Beiträge von Marula

    Wobei man dann ja eigentlich auch keinen Welpen vor der 12 Woche abgeben dürfte, denn nur die 1. Impfung der Grundimmunisierung mit 8 Wochen, naja, kann man Glück mit haben, dass der Welpe schon keine maternalen AK mehr hat und schon voll auf die Impfung anspringt, oder man hat Pech und er kann von dder 1. Impfung praktisch noch gar keine eigene Immuniät aufbauen weil die maternalen AK noch voll da sind. In dem Alter gilt einfach noch: Eine Impfung ist keine Impfung und man kann den neuen Besitzer ja auch nicht zum weiterimpfen zwingen.

    Sicher nicht "for nothing" für den TA. Und sicher nicht reihenweise.

    Ob ihr das nun glaubt oder nicht, ist euch überlassen. Ich denke es gibt überall schwarze Schafe und sicher auch im VDH. Und es gibt auch immer sehr enge Freundschaften, wo man mal etwas tut, was man mit etwas Nachdenken wohl eher nicht getan hätte.

    Die Bekannte hat sich das sicher nicht ausgedacht, als sie es mit erzählt hat. Wozu auch? Schneidet sich ja höchstens ins eigene Fleisch...

    Aber ich beende das hier jetzt lieber, sonst gibt es nur wieder Stress. Ich wollte diese Möglichkeit lediglich in den Raum stellen, wenn ihr es für unmöglich haltet, dann ist das eure Meinung. Ich glaube ihr die Story.

    Ich glaub dir das durchaus, ich glaub auch noch ganz andere Stories. Ist aber denke ich eher die Ausnahme, von Seiten des Züchters als auch von Seiten des Tierarztes.

    Besonders dumm finde ich dann aber, sowas auch noch rumzuerzählen (nicht von dir, du hast dir ja nix zuschulden kommen lassen, sondern von deiner Bekannten).
    Wenn man damit durchgekommen ist, dann soll man sich doch freuen (wenn man es denn für so erstrebenswert hält) und die Schnauze halten... mal ehrlich, manche Leute denken auch nicht von zwölf bis Mittag.

    Nein - nicht KEINEN Titer sondern keinen AUSREICHENDEN Titer. Das gar nix passiert ist ist mir noch nie unter gekommen.Selbst die Reaktion auf den Impfträger kann man nachweisen.

    Doch, keinen Titer. Auch das kam bzw kommt vor. Gibt es auch bei anderen Krankheiten, auch Impfungen schützen nicht 100%.

    Ich versteh schon, warum man einen Welpen grundimmunisieren muß, abet in einem tollwutfreien Land braucht der Welpe doch nicht gleich die Tollwutimpfung. Die kann man doch später nachholen, oder sind Einzelimpfstoffe schlechter verträglich? Wenn ich ein Züchter finden würde, der die Tollwutimpfung mir überlässt, wäre dieser nicht für mich unseriös.

    Die TW-Impfung wird erst ab der 12 Woche gegeben (vorher wirkt sie nicht, zu viele maternale Antikörper), da die meisten Züchter die Welpen vor der 12 Woche abgeben, wird TW idR nicht beim Züchter geimpft und die Zuchtvereine schreiben dazu nix vor, außer eben dass später die erwachsenen Hunde für Veranstaltungen TW geimpft sein müssen.

    Insofenr kannst du ohne Probleme einen nicht TW geimpften Welpen beim seriösen Züchter kaufen und dann selber entscheiden, ob du ihn mit 12 Wochen und ein bisschen gleich impfen lässt oder noch etwas wartest. ;)

    Nein, das kann ich mir heutzutage kaum vorstellen! Auch im oberen Fall glaube ich eher, daß der Welpe sehr wohl geimpft wurde, der Käuferin aber einfach gesagt wurde er wäre es nicht....So dumm ist heutzutage kein TA mehr. Eben durch Titerbestimmung läßt sich ziemlich genau feststellen, ob eine Impfung statt gefunden hat. Und wenn da nur ein Wort durchsickert und sich was bestätigt kann er seine Praxis zusperren. Ich traue jedem zu, der ein TiermedStudium durchsteht so weit zu denken....

    Nö, auch nach erfolgter Impfung kann es sein, dass ein Hund keinen Titer aufbaut, solche Impfversager gibt's immer mal wieder.
    Es gab zum Beispiel, als man noch den TW-Titer für Skandinavienreisen erbringen musste, immer mal Hunde, die nach einer TW-Impfungen keinen Titer hatten...

    Insofern kann man einem TA von EINEM Fall wo seine Unterschrift drunter steht, aber der Hund keinen Titer hat, keinen Strick drehen.

    Sollte sich das häufen wäre es aber schlecht...


    Ich würde es aber trotzdem nie machen (und glaube auch nicht, dass es viele Kollegen tun). Ich find nen vernünftigen Impfschutz wichtig, wenigstens ne ordentliche Grundimmunsierung, und finde es daher gut, dass die Zuchtvereine ihre Züchter dazu zwingen (mehr als die erste Impfung können sie zwar nicht vorschreiben, aber das ist finde ich schon die richtige Richtung).
    Über die Intervalle für die Nachimpfung kann man dann ja reden (aber auch da wird nur eigentragen, was auch geimpft wurde).

    Es wird ja eh keiner gewzungen, seinen Hund zu impfen, außer TW für Veranstaltungen. Insofern kriegt auch keiner die Impfungen einfach so eingetragen - bei den "normalen" Infektionskrankheiten gibt es keinen Grund dafür und bei alle 3 Jahre TW hört der Spaß auf, die Unterschrift gibt's nur, wenn der Hund auch wirklich gespritzt wurde oder man geht halt nicht auf Veranstaltungen.

    Weil es erwähnt wurde: Jederzeit freier Zugang vom Haus nach draußen ist an sich was tolles... wenn man zuhause ist um den Hunden die Pfoten abzuwischen oder das Sofa zu verbieten.

    Ansonsten ist das spätestens an Regentagen nicht mehr so toll wie es klingt. Wenn der Hund da das erste Mal ein Loch gebuddelt und dann auf's Sofa gestiegen ist, dann überlegt man sich das 2x. :ugly:

    Bei ner Bekannten war es aber so, dass sie vor der eigentlichen Haustür noch so einen komplett geschlossenen Vorbau hatte, wo sie mehrere große Hundebetten drin hatte. Da hat sie dann halt 3/4 des Jahres die Tür offen gelassen und ihre Irish Wolfhounds konnten da rein und raus, aber eben nicht ins richtige Haus.
    Oder halt nen extra Hundezimmer, wo sie reinkommen wenn man weg ist und wo ne Klappe nach draußen ist und sobald man heimkommt, geht dann eben wieder die Tür zur ganzen Wohnung auf (hat ne Züchterin die ich kenne, die haben im Keller so ein Zimmer eingerichtet - die Hunde müssen eine Kellertreppe hoch, aber haben dann freien Zugang zu 120 m²).

    Nur weil etwas stark verbreitet ist, bedeutet das nicht dass es ok oder gut ist. Nur weil ein Hund nicht unglücklich wirkt (er kennt ja auch nichts anderes?) bedeutet das noch lange nicht dass es nicht noch besser ginge. Hunde sind anpassungsfähig, sie arrangieren sich mit Situationen.

    Ja, es ginge besser. Ich könnte mal wieder Lotto spielen, dann müssten meine Hunde 24/7 nicht mehr allein sein, weil ich dann entweder den ganzen Tag da wäre oder einen bezahlten Hundesitter hätte.

    Aber so muss man halt Kompromisse machen, für den einen heißt das, den Hund in Abwesenheit drinnen in der Wohnung zu lassen, für den anderen, den Hund in ner Gartenhütte mit Auslauf oder meinetwegen auch in nem waschechten Zwinger draußen zu lassen. Sitter ist nicht für jeden was, weder für jeden Hund noch für jeden Besitzer.
    Solange der Zwinger komfortabel ist (trocken, zugfreier Bereich, isolierte Hütte und bei Minusgraden eventuell ne Wärmequelle), finde ich da nix schlechtes dran, bzw finde es netter als drinnen.

    Meine rühren Trockenfutter nur noch sehr zögerlich an, seit sie Frischfütterung kennen und ich denk, das würde vielen Hunden so gehen. Trotzdem halt ich Trofu nicht für pauschal schlecht für Hunde.

    Wie gesagt und wie Murmelchen das auch sagte, dauerhaft wären meine da auch nicht drin, das wäre für Zeiten wo ich nicht zuhause bin.
    Ich schrieb's ja auch weiter vorn schon, ich seh auch nicht ein, einen Hund, der gern Familienanschluss möchte, dauerhaft davon wegzusperren!

    Man muss aber auch sehen, dass grade Arbeitshunde, früher und heute, eh viel Menschenkontakt haben und viel Zeit außerhalb des Zwingers verbringen, da war der Zwinger dann eben wirklich Ruheplatz und Rückzugszone.
    Das ist auch nochmal ganz was anderes als der komische Vogel, das seine zwei DSH bei meinen Eltern in der Siedlung 24/7 im Zwinger hat, 3x am Tag die Straße auf und ab läuft und ein paar Mal die Woche auf den Hundeplatz fährt.


    Bezüglich der Temperaturen:
    Ich denke, dass die meisten Leute die Wetterfestigkeit von Hunden in unseren Breitengraden erheblich unterschätzen. Auch ein kurzhaariger Hund kann in Mitteleuropa im Winter draußen wohnen, sofern er angemessen energiereich gefüttert wird, trocken und zugfrei wohnt und einen Liegeplatz hat, den er entweder durch seine eigene Körperwärme aufwärmen kann oder der beheizt wird. Schließlich sind eine ganze Reihe von Kurzhaarhunden in unserem Klima entstanden, und zwar lange bevor (große Arbeits-)hunde regulär mit ins Haus durften und lange bevor es in normalen, bürgerllichen Häusern überhaupt mehr als ein oder zwei geheizte Räume gab.