Beiträge von Marula

    Ich kenn solche und solche, vom harmlosen, albernen Kalb bis zum richtig griffigen, mit Vorsicht zu genießendem Biest.

    Die meisten sind aber selektiv verträglich (mal nicht mit dem selben Geschlecht, mal nach Sympathie usw) und eben von der Art her eher ruppig und etwas grobmotorisch sowie sehr laut. Grade letzeres schreckt glaube ich sehr viele Leute ab.

    auf einer Rennbahn war ich noch nicht, stell mir aber Rennen relativ langweilig vor;[...]

    Dachte ich früher auch. Aber wenn man ein bisschen "drin" ist, wird's spannender, dann sieht man die ganzen Details - wer wie gut aus der Box kommt, wer unbeeindruckt weiterläuft auch wenn die Nachbarn prügeln, wer seinerseits selber gern mal rauft, wer von innen nach außen ziehen will oder andersrum, wie sich welcher Hund in nem vollen Feld durchschlängelt...
    Vordergründig ist es "Schnell linksrum im Kreis laufen", wie so mancher abfällig sagt. Aber es gehört halt schon ein bisschen mehr dazu.

    Coursing finde ich aber wie gesagt auch schön und spannend zum angucken und toll für den Hund, also keineswegens irgendwie schlechter als Rennen, nur als Wettbewerbssportart sagt es mir nicht so viel, weil ich das subjektive der Wertungen nicht so mag, besonders in Verbindung mit dem Anspruch (den manche Leute ernster nehmen als andere), die Hetzjagd realitätsnäher darstellen zu wollen.

    Mir ist es für ein wöchentliches Training zu weit (über 2,5 Std) und wenn ich ganz ehrlich bin, find ich ein Coursing auch um einiges artgerechter als die Rennbahn.

    Apropos...ich geh mal meinen Hund für's Coursing melden, bevor ich's noch verschussel :ugly: Will dies Jahr noch die Lizenz machen...in Ö ist das ein längerer Weg. 6 Trainigsläufe, 4 davon begleitet. Danach folgen 4 begleitete Lizenzläufe und ein Verkehrstauglichkeitstest.

    2 Stunden und mehr einfach Fahrt zu nem Training wären mir auch zu weit, denke ich! Ich fahre auch schon jeweils ne Stunde entweder nach Münster oder Ostercappeln oder gute 1,5 Stunden nach Hildesheim und Gelsenkirchen... aber damit hab ich wenigstens 3 sehr gute Sandbahnen und eine Grasbahn (und in Ostercappeln und Gelsenkirchen wird ja auch Coursing angeboten) in einigermaßen erreichbarer Nähe.

    Coursing finde ich, auch wenn das viele Coursingfreunde nicht so sehen, auch nicht artgerechter als die Rennbahn. Ne echte Jagd kann es ebensowenig imitieren, auch wenn der Lappen Zickzack läuft statt im Oval. Die Strecken sind grade für Orientalen auch da viel zu kurz und die Flächen zu klein, man hat nach wie vor das Problem, dass da der Hase die Hunde zum Haken schlagen zwingt und nicht wie bei de echten Jagd andersrum usw.

    Es ist halt für Hunde besser, die die Bahn nicht so interessant finden (ist durch die Abwechselung interessanter) und die im großen Feld nicht so gut laufen und damit gibt es ner breiteren Masse an Hunden bzw Haltern die Gelegenheit, Windhundsport zu machen.


    Schön anzugucken ist Coursing allemal und der Spaßfaktor für die Hunde ist auch groß. Als Wettbewerb kann ich es irgendwie nicht ganz so ernstnehmen, eben weil der Richter halt so viel Ermessensspielraum hat und es so subjektiv ist, was jetzt ein toller Lauf war und was nicht.

    Irgendwann in den nächsten Jahren werd' ich sicher mit Janaah aber auch mal zum Coursing gehen, hat nur dieses Jahr bisher nicht gepasst von den Terminen her.


    Ist die österreichische Rennlizens ebenso aufwendig wie die Coursinglizens? Verkehrsteil, hm, naja, wenn's sein muss... finde ich in dem Zusammenhang ja schon etwas albern...

    Und die nächst nähere Rennbahn hier hat lt Termine nur alle 2 Wochenenden Training...
    Abzüglich 2-3x im Jahr eine Veranstaltung und ebenfalls abzüglich den WE an denen ich nicht fahren könnte, da am WE eben auch mal andere Dinge anstehen, hätte ich beispielsweise dieses Jahr ca 5 Termine gefunden, an denen ich fahren hätte können...

    Wir haben uns dann schon gefragt, ob es den Marley etwas bringen würde, so ~1x im Monat seinem Hetztrieb nachgehen zu dürfen und dann ist erstmal wieder Ende Gelände... :ka:
    Hat er da was davon?
    Lieber selten, aber dafür kann er sich mal "ausleben"?

    Wie steht ihr dazu?

    Ich seh's wie Elicia, probiert's halt aus.
    Im besten Fall hat er dann halt 5x Spaß und zuhause verändert sich nix oder er wird sogar für ein paar Tage mal etwas entspannter.
    Im schlechtesten Fall ist er eventuell nach dem ersten Mal schon so aufgekratzt, dass ihr dann wisst, dass es nix für ihn ist, aber das legt sich dann ja auch wieder und dann lässt man es eben in Zukunft.

    Ich denk die Hunde können Alltag und Sport meistens ganz gut trennen.


    In meinem Verein in Münster ist leider auch nicht so häufig Training, vielleicht in der Saison (März bis Oktober) so an 2 von 3 Wochenenden, aber noch abzüglich 5 Veranstaltungen und dann hab ich ja auch noch Wochenenddienste...

    Sind halt auch nur ein paar wenige, die das Training ausrichten und im Gegensatz zu anderen Hundesportarten ist es auch ein ziemlicher Aufwand, der da betrieben werden muss, allein, dass man immer jemanden braucht, der sich mit der Hasenmaschiene auskennt... das sind ja pro Verein meistens nur ne Hand voll Leute die da wirklich Ahnung von haben, und wenn die nicht können, dann guckt der Rest in die Röhre.

    Von uns zu Hause ist die nächste Rennbahn 2 Minuten mit dem Auto entfernt. Wir gehen dort aber nicht hin.
    1. Bieten wir Roo jeden Tag die Möglichkeit zu rennen
    2. Sind wir an einer Mitgliedschaft und den damit verbundenen Aufgaben nicht interessiert.

    Solange der Hund anderweitig seiner Rennlust nachgehen kann, ist mMn alles gut. Coursing würde ich ganz gerne mal ausprobieren, nur ist die nächste Bahn zu weit weg.

    Naja, aber vielleicht hätte Roo ja Spaß daran und man muss ja auch nicht gleich Mitglied werden, wenn man nur ab und zu und just for fun mal zum Training geht? Und es ist eventuell auch ne Möglichkeit, nette Leute mit Windhunden kennenzulernen.


    Denn es sind nun mal Energiesparhunde die wirklich nur rennen wenn es einen Grund gibt, von ganz kurzen rennataken mal abgesehen.

    So ist DeeDee auch... und dann hat sie eben auch keinen Bock auf Plastikhäschen, sondern nur auf echtes Häschen.

    Da mache ich drei Kreuze, dass sie sich mit Janaah so gut versteht, seitdem der da ist, hat sie wenigstens etwas Bewegung, weil die beiden viel spielen. Vorher hat sie halt so ab dem dritten Lebensjahr nur Energiesparen gemacht. :lol:

    Ja, das ist dein persönlicher Grund und das ist ja auch ok!


    Vielleicht steckt da zum Teil auch ne Erklärung für's Gesamtproblem drin - um auf ne Ausstellung zu gehen, muss man im Prinzip mit dem Hund voher nix machen und es ist auch nicht so schlimm, wenn man nur ein, zwei Mal im Jahr dazu kommt, weil man z.B. kein Auto hat und das jedesmal generalstabsmäßige Planung braucht.

    OK, Afghanen muss man rund um's Jahr entsprechend pflegen, Barsois brauchen sicher auch nen ordentliches Bad vorher, IW's und Deers werden eventuell getrimmt. Mit Hunden, die sich nicht anfassen lassen und wild rumhüpfen, muss man das laufen und anfassen lassen üben. Aber das kann man ja alles nebenbei zuhause tun und mit den meisten Hunden kann man so wie sie sind gleich los, ohne vorher groß zu machen und zu tun.
    Sicher, wenn man auf Profihandler-Niveau vorführen möchte, gehört schon noch mehr dazu, aber das machen ja nun die wenigsten.

    Um zum Rennen zu gehen (nicht nur zum Training), muss der Hund voher ne Lizens machen. Dafür muss man je nach Hund schon etliche Male auf der Bahn aufgetaucht sein. Idealerweise sogar auf verschiedenen Bahnen, die sind ja alle anders und wenn's geht, sollte der Hund nicht erst im Wettbewerb erstmals ne fremde Bahn unter den Füßen haben.
    Rennbahnen sind dünn gesät, einige Glückliche wohnen nahe dran, die meisten müssen fahren. Kostet Zeit, kostet Geld - beides könnte man am selben WE auch für ne Ausstellung verwenden.

    Dann laufen ja nicht alle Hunde aller Rassen so gut auf der Bahn. Da muss man sich eventuell etwas Zeit nehmen, die richtigen Trainingspartner haben etc, und manchmal wird's trotzdem nix. Das ist dann halt so.

    Läuft der Hund gut, dann muss er seine vier Lizensläufe machen, an minimal zwei Tagen (oft sind es aber drei oder vier). Kostet Zeit, kostet Geld.
    Und man muss sich die Lizenspartner zusammensuchen, wenn man nicht grade Whippets hat, kann das schonmal schwierig sein.


    Und um dann noch an Wettbewerben zu starten und auch noch ne Erfolgschance zu haben ("Dabei sein ist alles" und so ist ja schön und gut, aber vielleicht will man ja auch mal gern auf dem Treppchen stehen) muss der Hund auch noch gut trainiert sein. Entweder viel Freilauf mit Kollegen oder gezieltes Training z.B. am Rad oder sogar mit der eigenen Hasenzugmaschiene, oder alles davon. Muss man auch erstmal die Bedingungen und die Zeit für haben.


    Also, bis der Hund seine erste Ausstellung bestreiten kann, muss er und muss man im Prinzip gar nix außergewöhnliches können.
    Bis er das erste Rennen läuft, hat man schon ein paar Wochenenden Vorarbeit inverstiert, oder auch ein paar mehr.


    Naja, und dann die Gewinnchancen. Ich mein, wenn man fragt, macht ja jeder das alles nur zum Spaß, egal ob Show oder Sport. Aber sein wir ehrlich, es sagt wohl keiner nein zum gewinnen und immer nur der sportliche Verlierer zu sein der allen anderen gratulieren darf, macht den meisten wahrscheinlich auch keinen Spaß.

    Auf der Rennbahn hat man entweder nen schnellen Hund oder man hat ihn nicht. Klar, es gibt Tagesform und Trainingszustand, des eigenen Hundes wie der Konkurrenz, und auch auf der Bahn menschelt es mal, die Entscheidungen von Bahnbeobachtern und Schiedsgericht sind nicht immer unumstritten.
    Aber am Ende entscheidet die Stoppuhr.

    Bei Ausstellungen (und auch beim Coursing) gibt's dagegen nen recht großen Interpretationsspielraum. Was der eine Richter toll und grade richtig findet, ist dem anderen zu viel, zu wenig, zu groß, zu klein, etc pp.
    Man hört es ja immer wieder, dass man nur fließig genug sein müsste, und dann würde man seine Titel schon bekommen. Ob das so ist, ich weiß nicht, ich werd sicher nicht oft genug ausstellen um das aus eigener Erfahrung sagen zu können...
    Aber auf jeden Fall hat man da durchaus ne Chance, an einem WE mit nem Hund vorn zu stehen, der letztes WE angeblich noch ne Gurke war.

    Und wenn nicht, dann muss man auch nicht zugeben, dass der Liebling vielleicht einfach nicht so schön im Sinne von standardkonform oder nicht der geschickteste Jäger ist, sondern der Richter hat keine Ahnung (kann ich mich ja auch nicht von freisprechen. ;) ). Die Ahnung hat dann der Richter, bei dem man selber gewinnt, ist ja ganz klar!

    Also irgendwie ein bisschen "softer" von der Art des Wettbewerbs her, wenn man versteht was ich meine. Selbst wenn man verloren hat, ist man nicht Schuld und der Hund nicht schlecht bzw muss man sich das nicht eingestehen, sondern der/die Richter/in hat's verbockt.


    Und dann ist es ja auch so, wenn man regelmäßig in nem Verein trainiert mit seinem Hund, dann werden die einen früher oder später mal fragen, ob man nicht Vereinsmitglied werden will. Muss man nicht, aber wenn doch, dann hängen da ja Arbeitsstunden dran... und Rasen mähen und Klos putzen machen wohl auch viele nicht so gern, kann man ja auch zuhause.

    Naja, sie sah schon reinrassig aus und ich hab auch schon irgendwo mal Fotos von reinrassigen Labradoren mit Brand + Stromung gesehen, von der Vererbung her wäre es auch vorstellbar.

    Aber Labradore sind ja auch mit die am meisten "wild" vermehrte Rasse - es ist gefühlt jeder dritte große Hund der bei uns in die Praxis kommt nen "Labbi" oder "Labbimix". Insofern, wer weiß schon, ob das wirklich nen seltener reinrassiger (wenn auch papierloser) Labrador in Fehlfarbe war, oder ob da in x-ter Generation noch was anderes mitgemischt hat.
    Sah jedenfalls typischer aus als die meisten Labradore in Silver, Charcoal und Co.

    Ich hatte dazu auch schon was auf Facebook in einer Gruppe geschrieben...

    An sich stimme ich dem Grundgedanken durchaus zu, aber es ist ja nunmal so, dass sich jeder das raussucht, was ihm am meisten Spaß macht und man niemanden zwingen kann, seine Freizeit mit was zu verbringen, wo er keine Lust drauf hat. Würde ich auch nie jemandem vorschreiben wollen, da bin ich sehr für "Leben und Leben lassen".

    Die Frage ist nur, warum haben die Aktiven scheinbar mehr Lust auf Ausstellen als auf Windhundsport?
    Mehr oder weniger weite Anreise hat man bei beidem. Mit Freunden treffen und ratschen kann man auch bei beidem. Bei beidem hat der Hund nur kurz was zu tun und liegt ansonsten viel rum. Das Rundherum ist ähnlich, finde ich.

    Zum zugucken und auch für den Hund selber finde ich aber sowohl Bahnrennen als auch Coursing 100x interessanter.
    Ok, große Spezialausstellungen wo mal ein interessanter Richter eingeladen ist und wo wirklich viele Hunde einer Rasse gemeldet sind, das kann man sich mal geben, so als Fortbildung sozusasagen, aber sonst?


    Ich kann's halt einfach nicht nachvollziehen, mir macht der Sport so viel mehr Spaß und ich find ausstellen so fade... :p

    Auf dem einen Auslauf wo ich manchmal hingehe, läuft eine komplett solide braune (ohne Brand) Podenco Canario Hündin rum. Wunder- wunderschöner Hund, meines Ermessens nach sehr typvoll, aber ich bin ja kein Richter...
    Wäre interessant zu wissen, ob die Farbe anerkannt werden würde - im Standard steht rot in allen Schattierungen von hell bis mahagonirot, kein schwarzes Pigment. Letzteres hat sie ja nicht, und wenn man nur nach der Optik geht, könnte schokobraun sogar als "mahagonirot" durchgehen. Aber ist müßig, sie ist aus dem TS und die Besitzerin hat kein Interesse an Registerpapieren/Ausstellung/Sport.


    Heute gesehen: Langhaardackel (ohne Papiere), red sable, wahrscheinlich double merle. Erst dachte ich, es wäre ein weiß-roter Plattenschecke, weil er sehr viel weiß hatte. Dann fielen mir die sehr hellen, weißlich umrandeten blauen Augen auf, Lidränder fast unpigmentiert, und dann, dass der schwarze "Überflug" den die roten Langhaardackel ja mehr oder weniger stark an den Ohren und auf dem Rücken haben, so komisch "fleckig" aussah.

    Die Besitzer hatte null Ahnung, was sie da hatten (ist ja auch nicht schlimm!), sie hatten den Hund aus dritter Hand und für sie war er einfach "braun weiß gescheckt mit tollen blauen Augen".
    Er schien zum Glück auch gesund zu sein was sehen und hören angeht, oder zumindest im Alltag nicht eingeschränkt. War zur Kastration da, der wird also keine Tigerdackel mehr zeugen.

    Wie auch bei dem einzigen Sable Merle Sheltie, den ich bisher gesehen hab, war es schon sichtbar, aber man muss wissen, wonach man guckt, auf den ersten Blick entdeckt man es nicht.


    Neulich gesehen: Angeblich reinrassiger Labrador (ohne Papiere) in braun mit sehr, sehr, sehr dezentem Brand und dadrin Stromung.
    Auf den ersten Blick sah das aus wie einige gelbe Stichelhaare an den Pfoten, erst auf den zweiten sah man, dass das das Muster von der kräftigen Stromung ist, was den gelben Brand verwischt. Im Gesicht hatte er gar keinen Brand (gibt ja so dunkle B&T, die nur zwei winzige Pünktchen über den Augen haben, und wenn dann noch Stromung dazukommt, dann sieht man das eventuell nicht...). Auf den zweiten Blick hatte er auch noch etwas gelb um den After und unter der Rute.


    Und auch neulich gesehen: DSH Welpe (mit Papieren) mit sehr großem weißem Abzeichen auf der Brust, das sich ein Stück weit den Hals rauf und ein Stück weit am Brustbein lang zog. Kommt vor... aber wird ja auch oft noch kleiner wenn der Hund wächst, der war noch keine 2 Wochen alt.