Beiträge von Marula

    [...]Zu oft habe ich mich schon "nach Bauchgefühl" in Leuten getäuscht - charismatisch ist leider nicht immer verantwortungsvoll.

    [...]Aber nach und nach stellte sich heraus, dass er einen ganz schönen Durchsatz hat und er die Tiere so schnell wieder abgibt wie sie angeschafft werden.

    Das stimmt, es gibt Leute, die können sich sehr gut verkaufen. Oft wissen diese Leute auch genau, was sie sagen müssen, damit man ihnen gibt was sie haben wollen.

    Innerhalb der "Szene" für eine bestimmte Rasse ist es ja oft so, dass die Züchter sich untereinander kennen und wenn da so gewisse Pappenheimer schon bekannt sind, sich auch gegenseitig warnen.
    Aber das klappt natürlich nicht immer und es bringt nix bei Erstkäufern.


    Zitat

    Ich denke, wenn ich ein Tier abgeben müsste, dann würde ich durchaus auch Leute pauschal ablehnen. Ganz ehrlich, das klingt jetzt wahrscheinlich fies, aber ich würde auch ziemlich sicher keinen Welpen als Zweithund zu einem vollzeit berufstätigen Single vermitteln, egal was mir der erzählt. Das mag sein, dass es Leute gibt, die das gut auf die Reihe bringen, aber ich hätte wohl grössere Bedenken, dass derjenige mich anlügt. Da gehe ich lieber das Risiko ein, jemanden unfairerweise abzulehnen, als jemandem zu glauben, dass er das alles gut schafft und es dann doch nicht klappt.

    Würdest du nicht erstmal nachfragen, wie das laufen soll? Ich mein, manche Singles wohnen ja auch bei den Eltern mit im Haus oder haben einen Partner, der von zuhause aus arbeitet oder noch studiert oder können die Hunde mitnehmen oder oder oder...

    Und wie kannst du dir sicher sein, dass dich die 4 Stunden arbeitende Hausfrau mit gut verdienendem Mann nicht anlügt? Siehe oben, manche Leute wissen auch genau, was sie erzäheln müssen.

    Da wär es mir doch lieber, die Leute kommen mit einem etwas suboptimalen Hintergrund an - den wird sich wahrscheinlich keiner extra ausgedacht haben! - und man kann ihnen dann genau auf den Zahn fühlen, wie sie sich das vorstellen.

    Ich denk, da muss man einfach drüber stehen und weitersuchen.

    Es gibt komische Käufer, es gibt komische Züchter - manchmal sind die Ansprüche von beiden Seiten auch auf den zweiten oder dritten Blick gar nicht mehr soooooo komisch, sondern aus persönlichen Erfahrungen gewonnen... und manchmal passt es halt nicht, ohne dass man den Finger drauflegen könnte.

    Andere Mütter haben auch schöne Töchter und für jedes Töpfchen gibt's ein Deckelchen. ;)

    Ich würde bzw werde es da mit der Züchterin von meinem Janaah halten. Als ich die mal nach ihren Auswahlkriterien für Welpen fragte sagte sie sinngemäß:

    Man kann den Leuten eh nur bis vor den Kopf schauen, daher ist das Bauchgefühl wichtiger als alle vorherabgeklopften Fragen und abgehakten Bedingungen. Sie möchte die Leute ausführlich kennenlernen und über Gott und die Welt (und natürlich ausführlich über Hunde und speziell über Salukis) mit ihnen reden, damit sie ein Gesamtbild von ihnen bekommt.
    Sie möchte auch die Begeisterung für Hunde, für diese Rasse und für genau diesen Wurf bzw diesen Welpen fühlen können.

    Wäre das alles gegeben, wäre sie bei den "harten Fakten" sehr flexibel, es komme immer auf die individuelle Lösung an und wichtiger als das, was man momentan bieten könnte wäre noch die Bereitschaft, dass man den Hund auf keinen Fall aufgibt wenn sich mal was ändert im Leben.
    Sie müsse einfach den Eindruck haben, dass die Leute bereit wären, ihre Babys auf Händen zu tragen und das sie fähig und willens sind, +/- 15 Jahre Verantwortung zu tragen.

    Das einzuschätzen ist schon ne Hausnummer, ich weiß... es liegt leider in der Natur der Sache, das man sich auch mal vertut, der eine mehr, der andere weniger.


    Sie ist SEHR wählerisch was die Welpeninteressenten angeht, es kriegt beileibe nicht jeder nen Hund, aber ich weiß, das von ihr schon Singles und Familien mit Kindern, Ersthundehalter und Leute mit ewig Hundeerfahrung mit gemischter Hundegruppe von klein bis groß, Leute mit Haus auf dem Land und Leute mit ner Stadtwohnung im zweiten Stock, Leute die gesundheitsbedingt auf ner sehr kleinen Frührente sind und Leute die ein ordentliches festes Einkommen haben und Vollzeit arbeiten gehen usw usf... nen Hund bekommen haben.


    Ich denk ich selber würde aufgrund meiner Arbeitszeiten bzw der Alleinebleibzeiten für die Hunde für fast alle hier rausfallen - macht nix, es gibt trotzdem einige wirklich tolle Züchter, die mir nen Welpen verkaufen würden, weil zum Glück der eine oder andere, vielleicht auch erst nach einigen Würfen und der ein oder anderen erfolgreichen oder fehlgeschlagenen Vermittlung, doch einsieht, dass man es nicht nur an messbaren Stellgrößen festmachen kann, wie sehr sich jemand reinhängt.

    Die WSAVA meint auch mit 16 Wochen einmalig,

    Nein, meint sie nicht.


    Die sagen:
    Wenn man nur einmal in dessen Leben die Chance hat, einen Hund zu impfen (wie z.B. bei Impfprogrammen für Straßenhunde oder bei sehr einkommensschwachen Besitzern - Beispiele von mir), DANN solle man einmal mit 16 Wochen oder älter impfen, weil das die größte Chance verspricht, dass die einmalige Impfung eine vernünftige Immunität erzeugt.

    Bei Hunde, die man häufiger sieht, empfehlen sie, mindestens eine Nachimpfung nach 12 Monaten zu machen, auch wenn der Hund bei der Erstimpfung bereits 16 Wochen oder älter war.

    Bei Welpen zu denen man normalen Zugang hat empfehlen sie eben dein verhasstes Programm mit 8, 12 und 16 Wochen und 1 Jahr, um möglichst alle Fälle möglichst zeitnah abzudecken, die, wo die maternalen AK früh abfallen und die, wo sie später abfallen, damit die Welpen möglichst lückenlos geschützt sind, erst durch maternale AK und dann durch eigene Immunität.


    Wenn man mit 16 Wochen oder älter erst anfängt, setzt man die Welpen in der Zeit bis dahin einem erhöhten Infektionsrisko aus, denn man wählt ja grade diesen Zeitpunkt für die letzte Welpenimpfung, weil man dann eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit hat, dass auch wirklich beim allerletzten Welpen die maternalen AK komplett weg sind, das also annähernd 100% aller Welpen zu diesem Zeitpunkt keinen Schutz mehr haben.

    Grade Welpen und Junghunde sind für Parvo und Staupe nun aber besonders anfällig. Es sind beides keine reinen Jungtiererkrankungen, aber die höchsten Raten an klinisch erkrankten Tieren und an Todesfällen hat man grade in der Altersgruppe ab 8 Wochen bis ca. nen halbes Jahr. Beide Krankheiten sind seltener geworden, aber noch lange nicht ausgestorben.
    Insofern ist es für mich unverantwortlich, ohne Not so lange zu warten, sofern man nicht titert.

    @just2dun:
    Sobald die Hersteller längere Wirkzeiten angeben und man damit Rechtssicherheit hat, bin ich gern bereit, längere Intervalle einzutragen. Ich fände das eher begrüßenswert. Aber solange wie das nicht der Fall ist, kann man das einfach nicht sicher machen - sicher für den TA, nicht sicher für den Hund. Nen Lebensmittelhändler kann auch nicht hingehen und abgelaufene Lebensmittel verkaufen mit dem Hinweis, dass die so schnell nicht schlecht werden und man die gut noch essen kann (auch wenn auch das oft wünschenswert wäre). Da muss man vielleicht auch einfach mal Verständnis für die andere Seite mitbringen?

    Aber an sich ist das doch auch völlig egal, denn es zwingt einen niemand, seinen erwachsenen Hund SHP oder noch anderes zu impfen - wenn man also weiß, dass die Impfung länger und wahrscheinlich sogar lebenslang wirkt, kann man doch auch einfach nicht nachimpfen lassen und fertig?

    Die einzigen, die das impfen müssen, sind eben die Züchter bei der ersten und eventuell noch zweiten Impfung der Grundimmunisierung, je nachdem wie lange sie die Welpen behalten, weil die Zuchtvereine das (vernünftigerweise, mMn) so vorschreiben. Jedem anderen steht es doch frei, das zu tun oder zu lassen.


    Mein jetztiger Wissenstand ist, dass die Titer der maternalen AK bei Wurfgeschwistern verschieden schnell abfallen können - so lange ist Immunologie bei mir noch nicht her, vor 4 Jahren war das noch Lehrmeinung (und die Immunologen in ihrem Uni-Elfenbeinturm hatten herzlich wenig mit Praxis am Hut).
    Hast du einen Link zu den erwähnten Ergebnissen oder irgendwas anders zum nachlesen (was möglichst nicht hinter nem Paywall ist)?


    Einen Welpen zu titern wäre ja preislich und vom Aufwand her noch machbar, alle finde ich ein bisschen viel, ich denk das wären die meisten "Normalos" auch gar nicht bereit zu zahlen - beim heutigen finanziellen Aufwand, vielleicht wird das ja nochmal günstiger.

    Für nen DNA-Fingerprint für den Zuchtverband braucht man kein Blut bei den Welpen nehmen, da reicht ein Backenabstrich. Auf Wattestäbchen rumkauen tun die in der Regel gern. :D
    Bei den erwachsenen Hunden akzeptieren sie bei uns im Verein für die Ankörung entweder Blut oder Backenabstrich, wüsste also nicht, weswegen sie bei den Welpen umbedingt Blut bräuchten. Hab da aber bei uns auch noch nix von gehört, dass DNA-Fingerprints bei allen Welpen eines Wurfs in Planung wären.

    @Nocte
    Interessant, dann sind sie bei euch schärfer drauf als bei uns (meine waren bisher in NRW und Niedersachsen gemeldet).

    Bei uns interessiert die Impfung erstmal keinen, im TW-Verdachtsfall würden halt alle vermuteten Kontakthunde ermittelt werden und Informationen über den aktuellen Impfstatus eingeholt werden, der Amtstierarzt kann/muss dann je nach Risikolage (gesicherter Kontakt oder nur vermutet, nur in der Nähe gewesen oder sogar gebissen worden, TW geimpft und wenn ja wie lange ist's her... und so weiter...) entweder Quarantäne oder Tötung anordnen.

    Bei der Anmeldung zur Steuer muss man die Transpondernummer selber angeben, entweder man klebt einen der zusätzlichen Sticker, die man mit dem Mikrochip bekommt, auf das Formular, oder man legt die Seite des Impfpasses in Kopie bei, oder man trägt die Nummer halt handschriftlich ein.

    Die TW-Marken gab's zumindest früher von manchen Impfstoffherstellern gratis dazu und man konnte sie dann bei der Impfung kostenlos an die Tierbesitzer aushändigen. Macht aber glaube ich kaum noch eine Firma, jedenfalls hab ich schon länger keine mehr gesehen? Tragen muss die hier kein Hund.

    [...]mal abgesehen davon das ein Hersteller der sich in Zeiten des www schrifltich festlegt das eine Impfung nach der 12. Woche reicht sich auch bezüglich maternaler Antikörper sehr sicher sein muss , immerhin könnte man ihn verklagen, falls es nicht zutrifft

    Das denke ich auch, insofern hab ich auch kein Problem damit, beim erwachsenen Hund bzw so ab +/- 16 Wochen nur einmal zu impfen, wobei ich, wenn die Chance besteht, trotzdem nach nem Jahr nochmal nachimpfen würde, einfach zur Sicherheit, und erst dann auf nen längeren Rythmus gehen.


    Zitat

    und ich habe schon Nebenwirkungen nach zuviel Impfungen gesehen sowohl bei Hund und Pferd als auch bei meinen Patienten, keine bleibenden Schäden zum Glück aber über Tage /wochen dauerndes Fieber /Unwohlsein oder monatelanges Husten (Pferd nach Influenzaimpfung)

    Beim Menschen kenne ich mich nicht so aus, ich selber hatte bisher nur die zu erwartende Schwellung + leichte Schmerzen (wie Muskelkater) an der Injektionsstelle).
    Beim Hund habe ich bisher ebenfalls nur Schwellung und Schmerz an der Injektionsstelle gesehen.
    Influenzaimpfung bei Pferden, das ist tatsächlich so ein nerviges Thema, das würde jetzt ein langes offtopic werden, insofern vielleicht wenn, dann eher per PN?

    Nur nochmal so viel, für interessierte Mitleser, auf den Rest des Geschreibsels von Sarah1 einzugehen ist echt Perlen vor die Säue:
    Die WSAVA ist nicht der Chef oder Befehlsgeber aller (Kleintier)Tierärzte, niemand "hat" sich da an irgendwas zu halten. Die Deutsche Gesellschaft für Kleintiermedizin ist die deutsche Mitgliedsgesellschaft der WSAVA, der gehört längst nicht jeder TA und nichtmal jeder Kleintierarzt an, das ist eine freiwillige Sache. Und nichtmal deren Mitglieder sind verpflichtet, deren Empfehlungen umzusetzen, da es eben das sind, Empfehlungen.
    Das ist eine Expertenorganisation, von vielen. Andere Experten sagen andere Dinge und haben da auch ihre Gründe für. Es steht dem einzelnen Tierarzt wie auch der deutschen Tierärzteschaft als ganzes frei, nach welchen Experten sie sich richtet.
    Ich denke es wird sich bei den Impfregimen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch einiges tun in Richtung längere Impfintervalle, das finde ich auch gut und richtig, aber das wird dann nicht sein, weil irgendwer das "befohlen" hat, sondern weil letztlich auch die Experten alle nen Konsens gefunden haben werden (mehr oder minder...). Wie es auch sein sollte, wenn sich seit Jahrzehnten relativ problemlos bewährte Dinge ändern sollen.

    Andere Entscheidungen als die der WSAVA haben selten mit Ahnungslosigkeit oder Abzocke zu tun haben - das kann man glauben, muss es aber nicht. Es geht dabei um verschiedene Aspekte, einmal um die Tiergesundheit des Einzeltiers, dann aber auch um lokale Unterschiede in der Seuchensituation und, nicht unwichtig, um rechtliche Fragen.
    Die WSAVA differenziert da durchaus.


    Übrigens, vielleicht ganz interessant, Impfempfehlung der WSAVA für die Grundimmunisierung von Welpen:

    Zitat

    Pup Vaccination and the 12 Month Booster


    Most pups are protected by MDA in the first weeks of life. In general, passive immunity will have waned by 8–12 weeks of age to a level that allows active immunization. Pups with poor MDA may be vulnerable (and capable of responding to vaccination) at an earlier age, while others may possess MDA at such high titres that they are incapable of responding to vaccination until ≥ 12 weeks of age. No single primary vaccination policy will therefore cover all possible situations. The recommendation of the VGG is for initial vaccination at 8–9 weeks of age followed by a second vaccination 3–4 weeks later, and a third vaccination given between 14–16 weeks of age.
    [...]
    The VGG recommends that whenever possible a third dose of core vaccine be given at 14–16 weeks of age.
    [...]
    All dogs should receive a first booster 12 months after completion of the primary vaccination course. The VGG redefines the basic immunization protocol as the ensemble of the pup regime plus this first booster. The 12 month booster will also ensure immunity for dogs that may not have adequately responded to the pup vaccinations.

    Quelle: http://www.wsava.org/sites/default/…delines2010.pdf


    Komisch... das ist ja exakt das, was ich die ganze Zeit schreibe? ;)

    Ich kenne doch einige Züchter, die erst ab der 10.-12. Woche abgeben, scheint bei Windhunden etwas verbreiteter zu sein als bei anderen Rassen, warum auch immer. Schadet den Hunden nach allem was ich bisher gesehen hab nicht, die haben idR auch keine Probleme nur weil noch nicht jeder einzeln Öffis gefahren ist und, man höre und staune, sogar an der Leine laufen lernt ein Hund in dem Alter noch blitzschnell. ;)
    Meine Hunde hab ich alle erst erwachsen oder als Junghunde bekommen und die Bindung würde ich schon als ziemlich gut bezeichnen, glaub nicht, dass die bei nem 8-wöchigen Welpen besser wäre als bei den beiden, die ich mit 7 Monaten bekommen hab.

    Ich persönlich finde auch etwas ältere Welpen angenehmer als so ganz kleine Babys, die noch so sehr tappsig sind und ständig schlafen wollen etc - zwischen 8 und 12 Wochen liegen Welten, vom Entwicklungsstand her.
    Das wären so meine persönlichen Gründen für einen etwas späteren Einzugstermin - ich denk die Sozialisation beim neuen Besitzer und die Wichtigkeit dieser Zeit für die Bindung wird überschätzt, sofern der Welpe allgemein nicht grade in nem dunklen Kellerloch aufwächst.


    ABER ich kenne halt auch jede Menge Welpen, die mit 8 Wochen oder teils sogar schon jünger (z.B. weil Fundhund und Flaschenkind oder weil aus dem Ausland) zu den neuen Besitzern gekommen sind, die ebenso normale Hunde geworden sind.


    Insofern denke ich, es ist mehr ne Geschmackssache, ab der 8. Woche geht schon, würde ich auch machen wenn der Züchter gern in dem Alter schon abgeben möchte, grade wenn dann alles Geschwister schon weg wären und mein Welpe da noch wochenlang hocken würde.

    grundsätzlich stimme ich Dir zu Marula (ich habe als Humanmedizinerin ja nun auch viel mit dem Thema zu tun) aaaber was ich nicht einsehe ( weder bei meinen Patienten, noch bei meinen Tieren) ist das weder die Stiko noch die Stiko-Vet sich den Hersteller empfehlungen anschließen mag und die sehen z.B. bei Nobivac wie ja @Sarah1 schon geschrieben keine Notwendigkeit einen Welpen 3x ( mit 8, 12 und 16 Wochen) und nochmal nach einem Jahr nachzuimpfen es heißt ausdrücklich im Beipackzettel eine einmalige Impfung nach der 12. Lebenswoche hält 3 Jahre lang!
    und wenn nun die Frage kommt was denn dagegen spricht einen Welpen "sicherheitshalber" öfter zu impfen, dann finde ich das man Keinen einem (wenn auch nur kleinen) überflüssigen Risiko aussetzen sollte

    Ein Risiko geht man allerdings auch dann ein, wenn man den Welpen bis zur 12. Woche ungeimpft lässt und dann mit Punkt 12 Wochen nur einmal spritzt und dann erst in 3 Jahren wieder, weil dann halt die unter den Tisch fallen, die vor der 12. Woche schon keine maternalen AK mehr haben und all die, wo sie in der 12. Woche doch noch nicht ganz weg sind.

    Ich würde mir auch wünschen, dass die Stiko Vet sich auch nach aktuellen Herstellerangaben richten würde (und dass da nochmal ein paar mehr Langzeitstudien zur Wirkungsdauer der verschiedenen Komponenten bei den gängigen Hundeimpfstoffen gemacht werden).

    Aber letztlich würde ich nen Welpen trotzdem mit 8. und 12. Wochen impfen, weil ich das Risiko von Staupe oder Parvo grad in dem Alter als größer einschätze als das einer Impfreaktion, und dann mit 16 Wochen oder mit +/- nem Jahr nochmal, um auch die letzten noch zu erwischen, und erst dann auf den 3-Jahres-Rythmus gehen.


    @Sarah1 Du bellst den falschen Baum rauf, ich schreibe die ganze Zeit über die Grundimmunierung und nicht über jährliche oder nicht jährliche Nachimpfungen. Das ich TÄ bin hab im Zusammenhang mit der SP-Impfung mit 6 Wochen nur nochmal erwähnt, um das in meinem Haushalt höhere Infektionsrisiko zu erklären - das gehört eben auch dazu, idividuelle Risikoabwägung. Bei ner Kindergärtnerin oder Altenpflegerin mit viel Menschenkontakt zu sensiblen Gruppen macht die Influenzaimpfung auch mehr Sinn der auf dem eigenen Hof oder im Home Office arbeitet.