Beiträge von Marula

    Marula, wie? Einfach so von ein auf den anderen Tag muckt er nun beim Futter auf ? :D

    Nicht ganz von einem Tag auf den anderen, er hat auch vorher schon lieber Fleisch gefressen als alles andere, aber er hat das andere halt dann irgendwann doch genommen, der Hunger treibt's rein. Jetzt seit 2 Wochen oder so halt nicht mehr.

    Ich glaub ich muss meinen Junghund auch auf rein tierische Kost umstellen...


    Er ist jetzt 1 1/2. Bei der Züchterin, bis zum 7. Monat, wurde er so gefüttert: Altersentsprechend ein bis mehrere Mahlzeiten Fleisch und/oder rohe fleischige Knochen sowie abends mit den erwachsenen Hunden eine Mahlzeit "Pampe" aus (verhältnismäßig wenig) fein gewolftem Fleisch/Innereien, weich gekochtem Reis, püriertem Gemüse, Eiern, Öl und Sauermilch.

    Ich hab dann ähnlich weitergefüttert - ich fütter meine Hunde seit Jahr und Tag einmal täglich, abends spät vor dem ins Bett gehen, und auch schon jahrelang so wie beschrieben:

    Es gibt idR an tierischem entweder gewolftes Fleisch (Rindfleischmix den ich günstig und tagesfrisch vom Schlachthof bekomme, grob gewolft, ca. 3:1 Fleisch:Pansen) oder Organfleisch (Leber oder Niere) am Stück oder Hähnchenteile am Stück oder, wenn ich es hab (bekomme ab und an was vom Jäger) Wild am Stück. Manchmal auch ganze Lachsköpfe + Lachsabschnitte, kommt drauf an ob ich beim russischen Lebensmittelgeschäft vorbeigekommen bin, was nicht so häufig ist.

    Dazu gibt's dann so ne Art leich gesalzenen Eintopf aus fein geschnippeltem oder püriertem Gemüse und Kohlenhydratigen Komponenten (alles an Getreide und Pseudogetreide einmal durch, immer mal abwechselnd), den ich alle paar Tage für ein paar Tage vorkoche. Dazu wahlweise noch Joghurt oder Quark oder Eier oder ne Fischkonserve und/oder Lachsöl drüber und/oder Pflanzenöl usw usf.
    Bei gewolftem Fleisch vermische ich alles, bei Fleisch am Stück gibt's die Pampe seperat. Je nach Knochenanteil in dem Fleisch am Stück gebe ich manchmal noch Knochenmehl oder gemahlene Eierschalen mit rein.


    Bisher haben meine Hunde das immer gut und gern gefressen und bestens vertragen. De facto war die Motivation zum umstellen von Fertigfutter vor Jahren, dass mein inzwischen verstorbener Hund Lawrence ein fast pathologischer Mäkler war, der bei Fertigfutter jeder Art teilweise tagelang in den Hungerstreik getreten ist und außerdem mit zunehmendem Alter immer häufiger Hot Spots und Durchfall hatte.

    Ich hatte dann ne frische Ausschlussdiät mit Lachs und Kartoffel angefangen, womit es ihm bestens ging und die er endlich mit Appetit fraß und mit der Zeit stellte sich raus, dass er ALLES vertrug, jede Sorte Fleisch, jede Sorte Getreide, sogar Essensreste... solange es frisch zubereitete "echte Nahrung" war. Nur Hundefutter ging gar nicht.


    So.
    Nun mache ich um's füttern selber kein großes Gewese. Ich stell allen ihre Näpfe hin (der betreffende Hund frisst in seiner geschlossenen Flugbox, da er sonst dazu neigt, bei den anderen in die Näpfe gucken zu wollen und das gibt Stress) und gehe in die Küche zum aufräumen/saubermachen. Nach 10 min oder so komme ich wieder (bei Fleisch am Stück manchmal länger, sonst oft viel kürzer), lasse die Hunde nochmal vor die Tür zum pieseln und dann geht's ins Bett.
    In Janaah's Fall stelle ich Reste kommentarlos weg und biete sie morgens nach dem ersten Spaziergang nochmal kurz an, dann bekommt einer der anderen Hunde sie. Er bekommt keine Extrawüste, ich beobachte ihn nicht besorgt beim Essen, nix.

    Er pickt bei Gewolftem fein säuberlich das Fleisch raus und lässt den Rest stehen, bei Fleisch am Stück rührt er den Napf mit dem anderen Zeugs gar nicht erst an (ich mach normal in den "Eintopf" direkt vor'm füttern etwas Joghurt oder Lachsöl, das kann ihn aber auch nicht verführen).

    Meine bisherigen Hunde haben alle sehr gern Brot gefressen - Janaah frisst von ner Wuststulle die Wurst und lässt das gebutterte Brot liegen.

    Ich denk ich werd jetzt wohl mal versuchen, irgendwo größere Mengen reines, rohes Fett herzukriegen und ihn dann eben kh-frei und frei von pflanzlichen Bestandteilen zu füttern.
    An sich ist der Proteinbedarf rein rechnerisch durch die Fleischration, die ich jetzt füttere, schon gedeckt, Öl kann ich ihm auch so ein bisschen über's gewolfte Fleisch kippen, Vitamine und so kriegen sie eh über Innereien und Fischöl bzw Lebertran... nur Energie müsste dann halt statt über KH über's Fett gehen. Und eventuell nochmal ein bisschen püriertes Gemüse oder Möhrenpellets oder so für Ballaststoffe, da ich nix mit Fell füttere.

    Ideologisch bin ich da relativ ungezwungen, meinen bisherigen Hunden ist ihre gemischte Hausmannskost sehr gut bekommen (die werden das auch weiter so kriegen), meine Senioren waren bzw sind lange ganz gut fit damit...
    Aber es nützt ja alles nix, wenn der Hund es nicht frisst.

    Ich hoffe nur, der junge Mann verarscht mich nicht und steigt dann nachher von "Nur noch Fleisch, bitte!" um auf "Und jetzt nur noch Hühnchen, bitte!" oder so. DANN gibt's ne ausgiebige Fastenkur, das schwör ich.

    Ganze Tiere füttern oder mich explizit am Beutetier orientieren möchte ich eigentlich nicht - ich fütter drinnen, das wird sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern, und mal ne Rehschulter oder ein Rehhals am Stück reicht mir, vom Putzaufwand her.

    Ich kann irgendwie keins von den Bildern sehen? Bei den Links kommt bei mir immer nur ne blanke Seite.

    Kann gar nichts zu den Berechnungen hier sagen und finde die Diskussion auch schon halbwegs absurd, möchte aber darauf hinweisen, dass eine Brühe aus Würfeln wirklich der allerletzte Mist ist.Man nehme eine Beinscheibe, Lauch, Möhren, Sellerie, setze dies alles in einem großen Topf auf und lasse es lange sieden. Kein Salz, keine Gewürze! Diese wären nur für die Menschenvariante tauglich (Wacholder, Pfeffer, Nelke, Meersalz).
    Der Zeitaufwand ist gering und das Ergebnis eine hundetaugliche Brühe. Meine Hunde nehmen die gerne, damit pimpe ich jede noch so karge Mahlzeit auf.
    Und das gekochte Fleisch ist natürlich verfütterbar.

    Stimmt, Fertigbrühe ist nix.
    Ne Prise oder auch ne Messerspitze (Jod)Salz sollte bei Frischfütterung ohne Blut eh nie fehlen, insofern kann man auch selbstgekochte Brühe gern salzen. Wenn man Fertigfutter damit aufpeppt, dann braucht man das nicht, da da idR genug Salz drin ist.
    Gewürze sind für den Hund (in der selben Dosierung wie für Menschen, 100 g Nelken wären vielleicht nicht so toll...) nicht giftig und tun auch sonsten nix böses, sind aber für Hundefutter eher überflüssig.

    Freut mich, dass es ihr besser geht! :gut:

    Danke, und mich erst!
    Bei jedem Patientenhund würde ich logischerweise sagen: "Kein Drama, kommt mal vor, wenn der Hund ein paar Tage schlecht bis nix frisst ist das nicht weiter schlimm solange er sonst munter ist und nirgendwo Schmerzen sowie kein Fieber hat . Fasten lassen und abwarten, geht in 99% der Fälle von allein vorbei."
    Aber meine eigenen... "Neeeeeeeeeeein, werdet schnell wieder gesund, ich kann es nicht sehen wenn ihr krank seid!" :ops:


    Dee frisst wieder und ist wieder fit. Dafür macht es echt keinen Spaß, Janaah zu füttern in letzer Zeit.
    Glaub ich muss dazu an anderer Stelle mal was schreiben... das dämliche Vieh frisst nur noch Fleisch und verschmäht den ganzen Rest meiner liebevoll angerichteten, ausgewogenen und von den anderen gierig verputzten Mahlzeiten. :rotekarte:


    Wilma hatte heute das erste Mal Freilauf im Nirgendwo. Lief super! Sie hat sich, als uns zwei Mal Hunde entgegen kamen, brav anleinen lassen und hörte auf den Rückruf wie eine Eins. War jedenfalls superschön, sie wirklich frei zu sehen! =)

    Das freut mich. :gut: Ist zwar immer ein gewisses Risiko, aber ohne Freilauf ist auch traurig, finde ich, selbst wenn's bei manchen Hunden und in manchen Wohnlagen nicht anders geht.

    Bei Sucre hätte ich da mehr Chancen weil er einfach schon seit gut einem Jahr auf der Pflegestelle ist. Noch bin ich am Überlegen welcher Hund es werden soll. Rapi ist natürlich schon so der Beginn von allem aber über Sucre kann man schon mehr sagen und er wäre wohl vernünftiger.

    Du musst natürlich den finde, der am besten passt, aber es wäre ja schon toll, wenn so ein Langzeitpflegi was finden würde... :smile:

    Mal kurz dazu: Wie findet es eine Katze komplett draußen zu halten?
    Bekannte haben ein 8 Wochen altes Kätzchen geholt und das wohnt jetzt draußen im Schuppen. Find ich irgendwie sehr komisch, ist doch noch ein Baby:/ Oder?

    Zu jung. Eigentlich ist es für Katzen besser, wenn sie wesentlich später als Hunde, nämlich erst AB 12 Wochen, umziehen, 16 Wochen geht aber auch. Wenn sie natürlich aus schlechter Haltung kommen und sonst auf nem Hof unter die Schlepperräder gekommen wäre oder an Verwurmung und Unterernährung gestorben, mag das angehen, aber grade so ein zu früh von der Mutter getrenntes Kätzchen braucht dann intensive Zuwendung.

    Und dann weiß man halt heute, dass Katzen eh keine Einzelgänger sind. Dh selbst wenn das Kätzchen alt genug wäre, bräuchte es ein Geschwisterchen oder andere Gesellschaft dazu.

    Wenn das Kätzchen alt genug ist und Gesellschaft hat ist ein trockener, warmer Schlafplatz zur Verfügung steht, spricht allerdings nichts gegen reine Außenhaltung von Katzen. Nur sollten sie dieses Kätzchen jetzt eigentlich schnleunigst reinholen und sich kümmern, und dann wird es natürlich schwierig, es komplett wieder auszuquartieren, weil sie sich dann natülich an's Leben im Haus gewöhnt hat.

    Das Züchter hierzulande Welpen wegen Fehlfarben oder Knickruten oder Unterbiss oder, oder, oder... eingeschläfert haben wollen mag vorkommen, hab ich aber noch nicht erlebt. Lange Gesichter, ja, aber so dreist sein, nach Euthanasie zu fragen, wenn es offensichtlich ein lebenstüchtiger, lebensfroher Welpe ist - nee. Da sind die meisten doch in der heutigen Zeit angekommen.
    Ich kenne auch keinen TA, der das machen würde.

    Warum auch, solche Welpen verkaufen sich idR mindestens ebensogut wie die "perfekten", viele Leute finde es grade toll, so einen "besonderen" Hund zu haben, der halt nen weißen Fleck hat, wo keiner hingehört oder so.

    Was wir allerdings schon hatten war ein Züchter, der seinen Junghund mit einem weniger als optimalen HD- und ED-Hauptröntgen am liebsten gleich in der Röntgen-Narkose noch eingeschläfert haben wollte.
    Gibt's nicht natürlich nicht, der Hund lief ja erstmal noch symptomfrei, so lange wie der ne gute Lebensqualität hat, gibt's keine Indikation für ne Euthanasie, selbst wenn der Besitzer nicht operieren lassen möchte!

    Anders sieht es aus mit sehr schwächlichen Welpen, da kenne ich einige Züchter, die kein großes Getue machen mit zufüttern und päppeln - wenn die Mutter sonst den ganzen Wurf gut pflegt, aber diesen einen Welpen nicht will und/oder der Welpe nicht von selber ne ordentliche Menge Milch aufnimmt und sich normal weiterentwickelt, dann wird er halt eingeschläfert sobald ersichtlich wird, dass er zu sehr abbaut. Da hätte ich auch als TA kein Problem mit. Mit dem Gegenteil aber auch nicht, wenn jemand gern päppeln will, nur zu.

    Ich denk nur halt auch, was nicht so viel Lebenskraft hat, dass es von selber saugt, das soll halt nicht sein. Ich hab jetzt auch schon ein paar Mal die Erfahrung gemacht, dass das keine ordentlichen Hunde werden - solche, die man nur ein bisschen anschieben muss, die man öfter mal an die beste Zitze legt weil sie sich nicht so durchsetzen können, oder auch, wenn man bei großen Wurfen die kleinsten Welpen zufüttert - kein Ding, die werden oft genauso gesunde Hunde wie ihre dicken Geschwister. Aber solche, die trotz normaler/wenig Konkurrent so richtig am kümmern sind, die gar nicht von selber saugen und wo man erst noch ne Sonde reinschieben müsste um sie zwangszuernähren... nee, lass mal, da hat später mit großer Wahrscheinlichkeit keiner Freude dran.


    Dann holt man sich die Formwertneurteilung eben im benachbarten Ausland :ka:

    Geht das bei euch? Bei unserem Verein muss der Formwert für die ZZL (wir brauchen nur einen Formwert sg oder besser + positive Beurteilung auf der Körveranstaltung) von nem deutschen Richter und von ner Clubausstellung in Deutschland sein.


    Wobei angeborene Stummelruten bei Rassen bei denen das nicht normal ist sehr häufig mit weiteren Wirbelsäulendeformationen einhergeht.

    Bei Rassen wo das "normal" ist auch....

    Puh, ich bin grad ganz erleichtert. Meine Hunde hatte vor 4 bzw 3 Tagen alle Durchfall. Bei Janaah und Robin blieb es auch dabei, sonst waren sie drauf wie immer und haben auch normal gefressen und nach 1 bzw 2 Tagen war der Spuk vorbei.

    Dee war zusätzlich schlapp, hat ihr Futter erbrochen (das Erbrochene hat auch geestunken wie Hölle, also, mehr als Hundekotze eh schon stinkt) und hatte so doll Durchfall, dass sie mich in einer Nacht zweimal rausgeschmissen hat und es das eine Mal nicht mal mehr bis nach draußen durchhalten konnte und vor die Wohnungstür gemacht hat.

    Hätte mich an sich noch nicht beunruhigt, 1 Tag fasten angeordnet (die anderen beiden durften aus unfreiwilliger Solidarität gleich mitfasten :D ) und ein paar Tage Reis/Hühnchen-Schonkost und normalerweise ist sowas dann ja weg.

    War es aber diesmal nicht, ihr war bis gestern Abend übel (war die ganze Zeit am schmatzen und sich-das-Maul-lecken und hockte da mit Leidensmine und hochgezogenen Mundwinkeln) und sie hatte keinen Appetit, hat nur mit hängen und würgen mal ein paar Maulvoll gefressen.
    Dee ist sonst ganz und gar keine Kostverächterin und für gekochtes Huhn überschlägt sie sich normalerweise. Fieber hatte sie die ganze Zeit nicht.

    Hatte mir jetzt ein Ultimatum bis Montag gesetzt, wenn sie bis dahin nicht wieder auf dem Damm gewesen wäre, hätte es Blutbild, Röntgen und Ultraschall gegeben.
    Aber heute war sie dann wieder gut drauf und hat gefressen wie ein Scheunendrescher. Ich hoffe das war's jetzt und es war wirklich nur ein normaler Magen-Darm-Keim.

    Dee ist jetzt 6 Jahre und ein paar Monate und war ihr ganzes Leben noch nicht einen Tag krank... gewesen.

    Puppyimpfung SP:
    Ich bin TÄ und habe daher logischerweise viel Kontakt mit kranken Hunden. Wir haben auch immer mal wieder (nach den Erzählungen meiner Kolleginnen seltener als früher in unserem Praxisgebiet, aber doch ein paar Mal im Jahr) Parvowelpen. Neulich hatten wir sogar nach Jahren mal wieder einen Staupefall (ungeimpfter Welpe aus dem Ausland).

    Händewaschen und umziehen und so ist schön und gut, aber wenn es in einigen Jahren bei mir mal Richtung Zucht geht, kann ich ja nicht wochenlang die Arbeit komplett niederlegen. Insofern werde ich da alle Maßnahmen ergreifen, die man kann.

    Es GIBT immer mal Welpen, bei denen die maternalen Ak eben schon weit früher weg sind als beim Durchschitt (ebenso wie es die gibt, die länger was davon haben) und die dann deswegen
    A) nicht mehr den Immunschutz genießen, die sie über die Muttermlich bekommen haben (kann auch immer mal passieren, dass die Welpen nicht genug oder gar kein Kolostrum kriegen weil die Mutter keine Milch hatte oder Mastitis hatte oder die Welpen nicht annimmt oder weiß der Geier was) und
    B) auch schon auf die Impfung reagieren und eigene AK ausbilden können.

    Wir hatten vor einigen Jahren, vor meiner Zeit in dieser Praxis, zwei Züchter im Klientel, die mit Parvo viel Probleme und auch immer wieder erhebliche Welpenverluste zwischen der 6. und 10. Woche hatten, obwohl die Muttertiere durchgeimpft waren. Die haben das mit (unter anderem, neben strengen Hygienemaßnahmen und deutliche Reduzierung des Bestandes) auch mit der frühen Impfung in den Griff bekommen. Die lassen auch heute noch in der 6 Woche SP impfen und ich seh nicht, dass es den Welpen schaden würde.

    Ich sehe das nicht als zwingend notwendig für jeden Züchter, aber ich denk auch nicht, dass es schadet und würde es machen, da Welpen in meinem Haushalt als besonders exponiert zu sehen wären.
    Wenn man damit Käufer abschreckt, die am liebsten einen völlig ungeimpfen Hund, so rein und frisch wie neugefallener Schnee, möchten, tja, mir egal, das ist eh nicht meine Klientel, die müssen und werden dann anderweitig fündig werden.

    Thema Herpesimpfung:
    Wer einmal nen Wurf an Herpes hat verrecken sehen, der lässt die Herpesimpfung nicht weg. Schaden tut auch das meiner Meinung/Erfahrung nach nicht, im schlimmsten bzw besten Fall nützt es aber ne Menge.
    Wenn die Hündin ne unbekannte Vorgesichte bezüglich Herpes hat, man also nicht weiß, ob sie schonmal ne Feldinfektion durchgemacht hat (was man fast nie mitkriegt, da Herpes bei erwachsenen Hunden meistens fast symptomlos ist idR weiß man es höchstens dann, wenn sie schonmal in einem Wurf Probleme mit Herpes hatte und man dann tote Welpen zur Untersuchung und/oder Blut von der Mutter eingeschickt hat), würde ich sie immer impfen.

    Wenn sie es doch schon hatte, schadet die Impfung auch nicht, sondern kurbelt höchstens nochmal die AK-Produktion an.
    Und wenn sie es nicht hatte (was ja der gefährlichste Fall ist), dann dito was die AK-Produktion betrifft und falls sie sich dann während der Tragzeit erstmals infiziert, dann wird die Infektion bei den Welpen aufgrund der durch die Impfung gebildeten AK mit großer Wahrscheinlichkeit milder verlaufen als bei Welpen einer ungeimpften Mutter.

    Z.B. wird bei bestimmten Gemeinden der Impfstatus bei der Anmeldung überprüft und zumindest für die Tollwutimpfung gibt es dann auch eine Plakette mit Gültigkeit zur Steuernummer dazu. Die wird in gewissen Abständen erneuert. Es wäre durchaus möglich die Grundimmunisierung im Zuge der Anmeldeverfahren für die Steuer zu überprüfen und so zu frühes Impfen zu vermeiden.


    Welche Gemeinden überprüfen denn den Impfstatus und welche Krankheiten genau wollen die da sehen? Was passiert, wenn die Hunde nicht geimpft wurden, was machen die dann? Nach welchen Empfehlungen richten die sich, StIKo Vet?
    Die TW-Plakette gibt's überall da wo ich sie bisher gesehen hab vom TA bei der Impfung mit dazu, nicht von der Gemeinde, ist, so wie ich das kenne, ein freiwilliger Service vom TA und auch beim Hundehalter auf freiwilliger Basis. Ich wüsste jetzt nicht, dass irgendwo in Deutschland aktuell Impfzwang herrscht, nicht bei TW und erst recht nicht bei anderen Sachen?


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    Titern für den optimalen Impfzeitpunkt: An sich ne gute Sache, aber wer will denn alle Welpen eines Wurfes (der Abfall der maternalen AK kann auch bei Wurfgeschwistern verschieden schnell erfolgen) mindestens einmal beproben lassen? Ist ja auch jedesmal ne Blutentnahme bei den Zwergen und auch nen ganz schöner Kostenfaktor. Nur einen Welpen zu testen und davon auf den ganzen Wurf zu schließen ist mMn Augenwischerei. Zu den neuen Titer-Schnelltests gibt's bisher noch nicht viele Erfahrungen, aber auch die sind teurer als ne Impfung.

    Wenn man von der Schädlichkeit von Impfungen überzeugt ist und daher auch ja keine einzige Impfung zu viel machen will, dann bleibt einem wohl konsequenterweise nix anderes übrig als zu testen, ja... es wird immer Leute geben, die das gern wollen und warum auch nicht, des Menschen Wille ist sein Himmelreich, solange es keinem schadet, immer los!

    Wenn dem nicht so ist, also wenn man da keine dramatischen Impfreaktionen/-schäden befürchtet, dann spricht ja auch nix dagegen, mit dem bisherigen "breitwürfigen" Verfahren zu versuchen, alle Welpen irgendwann mal zum richtigen Zeitpunkt zu erwischen - die, die schon überdurchschnittlich früh keine maternalen AK mehr haben und die, bei denen es normal langen dauert und auch die, die besonders lange maternale AK haben (das wäre dann die 3. Impfung mit 16 Wochen...).


    Nee, viele Leute übersehen Flohbefall erstmal, solange er nicht massiv ist. Kann also durchaus sein, dass sie sich die Flöhe von anderen Hunden geholt haben.
    Hundeflöhe und Katzenflöhe sind zwar verschieden, aber der häufigere Floh, der Katzenfloh, geht unterschiedslos auf beides. Die Katzen können also sehr wohl eine Infektionsquelle sein.

    Ansonsten bringen auch Igel, Marder und andere Wildtiere gern mal Flöhe in den Garten und diese halten sich auch in der "freien Wildbahn" für einige Zeit, so dass der Hund sich auch im eigenen Garte Flöhe holen kann ohne dass er direkten Kontakt mit nem verseuchten Wildtier hatte.
    Um ne ständige Neuansteckung zu vermeiden, wäre es also schon ganz interessant, die Infektionsquelle(n) zu finden, sonst wird dir nämlich nix anderes überbleiben als dauerhaft zu behandeln.

    Verpuppte Flohlarven halten sich in der Umgebung uU mehrere Monate, es KANN also auch noch sein, dass es wirklich noch der alte Befall ist, den ihr noch nicht ganz behoben hattet.


    Das einfachst ist, du legts deinen Hunden ein Halsband um wie z.B. das Serestro, benutzt die Bravecto-Tablette (Vorteil bei beidem ist die lange Wirksamkeit) oder gibts über einige Monate wirklich regelmäßig alle 4 Wochen ein Spot-On.

    Für den Welpen, wenn er etwas empfindlich ist, würde sich zum Beispiel Stronghold anbieten (Wirkstoff Selamectin) das ist sehr gut verträglich und hat auch eine recht gute Umgebungswirkung auf Flöhe (die Flohlarven in der Umgebung des Hundes ernähren sich ja ua von abgestorbenen Hautschüppchen und da da der Wirkstoff auch drin ist, werden sie gleich mit vergiftet.
    Gibt aber auch zahlreiche andere Präperate, lass dich da einfach mal von deinem TA beraten.

    Ich würd das dann schon mal so ein viertel bis halbes Jahr durchziehen, um sicher auszuschließen, dass doch wieder was nachschlüpft und nen gedeckten Tisch vorfindet.


    Zusätzliche ätherische Öle würde ich mir sparen, auch Neem-Öl - ist eher hautreizend für den Hund und Flöhe lachen da drüber.
    Kokosöl schadet zumindest nicht, ob's bei schon vorhandenem Befall was nützt ist die andere Frage.


    Ansonsten ist wie du schon sagtst die Umgebungsbehandlung wichtig, auch so Sachen wie Schlafzimmer und Auto. Viel saugen, Staubsaugerbeutel danach gleich entsorgen. Alles was sich wischen lässt wischen, alles was sich heiß waschen lässt heiß waschen.
    Wenn es gar nicht anders geht, kann man auch foggern (so eine Vernebler-Dose zünden, die dann die ganze Wohnung mit Flohgift einnebelt), aber vorher würde ich es lieber mit Behandlung der Hunde und sauberhalten der Umgebung versuchen.

    Nö, bei mir auch nicht.

    Ich würd als Züchter auch mit 6 Wochen schon die Puppyimpfung gegen Staupe und Parvo geben und die Hündin vor dem Deckakt und während der Tragzeit gegen Herpes impfen... und ich würde bzw werde, wenn ich später mal züchte, auch keinen Welpen an Leute geben, die mir sagen, dass sie nicht vorhaben den zu impfen.
    Muss nicht jedes Jahr die 6-fach Kombi sein, längere Impfintervalle nach ner ordentlichen Grundimmunisierung sind völlig ok, aber zumindest die Grundimmunisierung ist nicht diskutabel.