Beiträge von Marula

    Naja, " Gründe" aus Sicht von Katzen können bisweilen auch mal hart an der Grenze zu "trotz" sein .

    Mein Kater hat, als er hier "angekommen " war angefangen in der Küche in Schüsseln und auf das Gemüse zu markieren, wenn wir am Wochenende mal später als normal aufgestanden sind und ihn deswegen auch später gefüttert haben . Ja, dass mag ihn gestresst haben das er ne Stunde länger Hunger hatte , aber mich stresst nie ausschlafen können halt auch |)

    Ja, Katzen können mit der Pisserei schon echt bescheuert sein... das ist auch einer der Gründe, warum ich mir wahrscheinlich, obwohl es mich manchmal in den Fingern juckt, keine mehr anschaffen würde, schon gar keine reine Wohnungskatze.

    Aber was ich halt so oft höre ist, dass Unsauberkeit bei der Katze ganz, ganz oft erstmal als "Protest" "Ihr passt was nicht" usw abgetan wird, aber in Wirklichkeit ist irgendwas ganz anderes im Argen. Sei es, dass sie Harngries oder Diabetes hat oder sie den Hund oder das Baby hasst oder das ihr das Klo einfach zu dreckig ist (auch noch wenn es 3x am Tag gereinigt wird).
    Die "psychologischen" Ursachen muss man nicht immer nachvollziehen können, aber wenn das Tier nunmal so empfindet...

    Ich mein, Katzen sind, wenn man mal ehrlich ist, relativ dumm. Ich trau's denen einfach von der Intelligenz her gar nicht zu, einem aus "Rache" irgendwo hinzupinklen oder weil sie wissen/glauben, dass sie dann kriegen, was sie wollen. Das würde schon nen gehörigen Intellekt voraussetzen.

    [...] was ich da lese spricht mich an, aber ich habe großem Respekt vor ihnen.

    Sicher auch nicht unberechtigt, aber andererseots sind es auch nur Hunde...
    In der Familie sind eigentlich alle Orientalen (also, alle Rassen, natürlich nicht alle Individuuen) ein Träumchen. Schwierig wird's ja immer da, wo man mit dem Hund sich mit der Außenwelt auseinandersetzen muss (wie war das, "Die Hölle, das sind immer die anderen!" oder so?).
    Da merkt man dann erstmal, wie viel man mit einem unkomplizierten happy-go-lucky Hund eigentlich für selbstverständlich nimmt.
    Da hilft eine entspannte Wohnsituation ungemein, insofern finde ich es ganz sinnvoll von dir, dass du mit konkreten Azi-Plänen (falls sie konkret werden) warten willst, bis du idealer wohnst. Ist echt blöd, wenn an mit nem unverträglichen Hund in ner vollen Auslaufgegend unterwegs sein muss wo alle ihre Hunde "machen lassen".

    Zitat

    Das denke ich mir auch. Soweit ich weiß, sind doch Azawakhs im Freilauf besser zu händlen, als z.B. die Sloughis, da man ihnen ja eine gewisse "Kooperationsbereitschaft" nachsagt, oder irre mich da ? Mir wurde erzählt, dass ein Azi eher nicht jagen geht (klar, wenn er einen Hasen sieht ist der auch weg), da er sonst seinen Besitzer nicht mehr "beschützen" könnte. In erster Line sind es ja Herdenschutzhunde.

    Ich weiß nicht, wer da im Vergleich "schlimmer" ist, ehrlich gesagt. Sloughis würde ich nach allem was ich bisher mitgekriegt hab als ungefähr genauso wie Salukis einschätzen?

    Die Azis von meiner Bekannten hauen defintiv ab wenn sie Wild irgendwo in der weiteren Umgebung vermuten, besonders auch an Stellen, wo sie z.B. am Vortag Wild gesehen haben oder wo es gut riecht, und sie stellen vor allem auch Menschen, sind z.B. auf plötzlich auftauchende Jogger nicht gut zu sprechen, besonders in der Dämmerung oder wenn es dunkel ist. Und richtig doof sind sie mit fremden Hunden. Sie rasten jetzt an der Leine nicht aus, aber wenn ein Hund in sie reinprallt, dann kann das gut ein paar Löcher geben, da wird nicht klange gefackelt.Hört sich jetzt alles total schrecklich an, aber sie hat die ganz gut im Griff und ist vor allem sehr umsichtig.
    Aber wegen all dem laufen sie gar nicht ohne Zaun frei, es sei denn im Urlaub am weiten Strand oder so oder an ganz, ganz wenigen, ausgewählten Gebieten.


    Hab aber auch schon ganz andere Berichte gehört. Könnte mir vorstellen, dass es wie bei Salukis in Sachen Gehorsam/Orientierung am Besitzer/Unabhängigkeit/Jagdleidenschaft verschiedene Ausprägungen gibt...abgesehen davon, dass man ja idR rauskriegt, was man reinsteckt. Und einer ist auch immer leichter zu führen als drei, ist einfach so.


    Sie hatte mir übrigens auch erzählt, dass vor allem das Verhalten gegenüber Menschen und anderen Hunden das wäre, was am häufigsten zur Abgabe von pubertierenden Azawakhs führen würde. Probleme mit ihrem eigenen Menschen oder z.B. mit jagen wäre das eher nicht.

    Sind aber alles Importhunde und somit nicht so ganz einfach zu halten... mit beschaulichen Spaziergängen und saloppem Freilauf ist es dann vorbei...

    Wobei man sagen muss, dass auch andere Züchter viel Import mit drin haben, auch in den letzten Generationen noch. Und das auch Azawakhs, die seit ein paar Generationen keine Direktimporte drin haben, nicht fremdenfreundlicher oder weniger triebig sein müssen, und das die ganze Rasse noch nicht so weit weg ist von ihren Ausgängen, einfach weil sie weniger Generationen haben als Rassen, die schon X Jahre gezüchtet werden.

    Eine recht erfahrene Azawakh-Halterin (war auch mehrere Jahre Zuchtkommissionsmitglied für die Rasse) meinte zumindest zu mir, dass man sich nicht zu sehr drauf verlassen sollte, dass aufgeschlossene Eltern ebensolche Welpen machen, dafür sei die Rasse zu wenig durchgezüchtet.
    Ihre Azis mit mehr Importanteil kann sie ebenso gut oder schlecht laufen lassen wie die mit weniger, die jagen auch nicht mehr oder weniger oder sind zu Fremden mehr oder weniger zutraulich.
    Sie sagte auch, dass der Züchter, wo sie ihren jüngsten Rüden her hat, der einzige in bisher um die 3 Jahrzehnten Azawakhhaltung mit vielen Züchterbesuchen war, wo sie bis auf einen alle Hunde sofort anfassen konnte- und dieser Züchter hat über 20 Hunde, von denen einige selber Direktimporte sind und andere Imp. 1-3, aber kaum einer mit "vollem Pedigree".

    Wenn kastrierte Katzen drin pinkeln ist etwas nicht ok. Gesundheitlich oder seelisch wie zu viele Tiere auf zu kleinem Raum, Streitigkeiten usw.

    Jenau. Entweder sie sie haben ein gesundheitliches Problem oder Stress irgendeiner Art (Umzug, andere Katzen, andere Tiere im Haus, Kinder... was auch immer) ODER mit den Katzentoiletten stimmt was nicht (nicht sauber genug, falsche Streu, steht am falschen Ort, zu klein, zu wenige Toiletten für die Anzahl der Katzen...).
    Oder es handelt sich tatsächlich um Markierverhalten, nur kann man leider nicht so einfach jegliche Harnunsauberkeit unter "markieren" verbuchen.

    Ich hasse es, wenn Katzen böse Absicht und "Protestpinkeln" unterstellt wird, wenn sie unsauber werden, denn es gibt fast immer eine aus Sicht der Katze logische Ursache.
    Das Problem ist nur, wenn sie sich einmal angewöhnt haben, irgendwo hinzumachen, dann behalten sie das oft auch bei, selbst wenn die ursprüngliche Ursache, die oft nicht leicht zu finden war, abgestellt wurde.

    @Marula: Mein Kater hat nicht markiert, es war dennoch keine tolle Situation vorallem für ihn nicht. Ich hab ja schon oben geschrieben warum.
    Das wäre so als wenn dein Hund an nichts mehr interesse hätte, fast nicht frisst, alles berammeln will und wenn er es nicht kann gestresst ist und in die Wohnung macht.

    Naja, ich sag ja auch, "Kann man" nicht "Muss man". Meins wär's nicht, aber nicht alle Kater sind so extrem in ihrem Verhalten wie deiner es war. Zumindest spricht jedenfalls bei reiner Wohnungshaltung aus medizinischer Sicht nix gegen das intakt lassen eines Katers.

    Ich hätte beim abwarten viel zu große Angst, dass er doch das markieren anfängt und es sich dann so sehr angewöhnt hat, dass man es nicht mehr rauskriegt wenn man sich dann doch zur Kastration entscheidet. Das passiert dann nämlich manchmal, ist zum Teil halt ein erlerntes Verhalten.

    [...]


    Und Züchter leben damit eben. In katzenforen kommt bei Fragen nach Züchtern häufig der Hinweis, das der Interessent sich über einen strengen Geruch in zumindest Teilen der Wohnung nicht wundern solle. Insbesondere, wenn der Züchter selber einen Kater hält.
    [...]

    Katzenzüchter sind auch alle total verrückt! :flucht:

    Bzw weiß ich auch von mehreren wirklich "ernsthaften" Katzenzüchtern, dass sie halt ein oder mehrere "Katzenhäuser" im Garten haben mit angeschlossener Voliere, oder einen oder mehrere "Katzenräume" im Haus.
    Da wird der markierende Stinki halt ausgelagert und nervtötende Weiber auch.


    K.M. hat momentan in Israel auch einen wunderschönen Wurf [...]

    Ich find die Zuchtstrategie bzw die bisherigen Verpaarungen in dem Zwinger ziemlich planlos, es waren ein paar ganz hübsche Hunde dabei, aber das wirkt auf mich eher wie ein Zufallsprodukt...
    Aber von gefallen oder nicht gefalle mal ab würde ich persönlich mich von dieser Zuchtstätte lieber fernhalten und da bin ich auch nicht die einzige. Wenn du mehr wissen magst, dann lieber per PN.


    Haben die Silken noch was vom Sheltie mitgenommen außer das Heelen?

    MDR1 und CEA.

    Bei Katzen geht es oft einfach nicht anders, da bleibt einem nicht viel übrig. Bei Freigängern beiderlei Geschlechts ist es eh keine Diskussion, einmal wegen der unkontrollierten Vermehrung, wegen sexuell oder beim Kämpfen übertragberer Infektionskrankheiten, wegen Kampfverletzungen bei Katern und und wegen dem vermehrten streunen, wegen dem unkastrierte Freigänger häufiger abhanden kommen.

    Also, selbst wenn man die sterilisieren würde statt kastrieren haben sie immer noch so viele Risikofaktoren durch ihren hormonellen "intakt" Status, dass sie gegenüber kastrierten Freigängern echt gefährlich leben.


    Bei Wohnungskatzen die Dauerrolligkeit - ungedeckte Katzen werden nunmal oft dauerrollig und das ist nicht gesund und nicht schön für die Katze. Außerdem für den Besitzer nervig.

    Bei Wohnungskatern das markieren. Das machen viele, aber nicht alle. Wenn man einen Wohnungskater hat, der nicht markiert, kann man ihn theoretisch intakt lassen, z.B. mit einem kastrierten Partnertier.


    Ich kann mir schon gut vorstellen, dass es auch bei der Katze negative Folgen haben kann, warum nicht? Auf jeden Fall nehmen viele Katzen nach der Kastration trotz Futterreduktion sehr zu, was ein Risikofaktor für viele Krankheiten ist, von Herzbeschwerden über Diabetis bis Gelenksproblemen.
    Es wäre auch interessant zu wissen, wie sich Kastration oder nicht auf so Sachen wie Hyperthyreose, FLUTD oder FORL auswirkt, ob es da Unterschiede gibt. Ich meine mal was gelesen zu haben, das frühkastrierte Kater häufiger Probleme mit Harnsteinproblematiken haben, speziell mit Harnröhrenverlegungen durch Steine, weil die Geschlechtorgane nicht so ausgereift wären wie beim unkastrierten. Weiß aber nicht mehr wo.

    Aber letztlich gibt es momentan noch keine gute Alternative. Hat ja auch seinen Grund, warum auch Katzenzüchter ihre Zuchttiere meist nach deren "Karriere" kastrieren.


    Also so wie der Whippets auch "poor mans grey" genannt wird? xD Ich selbst nenne meine eigenen Flusen ja manchmal spaßeshalber "Saluki für Arme" :lol:

    Ja, aber ein Whippet ist ja praktisch ein kleiner Grey, mit einigen Abweichungen ist das der selbe Grundtyp, ein ähnlicher Kopf usw.

    Ich mein, ich kann verstehen, wenn man nen Magyar Agar und nen Grey oder nen sandfarbenen KH-Saluki mit schwarzer Maske und nen Sloughi auch als Windhundbesitzer nicht immer sofort auseinander kriegt, aber bei S und SiWi sehen ich nun echt nicht viel Ähnlichkeit außer schlanke Tallie und längeres Fell.

    Mal zum Spaß und weil es grad hier reinpasst: Kleiner Saluki!

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    2010 in Israel fotografiert, 7 Monate alte Hündin (also mit einem guten Teil des Höhenwachstums bereits durch, 10 cm sind da wahrscheinlich nicht mehr gekommen), wenn's hochkommt 50 cm, kleiner als sehr viele Whippets die ich kenne, konnte man ohne Probleme auf einen Arm hochnehmen... sie sieht hier etwas größer aus, weil sie hoch steht, aber sie ging mir wirklich mit dem Widerrist grad mal so zum Knie.
    Ihre Geschwister waren etwas größer (hab zwei gesehen), um die 60 cm die Hündin und um 65 der Rüde. Die hier war wohl einfach ein "Kümmerling", sie war auch zu mager, wie man auf dem Foto ja auch sieht.


    Auf FB kommentierte eine Silkenzüchterin, die es ja eigentlich besser wissen müsste, unter Hopes Bild "Saluki?"

    Naja, was soll man dazu sagen... :lol:


    Zitat

    Die Silken Windhounds sind ganz sicher Mini-Barsois, die Silken Windsprites/LHWs sicher nicht, obwohl da jeder bei den Flusen noch eine andere Interpretation hat.

    Naja, das Ziel bei der Erschaffung des Silken Windhounds war es, einen kleinen bis mittelgroßen Windhund im Barsoityp zu erschaffen als angenehmen Familien-, Begleit- und Sporthund.
    Im Gegensatz zu den Anfängen beim LHW/SiWi mit der Behauptung, das seinen plötzlich aufgetauchte rezessive Gene bei reinrassigen Whippets, wurde beim Silken Windhound aber nie behauptet, das seien reinrassige Barsois, nur kleiner gezüchtet. Das meinte ich. Der Standard ist in vielen Formulierungen dem (amerikanischen) Barsoistandard sehr ähnlich, aber soweit ich es überblicken kann steht auch nirgendwo direkt: Je mehr es aussieht wie ein Barsoi, desto besser.


    Zitat

    Ein guter Barsoi ist schon extrem und soll es auch sein, nicht umsonst war er ja gerade zu Bauhauszeiten beliebt...

    Frühe Barsois waren zum Großteil nicht so extrem wie heutige (wie bei vielen Rassen) und Barsois, die aus jagdlich eingesetzten russischen Linien stammen, sind vom Typ auch oft moderater. Vielleicht hat Tengri da ja irgendwo nen Link oder Fotos...
    Kleiner, weniger Fell, graderer Rücken, weniger schmal, weniger extremer Kopf... der Typ ist da, jedes einzelne Merkmal das man heute findet auch, aber die einzelnen Merkmale sind nicht, oder nicht alle im selben Hund, so ausgeprägt.

    Muss ja jeder wissen was er mag, aber ich find's etwas moderater schöner.

    Und mal provokativ gefragt, was ist denn ein "guter" Barsoi? An welchem Maßstab gemessen? Selbst nen geschriebener Standard lässt sich idR mehr oder weniger extrem auslegen und der Barsoi gehört auch zu den Rassen mit recht großer Typvielfalt (war... hm, ich meine letztes Jahr... auf jeden Fall diesen Winter, ein ganz netter Artikel zu im UW).


    Zitat

    Mein Mann meinte zu mir, als ich ihm die Salukiwelpen gezeigt habe: "Also besonders nach Windhund sehen sie nicht aus, sondern wie ganz normale Dackelwelpen." :hust:

    Lang- und Kurzhaardackel sehen als Welpen andersrum auch total aus wie Salukis. Der Kopf ist ja bei einigen Dackeln sehr lang und schmal und elegant, grade bei den langhaarigen. Janaah's Züchterin hat auch noch einen Kaninchenteckel in Glatthaar (B&T) rumflitzen. Ihr vorletzter Wurf waren 4x Kurzhaarsaluki in B&T. Da musste man schon 2x hingucken, wenn der Dackel mit auf dem Sofa lag.
    Wenn die mal längere Beine hätten, wäre das glatt richtige Hunde! xD

    Und, bitte nicht hauen, aber bei den Bildern oben wurd mir sofort klar warum die Flusenwhipps immer begehrter werden, sozusagen ein "Saluki light".Die Optik so ähnlich, praktischere Größe, wenig Jagdtrieb...

    Ähm... nein? :lol:
    Außer das sie Befederung haben und auch Windhunde sind, sehe ich in denen nix von Saluki.

    Ist doch ein ganz anderer Typ, der Rücken und vor allem die Kruppe eher gerundet statt grade mit leichter Wölbung über der Lende wie beim Saluki, Unter- und Oberlinie in der typischen Whippet S-Kurve, nicht so hager, Hüften und Wirbel weniger prominent, eher rund statt flach bemuskelt, ganz anderer Kopf und durch Rosenohr ein ganze anderer Audruck als beim schlappohrigen Saluki...

    Ich denk eher, dass sie beliebt sind, weil es Whippets mit längerem Fell sind. Whipps boomen ja eh grade ein bisschen und die Flusenvariante ist kuscheliger und auch ganz dekorativ, zudem sie ja auch noch ein paar zusätzliche Farben mehr haben, was auch nicht schadet.
    Das sie weniger Jagdtrieb (haben sollen, gerüchteweise) finde sicher auch viele sehr attraktiv, da gebe ich dir recht.


    Ich mag ja die Silken Windhounds ganz gern, bin gespannt, wie sich die Rasse in den nächsten Jahren in Deutschland und Europa entwickelt. Die finde ich richtig schön, Barsois sind mir nämlich tatsächlich überwiegend zu groß und die SWiH solle zwar keine "Mini-Barsois" sein, stehen aber schon in dem Typ, nur sind sie halt praktischer von der Größe her.

    Ich mag es auch, dass sie essentiell schon einen ähnlichen Typ haben Barsois, aber weniger extrem sind.
    Barsois sind mir zum Teil zu "zweidimensional", gigantisch hoch und dabei so schmal, dass ich den Eindruck hab, man könnte sie seitlich unter ner geschlossenen Tür herschieben, der Rücken über der Lende für meinen Geschmack oft zu stark hochgewölbt und der Kopf gar zu lang und schmal und konvex mit für meinen Geschmack zu viel Fang und zu wenig Hirnschädel.
    Die haben im Prinzip genau die Sachen, die mir an Barsois optisch gefallen, aber ohne es so sehr ins Extreme zu ziehen.

    Ich fand Tierzucht jeder Art schon immer sehr spannend, war auch eins meiner Lieblingsfächer an der Uni. Hätte am liebsten als Kind schon mit meinen Meerschweinen eine florierende Zucht aufgebaut, aber da haben meine Eltern den Riegel vorgeschoben - im Nachhinein bestimmt ganz gut! :tropf:


    Mein erster Hund war kastriert und das habe ich sehr bedauert, denn er war fantastisch und ich hätte gern "ein Stück von ihm zum behalten" gehabt. Ein Freund von mir hatte damals eine Hündin, die unserer Meinung nach gut zu ihm gepasst hätte, wir hätten jeder einen Welpen behalten und den Rest sorgfältigst vermittelt. Tja, aber war ja nicht, so ist das halt.
    Ich weiß, da kriegen jetzt wahrscheinlich schon so einige Mitlesende nen richtig dicken Hals, aber ich habe, ehrlich gesagt und wie manche hier sicher auch noch wissen, auch zu geplanten Mischlingswürfen, Designerdogs und was sonst so außerhalb von VDH und FCI läuft ne ziemlich differenzierte und nicht so ganz dogforum-konforme Meinung, die ja aber hier nicht Diskussionsthema ist - also bitte ich, sich die abfälligen Kommentare an dieser Stelle zu verkneifen!


    Meine erste Hündin hab ich schon hauptsächlich als Gesellschafts- und Begleithund angeschafft, aber auch mit dem Hintergedanken, dass man, wenn sie sich gut entwickelt, mit ihr züchten könnte, dann natürlich mit Papier und allem drum und dran.
    Davon abgesehen, dass ich die Bedigungen zum züchten derzeit nicht hab, was auch bei Anschaffung schon klar war, hat sie sich aber auch nicht zur potenziellen Zuchthündin entwickelt, vor allem ihr Wesen lässt zu wünschen übrig und ich könnte es nicht mit mir vereinbaren, mehr oder minder wissentlich einen Haufen nicht wesenfeste Welpen in die Welt zu setzen, wo ich dann 3 Jahre später höre, dass sie jemanden gebissen haben und eingeschläfert wurden oä.
    Insofern habe ich mit ihr auch nie die ZZL angestrebt oder sie auch nur ausgestellt.


    Naja, je weiter man in einer Rasse einsteigt, je mehr man sich in Abstammungen und in die ganze "Szene" vertieft, desto mehr steigt (zumindest bei mir), der Wunsch, da dann auch selber mitzumischen.
    Meinen jetztigen Jungspund hab ich mir sehr bewusst ausgesucht, er hat eine ziemlich seltene Abstammung, kommt von einer Züchterin, die sich wahnsinnig Mühe macht was Gesundheit und Wesen angeht, hat einige Verwandte, die zwar keine Überflieger sind, aber in ihrem jeweiligen Sport mithalten können und er gefällt mir persönlich optisch einfach sehr, sehr gut.

    Bisher entwickelt er sich gut, zeigt auch ganz gute Anlagen für den Sport, man wird sehen, was draus wird. Wenn er gesundheitlich ok bleibt, dann würde ich selber eigentlich schon gern mal mit ihm züchten, vorausgesetzt ich habe bis dahin eine passende Hündin.
    Seine Züchterin würde ihn in einigen Jahren eventuell als Deckrüden einsetzen wollen und falls das was werden sollte, würde ich auf jeden Fall einen Welpen nehmen. Ich würde meinen Rüden eh nirgendwo decken lassen, wo ich nicht selber liebend gern einen Welpen von nehmen würde, sowohl von der Abstammung als auch von der Aufzucht her. Ob man das dann immer kann ist die andere Frage...


    Langfristig hoffe ich, das sich meine Lebensumstände dann mal dahingehend verändern, dass ich selber züchten kann.

    Mein Ziel wären dann in erster Linie wesensfeste, gesunde Hunde mit rassetypischem Charakter, die ihren neuen Besitzern Freude machen. Wenn sie sportlich wären, wäre das auch schön.
    Dem Rassestandard brauchen sie für mich nur insofern enstprechen, dass sie die ZZL schaffen, das Äußere ist mir, außer halt dass man den Hund noch auf den ersten Blick als einer bestimmten Rasse angehörig erkennen sollte und das er mir persönlich gefällt, nicht so wichtig.

    Ich mag sogar einige Sachen ganz gern, die im Standard direkt als nicht gewollt gelistet werden, z.B. helle Augen und hoch getragenen Ruten, und ich hab zumindest nix gegen andere, die unerwünscht sind (gestromte Fellzeichnung).

    Bei meiner Rasse, die lange vor schriftlichen Standards entstanden ist und die in ihrem Ursprungsgebiet auch heute noch ohne "Bauanleitung" und Schönheitswettbewerbe gezüchtet wird, finde ich standardkonformität im Aussehen nicht ganz so wichtig, solange der grundsätzliche Typ stimmt.
    Grade die enorme Vielfalt mag ich bei meiner Rasse so sehr und daher finde ich Zucht auf möglichst genormtes Aussehen eher langweilig.


    Leistung würde ich sehr gern richtig überprüfen, geht aber hierzulande nunmal schlecht (Jagd mit Windhunden = verboten) und es gibt keinen wirklichen Ersatz.

    Rennleistung ist schön, aber Schnelligkeit auf 480 m und die Fähigkeit, aus dem Startkasten zu starten und sich in einem engen Feld von 6 Hunden durchzusetzten, zeigen, dass der Hund genau das kann, aber nicht, ob er ein guter Jäger wäre. Und Lure Coursing ist eh wie Kunstturnen, der eine Richter sagt so, der nächste so.
    Beide Sportarten sind geeignet, eine gewisse grundsätzliche körperliche Leistungsfähigkeit und vorhandenen Hetztrieb nachzuweisen, was nicht verkehrt ist, aber wenn man nicht grade explizit Rennhunde züchten will (wie das bei Greyhounds und Whippets gemacht wird), dann solle man Erfolg im Sport bei meiner Rasse denke ich nicht überbewerten.


    Also, lange Rede, kurzer Sinn:
    Ich hoffen die ZZL mit meinem jungen Rüden zu machen, weil ich selber gern züchten möchte oder zumindest, wenn das in nächster Zeit noch nix wird, in einem anderen Zwinger Nachwuchs von ihm zu kriegen.

    Ob das "die Rasse voran bringt"...., ja, mei... das denken wohl die meisten von ihren Plänen, ich hoffen wer züchtet, ist auch überzeugt von den Qualitäten seines Hundes. Ich weiß jedenfalls, dass es genug Würfe gibt, die mich einfach mal gar nicht interessieren und die trotzdem weggehen wie warme Semmeln. Ist einfach Geschmackssache.