Gesund wäre das aber nicht, mit der Viertelstunde! Ich weiß schon, dass du es nicht so machst...
Edit: Das ^^ beziehts sich auf den Beitrag von Rübennase auf der vorherigen Seite.
Ich glaube absolut, dass es Hunde gibt, die mit einem Minimalprogramm ausgeglichen und glücklich sind, die Psyche ist da die eine Seite und da braucht nicht jeder Hund hochanspruchsvolle Beschäftigung. Mein Grey wäre so ein Kandidat, der mit sehr wenig zufrieden ist.
Aber einfach mal vom körperlichen Aspekt her: Wie Gammur oben schon sagte, Wölfe, die nunmal die Vorfahren der Hunde sind, legen täglich x Kilometer zurück - vielleicht mal an einem Tag weniger, wenn sie grade satt sind und nicht umbedingt müssen, dafür an anderen Tagen, wo das Glück ihnen nicht so hold war, doppelt und dreimal so viel.
Ob sie es aus Spaß an der Freude machen oder weil es zum überleben nötig ist, ist erstmal zweitrangig, auf jeden Fall ist ihr Körper drauf eingestellt, solche Leistungen zu bringen.
Die Domestikation nicht so viel dran geändert, dass ein gewisses Maß an Bewegung nötig ist, um den Körper gesund zu erhalten, zumal Hunde auch vom Menschen bis vor kurzem für Arbeiten genutzt wurden, die eine gewisse körperliche Leistungsfähigkeit voraussetzen - Hütearbeit, Jagd, Zugarbeit....
Sieht man auch daran, wie Hunde aussehen, die wenig Bewegung kriegen, nämlich verfettet und/oder schlecht bemuskelt. Selbst wenn man mal Hunde hat wie z.B. meinen Greyhound-Opi, die von nen bisschen Gassigehen schon nette Muskelpakete bekommen, merkt man dann spätestens unter Belastung, wie weit es damit her ist.
Ich denk die wenigsten hier, auch wenn sie gelegentlich und unter anderem mit ihren Hunden radeln, werden auch nur annähernd die Aktivitätszeiten und die Strecken wie ein Wolf erreichen und auch nicht annähernd die Zeiten und die Leistungen, die echte Arbeitshunde bringen müssen (Hütehunde, die den ganzen Tag eine große Herde in Schach halten, Foxhounds während der Saison, Schlittenhunde).
Nicht annähernd.
Im Gegensatz zu der wirklichen Leistung, die diese Tiere bringen, ist das, was die meisten Forenmitglieder mit ihren Hunden machen dürften, ein bisschen Freizeitsport. Ungefähr so, wie wenn man einen ernsthaft trainierenden Marathonläufer mit jemandem vergleicht, der nach Feierabend einmal um den Block joggt oder ins Schwimmbad geht, um nicht völlig abzuschlaffen.
So. Und wenn ich nun am Tag zwei Stunden spazieren gehe (z.B. morgens und nachts 15 min Gassi zum lösen und mittags 1,5 Stunden gemütlicher Spaziergang) und abends noch ne halbe Stunde mit dem Rad fahre um ein bisschen Kondition aufzubauen, und der Hund dann insgesamt noch ne Stunde oder zwei in der Wohnung "aktiv" ist (also mir hinterherläuft und guckt, was ich mache und ansonsten ab und zu mal den Sofaplatz wechselt - mehr machen meine drinnen nur selten), dann kann der immer noch um die 20 Stunden und mehr ruhen und schlafen.
Was ist daran denn schlimm? So hat er nen bisschen mehr Bewegung, bleibt hoffentlich ein bisschen fitter, und hat garantiert noch genug Zeit für's Schönheitsschläfchen.
Und, Shiro - wo ist eigentlich der Unterschied, ob dein Hund ne Stunde am Pferd trabt oder anderer Leute Hunde ne Stunde am Rad traben?
Ich beweg mich übrigens mit Vorliebe auch nur, wenn ich muss und schlafe sehr, sehr gern - nur weil ich das angenehm finde, ist das nicht gesund. 