So oder so, es gibt jedenfalls auch reichlich Jagdhunde, die bei Beute nicht zimperlich sind, die aber innerartlich ein (meiner Meinung nach) normales Verhalten zeigen, auch die Welpen untereinander.
Also wo es bis zum normalen Abgabealter keine arztreifen Blessuren und keine Notwendigkeit zum trennen gibt und die Welpen von selber die innerartliche Beißhemmung erlernen.
Als Kontrastprogramm zu den gestörten DJT die ich vorne erwähnt hatte kenne ich z.B. recht gut die ebenfalls jagdlich geführten JRT einer Arbeitskollegin.
Die ziehen auch jeden Fuchs aus dem Bau, auf dem Hof gibts weder Katzen noch Ratten noch Marder und bei den herbstlichen Drückjagden mit viel Schwarzwild sind sie immer gern gesehen. Sie können also alles, was sie für die hiesige Jagd können müssen und das zur Zufriedenheit ihrer Besitzer.
Sind aber als Welpen nicht überdurchschnittlich grob miteinander, natürlich fighten die sich ein bisschen, aber machen sich halt nicht kauptt weil absolut keiner aufgeben will.
Und sie sind auch als Erwachsene zwar typische Terrier (kurzer Zünder, dicke Eier, Löwenherz), aber in der Gruppe gut verträglich und für Menschen jederzeit unbedenklich (man kann sie z.B. bei kleineren Jagdverletzungen ohne weiteres ohne Sedation klammern).
Ich denk Härten gegen Beute muss nicht wirklich mit erhöhter innerartlicher Aggression einhergehen.
Ich mein, es sind immer noch typische Terrier, also ziemliche Rauhbeine, aber eben mit der Fähigkeit, alleine ein Sozialverhalten utereinander zu erlernen, das sie sinnvollerweise vor Verletzungen schützt. So kenne ich es eigentlich auch von den meisten deutschen "Vollgebrauchshunden", also z.B. Münsterländer (Kl. + Gr.), DKH, DDH, DLH, Wachtel, Weims... die haben ja alle ne gute Portion Raubzeugschärfe und sollen auch mal ne Sau nerven und ein angeschossenes Reh niederziehen können, trotzdem kenn ich das von denen nicht, dass die als Welpen auseinandergenommen werden müssen.