Beiträge von Marula

    Hab mal zusammen gefasst, diese Hunde wurden bis dato von Euch als „fast“ gesund bezeichnet, richtig gesund gibt es ja nicht:

    • Windhunde

    Windhunde würde ich nicht sagen. Greyhounds hab ich ja oben schon was zu gesagt, zählen sicher nicht zu den kränksten Rassen, zu den gesündesten aber auch eher nicht, durchschnittliche mit einer schlimmen Baustelle, würde ich sagen.
    Irish Wolfhounds sind kurzlebige Großbaustellen und Deerhounds sowie Barsoi (die ja leider beide auch auch dabei sind, von der Groß- zur Riesenrasse zu werden) sind auch nicht allzu langlebig. Windspiele sind zwar langlebig, aber haben oft ganz, ganz gruselige Zähne und eine Neigung zu Knochenbrücken der Gliedmaßen.

    Das lässt noch ne Menge Windhundrassen, aber doch nicht alle.


    Bei Terriern wäre ich auch zögerlich, das so generell zu sagen. Da gibts so viele Rasse, ich kenne nicht alle genauer. Aber zum beispiel Westies, das sind ja laufende Allergiekatastrophen. Der Westie, der kein Allergiker oder Atopiker ist und keine solchen in der Verwandschaft hat, das ist ein seltenes Geschöpf...

    Wie bereits auf Seite eins geschrieben, ist der Dingo keine Hunderasse, sondern eine eigene Spezies (Canis Lupus Dingo), die dem Grauwolf genetisch sogar näher ist als dem Hund. Sämtliche Wildhunde sind keine Hunderassen, sondern eigene Tierarten, vom Rothund über den Afrikanischen Wildhund bis zum Dingo.

    Wie der Dingo taxonomisch einzuordnen ist, da streiten sich die Wissenschaftler, aber es ist keinesfalls so einfach, dass der Dingo nach 100% einhelliger Expertenmeinung eine eigene Art oder aber auf jeden Fall eine eigene Wolfsunterart ist.

    Meine Meinung dazu, ohne irgendwelche wissenschaftlichen Beweise:
    Nach allem was man bisher weiß ist der Dingo wohl mit dem Menschen nach Australien gekommen und um zigtausend km auf dem offenen Meer in Einbäumen durch die Gegend zu schippern können sie so undomestiziert nicht gewesen sein, dürfte mit nem "fast Wolf" schwierig werden, sowas. Und sie wurden ja auch durchaus (wie andere Schensihunde) in der Nähe von oder in Siedlungen gehalten und wurden als Wächter, Müllvertilger und als Jagdgehilfen benutzt. Alles Sachen, die mit einem Wildtier eher nicht so gut gehen.
    Sie sind eine primitive Rasse in einem frühen Domestikationsstadium, sind vielleicht auch in der Zwischenzeit wieder mehr verwildert und haben mit den Hochzuchtrassen im Sinne von Zuchtbuch und Kennelsclubs nix zu tun, aber Hunde sind es denke ich schon...


    Interessant finde ich auch, dass jeder die eigene Rasse als "relativ" gesund einstuft.

    Bedingt. Salukis finde ich trotz einer nennenswerte Rassedisposition (Herz, besonders DCM) und zwei kleineren Problemen (Hypothyreose und Hämangiosarkome, sind mir persönlich im Gegensatz zu Herzgeschichten im eigenen Salukibekanntenkreis noch nicht untergekommen) recht gesund, einfach wie diese Sache insgesamt bisher nicht so verbreitete sind und weil sie ansonsten sehr robust und zähe sind, so dass ein hohes zweistelliges Alter nicht ganz selten und ein mittleres zweistelliges Alter eher die Regel als die Ausnahme ist - bei nem vor dem 12 Lebensjahr gestorbenen Saluki kenne ich es schon so, dass die Leute da irrritiert fragen, was denn los war, weil das nicht so ganz die Norm ist.

    Aber meine andere Rasse, den Greyhound, würde ich nicht als extrem gesund bezeichnen. Zwar kenne ich auch da viele, die ein gutes Alter erreicht haben, aber es gibt leider auch recht viele, die sich vor dem oder um das 10. Lebensjahr verabschieden, was ich für die Größe bzw besser für das das Gewicht zu früh finde.
    Und es ist die Rasse mit der höchsten Inzidenz für Osteosarkome ünberhaupt - 6-10% aller Greyhounds bekommen Osteosarkome und 50% aller Tumoren bei Greyhounds sind Osteosarkome.

    Für mich ist eine gesunde Rasse eine, die auch ohne menschliches Einwirken langfristig überleben würde und sich naturgemäß entwickeln würde.

    Seh ich nicht so. Hunde sind domestizierte Tiere, keine Wildtiere, da ist für mich das Kriterium "Überlebensfähigkeit ohne Menschen" nicht das Hauptkriterium.

    Komplett genetisch gesund gibts nicht, nur relativ gesund und mit wenig angeborenen Defekten und Erbkrankheiten belastet.

    Dazu gehört für mich in der Praxis, dass die meisten Hunde einer Rasse locker ein gutes zweistelliges Alter erreichen, bei größeren Rassen finde ich 12-14 Jahre normal, bei kleineren 14-16 Jahre, und dass man in dieser Zeit außer für Verletzungen und die üblichen Alterszipperlein wenig Geld beim TA lassen muss.


    Es fallen mir zum Glück doch einige Rassen ein, bei denen das trotz der einen oder anderen Rassedisposition eher die Regel als die Ausnahme ist.
    In meiner Ecke bei den Windhunden würde ich z.B. sehr viele Rassen als relativ gesund und langlebig bezeichnen. Zum Beispiel Sloughi, Azawakh, Saluki, Galgo, Tazy und Taigan, die diversen Podencos und Podengos, Whippets...

    Andere Rassen die für eine hohe Lebenserwartung bei robuster Gesundheit bekannt sind, sind zum Beispiel Pudel in allen Größen, Jack Russell Terrier und Spitze in allen Größen. Dackel werden auch oft uralt, da kenne ich aber leider auch sehr viele, die rassetypische Rückeenprobleme haben.
    Auch die deutschen Jagdgebrauchshunde wie zum Beispiel Deutsch Kurzhaar, Langhaar und Drahthaar, Weimaraner und Wachtelhund erreichen meistens ein für ihre Größe normales Alter und sind dabei recht robust.


    Rassedispositionen finde ich an sich nicht gleich nen Grund zum abtun einer Rasse als "nicht gesund"und "kaputtgezüchtet".
    Beim jetzigen Stand der Wissenschaft undTierzucht ist es nunmal so, dass man Krankheiten nicht 100% loswerden kann. Es gibt bisher keine genetisch komplett gesunden Organismen (und ich kann mir nicht vorstellen, dass es die in absehbarer Zunkunft geben wird), jeder trägt seine Defektgene und bei der Selektion auf erwünschte Eigenschaften selektiert man immer, auch bei gut geplanten Zuchtprogrammen mit wenig Inzucht usw, auch auf einige krankmachende Gene.

    Mir wurde gesagt ich soll ihn nicht schimpfen, wenn er knurrt und Terror macht :???: Das ist also Blödsinn??

    Sicher nicht immer, es gibt bestimmt Situationen, wo nicht schimpfen besser ist. Du kennst deinen Hund am besten und wenn Leute, die dich und deinen Hund life kennen und auf deren Meinung du was gibts, dir was anderes sagen, dann mach es besser so.

    Ich seh es aber einfach so, dass das nicht die Aufgabe meines Hundes ist und ich hab auf solches Verhalten nunmal keinen Bock und das darf mein Hund auch wissen.
    Klar ist irgendwo der andere Hund bzw sein Halter Schuld, aber sie (also in dem Fall meine Dee) kann sich trotzdem benehmen, so ist's ja nicht!

    Das brauch ihr alles nicht gefallen, sie mag die meisten anderen Hunde nicht, das weiß ich und das ist ok, brauch sie auch nicht. Aber sie soll sich trotzdem nicht so reinsteigern, Hund muss nicht auf jede Provokation einsteigen.


    Ich hab mir jetzt nicht alles durchgelesen zu Jamie, aber bei Wilma hat damals geholfen, dass ich mich einfach zwischen sie und den anderen hund gestellt hab.

    Das mache ich auch. Bei Hundebegegnungen wo es ein bisschen enger ist, kommen meine immer auf die dem Fremdhund abgewandte Seite.


    Die Hormone gehen übrigens derzeit auch mit ihm durch.. :ops:

    Jamie war ja etwas so alt wie Janaah, wenn ich mich recht erinnere. Der entdeckt auch grade, dass er Eier hat. Er muss jetzt schon manchmal ganz doll kratzen nach dem Geschäft (klein und groß) und versucht Hündinnen permanent die Nase unter die Rute zu stecken. Das kann er sich aber genauso sparen wie Dee ihre Pöbelei... und wenn die Hündin ihm das selber nicht sag, dann mach ich das.

    Aber ist schon süß, den einen Moment ist er noch ganz Baby, den nächsten ein kleiner Triebtäter. Vorgestern Abend war grade meiner Arbeitskollegin mit ihrer Schäferhündin auf dem Hof als ich mit meinen wiederkam.
    Da hat er die Schäferhündin erstmal ganz junghundemäßig begrüßt, ist um sie rumschlawenzelt, hat ihr Maul ablecken wollen und sogar ein paar Tropfen Pipi gemacht (Wahnsinn, hat er schon ewig nicht mehr) und dann aber spitzgekriegt, dass sie grade läufig gewesen war (vor ca. 10 Tagen Standhitze).
    Zack, war er schon draufgesprungen und wollte sie erstmal ne Runde rammeln... ähm. Nein. Schöner Plan, aber NEIN! xD :gelbekarte:
    Die Hündin ist so ein Gott ergebener Opfertyp, da musste ich ihn dann auch schnell runterzupfen.

    Nimms nicht so schwer... es sind letztlich einfach Hunde. Die gehen nicht gleich kaputt oder tragen irgendwelche Traumata davon, weil mal ein anderer Hund auf sie losstürmt und ein psychisch normaler Hund mit guter Kinderstube sollte auch nen Beißvorfall wegstecken können. Das Hunde sich kloppen und sich ab und zu sogar mal Löcher machen kommt vor, da können die meistens besser mit leben als wir.

    Man muss das aber dafür selber ein bisschen entspannt sehen. Wie du schon sagts, Jamie merkt wahrscheinlich, dass du dir nen Kopf machst.

    Ich sag nicht, dass du ihn jetzt munter alles tackern lassen sollst was ihm nicht in den Kram passt, um Gottes Willen...
    Aber die meisten Hunden, die so rumlaufen, sind ja bloß lästig und nicht wirklich gefährlich, die kriegt man schon weg. Und wenn ihr wirklich mal an ein Psycho-Exemplar geratet, das sich partout auf ihn stürzen will, kannst du auch nicht mehr soooooo viel machen.

    Wenn es nur ein normaler Lästling ist, muss Jamie halt mal an kurzer Leine die Füße stillhalten und du scheißt den anderen Hund zusammen, dass dem die Ohren wegfliegen und ziehst ihm eins mit dem Leinenende über wenn er nahe genug kommt, dann wird der sich schon verdrücken.


    Bei Dee, der Hexe, ist es am einfachsten, wenn sie weiß, dass sie Anschiss kriegt der sich gewaschen hat wenn SIE Terror macht und jeder andere von mir ne Abfuhr kassiert, wenn er sich mit meinen Hunden anlegen will - sie hat die Füße stillzuhalten, aber muss dafür auch nicht selber den Aufpasser machen.

    Manchmal macht sie trotzdem Terror... so what, so ist sie halt.

    vl. hat ja jemand was dazu zu sagen... :hilfe:

    Vielleicht wird er jetzt einfach so richtig erwachsen und beginnt, sich etwas rüdiger zu benehmen? Ich mein, der Greyhound im Allgemeinen ist zwar recht verträglich, aber es findet halt nicht jeder andere Hunde toll...


    Bringst du es selber irgendwie mit dem Urlaub in Verbindung? Ich mein, was sein kann: Wenn man im Alltag immer in der Gegend ist, wo es viele Hundebegegnungen gibt, dann muss sich der Hund halt damit abfinden, er ist dann sozusagen auch ein bisschen "abgestumpft" auf den Reiz "fremder Hund".
    Wenn man dann ne Weile irgendwo ist, wo es ruhiger ist, dann gewöhnt der Hund sich dran, dass er seine Ruhe hat und uU fordert er die größere Distanz dann auch später wieder ein.

    So ein bisschen war/ist es bei mir mit Stadt und Land. Während des Studiums hatte ich so richtige Stadtpark-Hunde und ich hatte auch den Eindruck, dass sie mit der hohen Hundedichte gut klarkommen. Wenn ich länger in den Semesterferien bei meinen Eltern auf dem Dorf war, dann waren sie auch erstmal wieder angepisst von so vielen anderen Hunde. Nach ner Weile gings dann wieder, aber besonders bei Dee von Mal zu Mal schwieriger, weil sie eh kein Hund ist, der andere Hunde toll findet.
    Inzwischen könnte ich mir mit meiner aktuellen Gruppe gar nicht mehr vorstellen in der Stadt zu wohnen und sogar der anspruchslose Robin besteht auf seiner Individualdistanz.

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    PS, bezüglich "sanfter Zwang" bei so Sachen wie Treppen laufen: Würde ich nur machen, wenn ich den Hund schon kenne und er mich auch und er mir grundsätzlich schon vertraut.

    Ich hab auch eine sehr steile Treppe - ausgebautes altes Bauernhaus, das ist so eine Stiege, die ins erste OG geht und dabei noch eine Kurve macht, mit sehr schmalen Stufen.
    Mein Greyhound ist eh kein Fan von Treppen, diese war und ist ihm sehr unangenehm. Leider ist es nunmal die Treppe, die zu meiner Wohnungstür hochführt, also muss er sie mindestens 3x täglich rauf und runter.

    Nun hatten wir auch schon ein gewisses Vertrauensverhältniss, insofern hab ich es einfach mit sanftem Zwang gemacht: Ihn auf die Treppe bugsiert und dann von hinten gleichzeitig geschoben und gehalten, sozusagen. Und runter genau andersrum, da bin ich vor ihm her, hab ihn "mitgezogen" und hab gleichzeitig die Bremse gemacht.
    Er ist ein paar Mal etwas "ins rollen" gekommen, aber es hat immer geklappt.

    Ansonsten (bzw hatte ich mir auch schon überlegt, mir sowas für Robins langsam beginnende alte Tage anzuschaffen) könnte ich mir so ein Geschirr als Führhilfe vorstellen:
    https://www.woofshack.com/de/web-master-…w-wmp-3070.html


    Das mit dem "nicht raus wollen" kann ebenfalls ein bisschen auf Überforderung mit der Situation bzw auf Überreizung hindeuten. Zuhause kennt sie sich jetzt vielleicht schon ein bisschen aus und kann die Abläufe bereits besser einschätzen und wahrscheinlich ist das erstmal auch schon fast genug an Reizen. Draußen strömt dann wahrscheinlich immer noch viel anderes auf sie ein, wofür sie eventuell jetzt den Kopf noch nicht frei genug hat. Aber wie gesagt - muss nicht, kann man nur so "durchs Internet" nicht sicher sagen.

    Bis wirklich ne Bindung da ist können je nach Hund schon einige Wochen, aber eher einige Monate vergehen.

    Ich würde sie in der Wohnung da lassen, wo sie sein will, sie wird schon noch kommen.


    Die Ignoranz bei Ansprache kann auch Überforderung sein. So nach dem Motto "Lalalala, wenn ich so tue als wäre es nicht da, dann geht es weg... oh Gott, es ist noch da... nicht hingucken... lalalala".

    Kann schon sein, dass sie euch einfach noch nicht einschätzen kann und noch ganz schön Respekt vor euch hat und deswegen schnell zumacht, wenn sie merkt, dass eure Aufmerksamkeit direkt auf sie gerichtet ist.
    Muss aber nicht, kann man durchs Internet ja nicht sagen. War aber zuerst bei meinem Greyhound so, dass der manchmal so ein bisschen autistisch gewirkt hat, weil er einfach nicht wusste, was man von ihm will (auch wenn man gar nix wollte, hat er manchmal geglaubt, man will was von ihm).