Beiträge von Marula

    Aber eine Frage habe ich: Warum, verdammt noch mal muss immer ich weiterschlurfen? Nie darf ich mal nett einfach stehen. Egal ob Grosshund, Kleinhund, Vielhund, Wenighund: Die BORDER werden das schon machen, die sind ja naturbrav... :lachtot:

    Nee, du, das hat glaub ich mit Borders nix zu tun, das passiert uns auch öfter.

    Ich frag mich immer, warum die Leute nicht einfach ihren Hund/ihre Hunde kurznehmen, gern auch am Halsband, ihn auf die äußere, von uns abgewandte Wegseite verfrachten (wie ich das mit meinen auch mache, so dass ich zwischen ihnen und den anderen Hunden bin) und stracks weitergehen.

    Aber nein... stehenbleiben, idealerweise an der engsten Stelle, und den Hund fixierend an der mindestens halblangen Leine auf dem Weg rumstehen lassen. Oder VOR dem Besitzer, mehr oder weniger mitten auf dem Weg, absitzen lassen, selbstverständlich auch fixierend.

    Ich muss mich mit meinen drei dann vorbeiquetschen, alle direkt neben- und hinter mir, während der andere Hund mindestens 2/3 der Wegbreite beansprucht.

    In der Regel wird grade in dem Moment, wo wir auf deren Höhe oder fast vorbei sind, die Leine langgelassen (oder aber der Hund nutzt seinen besseren Hebel am der eh schon halblangen Leine und schleift seinen Besitzer hinter sich her...) oder der Hund vergisst, dass er absitzen sollte und zerrt los.


    Neulich war ich mal so dickfellig und bin einfach am Rand stehengeblieben als uns ein Mann mit nem mittelgroßen Hund an der SL entgegenkam. Was macht der? Hält an und will sich mit mir unterhalten. Neeeeeeeeein... fail. xD

    Selbst WENN der Hund das Reh "nur" etwas scheucht, das hat ein dermaßen hohes Gefahrenpotenzial.. Sei es der unschuldige Fußgänger der blöderweise den Fluchtweg des Rehs kreuzt, der Autofahrer der dooferweise gerade dann da entlangkommt als das Reh in Panik aus dem Gebüsch auf die Straße schießt,..

    Ich stimme dir zu, was den Straßenverkehr betrifft. Aus Angst, dass meine Hunde überfahren werden oder ich nachher einen schweren Verkehrsunfall an der Backe hab, bin ich in der Nähe von Straßen sehr vorsichtig mit Freilauf (nicht nur bezüglich Wild) und ehrlich gesagt habe ich mehr Schiss, dass mir ein Hund überfahren wird, als dass ein Jäger ihn erschießt, weil das einfach 1000x wahrscheinlicher ist.

    Das ein Reh einen Fußgänger ummäht, halte ich für eher unwahrscheinlich. :lol:


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    Aber es fehlt die Handhabe notorische "der will nur mim Reh spielen" zur Verantwortung zu ziehen. Und ja, da fände ich hohe Geldstrafen durchaus angemessen (so ziemlich jeder Pächter kennt so "seine Pappenheimer" und weiß wos das erste Mal ist und wo nicht). Betretungsverbot ist ja nett, aber wer hält sich da wirklich daran?

    In NRW haben wir mit dem Landeshundegesetz und dem Jagdrecht gute Handhabe gegen wildernde Hunde, auch schon beim ersten Vorfall, aber erst recht für notorische Fälle.

    Da können Geldstrafen verhängt werden und Leinen- und Maulkorbzwang (auch beim ersten Vorfall), im Extremfall darf ein Jäger einen Hund, den er beim wildern erwischt (auch wenn's das erste Mal ist), abschießen, sofern der Hund grade in dem Moment droht Wild zu reißen.

    Ich finde das reicht, wie meistens müsste man einfach nur die bereits geltenden Gesetze auf die anwenden, die es nötig hätten, statt für alle noch strengere Strafen zu fordern.


    Zitat

    Wenn man aber jedes Mal 1000€ blechen darf wenn man den Hund hetzen lässt bleibt der Hund an der Leine oder die Leute gehen wo anders hin.

    Wenn man ausnahmslos jedes Mal 1000 € zahlten muss, wenn der Hund was hetzt (feiner Unterschied zu "man ihn hetzen lässt"... das ist ja durchaus nicht immer absichtlich und freiwillig), dann könnte das auch dir passieren.

    Dann wirst du natürlich freudig 1000 € zahlen weil dein nicht jagender Chi dir einmal im Leben 50m hinter nem Kaninchen hergelaufen ist und der falsche Mensch es gesehen hat. Kann dir nicht passieren, kann so nicht passieren? Tja...


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    Für verantwortungsvolle Hundebesitzer würde sich ja nichts ändern- deren Hunde preschen ja sowieso nicht durch den Park und killen Kaninchen.

    Ich denke das ist ein Trugschluss. Mehr und strengere Regelungen schnüren alle ein, auch die, die sich eh schon unauffällig und verantwortungsvoll verhalten.

    Ich hätte meine natürlich auch an der Leine, wenn mir sowas vor wenigen Minuten schon passiert wäre, aber gut, wahrscheinlich waren es wirklich dumme Leute, denen es egal war. Trotzdem muss man sich nicht aufführen wie die Axt im Walde.

    Und totzdem würde ich niemanden nach einem Vorfall verpetzen, weil sowas einfach JEDEM Hundehalter mal passieren kann. Gut, du, @Lendril, hast nur Kleinhunde, die selbst wenn sie mal hetzen selten als Bedrohung ernstgenommen werden und keinen Schaden anrichten. Aber sogut wie jeder mit nem größeren Hund ist da nicht vor sicher. Ebensowenig wie das einem der unangeleinte Hund an der Straße doch mal auf die selbige läuft, aber das wollen ja auch viele nicht wahrhaben.

    Da finde ich es genauso unangemessen, wie jemandem beim OA anzuzeigen weil sein Junghund ein- oder zweimal hinter nem Fahrrad hergerannt ist oder Spaziergänger angesprungen hat. Ich find da sollten man den Ball flach halten: Sind es Leute, die schon mehrmals verwarnt und belehrt wurden, dann müssen irgendwann Konsequenzen folgen (sonst ist die Warnung ja auch nicht glaubhaft).
    Sind es Leute, die einmal erwischt wurden, ja gut, dan kann man vielleicht auch mal Verhältnismäßigkeit walten lassen, denn zugegebenermaßen gibt es wirklich Rehe genug und es stirbt ein vielfaches von dem, was durch Hunde zuschaden kommt, im Straßenverkehr, in der Landwirtschaft und durch Jagd.

    Letztlich legt man sich als Hundehalter mit der Forderung nach drakonischen Strafen selber ein Ei ins Nest/schnürt sich die Luft zum atmen ab.
    Lieber sollte man mal drauf hinweisen, dass es wie in viele anderen Bereichen nur wenige sind, die sich falsch verhalten und viele, die völlig unauffällig sind, und das Tiere nunmal keine Maschienen sind und jedem mal ein Ausrutscher passieren kann.

    Bist du die Polizei oder der örtliche Jagdpächter? Das Ordnungsamt? Die Bürgerwehr? Nein? Dann spiel dich doch nicht so großmächtig auf.

    Mal in normalem Tonfall drauf ansprechen, ja, kann man machen. Aber du hast doch gar keine Autorität (außer deiner Empörung), irgendwelche Fremden zurechtzuweisen.

    Wenn es einen denn so empört, dann eben wirklich den Jagdpächter ausfindig machen und mit dem reden, aber ehrlich gesagt fände ich das nach einem Vorfall (waren zwar zwei Jagden, scheibar, aber immer noch nur ein Spaziergang) auch übertrieben. Bevor man jemanden anschwärzt, sollte man sich schon sicher sein, dass das nicht nur ein Einzelfall war.

    Ich kann's bei mir auf dem kleinen Monitor nicht so ganz erkennen - hat sich der obere innerste Schneidezahn auf der rechten Seite (sein rechts, nicht das draufguck-rechts) hinter die beiden unteren Schneidezähne unten geschoben?


    Meinem Hund wurde auf beiden Ausstellungen wo ich bisher war ein vollzahniges Scherengebiss bescheinigt, nachdem der Richter einmal den Nasenschwamm hochgelupft und sich den Biss betrachtete hatte.Ich mein, stimmt ja in unserem Fall auch, aber so... da kann er ja eigentlich ehrlicherweise nur "Scherengebiss" reinschreiben, aber das "vollzahnig" ist recht gewagt nach so nem oberflächlichen Blick... also ich kann die hinteren Prämolaren und Molaren so nicht sehen.

    Was erzöhlst du denn da alles? Mir fiele da gar nicht viel ein, ehrlich gesagt. Ein, zwei Anekdoten vielleicht, aber abendfüllend wär das Thema "Hund" bei mir nicht. Naja, aber unter richtigen Hunndeleuten ist das wahrscheinlich einfach anders als bei Otto-Normalhundbesitzer...

    Ja, ist es wohl. Ich hab null Probleme damit, mit ner guten Freundin, die ebenfalls Mehrhundebesitzerin ist, 3 Stunden am Telefon primär über Hunde zu reden bis mir die Ohrmuschel fast abfällt.
    Klatsch und Tratsch aus Tierschutz und Zucht und von gemeinsamen Bekannten, unsere eigenen Hunde und deren Wehwehchen, welches Futter man grade ausprobiert oder welches Zubehör man jetzt hat und wie es in der Praxis funktioniert, wie man dieses oder jedens Erziehungsproblem gelöst hat (oder auch nicht...) und so weiter und so fort.

    Geht aber anderen Leuten mit ihren Hobbys auch nicht anders, mein Vater sammelt zum Beispiel Musik, viel Vinyl aber auch auf CD - der kann sich mit seinen Sammlerfreunden auch den ganzen Abend über nix anderes unterhalten als über Neuerscheinungen, Wiederauflagen, neuentdeckte alte Stücke längst verstorbener Künstler, Sammlerwert von dieser oder jener Scheibe und ob die frühe oder die späte Phase von Musiker X besser war...

    Die Quasten sind nach allem was ich bisher gesehen hab eher so pseudo-orientalischer Klimbim, weil orientalische Kissen und Teppiche und so haben ja auch Fransen, Salukis sowieso, was also passte besser zum Orientalen als NOCH MEHR Fransen? xD
    Wobei, zum Beispiel aus Afghanistan und Pakistan hab ich durchaus schon Bilder von Hunden mit großen, büscheligen, bunten Wollquasten am HB gesehen, aber eher so große Herdenschutzhunde/Kampfhunde. Könnt mir also schon vorstellen, dass das auch gemacht wurde/wird.

    In Syrien waren z.B. in manchen Gegenden schmale Glasperlenhalsbänder traditionell (so kleine Perlchen wie für Perlenweberei) mit Verschluss aus großen Metall-Kettengliedern, Janaahs Züchterin hatte mir davon eins gezeigt das sie von da mitgebracht hatte.
    Die Metallteile an diesem Halsband waren aus alten Messerklingen geschmiedet - im Islam dürfen ja eigentlich nur Tiere für "Halal" erklärt und verzehrt werden, die auf bestimmte Art und Weise getötet wurden und von Hunden erlegtes Wild gehört da eigentlich nicht dazu.
    Erstmal sind da aber eh Windhunde noch ein bisschen was anderes und dann wurde es ihr in Syrien so erklärt, dass das Metall aus den Messern, das der Hund um den Hals trägt, symbolisch für die Klinge steht, mit der das Wild getötet wird, und dass man beim loslassen der Hunde nochmal einen Segensspruch oder ein kurzes Gebet losschicken muss - dann geht das klar mit Allah. ;)

    Ist aber sicher nur eine Tradition von vielen verschiedenen, ich denk mal schon in einem einzigen Land werden ganz verschiedene Bräuche geherrscht haben.


    ich denke übrigens nicht, dass Windhunde aus Spanien (oder generell Hunde der FCI-Gruppe 10) ein Futter mit niedrigem Proteingehalt benötigen. Zwar würde ich Wilma kein TF für Hochleistungshunde in den Napf knallen, aber auch keines mit wenig Eiweisgehalt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es evtl. eine Umstellung für sie ist, aber ihr Körper wird sich dem stinknormalen Futter anpassen.
    Für mich gehört diese Aussage ins Land der Märchen. Klar, in einigen Ländern werden Hunde immer noch mit Haferschleim und Brotkrümeln vollgestopft, hin und wieder gibts ein Ei, aber das lässt sich nicht auf unsere Gesellschaft übertragen.
    Windhunde sind im Idealfall sehr schlanke, verhältnismäßig gut bemuskelte Hunde (v.a. wenn man sich z.B. die Racinggreys ansieht), die verlangen nach Energie.

    Hm, naja, Energie gewinnt der Hund aber eher aus Fett oder Kohlenhydraten als aus Protein, für den Energiebedarf ist es also nicht so relevant wie viel Protein der Hund bekommt, solange das Futter nicht auch gleichzeitig kohlenhydratfrei und/oder fettarm ist (dann muss er Proteine zur Energiegewinnung hernehmen).

    Ich bin mir auch nicht so ganz eins, ob man sich an der traditionelle Fütterung in z.B. Spanien oder im Orient oder in Nordafrika orientieren sollte (viel KH in Form von altem Brot oä, wenig Protein und Fett, über Essensreste und Milchprodukte, nur selten Fleisch), oder eher an Diäten für z.B. voll im Training stehende Renngreys (durchaus auch mal nen halbes Kilo bis Kilo rotes Fleisch am Tag + Kohlenhydrate + diverse Zusätze).
    Wahrscheinlich irgendwo dazwischen, denn einerseits werden Jagdgalgos und orientalische Windhunde in den Herkunftsländern idR nicht alt, sondern sollen nur ne Zeit lang Leistung bringen, sich dann fortpflanzen und dann können sie sterben, andererseits sind unsere Hunde ja auch keine Hochleistungshunde, sondern eher Sofaschoner...


    Odi hat ein G ohne Platzierung bekommen da er eine Zahnfehlstellung hat (Unterbiss).

    Wusstet ihr das denn vorher nicht? Oder wolltet ihr es einfach trotzdem mal ausprobieren? Ich mein, ein Unterbiss fällt doch eigentlich auf, entweder euch oder eventuell demTA oder Züchter (wenn die ihn in letzter Zeit gesehen haben)?

    Ich frag nur so dumm, weil ich es schon einige Male (aber zum Glück selten) erlebt hab, dass schwerwiegende Zahnfehler wie z.B. ein doppelter Eckzahn weil der Milchzahn nicht ausfiel entweder nicht bemängelt oder zumindest nicht negativ bewertet wurden ("Zu viele Zähne steht ja nicht unter "Fehler" im Standard, nur zu wenige!") und das andersrum z.B. mal das Fehlen eines Prämolaren bestätigt wurde, der definitv da war, oder auch, dass im Bericht stand "vollzahnige Schere" obwohl der Hund von Natur aus nen Prämolaren weniger und durch nen Unfall nen Incisivus weniger hat.
    Insofern bin ich erstmal etwas vorsichtig, wenn ich von Zahnfehlern oder Kieferfehlstellungen höre. Wobei ja ein Unterbiss normalerweise eben einwandfrei zusehen ist, da sollte sich eigentlich keiner irren können.