkriegen können.