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Oder sich einen Hund holen, bei dem klar ist, dass die Fellpflege sich auf alle 2 Wochen Bürsten und einmal im Jahr Baden beschränkt. Klar, das ist ein Kostenfaktor. Auch das ganze Equipment bei Selbermacheb zu besorgen geht erstmal hart ins Geld und kostet viel Zeit.
Bei meinem Mischling hab ich mir da beim Kauf auch keine Gedanken zu gemacht. [...]
Ich kann dir sagen, dass das für die meisten "Normalos" absolut kein Kriterium ist. Momentan boomen bei uns an kleinen Langhaarhunden Bolonka Zwetna sowie Shi Tzu und deren Mixe.
Wenn ich die als Welpen das erste Mal zum impfen sehe spreche ich auch immer mal Fellpflege an, besonders, dass sie bei so wolligen Hunden verstärkt auf die Ohren achten müssen (auszupfen und eventuell ab und an mal reinigen), das die bei den Augen drauf achten müssen, dass keine Haare direkt ins Auge wachsen/hängen und es reizen, dass man die im Intimbereich sauber halten muss und dass sie die Pfoten unter Umständen ausrasieren (lassen) sollten, weil sich dort sonst Knubbel bilden, im Winter der Schnee klumpt, der Hund auf glatten Böden rutscht und sich Grannen besser drin verfangen.
Und vor allem auch, dass sie bitte JETZT anfangen sollen, ihrem Hund das alles nahe zu bringen, nicht erst wenn sie die ersten Filzklumpen entdecken und die ausbürsten wollen.
Da kriegen die meisten total große Augen. Wenn sie überhaupt drüber nachgedacht haben was es bedeutet, einen Langhaarhund zu haben, dann haben sie sich vorgestellt, dass sie mit dem Hund alle paar Wochen bis Monate mal zum Hundefriseur gehen und der macht das dann alles und sie nehmen nen bis zum nächsten Termin praktisch pflegefreien Hund mit nachhause.
Ich mein, man kann das alles in unterschiedlichen Perfektionsgraden betreiben, es muss ja nicht jeder Hund in rassetypischer Ausstellungsfrisur rumlaufen, aber frei von Knoten und Filz sollte es sein, es sollte den Hund selber nicht behindern (Augen, Ohren, Pfoten) und es sollte hygienisch sein.
Da muss man meistens schon auch selber was für tun oder halt den Friseur recht häufig aufsuchen.
Tja, und was machen die, die vorgearbeitet haben und der Hund trotzdem Angst hat?Stehen dann mit unter Generalverdacht?
Naja, man denkt sich halt seinen Teil. Wenn man ein paar Hunde und Besitzer gesehen hat, kriegt man irgendwann ein Gefühl dafür, wo es wirklich der Hund ist, der ein besonders großes Sensibelchen ist und wo es eher der Besitzer ist, der den Hund noch nervöser macht oder ihn so gar nicht im Griff hat.
Es gibt Hunde, die sind einfach in manchen Situationen ängstlicher als ihre Kollegen, das ist auch ok, da muss man dann irgendwie mit arbeiten. Das sind halt die verschiedenen Charaktere. Das sagt auch keiner was gegen, ich zumindest nicht. Kommt dann aber drauf an, wie der Besitzer damit umgeht.
Wenn der da selber sachlich und ruhig mit umgeht macht das natürlich auf Außenstehende nen kompetenteren Eindruck als wenn er wie ein kopfloses Huhn rumwirbelt oder den Hund mit schlaffen Handgelenk an der losen Flexileine rumspacken lässt.
Insofern glaube ich nicht, dass du dich angesprochen fühlen musst. 